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Stoa und Epikur. Ein Vergleich ausgewählter Aspekte

Title: Stoa und Epikur. Ein Vergleich ausgewählter Aspekte

Term Paper , 2006 , 10 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Daniel Sigg (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Die Philosophie der Stoiker und die der Epikureer gehören zum Bereich der hellenistischen Philosophie, die in etwa von Alexander dem Großen bis zum Kaiserreich des Augustus reicht. Somit liegen diese Philosophischen Richtungen bereits mehr als 2000 Jahre zurück, dennoch besitzen sie immer noch eine starke Aktualität. Dies liegt daran, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung setzten und für ihn, als Individuum, Gesetze schafften.

Epikur und die Stoiker schafften es, Antworten auf die Fragen der Zeit zu geben. Es ging ihnen um die Kunst, ein gutes Leben zu führen. Das glückliche Leben sei Folge einer gewissen Diätetik und Selbstbeherrschung. Es wurden weniger die großen Fragen wie das Streben nach Ruhm, Wahrheit und Schönheit diskutiert, sondern praktische Hinweise gegeben, wie ein ausgeglichenes Leben zu führen sei.

Es ist bekannt, dass sich die Stoiker und Epikureer als Widersacher sahen. In der folgenden Arbeit soll nun zuerst ein kurzer Überblick über die beiden Philosophien gegeben werden und danach auf einige Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Philosophien eingegangen werden. Im Anschluss daran folgt eine kurze Zusammenfassung mit den Ergebnissen dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Philosophien

2.1 Stoa

2.2 Epikureismus

3. Tertium comparationis

3.1 Ethik: Gleiches Interesse aber unterschiedliche Grundannahmen

3.2 Das höchste Gut und dessen Begründung

3.3 Der Weise: Gemeinsamkeit

3.4 Das richtige Handeln

3.5 Die Götter

3.6 Der Tod

4. Zusammenfassung

5. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Philosophien der Stoa und des Epikureismus zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem praktischen Umgang mit dem menschlichen Streben nach einem glücklichen Leben aufzuzeigen.

  • Vergleich ethischer Grundannahmen beider Schulen.
  • Analyse des höchsten Gutes und der jeweiligen Begründungen.
  • Untersuchung des Leitbildes des Weisen in beiden Strömungen.
  • Gegenüberstellung der Auffassungen zu Göttern und dem Tod.
  • Einordnung praktischer Lebensregeln in den historischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das höchste Gut und dessen Begründung

Sowohl die Stoiker, als auch die Epikureer strebten nach einem Leben in vollkommener Glückseligkeit an (vgl. HOSSENFELDER, 1985, S. 47). Um diesen Zustand zu erreichen, hatten sie unterschiedliche Wege. Die Stoiker setzten dafür die Notwendigkeit voraus, dass man mit sich selbst in Einklang lebt. Dafür müssen „das Wollen und Können“ (HOSSENFELDER, 1985, S. 46) in Einklang stehen. D. h. man soll sich nur solche Zwecke setzten, von denen man sicher sein kann, dass man sie auch erreichen kann. Erst wenn dies erreicht ist, tritt jener Friede ein, der das Glück ausmacht (vgl. HOSSENFELDER, 1985, S. 46). Aus diesem Grundsatz leitet Zenon folgende Grundformel ab: “Damit wir können, was wir wollen, müssen wir wollen, was wir können“ (HOSSENFELDER, 1985, S. 46). Erreicht im Umkehrschluss, der Mensch seine Zwecke nicht, so wird er unglücklich, da sich dadurch die Spannung des Strebens sich nicht lösen kann und der Mensch dadurch innerlich erregter und aufgewühlter wird. Die Stoiker fassten diesen Zustand mit dem Begriff „Affekt“. Die angestrebte Glückseligkeit bestand somit für sie in der Apathie, der Affektfreiheit (vgl. HOSSENFELDER, 1985, S. 46). Um sämtliche Affekte zu vermeiden und somit die Apathie zu gewährleisten bedarf es tugendhaftes Leben. Unter dem Wesen der Tugend verstanden die Stoiker die Beherrschung des Affekts durch die Vernunft (vgl. HOSSENFELDER, 1985, S. 47).

