Wörterbucharbeit: Einführung in das Nachschlagewerk Duden (Deutsch, 5. Klasse Mittelschule)


Unterrichtsentwurf, 2016

26 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Wissenschaftlich-sachliche Grundlage

2. Lehr- und Lernziele
2.1 Was soll mit der Unterrichtsstunde erreicht werden?
2.2 Was möchte ich als Lehrer erreichen?
2.3 Welche Bedeutung hat der Inhalt der Stunde für die Schüler?
2.4 Wo sehe ich Schwierigkeiten?

3. Lernstand
3.1 Welchen Lernstand stelle ich in der Klasse insgesamt fest?
3.2 Auf welchem Lernstand befinden sich die Schüler konkret?
3.3 Welche differenzierenden Maßnahmen ergreife ich aufgrund des beschriebenen Lernstandes?

4. Lernarrangement
4.1 Warum eignet sich die gewählte Methode für die Umsetzung der Lerninhalte?
4.2 Wodurch zeigt sich der Lernzuwachs der Schüler?

5. Fach- bzw. Sequenzplanung

6. Unterrichtsverlauf

7. Material
Bildkarten
Arbeitblatt I
Arbeitsblatt II
Hilfestationen

8. Literatur

1. Wissenschaftlich-sachliche Grundlage

Das Nachschlagen in alphabetisch geordneten Verzeichnissen aller Art (Wörter- und Telefonbücher, Ortsverzeichnis im Atlas, Quellenverzeichnis usw.) ist eine grundlegende Arbeitstechnik zur sicheren Informationsentnahme. Daher gehört diese auch zum Grundwissen bzw. den Kernkompetenzen des bayerischen Lehrplans für Mittelschulen, wo diese Technik unter dem Lernbereich ‚Schreiben und Rechtschreiben‘ ihren Platzfindet. Sie soll bereits ab der 5. Jahrgangsstufe geschult werden: „Nachschlage- und Korrekturtechniken im Wörterbuch und in elektronischen Medien sicher anwenden“[1].

Das Nachschlagen in Wörterbüchern erfolgt bei Unschlüssigkeit bezüglich der richtigen Schreibweise eines Wortes und liefert dem Benutzer darüber hinaus auch Antworten auf Fragen zu Worttrennung, Aussprache, Grammatik, Herkunft, Bedeutung uvm. Durch ein bewusstes und gezieltes Vorgehen spart man sich das umständliche und zeitaufwändige Suchen durch Herumblättern im Nachschlagewerk. Zwar gibt es heutzutage auch Online-Nachschlagewerke, jedoch sollte die Fähigkeit, ein handfestes Wörterbuch bedienen zu können beherrscht werden, da Netzte überlastet sein können oder es technische Schwierigkeiten geben kann.

Um sich jedoch aufgrund der Fülle solcher Nachschlagewerke nicht zu verlieren und stattdessen die gewünschten Informationen extrahieren zu können, müssen Verfahren des Nachschlagens (Nachschlagetechnik) eingeübt werden.

Die Nachschlagetechniken, welche die Schüler lernen sollen, ist zum einen die des Alphabetisierens (auch nach dem Zweit-, Dritt- und Folgebuchstaben), zum anderen auch die der Orientierung an den Leitwörter in den Kopfzeilen (ungefähres Aufschlagen) sowie das Wissen um die alphabetische Anordnung der Hauptstichwörter im Wörterbuch. Hinzu kommt das Kennen der Abkürzungen im Wörterbuchartikel wie beispielsweise Sg. für Singular oder ugs. für umgangssprachlich, welches in der kommenden Stunde allerdings nicht thematisiert wird.

Ein Nachschlagewerk ist beispielsweise der Duden, welcher hauptsächlich unter den Schulwörter-büchern eingesetzt wird und für den Einsatz ab der fünften Jahrgangsstufe bis zu den letzten Jahren einsetzbar ist.

Die 24. Auflage, welche an der Schule angeschafft wurde, beinhaltet rund „130.000 Stichwörtern mit über 500.000 Beispielen, Bedeutungserklärungen und Angaben zu Worttrennung, Aussprache, Grammatik, Stilebenen und Etymologie“[2].

Dem fett gedruckten Hauptwort im Wörterverzeichnis folgt die Wortartangabe, die beim Substantiv durch das Genus und den Flexionstyp mit ausgedrückt wird, z. B. Autor, der: -s, en.

Das Verb wird als Hauptwort im Infinitiv eingesetzt. Darüber hinaus werden wichtige unregelmäßige Zeitformen des Verbs (Präsens, Präteritum, Perfekt und Imperativ) dahinter extra aufgeführt, z.B. fliegen: du fliegst, er flog, sie ist geflogen, flieg(e)![3].

