Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Eine Analyse der politischen Partizipation in Deutschland

Title: Eine Analyse der politischen Partizipation in Deutschland

Term Paper , 2016 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Patrick Preidt (Author)

Politics - Political Systems - Germany
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit mit dem Thema „Eine Analyse der politischen Partizipation in Deutschland“ beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Feld der politischen Partizipationsforschung. Ziel der Hausarbeit ist es, auf Basis eines analytisch-erklärenden Erkenntnisinteresses, zu untersuchen, ob beziehungsweise inwieweit eine ungleiche Ressourcenausstattung bzw. eine soziale Ungleichheit
die politische Partizipation der Menschen in Deutschland beeinflusst.

Für eine Teilnahme an Prozessen der politischen Willensbildung und Entscheidung müssen die BürgerInnen über bestimmte individuelle Ressourcen verfügen. „Die empirische Partizipationsforschung (hat) immer wieder festgestellt, dass für alle Formen politischer Beteiligung eine selektive Rekrutierung der ressourcenstarken Teile der Bevölkerung erfolgt“ (van Deth 2009, S. 154).

Zahlreiche Studien konnten diesen direkten Zusammenhang zwischen der sozialen Ungleichheit auf der einen Seite und dem Partizipationsverhalten auf der anderen Seite bestätigen.
Aus dem Erkenntnisinteresse und den empirischen Befunden der Partizipationsforschung wurde folgende empirisch-analytische Fragestellung abgeleitet: Welchen Einfluss hat eine ungleiche Ressourcenausstattung bzw. eine soziale Ungleichheit auf die politische Partizipation der Menschen in Deutschland?

Die politikwissenschaftliche Relevanz der Fragestellung liegt in der Bedeutung einer aktiven Teilnahme der Bevölkerung an Prozessen der politischen Willensbildung und Entscheidung
für die Demokratie, denn „Citizen participation is at the heart of democracy. (…) Political participation provides the mechanism by which citizens can communicate information about their
interests, preferences, and needs and generate pressure to respond“ (Verba u.a. 1995, S. 1).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen, Forschungsstand, Methodik, Operationalisierung der Variablen

2.1 Definition der zentralen Begriffe

2.2 Theoretische Grundlagen

2.3 Darstellung des Forschungsstandes

2.4 Methodik, Operationalisierung der Variablen, Datengrundlage

3. Analyse der politischen Partizipation in Deutschland

3.1 Einordnung der Bedeutung der einzelnen Merkmale für das Partizipationsverhalten

3.2 Soziale Ungleichheit als Ursache für ungleiche politische Partizipation?

3.2.1 Merkmal „Alter“

3.2.2 Merkmal „Bildung“

3.2.3 Merkmal „Einkommen“

3.2.4 Merkmal „Geschlecht“

3.3 Überprüfung der Hypothesen

4. Fazit und Ausblick

4.1 Fazit und Beantwortung der Fragestellung

4.2 Ausblick: Folgen ungleicher politischer Partizipation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Einfluss sozialer Ungleichheit und unterschiedlicher Ressourcenausstattungen auf die politische Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland, um zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen dem sozialen Status und der politischen Beteiligung besteht.

  • Analyse sozioökonomischer und soziodemografischer Einflussfaktoren (Alter, Bildung, Einkommen, Geschlecht).
  • Untersuchung der Bedeutung des politischen Interesses als zentrale Voraussetzung für Partizipation.
  • Vergleich verschiedener Partizipationsformen (von konventioneller Wahlbeteiligung bis hin zu Bürgerinitiativen).
  • Überprüfung theoretischer Hypothesen anhand empirischer Daten des ALLBUS.
  • Diskussion der Auswirkungen sozialer Verzerrungen auf die demokratische Repräsentation.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Merkmal „Alter“

Das Alter einer Person als Merkmal zur Beeinflussung politischer Partizipation ist besonders mit Bezug auf den Fortschritt des persönlichen Sozialisationsprozesses von Relevanz. Die Auseinandersetzung mit bzw. die Einschätzung von politischen Belangen und das Entwickeln eines politischen Interesses setze nicht zuletzt eine gewisse Lebenserfahrung voraus (vgl. Gaiser u.a. 2016, S. 17).

Wie bereits erwähnt, misst diese Hausarbeit dem Merkmal des politischen Interesses eine besondere Bedeutung für die grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme an Formen politischer Partizipation bei. Dementsprechend soll nun zunächst der Verlauf des politischen Interesses in Abhängigkeit von der Altersstruktur analysiert werden. Als Datenbasis dient eine Befragung von 3.463 Personen zwischen 18 und 89 Jahren im Rahmen der im Jahr 2014 durchgeführten Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) (vgl. GESIS 2015).

