Der Ursprung der Gladiatorenkämpfe


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

19 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Forschungstheorien: Ursprung der Gladiatur
1. Etruskische Ursprungsthese
2. Kampanische Ursprungsthese
3. Griechische Ursprungsthese
4. Römische Ursprungsthese

III. Ergebnis

IV. Literaturverzeichnis

I. Einführung

„Im 1. und 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung waren Gladiatorenspiele ein fester Bestandteil des römischen Lebens. Fast jede mittelgroße Stadt im Römischen Reich hatte ein Amphitheater, in dem mit einiger Regelmäßigkeit Spiele veranstaltet wurden.“[1] Trotz der großen Popularität der Gladiatorenspiele ist der geographische sowie historische Ursprung der römischen munera in der Forschung bis heute umstritten und weitesgehend ungeklärt.[2] Die archäologischen Anhaltspunkte sind lückenhaft und auch die literarischen Quellen können diesbezüglich keine konkreten Hinweise liefern. Die ersten offiziellen Gladiatorenkämpfe lassen sich erst 264 v.Chr. in Rom datieren. Livius berichtet, dass Decimus Junius Brutus als erster einen munus zu Ehren seines verstorbenen Vaters veranstaltete.[3] Jedoch vermutet die Forschung einen weitaus früheren Zeitpunkt solcher Totenfeiern zu Ehren eines bedeutenden Verstorbenen, denn unter anderem berichtete bereits der christliche Autor Tertullian von veranstalteten Menschenopfern am Grab eines Angehörigen in der Frühzeit.[4] „Tertullian sieht in den Menschenopfern die ursprüngliche Form des blutigen Totenkults, in den bewaffneten Zweikämpfen eine spätere Abmilderung.“[5] Eine solche Darlegung ist trotz des christlichen Hintergrunds Tertullians, der in seinen Schriften ablehnend gegenüber den Gladiatorenspielen eingestellt ist, nicht ausgeschlossen, da Menschenopfer vermutlich in vielen Kulturen des mediterranen Raumes bei Begräbnissen stattgefunden haben.[6]

In der Forschung werden bis heute vier Hauptthesen bezüglich des Ursprungs der Gladiatorenkämpfe vertreten. Die erste führt den Ursprung der Gladiatur auf etruskische Einflüsse zurück. Diese Meinung vertreten insbesondere Heurgon[7] und Grant[8]. Eine weitere findet einen kampanischen bzw. osko-samnitischen Ursprung durch Salmon[9], Ville[10] sowie Thuillier[11]. Beide Thesen werden mittels Grabmalereien in Etrurien und Kampanien, die bewaffnete Zweikämpfe im Kontext von Bestattungs-ritualen abbilden, bezeugt. Allerdings bleiben diese Hypothesen spekulativ, da der genaue Ablauf und seine gesellschaftliche Bedeutung dieser Zweikämpfe aufgrund mangelnder Schriftquellen nicht zu ermitteln ist.[12] In der neueren Forschung setzt sich daher die Annahme durch, dass sich keine dieser Thesen sicher belegen lässt. Vielmehr wird hier diskutiert, dass die Gladiatur einen griechischen bzw. römischen Ursprung habe. Einen römischen Ursprung stellen Junkelmann[13], Futrell[14] und Kyle[15] zur Debatte. Hingegen geht Mouratidis[16] von griechischen Wurzeln der Gladiatorenkämpfe aus.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Ursprung des römischen Gladiatorenwesens. Diesbezüglich sollen im Folgenden die aktuellen Forschungs-richtungen aufgezeigt, analysiert und gegeneinander abgewägt werden, um im Anschluss der Arbeit zu einem eigenen Meinungsbild zu gelangen. Es wird dabei lediglich auf den Ursprung der Gladiatorenkämpfe eingegangen und nicht auf athletische, musische, hippische oder tierische Wettkämpfe. Zudem wird ausschließlich Bezug auf die neuere Forschung ab 1950 genommen, da sonst der Rahmen dieser Arbeit überschritten wird.[17] Die schriftliche Quellenlage ist insgesamt nicht sehr ergiebig, sodass im Folgenden alle Hinweise, die einen Ursprung der Gladiatur erahnen lassen, berücksichtigt werden. Demgegenüber geben die bildlichen Quellen zahlreiche Informationen, sodass ausgewählte Darstellungen, darunter Grabmalereien, ebenfalls einbezogen werden.