Um die Suche zu erleichtern, ist der Aufbau des Wörterverzeichnisses durch eine farbliche Abgrenzung der einzelnen Buchstaben in rot voneinander am Seitenrand gekennzeichnet.

Darüber hinaus helfen Leitwörter auf jeder Seite ein Wort schneller zu finden: Hierbei wird jeweils das erste und das letzte Stichwort der Seite angegeben.

2. Lehr- und Lernziele

2.1 Was soll mit der Unterrichtsstunde erreicht werden?

Die Schülerinnen und Schüler werden in die Nutzung des Dudens zum Nachschlagen schwieriger Wörter eingeführt.

Die Schülerinnen und Schüler…

- werden an den Umgang mit dem Wörterbuch herangeführt, um künftig ihre eigenen Texte im Unterricht eigenständig mit Hilfe des Dudens zu verbessern.
- wenden beim Nachschlagen ihr Wissen über das alphabetische Ordnungsprinzip an.
- lernen den Begriff und die Funktion von Leitwörtern kennen.
- entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass das Wörterbuch im Deutschunterricht eine nützliche Hilfe ist, um die richtige Schreibweise eines Wortes herauszufinden bzw. zu überprüfen.
- setzen sich mit der Schreibweise schwieriger Wörter aus ihrer Lebenswelt auseinander.

2.2 Was möchte ich als Lehrer erreichen?

- Die Schüler dort abholen wo sie stehen und ihnen das Arbeiten mit dem Duden näher bringen, um sie so schrittweise zu einem selbstständigen Nachschlagen zu befähigen.
- Durch Impulse die SuS[4] immer wieder abholen und zum Mitdenken motivieren.
- Die Schüler können künftig ihre eigenen Texte im und außerhalb des Unterrichts mit Hilfe des Dudens eigenständig verbessern.
- Den Schülern eine angenehme Lernumgebung schaffen.

2.3 Welche Bedeutung hat der Inhalt der Stunde für die Schüler?

Der Lernbereich Schreiben und Rechtschreiben im Deutschunterricht ist für die Schüler von großer Bedeutung. Denn richtig schreiben zu können, ist in unserer Leistungsgesellschaft nach wie vor eine wichtige Fähigkeit. Zwar können Fehler heutzutage durch Rechtschreib- und Korrekturprogramme am Computer korrigiert werden oder ein falsch geschriebenes Wort wird mit Hilfe des Internets berichtigt, doch das Richtigschreiben von Wörtern ist im Deutschunterricht nach wie vor elementar. So wird nicht nur in Schulaufsätzen, sondern auch später beispielsweise bei Bewerbungsschreiben Wert auf eine korrekte Rechtschreibung gelegt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um herauszufinden, wie ein Wort richtig geschrieben wird, wenn wir uns bei der Schreibweise unschlüssig sind. Dies kann nicht nur mit Hilfe von Rechtschreibstrategien stattfinden, indem man Wörter verlängert oder ableitet, sondern auch, indem man gezielt in einem Nachschlagewerk nachsieht. Um sich selbstständig die richtige Schreibweise eines Wortes anzueignen, bedarf es einen korrekten Umgang mit einem Nachschlagewerk, welches in diesem Fall der Duden ist.

Eine der zahlreichen Aufgaben des Faches Deutsch ist es nämlich, Schüler zu selbstständigem Arbeiten hinzuführen. Dabei spielt die Methodenkompetenz „Nachschlagen“ eine wesentliche Rolle, denn die sichere Beherrschung der Nachschlagetechnik ist grundlegend für selbst-ständiges Arbeiten in Schule, Alltag und Beruf. Dies spiegelt sich nicht nur im sachgerechten Umgang mit dem Duden wider, sondern es befähigt die Schüler darüber hinaus dazu, ihr Wissen auf die Nutzung von Telefonbüchern, Lexika, Atlanten usw. zu übertragen, um sich so wichtige Informationen zugänglich zu machen.

Gerade im Hinblick auf Rechtschreibdefizite und mangelnde Grundbildung, unter welcher viele Hauptschüler leiden, müssen den Schülern frühzeitig Mittel und Wege aufgezeigt werden, wie sie sich selbst Informationen beschaffen und ihr Wissen überprüfen können. Die Schüler wurden teils bereits in der Grundschule mit kleinen Wörterbüchern wie dem ‚Findefix‘ an die Nachschlagetechnik herangeführt. So soll auf dieses Wissen aufgebaut werden.

