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Muhammad Asads Konversion vom Judentum zum Islam

Titel: Muhammad Asads Konversion vom Judentum zum Islam

Seminararbeit , 2012 , 37 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Rossi (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Anhand des autobiographischen Konversionsberichts Muhammad Asads (1900-1992), so wie er in seinem Bestseller „Der Weg nach Mekka“ enthalten ist, wird untersucht, welche der acht vom deutschen Religionssoziologen Detlef Pollack genannte Kriterien erfüllt sind, um zu folgern, ob es sich aus wissenschaftlicher Sicht um eine Konversion handelt oder nicht. Gleichzeitig wird nach den fünf von Pollack genannten Voraussetzungen für Konversion Ausschau gehalten.

Konversion ist in vielen Disziplinen der Wissenschaft (z.B. der Geschichtswissenschaft, Theologie, Literaturwissenschaft, Soziologie und der Ethnologie) heutzutage ein wichtiges Thema. Trotzdem gibt es bis heute keine Forschung, die man als systematisch bezeichnen könnte, da vieles ungeklärt geblieben oder noch nicht untersucht worden ist.

Nichtsdestotrotz werde ich im Folgenden versuchen, einen möglichst umfassenden Überblick auf vorhandene theoretische Konzepte zu geben, um so meine Methode und meine Forschungsfragen besser erläutern zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Geschichte der Konversionsforschung

2.1.1 Zwei Klassiker

2.1.2 Zwei Entwicklungslinien

2.1.3 Konstruktivistische Ansätze

2.1.4 Neuere Entwicklungen

2.2 Definition von „Konversion“

2.3 Voraussetzungen für Konversion

3 Methodisches Vorgehen

4 Asads Biographie

5 Asads Rezeption

6 Asads Konversion

6.1 Asads „Definition“ von Konversion

6.2 Asads jüdischer und agnostischer Hintergrund

6.3 Asads Kritik am europäischen Fortschrittsglauben

6.4 Asads Faszination für die Beduinen

6.5 Asads Konfrontation mit dem Zionismus in Palästina

6.6 Asads Wertschätzung für die Araber

6.7 Besonderheiten, Vorzüge und Stärken im Islam

6.8 Asads Entfremdung von Europa

6.9 Asads Beurteilung des Christentums

6.10 Asads Verteidigung des Islams gegenüber Vorurteilen

6.11 Asads mystische Erfahrungen

6.12 Die Bedeutung von Logik und Vernunft im Islam

6.13 Asads Apologie bezüglich seiner Konversion

6.14 Gefahren für den Islam

6.15 Asads Koran-Kommentar in späteren Jahren

7 Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Konversionsprozess Muhammad Asads vom Judentum zum Islam anhand seiner Autobiographie „Der Weg nach Mekka“ und setzt diesen in den Kontext der wissenschaftlichen Konversionsforschung (insbesondere nach Detlef Pollack und Monika Wohlrab-Sahr).

  • Analyse der biographischen Voraussetzungen für die Konversion.
  • Untersuchung der psychologischen und sozialen Faktoren des Religionswechsels.
  • Kritische Würdigung der Selbstdarstellung Asads als Konvertit.
  • Bewertung von Asads Bedeutung als Brückenbauer zwischen islamischer Welt und Abendland.
  • Diskussion der Auswirkungen von Asads Konversion auf sein späteres intellektuelles Wirken.

Auszug aus dem Buch

6.4 Asads Faszination für die Beduinen

Zu Beginn seiner Reise hegt Asad selbst Vorurteile gegenüber dem Islam. Wie den meisten Europäern seiner Zeit wurden auch ihm diese Ansichten bereits im Schulalter eingeimpft, als gelehrt wurde, dass der Islam im Vergleich zum Judentum oder Christentum als minderwertig gelte – obwohl man sich gar nicht genauer damit befasst hatte. Vor allem die erste Begegnung mit den Beduinen jedoch öffnet Asads Herz zum ersten Mal für das Arabische und folglich den Islam. Er ist fasziniert von ihrer Lebensweise in der kargen Wüste und ihrer Gastfreundschaft gegenüber Fremden. Da Wüstenbewohner viel „mehr darauf angewiesen sind, sich auf die Unmittelbarkeit des eigenen Instinkts zu verlassen, müssen [Beduinen gemäss Asad] [...] notwendigerweise ein ganz anderes Wertmass an die Dinge des Lebens legen“.

