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Intervention zur Prävention von Kindesmisshandlung. Die Rolle des elterlichen Erziehungsstils bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit

Titel: Intervention zur Prävention von Kindesmisshandlung. Die Rolle des elterlichen Erziehungsstils bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit

Hausarbeit , 2016 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tessa Thun (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll herausgearbeitet werden, welche Rolle der elterliche Erziehungsstil bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit spielt und ob Interventions- beziehungsweise Präventionsprogramme, welche am elterlichen Erziehungsverhalten und an elterlichen Problemlösestrategien ansetzen, eine gute Möglichkeit darstellen, Kindesmisshandlung vorzubeugen.

Nach Bast (1975) ist Kindesmisshandlung eine nicht zufällige, bewusste oder unbewusste gewaltsame seelische und/oder körperliche Beeinträchtigung oder Vernachlässigung des Kindes durch Eltern oder andere Erziehungspersonen, die das Kind schädigt, verletzt, in seiner Entwicklung hemmt oder sogar zum Tode führt. Unter Misshandlung fallen sowohl körperlicher, emotionaler und sexueller Missbrauch, als auch Vernachlässigung.

Im Gegensatz zu den jährlich angezeigten Fällen von Kindesmisshandlung unterhalb der Ein-Prozent-Grenze, sprechen retrospektive Befragungen von Jugendlichen und Erwachsenen hingegen für Lebenszeitprävalenzen von über zehn Prozent. Die begrenzte Anzeigebereitschaft und- fähigkeit der minderjährigen Opfer und ihrer Bezugspersonen führe zwangsläufig zu einer drastischen Untererfassung der Viktimisierung von Kindern und Jugendlichen. Somit dürfte den Behörden die überwiegende Mehrzahl der Misshandlungs- und Vernachlässigungsfälle unbekannt bleiben.

Kindesmisshandlung- und vernachlässigung stellen allerdings hohe Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung und zudem sogar teilweise eine Todesursache im Kindes- und Jugendalter dar. Wie auch die in dieser Hausarbeit vorgestellten Artikel beschreiben, leiden betroffene Kinder und Jugendliche in der Folge an einer Bandbreite von psychischen-, Verhaltens- und interpersonalen Problemen. Wut, Feindseligkeit, Schuldgefühle, Scham, Angst und Depression sind häufig auftretende emotionale Reaktionen von Kindern, die Opfer von Misshandlung geworden sind. Wenn es zu Misshandlung durch die Eltern kommt, sei diese Beziehung erwartungsgemäß gestört. Misshandelte Kinder in dieser Untersuchung wiesen entsprechend ein höheres Maß an Reizbarkeit, emotionaler Labilität und internalisierenden Verhaltens auf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung der Studien

3. Allgemeine Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des elterlichen Erziehungsstils bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit und bewertet, inwieweit Interventions- und Präventionsprogramme, die am Erziehungsverhalten sowie an Problemlösestrategien der Eltern ansetzen, wirksame Ansätze zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung darstellen.

  • Zusammenhang zwischen elterlicher emotionaler Gesundheit und Erziehungsstil
  • Einfluss von Erziehungspraktiken auf die kindliche Regulationsfähigkeit
  • Evaluation des "Bavolek Nurturing Program" zur Prävention
  • Bedeutung von familienbasierten Interventionsstrategien
  • Komplexität von Risikofaktoren in der Kindesentwicklung

Auszug aus dem Buch

3. Allgemeine Diskussion

Bezüglich der Frage, welche Rolle der elterliche Erziehungsstil bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit spielt und ob Interventionsprogramme, welche am elterlichen Erziehungsstil, Erziehungsverhalten und an elterlichen Problemlösestrategien ansetzen, darauf positiven Einfluss nehmen können, kann an dieser Stelle zunächst schlussfolgernd zusammengefasst werden, dass der Erziehungsstil im allgemeinen eine entscheidende Rolle für die Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit und der sozial-emotionalen Kompetenz spielt. Wie die Studie von Haskett und Kollegen (1995) zeigen konnte, beeinflusst er als Mediatorvariable den Zusammenhang zwischen der emotionalen Gesundheit der Eltern und der Regulationsfähigkeit des Kindes.