Langfristiges Ziel sollte es sein, die Schüler im Umgang mit dem Wörterbuch so vertraut zu machen, dass der Griff zum Wörterbuch bzw. der Gebrauch selbst zur Routine wird. Denn erfahrungsgemäß sehen die Schüler den Duden in Proben oder Abschlussprüfung nicht als Hilfe an, um ihre Arbeit auf Rechtschreibfehler zu verbessern, ganz einfach weil sie im Vorfeld mit diesem einfach zu wenig Übung hatten und sie so die Fülle des Werkes davon abhält ihn zu nutzen. Klar ist auch, dass die Schüler nur dann motiviert sein werden zum Wörterbuch zu greifen, wenn das Nachschlagen schnell und effektiv von statten geht. Erst wenn die Schüler Sicherheit im Umgang mit dem Nachschlageinstrument gewonnen haben, werden sie auch beim Aufsatzschreiben oder bei der Recherche von alleine zum Wörterbuch greifen. Darüber hinaus bietet das Nachschlagen im Wörterbuch den Schülern speziell im schulischen Kontext die Möglichkeit, nicht nur unabhängiger vom Lehrer zu werden, sondern auch eigenständiger mit Sprache umzugehen. Überdies sollen Hemmungen beim Griff zum Wörterbuch abgebaut werden.

Daher sind zur Einübung in den Wörterbuchgebrauch vielfältige Nachschlageübungen erforderlich. Demzufolge ist didaktischer Schwerpunkt der vorliegenden Stunde, das Üben der Nachschlagetechnik in vielfältiger Form, um somit eine Automatisierung anzubahnen.

2.4 Wo sehe ich Schwierigkeiten?

Sowohl Leistungsstand als auch Motivation befinden sich in der Klasse auf unterschiedlichen Ebenen. Während einige Schüler sehr motiviert sind und sich gern am Unterrichtsgeschehen beteiligen, gibt es ein paar Schüler, welche öfters den Unterricht durch unqualifizierte Beiträge stören möchten. Außerdem zeigt sich, dass es fast immer dieselben Schüler sind, von denen gute Beiträge zu erwarten sind.

Die drei Mädchen der Klasse sind meist sehr ruhig, beteiligen sich wenig verbal am Unterricht, bearbeiten jedoch ihre Arbeitsaufträge weitgehend eigenständig und zuverlässig.

In dieser Klasse gibt es außerdem ein paar stark sozial-emotionale Kinder sowie sehr leistungs-schwache Schüler und ein Schüler kommt direkt aus einer Förderschule. Die leistungsschwachen Schüler haben Schwierigkeiten, längere Zeit alleine und leise zu arbeiten. Auch fehlt es ihnen hin und wieder an Konzentration, eine für sie schwierigere Aufgabe zu meistern. Dennoch müssen sie darin geschult werden, alleine zu arbeiten. Es wurde gemerkt, dass gerade diese Schüler die Arbeit in Partnerarbeit nutzen, um sich selbst zurückzunehmen und vom Banknachbarn abzuschauen. Die Ordnung von Wörtern in alphabetischer Reihenfolge ist bei diesen Schülern immer noch nicht ausreichend automatisiert und verinnerlicht, sodass ich bei diesen Schülern mit Schwierigkeiten rechne.

Darüber hinaus stößt das Thema Rechtschreibung allgemein auf wenig Interesse in dieser Klasse. Es gibt außerdem sechs Schüler mit LRS[5], bei einem wurde eine Lese- und Rechtschreibstörung diagnostiziert. Dieser Schüler ist kaum in der Lage, ein Wort richtig zu schreiben. Unter diesen LRS-Schülern sind häufig Sätze zu hören wie „ich habe LRS, bei mir wird die Rechtschreibung eh nicht bewertet“. Auch andere Schüler ohne LRS weisen enorme Defizite in der Rechtschreibfähigkeit auf. Deshalb wird es möglicherweise schwierig sein, die Schüler für die Arbeit mit dem Duden zu motivieren und für die Übung zu begeistern. Trotzdem ist es wichtig, die Schüler durch Unterrichts-gespräche zu aktivieren und zum Mitdenken anzuregen.

3. Lernstand

3.1 Welchen Lernstand stelle ich in der Klasse insgesamt fest?

Die Ganztagesklasse setzt sich aus 16 Jungen und drei Mädchen zusammen. Ein Schüler kam durch Umzug erst am 23.11.2015 an die Schule bzw. in die Klasse, von ihm fehlen immer noch die Unterlagen der vorherigen Schule. Er wurde aber bereits am ersten Tag von den Mitschülern super integriert. Dieser ist sprachlich recht fit und arbeitet im Großen und Ganzen auch gut mit. Die Klasse ist insgesamt aufgeweckt und freundlich.