II. Forschungstheorien: Ursprung der Gladiatur

1. Etruskische Ursprungsthese

Bei der Etruskischen These geht die Forschung davon aus, dass die Gladiatorenkämpfe ursprünglich aus Etrurien in Norditalien stammen. Die Römer übernahmen diesen Brauch von den Etruskern während der etruskischen Herrschaft im sechsten Jahrhundert.[18] Bei den Etruskern waren Leichenspiele ein wichtiger Bestandteil des Bestattungsritus. Vor der Grabstätte mussten Männer gegeneinander zum Zweikampf auf Leben und Tod antreten, um dem Verstorbenen eine letzte Ehre zu erweisen. Die Römer entwickelten hierfür im Laufe der Zeit schließlich einen eigenen Begriff – Gladiatoren.[19]

Diese Ursprungsthese stützt sich unter anderem auf Athenaeus, der den griechischen Historiker Nicolaus von Damaskus zitiert: „ Das Schauspiel von Zweikämpfen gaben die Römer nicht nur bei festlichen Anlässen und in Theatern (sie haben die Sitte von den Etruskern übernommen), sondern auch bei ihren Gelagen.“[20] Als ein weiterer Beleg wird häufig die etymologische Ableitung des Wortes lanista durch Isidor von Sevilla herangezogen. Er schildert in seinem Werk Etymologiae, dass der Begriff lanista, übersetzt der Gladiatorenmeister, dem etruskischen Wort „Henker“ entspräche.[21] Beide Quellen sagen allerdings nichts über einen direkten Ursprung der Gladiatur in Etrurien aus.[22]

Weitere Zeugnisse, die auf einen etruskischen Ursprung hinweisen, finden sich bei Tertullian und Sueton. Der christliche Autor Tertullian berichtet in seinem Werk Apologeticum von einem Arenabediensteten, in der Maske eines mit einem Hammer bewaffneten Gottes, der die Leichen der gefallenen Gladiatoren aus der Arena begleitet haben soll.[23] Obwohl Tertullian diesen Gott als Dis Pater bezeichnet, ist sich die Forschung einig, dass es sich hierbei um den Totendämon Charun aus der etruskischen Mythologie handele, der die Toten ins Jenseits begleitet haben soll.[24] Allerdings sollte eine solche Gleichsetzung mit Vorsicht betrachtet werden. Zudem ist Tertullian der Einzige, der über diesen Brauch berichtet.[25] Ein letztes Fragment ist auf Sueton zurückzuführen, der bekundet, dass Tarquinius Priscus, der erste etruskische König, bereits Gladiatorenpaare in Rom im sechsten Jahrhundert v.Chr. gegeneinander kämpfen ließ: „Earlier Tarquinius Priscus exhibited to the Romans two pairs of gladiators which he had matched together for a period of twenty-seven years.“[26]

Gegen die aufgeführten schriftlichen Quellen spricht, dass sich ein etruskischer Ursprung archäologisch nicht eindeutig belegen lässt, da trotz zahlreicher Funde keine Darstellungen von Gladiatorenkämpfen zu einem so frühen Zeitpunkt in Etrurien existieren. Zwar gibt es Fresken in der Tomba François in Vulci aus dem vierten Jahrhundert v.Chr. auf denen Menschenopfer[27] sowie mehrere Szenen blutiger Zweikämpfe[28] abgebildet sind, von einer Wesensgemeinschaft zwischen Menschen-opfern und Gladiatorenkämpfen sieht die neuere Forschung jedoch ab.[29] Zumal die an den etruskischen Gräbern dargebrachten Menschenopfer weder anhand von schriftlichen noch bildlichen Quellenmaterialien belegt werden können.[30] Diese lassen sich ausschließlich mithilfe der Szenen aus der etruskischen Mythologie nachweisen.[31] Auch die in der Tomba François dargestellten blutigen Zweikämpfe sind Szenen mit einem mythologischen Hintergrund. Steuernagel zufolge könnten die Mythenbilder weder für die etruskischen Menschenopferpraktiken, noch für die Geschichte der Gladiatur in Etrurien, Zeugniswert beanspruchen.[32] Gleiches gilt auch für die Szenen aus der Tomba della Pulcinella [33] oder der Tomba delle Bighe [34], deren Wandmalereien bewaffnete Männer darstellen. Sie zeigen keinerlei Kampfszenen, sodass hier ebenfalls keine Indizien für einen Gladiatorenkampf zu finden sind.[35]

Daher ist auch die Annahme Heurgons, dass die Kampaner während der etruskischen Herrschaft im sechsten Jahrhundert den Brauch von den Etruskern übernommen, diesen weiterentwickelt und schließlich an die Römer weitergegeben hätten, nicht nachzuweisen.[36] Seine Hypothese beruht darauf, dass seit dem vierten Jahrhundert Grabmalereien in Capua und Paestum bewaffnete Männer abbilden, die sich gegenseitig bekämpfen. Derartige Kampfszenen sind dagegen in Etrurien weder zu diesem, noch zu einem früheren Zeitpunkt vorzufinden.