Die emotionale Gesundheit misshandelnder Eltern steht dabei indirekt als Ergebnis von persönlichem Distress, der bei der Kindererziehung empfunden wird und der sich in der Regel negativ auf diese auswirkt, mit kindlicher Fehlanpassung beziehungsweise mit geringer Regulationsfähigkeit der Kinder in Verbindung. Die Ergebnisse dieser Studie veranlassten die Autoren unter anderem zu dem Schluss, dass eine angemessene Kindererziehung geringe emotionale Gesundheit von als misshandelnd identifizierten Eltern kompensieren kann. Eltern, die emotional und psychisch beeinträchtigt sind, beispielsweise dadurch, dass sie selbst in ihrer Kindheit Misshandlungserfahrungen machen mussten, stehen unter erhöhtem Risiko, ihre eigenen Kinder ebenfalls zu misshandeln (Crouch, Milner & Thomsen, 2001 zit. nach Runyon et al., 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kindesmisshandlung ein, beleuchtet deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung und betont die Relevanz elterlicher Erziehungskompetenzen für die Emotionsregulation der Kinder.

2. Beschreibung der Studien: Hier werden zwei wissenschaftliche Studien analysiert, die den Einfluss von elterlicher psychischer Gesundheit und Erziehungsstil auf die kindliche Anpassung untersuchen sowie die Wirksamkeit des „Bavolek Nurturing Program“ evaluieren.

3. Allgemeine Diskussion: Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengeführt, um die zentrale Rolle des Erziehungsstils als Mediator zu bestätigen und die Notwendigkeit sowie Wirksamkeit von Präventionsprogrammen kritisch zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Kindesmisshandlung, Erziehungsstil, Regulationsfähigkeit, Prävention, Eltern-Kind-Interaktion, psychische Gesundheit, Kindesentwicklung, Interventionsprogramme, Bavolek Nurturing Program, Erziehungskompetenz, Sozialkompetenz, Kindesvernachlässigung, familiäre Risiko- und Schutzfaktoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen elterlichem Erziehungsverhalten, der psychischen Gesundheit der Eltern und der kindlichen Entwicklung, insbesondere im Kontext von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse von Erziehungsstilen, die Entwicklung der kindlichen Emotionsregulation sowie die Evaluation von präventiven Interventionsprogrammen für "at-risk"-Familien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, wie der Erziehungsstil die Regulationsfähigkeit von Kindern beeinflusst und ob gezielte Elterntrainings dazu beitragen können, Misshandlung effektiv vorzubeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit zwei ausgewählten, empirischen Studien zur Mediatoreffekten und zur Wirksamkeit von Schulungsprogrammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund von Erziehungsstilen, die Ergebnisse der Studie von Haskett et al. zum Mediatoreffekt des Erziehungsstils sowie die Evaluation des "Bavolek Nurturing Program" dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Kindesmisshandlung, Prävention, Erziehungsstil, Regulationsfähigkeit und Intervention.

Welche Rolle spielt der elterliche Distress in diesem Kontext?

Laut der untersuchten Studien wirkt emotionaler Distress der Eltern indirekt negativ auf die kindliche Anpassung, wobei ein guter Erziehungsstil diesen negativen Einfluss teilweise kompensieren kann.

Warum ist das "Bavolek Nurturing Program" für die Arbeit relevant?

Es dient als konkretes Fallbeispiel für eine Intervention, die durch die Modifikation von Elternkonstrukten (z.B. unangemessene Erwartungen) kurzfristige Erfolge bei der Prävention von Fehlverhalten erzielen konnte.

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Details

Titel
Intervention zur Prävention von Kindesmisshandlung. Die Rolle des elterlichen Erziehungsstils bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit
Note
1,0
Autor
Tessa Thun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V323580
ISBN (eBook)
9783668232358
ISBN (Buch)
9783668232365
Sprache
Deutsch
Schlagworte
intervention prävention kindesmisshandlung rolle erziehungsstils entwicklung regulationsfähigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tessa Thun (Autor:in), 2016, Intervention zur Prävention von Kindesmisshandlung. Die Rolle des elterlichen Erziehungsstils bei der Entwicklung kindlicher Regulationsfähigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323580
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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