Die Epikureer sehen die Glückseligkeit darin, dass man sich in einem Zustand der Lust befindet und somit frei von Unlust ist (vgl. HOSSENFELDER, 1985, S. 102). Epikur unterscheidet zunächst die beiden Zustände und setzt sie nicht gleich. Er vergleicht die Zustände mit den Zuständen des Meeres, wobei dem sturmgepeitschten Meer die Unlust und der glatten Dünung die Lust entspricht. Es handelt sich zwar beides Mal um Lust, aber im einen Fall um Lust in Bewegung, im anderen um zuständliche Lust (vgl. HOSSENFELDER, 1985, S. 102f). Somit hätte man aber zwei höchste Güter, die Lust und die Unlustfreiheit. Epikur gelingt es aber, die beiden Begriffe wieder zu vereinen, indem er klar macht, was er unter Lust versteht: „Lust ist gleich Seelenruhe und damit gleich Freiheit von Unlust“ (HOSSENFELDER, 1985, S. 105).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Stoa und den Epikureismus in der hellenistischen Philosophie und begründet deren anhaltende Aktualität durch ihren Fokus auf praktische Lebensführung.

2. Philosophien: Dieses Kapitel gibt einen grundlegenden Überblick über die Entstehung und die Kernlehren der Stoa sowie des Epikureismus.

3. Tertium comparationis: In diesem Hauptteil werden beide Philosophien anhand zentraler ethischer und existenzieller Fragen systematisch miteinander verglichen.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass beide Schulen trotz unterschiedlicher Ansätze das identische Ziel eines glücklichen Lebens verfolgen.

5. Literatur: Das Literaturverzeichnis führt alle verwendeten Quellen für die Analyse auf.

Schlüsselwörter

Stoa, Epikureismus, Philosophie, Antike, Glückseligkeit, Eudaimonia, Apathie, Lust, Unlust, Vernunft, Tugend, Seelenruhe, Weise, Ethik, Lebensführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem vergleichenden Überblick über zwei bedeutende Schulen der hellenistischen Philosophie: die Stoa und den Epikureismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt die ethischen Grundannahmen, das höchste Gut, das Idealbild des Weisen sowie Ansichten zu Göttern, zum Tod und zum richtigen Handeln ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass beide Philosophien trotz verschiedener theoretischer Ansätze ähnliche Anliegen verfolgen, nämlich dem Menschen Hilfestellungen für ein glückliches Leben zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die verschiedene Standardwerke zur antiken Philosophie nutzt, um ein "Tertium comparationis" für den Vergleich zu bilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die beiden Schulen direkt gegenübergestellt, indem ihre unterschiedlichen Ansätze zur Erlangung der Glückseligkeit und ihre jeweiligen Lebensregeln analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Glückseligkeit, Vernunft, Lust, Apathie, Stoa und Epikureismus geprägt.

Wie unterscheiden sich die Ansätze von Stoa und Epikureismus hinsichtlich der Vernunft?

Während die Stoiker die Vernunft als Herrscherin über die Triebe sehen, begreifen die Epikureer die Vernunft primär als Instrument zur Orientierung, um Lust verfügbar zu machen und Unlust zu vermeiden.

Welche Haltung nehmen die Stoiker und Epikureer zum Tod ein?

Für Epikur ist der Tod ein Nichts, da bei Abwesenheit von Empfindung kein Übel existieren kann, wohingegen die Stoiker den Tod als Trennung der Seele vom Leib betrachten.

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Details

Title
Stoa und Epikur. Ein Vergleich ausgewählter Aspekte
College
University of Tubingen  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
EPG
Grade
1,5
Author
Daniel Sigg (Author)
Publication Year
2006
Pages
10
Catalog Number
V323426
ISBN (eBook)
9783668224469
ISBN (Book)
9783668224476
Language
German
Tags
Ethik Philosophie Stoa Epikur Stoiker Epikuräer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Sigg (Author), 2006, Stoa und Epikur. Ein Vergleich ausgewählter Aspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323426
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