Der einzige Fund, der die Annahme bestätigen kann, dass die Etrusker noch vor den Kampanern Gladiatorenkämpfe kannten, zeigt eine aus dem sechsten Jahrhundert v.Chr. stammende Wandmalerei aus Tarquinia.[37] Das Fresko aus der Tomba degli Auguri zeigt einen Mann mit einer Maske des etruskischen Unterweltdämons Phersu, der vermutlich einen Hund auf ein mit Kapuze bedecktes Opfer hetzt.[38] Heurgon sieht in dieser Darstellung einen Vorläufer des Gladiatorenkampfes.[39] Ville und Thuillier widersprechen dem.[40] Die Szene habe mit der römischen Gladiatur nichts gemein, da man den Mann in der Maske nicht mit einem bewaffneten Gladiator vergleichen könne. Vielmehr handele es sich hierbei um sportliche Wettkämpfe. Ville vertritt seine Hypothese, indem er davon ausgeht, dass der Kampf ohne die Tötung des angegriffenen Mannes ende. Zudem weise sein Lendenschurz auf einen Athleten hin. Darüber hinaus vermutet er, dass die Leine durch den Mann in der Maske nicht kontrolliert werden und folglich seine Attacken nicht gezielt steuern könne.[41] Da aber von der Kleidung des angegriffenen Mannes nicht auf einen Athleten geschlossen werden kann und die Leine ihn darin hindert zu flüchten, ist auch Ville’s Deutung zweifelhaft.[42] Andere Forscher sehen hier wiederum die Darstellung eines Menschen-opfers bzw. einer Hinrichtung.[43] Da aber auch diese Vermutung nicht mit Sicherheit belegt werden kann, könnte hier allenfalls von einem Vorläufer der Tierkämpfe gesprochen werden – einer venatio oder damnatio ad bestias, die im Rahmen von Leichenspielen abgehalten wurden.[44] Beide Formen der Tierkämpfe waren allerdings erst später Teil der römischen munera.

Insgesamt fehlen konkrete Darstellungen vor 250 v.Chr., die man als Gladiatorenkämpfe deuten könnte. Im etruskischen fand man keine Darstellungen von bewaffneten Männern, die sich gegenseitig bekämpfen, nur Athleten, die als Faustkämpfer gegeneinander antreten. Dies bezeugen zahlreiche Wandmalereien, die Wettkämpfen wie beispielsweise Bow- bzw. Ringkämpfe oder Pferderennen abbilden.[45] Darüber hinaus fehlen bewaffnete Zweikämpfe, die nicht mit Darstellungen aus der etruskischen Mythologie zu erklären wären.[46] Auch die wenigen schriftlichen Quellen können kein eindeutiges Zeugnis liefern. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass die Etrusker die Urheber der Gladiatorenkämpfe waren, da bereits Grabmalereien aus dem vierten Jahrhundert in Capua und Paestum bewaffnete Männer abbilden, die sich gegenseitig angreifen.

2. Kampanische Ursprungsthese

Plausibler als ein etruskischer erscheint ein kampanischer bzw. osko-samnitischer Ursprung im vierten und dritten Jahrhundert v.Chr. – die Zeit der Samnitenkriege.[47] Die literarischen Quellen, die eine kampanische Ursprungsthese belegen können, beschränken sich auf die Schriften von Livius, Strabo und Silius Italicus. Alle drei Quellen berichten über Gladiatorenkämpfe zur Unterhaltung bei kampanischen Banketten. Livius schildert beispielsweise, dass die Kampaner den Gladiatorenkampf während der Samnitenkriege in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts praktizierten. 308 v.Chr. besiegten die Kampaner als Bundesgenossen der Römer die Samniten und haben die erbeuteten Waffen dazu genutzt, Gladiatoren auszurüsten und ließen sie dann bei ihren Banketten auftreten.[48] Ähnliches berichten auch Silius Italicus[49] und Strabo[50]. Die Quellen betonen allerdings lediglich den negativen Aspekt dieser kampanischen Veranstaltungen. Sie seien brutal und grausam. Ganz im Gegensatz zu den römischen Gladiatorenspielen, welche in einem seriösen Kontext während der Begräbnisfeiern zu Ehren des Toten veranstaltet wurden, den ludi funebres.[51] Zudem schildert keine dieser Quellen einen Ursprung der Gladiatorenkämpfe bei den Kampanern.[52] Es wird lediglich die Popularität dieser Spiele in Süditalien deutlich, insbesondere bei Livius.[53]

[...]