Daraus entwickelt Asad die Ansicht, dass nur in einem lebenswidrigen Lebensraum wie der Wüste der Ein-Gott-Glaube hatte entstehen können, denn nur die Beduinen besässen die „Fähigkeit, ausserpersönliche Zusammenhänge und Wirklichkeiten instinktiv zu begreifen“. Ihnen sei in der Wüste bewusst geworden, wie klein der Mensch ist im Vergleich zu „der unendlichen Grösse der Schaffensmacht, welche unsichtbar ist und dennoch wahrnehmbar im ganzen Weltall wirkt“. So sei es kein weiter Weg mehr gewesen bis zum Konzept Gottes im Sinne eines Schöpfers.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Person Muhammad Asad ein und erläutert die methodische Herangehensweise, um seine Konversion wissenschaftlich zu analysieren.

2 Theoretischer Hintergrund: Es wird ein Überblick über die Geschichte und Ansätze der Konversionsforschung gegeben, um theoretische Kriterien für die Analyse zu definieren.

3 Methodisches Vorgehen: Vorstellung der Analyseinstrumente auf Basis der Kriterien von Detlef Pollack und Monika Wohlrab-Sahr.

4 Asads Biographie: Darstellung der Lebensgeschichte des aus einer Rabbinerfamilie stammenden Leopold Weiss bis hin zu seiner Hinwendung zum Islam.

5 Asads Rezeption: Untersuchung der Bedeutung Asads als intellektuelle Figur und der kontroversen Wahrnehmung seiner Schriften im Westen und in der muslimischen Welt.

6 Asads Konversion: Detaillierte Analyse des Konversionsberichts, unterteilt in thematische Aspekte wie Kritik am Abendland, Faszination für die Wüste und die Rolle der Vernunft im Islam.

7 Fazit und Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, in der Asads Konversion anhand der wissenschaftlichen Kriterien abschließend eingeordnet und bewertet wird.

Schlüsselwörter

Muhammad Asad, Konversion, Religionswissenschaft, Islam, Judentum, Autobiographie, Der Weg nach Mekka, Detlef Pollack, Identität, Religionswechsel, Abendland, Konversionsforschung, Palästina, Zionismus, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konversion des österreichischen Juden Leopold Weiss (Muhammad Asad) zum Islam und analysiert diesen Prozess wissenschaftlich anhand seiner Autobiographie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Konversionsforschung, die biographische Entwicklung Asads, seine Kritik an der westlichen Moderne und seine Apologie des Islams.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Asads individuellen Konversionsbericht mittels der soziologischen Kriterien von Detlef Pollack auf seine wissenschaftliche Validität und Struktur hin zu überprüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Methode angewandt, die Asads Autobiographie mit den wissenschaftlichen Modellen der Konversionsforschung vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Aspekte wie der Hintergrund Asads, seine Konfrontation mit dem Zionismus, seine Faszination für die Wüste und seine Verteidigung des Islams detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Muhammad Asad, Konversion, Religionswechsel, Islam, Identität und die wissenschaftliche Analyse von Konversionserzählungen geprägt.

Inwieweit spielt Asads jüdische Herkunft eine Rolle?

Seine jüdische Herkunft bildet den Ausgangspunkt der Identität, von der er sich durch die Enttäuschung über Rituale und die Entfremdung von Europa weg hin zum Islam entwickelt.

Wie bewertet der Autor Asads Rolle als Konvertit?

Der Autor zeigt sich kritisch gegenüber Asads apologetischer Tendenz, erkennt jedoch dessen Bedeutung als einflussreicher Intellektueller zwischen den Kulturen an.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Muhammad Asads Konversion vom Judentum zum Islam
Hochschule
Universität Zürich  (Religionswissenschaftliches Seminar)
Veranstaltung
Seminar "Vom Religionswechsel zur Religionspolemik, oder: Konvertiten als Polemiker" (Prof. Dr. Stefan Schreiner)
Note
1,0
Autor
Christian Rossi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
37
Katalognummer
V323399
ISBN (eBook)
9783668225824
ISBN (Buch)
9783668225831
Sprache
Deutsch
Schlagworte
muhammad asads konversion judentum islam
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Rossi (Autor:in), 2012, Muhammad Asads Konversion vom Judentum zum Islam, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323399
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  37  Seiten
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