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Besonderheiten des Films. Was liegt der Anziehungskraft des Mediums zugrunde?

Titel: Besonderheiten des Films. Was liegt der Anziehungskraft des Mediums zugrunde?

Hausarbeit , 2016 , 17 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Aileh Ibavas (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was ist „der Zauber“ des Films? - Welche Einzigartigkeit besitzt der Film, welche filmischen Mittel sind es, die eine solche Anziehungskraft auf ein immer breiter werdendes Publikum ausüben?

Die vorliegende Arbeit fokussiert sich auf die Frage, was das Besondere an Film ist, dass das Publikum in seinen Bann zieht. Zunächst soll die Eigenständigkeit des Films als Kunstform festgehalten werden.

Im Anschluss dessen werden die technischen Mittel von Filmaufnahmen in ihrer Funktion und Bedeutung für den Film analysiert, wobei auch die Einordnung von Film an den Grenzen der verschiedenen Kunstformen erfolgt.

Als nächstes wird die Darstellungsform des Films in ihrer Wirkung auf den Zuschauer betrachtet. Der Theatervergleich wird den Abschluss bieten, in dem nach der Erläuterung der filmischen Mittel als künstlerische Mittel gezeigt werden soll, ob beide Künste auch heute noch viele und wenn ja, wie viele Parallelen tatsächlich aufweisen und ob der Vergleich in der heutigen Zeit überhaupt noch Begründung findet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Film als eigenständige Kunstform

3. Filmische Mittel

3.1 Raum und Zeit

3.2 Die Musik

3.3 Fokussierung

3.4 Visualisierung seelisches Geschehens

4. Fiktionalität

5. Die Darstellungsform des Films

5.1 Phantasiegestaltung- Masken und Figurenbildung

5.2 Film in Theater

6. Der ästhetische Moment

7. Einordnung des Films an Kunstgrenzen

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die Arbeit untersucht das Wesen des Films und die Gründe für dessen anhaltende Anziehungskraft auf das Publikum. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, durch welche spezifischen filmischen Mittel der Film seine Eigenständigkeit als Kunstform gegenüber dem Theater begründet und wie er in der Lage ist, innerpsychische Prozesse sowie Phantasiewelten für den Zuschauer sichtbar zu machen.

  • Analyse des Films als eigenständige Kunstform unter Abgrenzung zum Theater.
  • Untersuchung technischer und gestalterischer filmischer Mittel wie Montage, Zeitmanipulation und Musik.
  • Erörterung der Visualisierung innerer emotionaler und psychologischer Zustände.
  • Betrachtung der Rolle der Fiktionalität und des Fiktionalitätsvertrages.
  • Vergleich der ästhetischen Momente von Film und Theater.
  • Einordnung des Films an der Schnittstelle verschiedener Kunstformen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Raum und Zeit

Filme bieten eine Mannigfaltigkeit in Raum und Zeit. Es gibt keine „raumzeitliche Kontinuität“, sodass es möglich ist, räumliche und zeitliche Sprünge zu machen. Schnelle Szenenwechsel sorgen nicht nur für humoristische Effekte, sondern auch für eine ungleichbare Dynamik. Um auf den Vergleich zum Theater zurückzugreifen, sei hier gesagt, dass es eben diese spezielle Dynamik ist, die dem Film bei der Emanzipation zum Theater hilft. Dadurch wird dem Film die Montage ermöglicht, die Kombination von Einzelbildern, so, dass sie zueinander passen. Dieser Wegfall einer kontinuierlichen Abfolge von Ort und Zeit des Films lässt künstlerische Wirkung erzielen.

Nimmt man den Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ von Jean-Pierre Jeunet aus dem Jahr 2001, so kann man den Szenenwechsel mit zeitraffender Erzählung sehen, wenn Amélies Kindheit in kurzen, stakkato-ähnlichen Szenenaufnahmen, nacheinander abgespielt und gezeigt wird. Ebenso werden die Figuren im Zeitraffer von einem Erzähler charakterisiert, wobei von einer Figur zur nächsten, somit von Szene zu Szene, gesprungen wird. Eine Zeitdehnung hingegen kann durch eine in natürlichem Tempo aufgenommene Szene erzeugt werden, indem nachträglich die Aufnahme in Zeitlupenbewegung – Slow-Motion – abgespielt wird. Als Beispiel hierfür kann der Film „Matrix“ aus dem Jahr 1999 von Lana und Lilly Wachowsky gesehen werden, wenn der Protagonist des Films sich vor auf ihn zielende Geschosse nach hinten duckt, wobei die Dramatik durch die Slow Motion, also durch Zeitdehnung, hervorgerufen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Philosophie des Films ein und definiert das Ziel der Arbeit, die besonderen Merkmale der Anziehungskraft des Kinos mittels der Thesen von Hugo Münsterberg zu ergründen.

2. Film als eigenständige Kunstform: Dieses Kapitel beschreibt die historische Emanzipation des Films vom Theater und die Notwendigkeit, ihn nicht als bloße Nachahmung, sondern als eigenständiges künstlerisches Medium zu begreifen.

3. Filmische Mittel: Es wird analysiert, wie filmische Werkzeuge wie Zeitmanipulation, Musik und die visuelle Gestaltung genutzt werden, um eine ästhetische Distanz zur Wirklichkeit zu schaffen.