Es gibt drei Knaben in der Klasse, welche etwas anders entwickelt sind als die anderen. Alle drei Schüler zeigen aggressives Verhalten, wenn es um Konflikte im sozialen Umfeld geht. Ihnen fällt es sehr schwer, die Grenzen anderer zu achten, geschweige denn Gefühle anderer richtig einzuschätzen. Ein Schüler kommt aus Brandenburg und lebt erst seit September bei seinem Vater, er war zuvor in verschiedenen Kinderheimen und hat starke soziale Verhaltensdefizite, hat sich selbst nicht im Griff und fällt hin und wieder durch aggressives, beschimpfendes Verhalten auf. Er nimmt Medicinet. Im Unterricht wirkt er meist abwesend, er arbeitet nicht mit, die Klassenlehrerin lässt ihn mittlerweile gehen. Hin und wieder kommt es trotzdem noch vor, dass er sich auch im Unterricht nicht im Griff hat. Dies äußert sich zum einen durch aggressive Schübe gegenüber Lehrkräften und Mitschülern, zum anderen auch durch permanentes Stören im Unterricht.

Ein weiterer Schüler, bei dem vor einigen Wochen atypischer Autismus diagnostiziert wurde, fällt ebenfalls mit beschimpfendem Verhalten und enormen sozialen Defiziten auf. Ihm hat die Klassenlehrkraft seit den Kennenlerntagen im November auch explizit einen Zettel auf den Tisch geklebt, auf welchem ihm seine Grenzen aufgezeigt sind. Bei ihm würde ein Schulbegleiter genehmigt werden, sollten sich seine Eltern dazu entscheiden.

Beide Schüler sind neu an der Schule, aber aufgrund ihres Verhaltens bereits in der Schule bei Lehrern und Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen bekannt. Im Klassenverbund nehmen diese Schüler die Außenseiterrolle ein und werden weitgehend von den Mitschülern gemieden. Eine Zusammenarbeit ist kaum möglich, weswegen diese auch alleine arbeiten dürfen. Im Unterricht verhalten sie sich mittlerweile weitgehend ruhig, da die Klassenlehrerin stark auf sie eingewirkt hat. Sie achtet auch darauf, dass klassenintern keine Sticheleien auftreten. Der dritte, stark auffällige Schüler mit einer Wahrnehmungsverarbeitungsstörung, wird noch auf das Asperger-Syndrom hin geprüft. Ihm fällt es häufig schwer, sich in andere hineinzuversetzen, er ist jedoch in die Klasse recht gut integriert. Er ist ein sehr höflicher Schüler mit einem Spezialwissen über die Titanic und Planeten sowie einem generell hohen Interesse an der Geographie. Er arbeitet sehr langsam und man muss ihn fast immer mehrmals gesondert auffordern seiner Aufgabe nachzugehen. Aus diesem Grund hatte er auch die ganze Grundschulzeit über einen Schulbegleiter. Es wird derzeit nach einem neuen gesucht.

Einige wenige Schüler stechen mit stetiger Mitarbeit hervor, der Großteil arbeitet eher weniger konstant mit. Ein Unterrichtsgespräch ist häufig, aufgrund weniger Meldungen anderer Schüler, nur mit diesen zu führen. Daher liegt es oft an der Lehrkraft, auch die ruhigen Schüler aufzurufen, selbst wenn sie dann riskiert, jemanden aufzurufen, der die Antwort nicht weiß. Es lässt sich ein unterschiedlicher Leistungsstand zwischen den Schülern erkennen. Während einige Schüler die Arbeitsanweisungen sofort umsetzen und gute Beiträge bringen, haben andere gerade erst begonnen den Arbeitsauftrag zu lesen oder fragen noch einmal gesondert nach, was sie jetzt tun sollen. Wie oben bereits angemerkt, sind es besonders die Mädchen, die sich nur sehr zögerlich am Unterricht beteiligen, ihre Arbeitsaufträge führen sie jedoch meist gewissenhaft durch. Allerdings möchten sie überwiegend zu dritt arbeiten, die Einzelarbeit fällt ihnen, wie sehr vielen anderen Schülern der Klasse, noch schwer. Zwei bis drei Schüler sind häufig schneller fertig als die anderen, gerade für diese ist Zusatzmaterial wichtig.