In Abbildung 1 ist zu erkennen, dass die sehr starke bzw. starke politische Interessiertheit von der Gruppe der 18-29-Jährigen (25,1 %) bis zu den 60-74-Jährigen (49,7 %) kontinuierlich ansteigt und danach wieder etwas sinkt. Passend dazu nimmt umgekehrt ein nur wenig oder überhaupt nicht vorhandenes Interesse an Politik von den 60-74-Jährigen (13,1 %) bis zu den 18-29-Jährigen (31,4 %) stetig zu. Die Daten der Bevölkerungsumfrage bestätigten also die aufgestellte hypothetische Behauptung, wonach jüngere Menschen grundsätzlich als weniger politisch interessiert gelten können als die Älteren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsthema ein, definiert die zentrale Fragestellung zur politischen Partizipation in Deutschland und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

2. Theoretische Grundlagen, Forschungsstand, Methodik, Operationalisierung der Variablen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Analysekonzept, definiert Schlüsselbegriffe, erörtert den Forschungsstand und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Datengrundlage (ALLBUS 2014).

3. Analyse der politischen Partizipation in Deutschland: Hier erfolgt die detaillierte Untersuchung der Merkmale Alter, Bildung, Einkommen und Geschlecht sowie deren Wechselwirkungen und Einfluss auf das Partizipationsverhalten.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage auf Basis der Analyseergebnisse und diskutiert die langfristigen demokratischen Folgen einer zunehmenden sozialen Partizipationslücke.

Schlüsselwörter

Politische Partizipation, soziale Ungleichheit, politische Teilhabe, Deutschland, ALLBUS, Demokratie, Wahlbeteiligung, Ressourcenausstattung, politisches Interesse, Repräsentation, Sozialstruktur, Bildungsstand, Einkommensschicht, Geschlecht, politische Ungleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, inwieweit soziale Ungleichheit und unterschiedliche Ressourcenausstattungen das politische Partizipationsverhalten der Bevölkerung in Deutschland beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Merkmale Alter, Bildung, Einkommen und Geschlecht sowie deren Korrelation mit politischem Interesse und verschiedenen Formen der Beteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welchen Einfluss eine ungleiche Ressourcenausstattung bzw. soziale Ungleichheit konkret auf die politische Partizipation in Deutschland hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen empirisch-analytischen Ansatz unter Verwendung von Sekundärdaten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) aus dem Jahr 2014.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, die detaillierte Analyse der vier zentralen sozioökonomischen Merkmale anhand von Daten sowie eine abschließende Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind politische Partizipation, soziale Ungleichheit, demokratische Repräsentation, Ressourcenausstattung und politisches Interesse.

Wie unterscheidet sich die Partizipation bei unterschiedlichen Altersgruppen?

Die Analyse zeigt, dass das politische Interesse mit dem Alter zunimmt, wobei jüngere Menschen zwar weniger konventionelle Partizipationsformen (wie Wahlen) nutzen, aber bei alternativen Beteiligungsformen wie Demonstrationen oder Internet-Aktivitäten stark vertreten sind.

Was besagt die „Sozialer Status-Hypothese 1“?

Sie postuliert, dass ein höherer sozialer Status (Bildung und Einkommen) mit größeren kognitiven Fähigkeiten und stärkerem politischen Interesse korreliert, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für politische Partizipation erhöht.

Existiert in Deutschland noch ein „gender gap“ bei der politischen Teilhabe?

Bei der Wahlbeteiligung ist dieser nahezu verschwunden, jedoch existieren bei anderen Formen politischer Partizipation geschlechtsspezifische Unterschiede, wobei Männer oft in klassischen Parteistrukturen aktiver sind, während Frauen bei privaten Aktivitäten wie Unterschriftensammlungen führen.

Warum ist das Ergebnis der Analyse problematisch für die Demokratie?

Aufgrund der ungleichen Partizipation droht eine „Partizipations-Repräsentations-Lücke“, in der untere soziale Schichten seltener gehört werden, was langfristig die Gefahr birgt, dass sich aus dem demokratischen Ideal eine elitäre Demokratie entwickelt.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Eine Analyse der politischen Partizipation in Deutschland
College
University of Hagen  (LG Politikwissenschaft I: Staat und Regieren)
Grade
2,3
Author
Patrick Preidt (Author)
Publication Year
2016
Pages
28
Catalog Number
V323589
ISBN (eBook)
9783668227651
ISBN (Book)
9783668227668
Language
German
Tags
eine analyse partizipation deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Preidt (Author), 2016, Eine Analyse der politischen Partizipation in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323589
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint