Operational risk is not a new risk …However, the idea that operational risk management is a discipline with its own management structure, tools and processes … is new (British Bankers Association website) Operationelle Risiken (OR) können nicht als „neu“ bezeichnet werden. Sie entstehen direkt bei der Gründung einer Bank. OR sind als Thema bei Kreditinstituten in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt gerückt. Die Gründe dafür liegen, neben den aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus Basel II primär in dem Bestreben der Institute durch besseres Management und Controlling von OR den eigenen Unternehmenswert zu steigern. Nachdem im folgenden Kapitel ein kurzer Überblick zur Geschichte von OR gegeben wird, gehen wir in Kapitel 2 auf die Definition von OR und die aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein, die einen Einblick in Basel I und Basel II verschaffen werden. Das dritte Kapitel befasst sich neben den Leitlinien der Risk Management Group, die die Identifikation, Einschätzung und Überwachung von OR mit einschließen, auch mit den Messmethoden zur Eigenkapitalunterlegung. Bevor auf den Status Quo eingegangen wird, wird in Kapitel 4 auch ein Beispiel zu OR dargelegt. Abschließend folgt im fünften Kapitel eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse dieser Seminararbeit gefolgt von einem Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zur Geschichte Operationeller Risiken
2 Definition und rechtliche Anforderungen
2.1 Definition
2.1.1 Prozessrisiken
2.1.2 Personenrisiken
2.1.3 Systemrisiken
2.1.4 Risiken aus externen Ereignissen
2.2 Aufsichtsrechtliche Anforderungen
2.2.1 Überblick Basel I
2.2.2 Die drei Säulen des neuen Baseler Akkords (Basel II)
3 Steuerung von operationellen Risiken
3.1 Leitlinien der Risk Management Group
3.1.1 Dreiteiliges Fundament des Rahmenwerks
3.1.2 Identifikation, Einschätzung und Überwachung
3.1.3 Kontrolle und Minderung
3.2 Messmethoden zur Eigenkapitalunterlegung
3.2.1 Basisindikatoransatz
3.2.2 Standardansatz
3.2.3 Fortgeschrittene Messansätze
4 Beispiel und Trends
4.1 Ein Beispiel zu Personenrisiken
4.1.1 Background zur Barings Bank
4.1.2 Überblick zu Nick Leesons Werdegang in der Barings Bank
4.1.3 Personenrisiko durch Kompetenzüberschreitung
4.1.4 Gelernte Lektionen
4.2 Status Quo
4.2.1 Wahl des Eigenkapitalansatzes
4.2.2 Rahmenwerk für OR
4.2.3 Methoden zur Identifikation und Einschätzung OR
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Seminararbeit untersucht das Management operationeller Risiken (OR) bei Kreditinstituten, insbesondere vor dem Hintergrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen durch Basel II. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die Identifikation, Steuerung und Kontrolle dieser Risiken zu schaffen sowie verschiedene Messmethoden zur Eigenkapitalunterlegung zu evaluieren.
- Historische Entwicklung und Definition operationeller Risiken.
- Aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen (Basel I und Basel II).
- Strategien zur Identifikation, Einschätzung und Überwachung von OR.
- Methoden zur Eigenkapitalunterlegung (BIA, STA, AMA).
- Fallbeispiel zur Verdeutlichung von Personenrisiken (Barings Bank).
Auszug aus dem Buch
3.1.2.1 Identifikation
Effektive Risikoidentifikation muss interne genauso wie externe Faktoren berücksichtigen. Neben den internen Quellen, die sich auf Datengenerierung innerhalb der Bank stützen, müssen exogenen Einflüssen, wie z.B. aufkommenden Industrietrends und technologischen Fortschritten Beachtung geschenkt werden. Neue Risiken entstehen täglich und bestehende Risiken können neue Dimensionen annehmen. Die Risiken, die die Nutzung des Internets mit sich bringt, sind nur ein Beispiel für Verlustpotentiale, die in den letzten Jahren dramatisch angestiegen sind. Ferner wird impliziert, dass Banken zusätzlich ihre Anfälligkeit hinsichtlich jener Risiken beurteilen müssen, die sie zuvor als die Risiken mit dem höchsten Schädigungspotential identifiziert haben. Daraus lässt sich die Aussage ableiten, dass es geeignet erscheint, nicht alle, sondern vor allem die OR zu identifizieren, die den Wert des Kreditinstitutes substantiell beeinträchtigen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung operationeller Risiken für Kreditinstitute ein und umreißt den Aufbau der Arbeit.
2 Definition und rechtliche Anforderungen: Dieses Kapitel definiert operationelle Risiken und erläutert die aufsichtsrechtlichen Anforderungen unter Basel I und Basel II.
3 Steuerung von operationellen Risiken: Hier werden die Leitlinien für ein effektives Risikomanagement sowie verschiedene mathematische Messmethoden zur Eigenkapitalunterlegung vorgestellt.
4 Beispiel und Trends: Anhand des Fallbeispiels der Barings Bank werden Personenrisiken analysiert und der Status Quo in der Bankenpraxis anhand einer Studie dargelegt.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen im Bereich des Risikomanagements.
Schlüsselwörter
Operationelle Risiken, Basel II, Eigenkapitalunterlegung, Risikomanagement, Basisindikatoransatz, Standardansatz, Advanced Measurement Approach, Risikoidentifikation, Prozessrisiken, Personenrisiken, Systemrisiken, Schadensfalldatenbank, Barings Bank, Nick Leeson, Interne Kontrollen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Management und die Steuerung von operationellen Risiken bei Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Anforderungen durch den neuen Baseler Akkord (Basel II).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von OR, den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen, den Methoden der Identifikation und Einschätzung sowie den mathematischen Verfahren zur Eigenkapitalberechnung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die Steuerung operationeller Risiken zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Banken diese durch interne Prozesse und regulatorische Ansätze abdecken können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie die Auswertung von Studienergebnissen und Fallbeispielen, um den theoretischen Rahmen in die Bankenpraxis zu übertragen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Leitlinien der Risk Management Group für das Risikomanagement, detaillierte Messmethoden zur Eigenkapitalunterlegung sowie praktische Anwendungsbeispiele und aktuelle Trends in der Branche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Operationelle Risiken, Basel II, Eigenkapitalunterlegung, Risikomanagement und interne Kontrollsysteme.
Welche Rolle spielt die Barings Bank in dieser Arbeit?
Sie dient als exemplarisches Fallbeispiel, um die verheerenden Auswirkungen von Personenrisiken durch unautorisierte Handelsgeschäfte und mangelnde Kontrolle aufzuzeigen.
Warum gibt es verschiedene Ansätze zur Messung von operationellen Risiken?
Die verschiedenen Ansätze (BIA, STA, AMA) erlauben eine Abstufung der Eigenkapitalunterlegung basierend auf der Komplexität und dem Risikoprofil einer Bank, wobei komplexere Verfahren zu einer präziseren Risikomessung führen.
- Arbeit zitieren
- Joseph Cho (Autor:in), Johann Lee (Autor:in), 2004, Steuerung von operationellen Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32356