3.2 Auf welchem Lernstand befinden sich die Schüler konkret?

Die Sequenz wurde am Freitag den 27.11.2015 begonnen. Aufgrund verschiedener Proben in den Kernfächern und intensiver Übung in diesen Fächern fand aber nur diese eine Stunde statt. Deshalb durfte ich in der vorletzten Schulwoche die Deutschstunden in der Klasse, an den Tagen, an denen ich in der Schule war, komplett übernehmen. Allerdings musste ich erst einmal wiederholen, was wir etwa zwei Wochen zuvor gemacht hatten.

Am 14.12.2015 wiederholte ich also nochmal die Vorgänger und Nachfolger einzelner Begriffe durch diverse Spiele, um im Anschluss die Namen der Schüler nach dem Alphabet sortieren zu lassen. Dies hat den Schülern einerseits großen Spaß bereitet, da der Lebensweltbezug da war und sie direkt eingebunden wurden, allerdings bereitete es gerade den schwachen Kindern noch Schwierigkeiten, Wörter nach dem Zweit- oder Drittbuchstaben (da ein paar Namen gleich anfingen: Alex, Alina, Noah, Norbert) zu ordnen. Auch hatte ich die Schülernamen noch einmal auf kleinen Karteikarten für schwächere Schüler gedruckt, die sich die Namen womöglich Durch Visualisierung und Verschieben besser ordnen können.

Für die darauffolgende Doppelstunde sowie die Folgestunde habe ich eine Lerntheke mit Material zum Thema „Wörter nach dem Alphabet ordnen“ nach verschiedenen Schwierigkeitsstufen aufgebaut. Es gab eine Reihe von Aufgaben, bei denen die Schüler zwei Wörter vorgegeben hatten. Zwischen diese beiden musste in alphabetischer Reihenfolge ein anderes Wort eingesetzt werden, welches neben einem weiteren zur Auswahl stand. Für die schwachen Schüler waren zunächst einfache Aufgaben zum Ordnen nach dem Anfangsbuchstaben vorgesehen. Schüler, die das bereits beherrschten, konnten diese Aufgabe überspringen und gleich zum Ordnen nach dem Zweit- oder sogar Drittbuchstaben übergehen. Eine dieser drei Aufgaben sollten die Schüler als Pflichtaufgabe erledigt haben. Die Schnellen konnten die Wörter aus dieser Aufgabe noch in eine Wortliste einordnen, welche in A-H, G-Q und R-Z unterteilt war, sodass sie ein Gefühl dafür bekamen, in welcher Hälfte eines Registers ein Wort ungefähr alphabetisch eingeordnet wird. Ein weiteres Material bestand darin, Wörter mit „Bu“, „B“ oder „e“ zu sortieren. Eine spielerische Art des Ordnens bestand in einem Tier-Domino bzw. einer Version, bei der sie die Begriffe alphabetisch ordnen sollen und dann ein Lösungswort herauskommt.

Aufgrund des beschrieben Lernstandes schien mir die Gestaltung des Übungsmaterials mit drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden sinnvoll, denn in der Klasse gibt es etliche Schüler mit Förderbedarf und nur ein kleines Mittelfeld sowie einige wenige leistungsstarke Schüler. Dadurch wird jedem Kind die Möglichkeit gegeben, ein Erfolgserlebnis haben zu können. Um die Selbstständigkeit der Schüler weiter zu fördern, gab es zu jedem Übungsblatt ein Kontrollblatt, welches bei mir abzuholen war. So konnte ich trotzdem einen Blick auf die erledigte Aufgabe werfen.

Die Unterrichtsstunde stellt eine gezielte Einführungsstunde zum Themenbereich Rechtschreibung bezogen auf den Umgang mit dem Duden dar. Vereinzelt hatten die Schüler bereits den Duden zum Nachschlagen der Schreibweise eines Wortes genutzt, jedoch befinden sich im Klassenzimmer nur zwei Exemplare und so wurde der Umgang mit dem Duden noch nicht allgemein thematisiert.

[...]


[1] Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Grundwissen.

[2] Duden Einband, 24. Auflage 2006.

[3] Duden, S. 410.

[4] Fortwährende Abkürzung für Schülerinnen und Schüler

[5] Lese-Rechtschreib-Schwäche

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Wörterbucharbeit: Einführung in das Nachschlagewerk Duden (Deutsch, 5. Klasse Mittelschule)
Autor
Jahr
2016
Seiten
26
Katalognummer
V323273
ISBN (eBook)
9783668232600
ISBN (Buch)
9783668232617
Dateigröße
811 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wörterbucharbeit, einführung, nachschlagewerk, duden, deutsch, klasse, mittelschule
Arbeit zitieren
Sabrina Wehrl (Autor), 2016, Wörterbucharbeit: Einführung in das Nachschlagewerk Duden (Deutsch, 5. Klasse Mittelschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323273

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