[1] Meyer, F., Gladiatoren. Das Spiel um Leben und Tod, Düsseldorf 2004, 20.

[2] Bereits seit dem 19. Jahrhundert steht der Ursprung der Gladiatur immer wieder im Interesse der Forschung. Siehe hierzu Malten, L., Leichenspiel und Totenkult, 1924. Malten geht von einem kampanischen Ursprung der Gladiatorenkämpfe aus. Henzen befürwortet hingegen einen etruskischen Ursprung. Siehe hierzu Henzen, W., Explicatio musivi in Villa Burghesiana asservati, Rom 1845.

[3] Liv. per. 16. „Decimus Junius Brutus was the first to put on a gladiatorial combat in honor of his deceased father.”

[4] Tert. apol. 12. „The ancients thought that by this sort of spectacle they rendered a service to the dead, after they had tempered it with a more cultured form of cruelty. For of old, in the belief that the souls of the dead are propitiated with human blood, they used at funerals to sacrifice captives or slaves of poor quality whom they bought. Afterwards it seemed good to obscure their impiety by making it a pleasure. So after the persons procured had been trained in such arms as they then had and as best they might – their training was to learn to be killed! – they then did them to death on the appointed funeral day at the tombs. So they found comfort for death in murder. This is the origin of the munus.“

[5] Junkelmann, M., Gladiatoren. Das Spiel mit dem Tod, Mainz am Rhein 2008, 33.

[6] Vgl. Kyle, D., Spectacles of Death in Ancient Rome, London 1998, 36-37.

[7] Heurgon, J., Die Etrusker, Stuttgart 21977.

[8] Grant, M., die Gladiatoren, Stuttgart 1970.

[9] Salmon, E., Samnium and the Samnites, London 1967.

[10] Ville, G., La gladiature en occident des origines à la mort de Domitien, Rom 1981.

[11] Thuillier, J., Sport im antiken Rom, Darmstadt 1999.

[12] Vgl. Mann, C., Die Gladiatoren, München 2013, 16.

[13] Junkelmann, Gladiatoren. Das Spiel um Leben und Tod, Düsseldorf 2004.

[14] Futrell, A., Blood in the Arena. The Spectacle of Roman Power, Austin 2000.

[15] Kyle, D., Spectacles of Death in Ancient Rome, London 1998.

[16] Mouratidis, J., On the Origin of the Gladiatorial Games, Nikephoros 9 (1996), 111-134.

[17] Hierzu werden insbesondere, die in der Einleitung bereits benannten Autoren herangezogen.

[18] Vgl. Gehrke H. – Schneider H. (Hrsg.), Geschichte der Antike. Ein Studienbuch, Stuttgart 32010, 267. Rom lag zwar nicht unmittelbar in dem etruskischen Herrschaftsbereich, das schließt aber nicht aus, dass Rom nicht gewisse Bräuche und Riten von den Etruskern übernommen hat, darunter vermutlich auch einen Vorläufer der römischen munera. Vgl. Cornell, T., The Beginnings of Rome. Italy and Rome from the Bronze Age to the Punic Wars (c. 1000 - 264 BC), London 1995, 159.

[19] Vgl. Graen, D. u.a. (Hrsg.), Tod und Sterben in der Antike. Grab und Bestattung bei Ägyptern, Griechen, Etruskern und Römern, Darmstadt 2011, 53-54.

[20] Athen. 4, 153f.

[21] Isid. Orig. Et. 10, 159. „Lanista (Gladiatorenmeister, Aufwiegler) {laniare (zerfleischen), etruskisches Wort} ist ein Gladiator, d.h. Henker (carnifex) in etruskischer Sprache benannt nach laniare (zerfleischen), natürlich den Körper.“

[22] Vgl. Ville, gladiature, 2-3.

[23] Tert. apol. 15, 5. „ We have seen Jove’s brother, too, hauling out the corpses of gladiators, hammer in hand.”

[24] Vgl. Junkelmann, Gladiatoren, 32-33.

[25] Vgl. Junkelmann, Gladiatoren, 33.

[26] Der Kontext dieses Fragments ist nicht eindeutig nachweisbar. Vgl. Welch, K., The Roman Amphitheatre. From its Origins to the Colosseum, Cambridge 2007, 14.

[27] Vgl. Steingräber, S. (Hrsg.), Etruskische Wandmalerei. Von der geometrischen Periode bis zum Hellenismus, München 2006, Nr.178, Abb. 183. Die Tötung trojanischer Jünglinge am Grab des Patroklos ist eines der Haupthemen der etruskischen Grabmalerei. Man findet sie in zahlreichen Grabstätten. Daher scheint die Darstellung auf ein verlorenes Original zurückzugehen. Vgl. Grant, Gladiatoren, 11.

[28] Darunter der Zweikampf zwischen Eteokles und Polyneikes. Vgl. Steingräber, Etruskische Wandmalerei, Nr.178, Abb. 184.

[29] Vgl. Meyer, Gladiatoren, 24. Gladiatorenkämpfe und Menschenopfer seien demnach zwei unter-schiedliche Dinge. Während bei Menschen, die als Totenopfer dienten am Grab des Verstorbenen beispielsweise die Kehle durchgeschnitten wurde, hatten sie bei einem Gladiatorenkampf die Möglichkeit sich mit einem Messer zu verteidigen. Diese Hypothese wird auch im weiteren Verlauf der Arbeit vertreten.

[30] Vgl. Steuernagel, D., Ritus funebres? Etruskische Bilder mythischer Zweikämpfe und der Ursprung der munera gladiatorum, Hephaistos 15 (1997), 92.

[31] Vgl. Steuernagel, Ritus Funebres, 90.

[32] Steuernagel hat dies in einer umfassenden Analyse etruskischer Bilder von mythischen Zweikämpfen ermittelt. Darunter den Zweikampf zwischen Eteokles und Polyneikes sowie die Darstellungen eines Gefechts am Grabmal auf Volterraner Urnen. Vgl. Steuernagel, Ritus Funebres, 69-92.

[33] Vgl. Steingräber, Etruskische Wandmalerei, Nr.104. Abb. 276-277.

[34] Vgl. Steingräber, Etruskische Wandmalerei, Nr.47, Abb. 80-82.

[35] Vgl. Welch, K., The Roman Amphitheatre. From its Origins to the Colosseum, Cambridge 2007, 15.

[36] Vgl. Heurgon, Etrusker, 303.

[37] Hier wird lediglich auf das bekannteste Beispiel aus der Tomba degli Auguri eingegangen. Neben diesem gibt es noch drei weitere tarquinischen Grabmalereien und eine Vase, auf der Phersu abgebildet ist. Vgl. Avramidou, A., The Phersu Game Revisited. Etruscan Studies 12 (2009), 73.

[38] Vgl. Steingräber, Etruskische Wandmalerei, Nr.42, Abb. 20-21.

[39] Vgl. Heurgon, Etrusker, 303-304.

[40] Vgl. Thuillier, Sport, 10. Ville, gladiature, 5.

[41] Vgl. Ville, gladiature, 5-6.

[42] Vgl. Futrell, Blood, 15-16.

[43] Vgl. Mouratidis, Origin, 128.

[44] Vgl. Junkelmann, Gladiatoren, 33.

[45] Vgl. Graen, Tod, 54.

[46] Vgl. Junkelmann, Gladiatoren, 33.

[47] Die Samniten versuchten im vierten Jahrhundert. v.Chr. ihren Einfluss in Kampanien zu stärken.

[48] Liv. 9, 40. 17. „While the Campanians, in consequence of their pride and in hatred of the Samnites, equipped after this fashion the gladiators who furnished them entertainment at their feasts, and bestowed on them the name of Samnites.”

[49] Sil. 11, 52-56. „Then too, it was their ancient custom to enliven their banquets with bloodshed, and to combine with their feasting the horrid sight of armed men fighting; often the combatants fell dead above the very cups of the revellers, and the tables were stained with streams of blood.”

[50] Strab. 5. 4, 13. „As for the Campanians, it was their lot, because of their country, to enjoy in equal degree both evil things and good. For they were so extravagant that they would invite gladiators, in pairs, to dinner, regulating the number by the importance of the dinners.”

[51] Dieser Kontrast hängt vor allem mit dem zweiten punischen Krieg zusammen, bei dem die Kampaner Rom an Hannibal verraten hatten.

[52] Vgl. Welch, Amphitheatre, 11-12.

[53] Vgl. Welch, Amphitheatre, 12.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Der Ursprung der Gladiatorenkämpfe
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Seminar für Alte Geschichte/ Institut für Epigraphik)
Veranstaltung
Die Gladiatur in der römischen Kaiserzeit
Note
1,3
Jahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V323558
ISBN (eBook)
9783668227071
ISBN (Buch)
9783668227088
Dateigröße
797 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ursprung, gladiatorenkämpfe
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, Der Ursprung der Gladiatorenkämpfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323558

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