3.1 Raum und Zeit: Hier wird der Wegfall der zeitlichen Kontinuität und die Bedeutung der Montage für die filmische Dynamik erläutert.

3.2 Die Musik: Dieses Kapitel untersucht die Funktion der Musik als auditive Stütze zur Verstärkung von Dramatik, Dynamik oder zur Kontrastierung.

3.3 Fokussierung: Es wird dargelegt, wie die Großaufnahme als zentrales Mittel dient, um alltägliche Gegenstände mit besonderer Bedeutung aufzuladen und die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu steuern.

3.4 Visualisierung seelisches Geschehens: Dieses Kapitel thematisiert die Fähigkeit des Films, psychologische Zustände der Figuren durch visuelle Gestaltung in das Bewusstsein des Zuschauers zu übertragen.

4. Fiktionalität: Es wird die Rolle des Fiktionalitätsvertrages erläutert, der es dem Publikum ermöglicht, sich auf die fiktive Welt einzulassen, während die bewusste Trennung zur Realität bestehen bleibt.

5. Die Darstellungsform des Films: Hier wird untersucht, wie der Film durch Animation und Inszenierung neue Wege findet, Phantasien und innere Welten darzustellen.

5.1 Phantasiegestaltung- Masken und Figurenbildung: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Computeranimationen die Grenzen der klassischen Maskenbildnerei sprengen.

5.2 Film in Theater: Es wird die Korrelation zwischen Film und Theater anhand von Beispielen aufgezeigt, bei denen filmische Elemente in Bühneninszenierungen integriert werden.

6. Der ästhetische Moment: Das Kapitel vergleicht die Vergänglichkeit der Theaterperformance mit der permanenten Perfektionsmöglichkeit des Films.

7. Einordnung des Films an Kunstgrenzen: Diese Zusammenfassung ordnet den Film als eine Kunstform ein, die durch die Polysynthese von Literatur, Malerei und Musik eine eigene Einzigartigkeit gewinnt.

8. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die doppelte Wirkungsweise des Films, der sowohl nach außen gerichtet als auch nach innen auf den Zuschauer wirkt.

Schlüsselwörter

Filmphilosophie, Filmische Mittel, Hugo Münsterberg, Emanzipation, Montage, Großaufnahme, Seelisches Geschehen, Fiktionalität, Fiktionalitätsvertrag, Ästhetischer Moment, Computeranimation, Polysynthese, Kunstform, Zuschauerwahrnehmung, Dramatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Philosophie des Films und untersucht, was den Film als eigenständige Kunstform auszeichnet und warum er eine so starke Anziehungskraft auf das Publikum ausübt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung des Films vom Theater, der Einsatz spezifischer filmischer Mittel zur Gestaltung der Realität sowie die Fähigkeit des Films, psychologische Zustände und Phantasien zu visualisieren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eigenart des Films zu definieren, indem die technische und ästhetische Gestaltung analysiert wird, die es dem Film erlaubt, eine unabhängige künstlerische Sprache zu sprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die philosophische Filmanalyse, wobei sie sich vor allem auf die Thesen von Hugo Münsterberg aus dem Jahr 1916 stützt und diese mit modernen Filmbeispielen sowie anderen Kunsttheoretikern ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert filmische Werkzeuge wie Raum-Zeit-Sprünge, Montage, Musik und die Großaufnahme sowie die Bedeutung der Fiktionalität und die Unterschiede zum Theater hinsichtlich der ästhetischen Darbietung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Filmphilosophie, künstlerische Emanzipation, Montage, Fiktionalitätsvertrag und die Visualisierung innerer Zustände charakterisieren.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit dem Theater?

Der Theatervergleich dient als Referenzpunkt, um die filmische Unabhängigkeit zu verdeutlichen, insbesondere in Bezug auf die Montagefreiheit und die Perfektionsmöglichkeiten im Gegensatz zur Vergänglichkeit der Theateraufführung.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Phantasiegestalten im Film vom Theater?

Während das Theater an die physische Maske gebunden ist, ermöglicht der Film durch Computeranimation die nahtlose Verbindung von Schauspielmimik mit digitalen Kreaturen, was die Verbildlichung von Phantasie grenzenlos macht.

Wie beeinflusst der Film das Bewusstsein des Zuschauers?

Der Film steuert durch filmische Mittel wie die Großaufnahme gezielt die Aufmerksamkeit des Zuschauers und erzeugt eine wechselseitige Dynamik, bei der innere Gefühle der Filmfiguren nach außen auf die Leinwand und von dort zurück in das Innere des Zuschauers getragen werden.

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Details

Titel
Besonderheiten des Films. Was liegt der Anziehungskraft des Mediums zugrunde?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltung
Philosophie des Films
Note
2,5
Autor
Aileh Ibavas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V323543
ISBN (eBook)
9783668224117
ISBN (Buch)
9783668224124
Sprache
Deutsch
Schlagworte
besonderheiten films anziehungskraft mediums
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aileh Ibavas (Autor:in), 2016, Besonderheiten des Films. Was liegt der Anziehungskraft des Mediums zugrunde?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323543
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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