In dieser Hausarbeit über die aktive Ausübung eines Mannschaftssportes wird der Forschungsschwerpunkt auf die sozialen Beziehungen und sozialer Kompetenzen von jungen Erwachsenen, im Alter von 19 bis 22 Jahren, gelegt.
Zu diesem Themenschwerpunkt werden, anhand eines festgelegten Forschungsdesign und Interviewleitfaden, sechs junge Erwachsene befragt. Die Forschungsergebnisse werden vor dem Hintergrund soziologischer Theorien in Bezug auf die Forschungsfrage kritisch diskutiert. Aufgrund fehlender Forschungsarbeiten aus den letzten Jahren wird ein Ausblick zu dem behandelten Thema gegeben.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kapitel 1: Fragestellung und Relevanz
1.1 Entwicklung der Fragestellung
1.2 Forschungshypothesen
1.3 Relevanz der Forschungsarbeit
Kapitel 2: Theoretischer Rahmen
2.1 Sportsoziologie
2.2 Soziale Integration im und durch den Sport
2.3 Soziale Kompetenzen
Kapitel 3: Forschungsdesign
Kapitel 4: Befunde und Diskussion der Forschungsfrage
4.1 Befunde der Datenauswertung
4.2 Beantwortung der Forschungsfrage/Forschungshypothesen
Schlussfolgerung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der aktiven Ausübung eines Mannschaftssports auf die sozialen Beziehungen sowie die Entwicklung sozialer Kompetenzen bei jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 22 Jahren. Ziel ist es, durch eine qualitative Befragung zu ermitteln, ob und wie im Sport erlernte Fähigkeiten auf den Alltag transferiert werden und inwiefern soziale Netzwerke durch den Vereinssport geprägt sind.
- Analyse der Bedeutung von Mannschaftssport für soziale Netzwerke junger Erwachsener.
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Sportaktivität und der Ausprägung sozialer Kompetenzen.
- Erforschung des Transfers sportbezogener Fähigkeiten auf berufliche und schulische Anforderungen.
- Vergleich der Intensität von sportlichen und außersportlichen Freundschaften.
- Diskussion des Einflusses familiärer Unterstützung auf die sportliche Aktivität.
Auszug aus dem Buch
Soziale Kompetenzen
Im Allgemeinen sind soziale Kompetenzen die Ressourcen einzelner Individuen und gelten als Qualifikation für eine erfolgreiche soziale Interaktion in allen Lebenslagen. Um gemeinsam mit anderen Personen Aufgaben lösen zu können, wie es im Mannschaftssport üblich ist, sind vor allem Gruppenzusammenhalt und sozialer Rückhalt eine Voraussetzung. Demnach verhält sich eine Person sozial kompetent, wenn „eigene Ziele und die Normen und Werte des sozialen Kontexts berücksichtigt [werden]“ (Sygusch, 2007, S.81).
Soziale Kompetenzen setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: den sozialem Fähigkeiten und der sozialen Verantwortung. Die sozialen Fähigkeiten, die vor allem im Mannschaftssport zutragen kommen, sind die Perspektivübernahme und die Kooperations und Kommunikationsfähigkeit. Die soziale Verantwortung besteht aus Akzeptanz, Respekt gegenüber den Interessen und Werte anderer, Integrität, Solidarität und Hilfsbereitschaft (Sygusch, 2007, S.81).
Im Mannschaftssport stehen vor allem die Kooperationsfähigkeit und die Perspektivübernahme im Mittelpunkt der sozialen Kompetenzen. Um die Aufgaben in einer Mannschaft zu teilen und sich gegenseitig dabei zu helfen, setzt bei jedem Mannschaftsmitglied die Kooperationsfähigkeit voraus. Bei der Perspektivübernahme steht die Erfassung von Emotionen und Gesten der eigenen Mitspieler an erster Stelle. Durch das Erkennen von Stärken und Schwächen, kann das eigene Handeln abgestimmt werden, z.B. hilft man sich gegenseitig bei Übungen. Bei brenzligen Situationen in wichtigen Spielen hilft das Erkennen der Schwächen bei Mitspielern, dass man für diese Situationen adäquate Maßnahmen ergreifen kann (Sygusch, 2007, S.82f).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung stellt das Forschungsinteresse an den sozialen Auswirkungen des Mannschaftssports bei jungen Erwachsenen vor und erläutert die methodische Vorgehensweise.
Kapitel 1: Fragestellung und Relevanz: Hier werden die konkrete Forschungsfrage, die zugrundeliegenden Hypothesen sowie der gesellschaftliche Stellenwert des Sportvereinswesens dargelegt.
Kapitel 2: Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel verortet die Arbeit in der Sportsoziologie und definiert zentrale Begriffe wie soziale Integration und soziale Kompetenzen.
Kapitel 3: Forschungsdesign: Es wird der Aufbau der Untersuchung beschrieben, einschließlich der Auswahl der Stichprobe mittels Convenience- und Schneeball-Prinzip sowie der Anwendung problemzentrierter Interviews.
Kapitel 4: Befunde und Diskussion der Forschungsfrage: Die Ergebnisse der Interviews werden ausgewertet und im Hinblick auf die Zeitplanung, soziale Kontakte und den Transfer sozialer Kompetenzen diskutiert.
Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und identifiziert den Forschungsbedarf bezüglich des Zusammenhangs von Mannschaftssport und Sozialisation.
Schlüsselwörter
Mannschaftssport, Sportsoziologie, soziale Integration, soziale Kompetenzen, junge Erwachsene, Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, soziale Netzwerke, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation durch Sport, qualitative Forschung, Handball, Fußball, Mikroebene, Sportverein.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie sich die regelmäßige Ausübung eines Mannschaftssports auf das soziale Leben und die Kompetenzentwicklung von jungen Erwachsenen im Alter zwischen 19 und 22 Jahren auswirkt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die soziale Integration durch Sportvereine, die Gestaltung von Freundschaftsnetzwerken und die Entwicklung von sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Empathie.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: „Inwiefern wirkt sich die aktive Ausübung eines Mannschaftssportes auf die sozialen Beziehungen junger Erwachsener aus?“
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem problemzentrierte Interviews mit sechs jungen Erwachsenen durchgeführt und anschließend analysiert wurden.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung erörtert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung soziologischer Konzepte sowie die empirische Auswertung, die insbesondere den Zeitaufwand, die Einbindung der Familie und den Transfer sportlicher Kompetenzen in den Alltag beleuchtet.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Mannschaftssport, soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Sportsoziologie und die Sozialisation von jungen Erwachsenen.
Gibt es einen Unterschied zwischen den untersuchten Sportarten?
Die Untersuchung konnte keine signifikanten Unterschiede zwischen den betrachteten Sportarten Handball und Fußball bezüglich der sozialen Auswirkungen feststellen.
Welche Bedeutung haben soziale Kompetenzen im Alltag der Befragten?
Die Befragten berichten, dass durch den Sport erlernte Teamfähigkeit und Rücksichtnahme auch in schulischen oder beruflichen Kontexten Anwendung finden und das Handeln gegenüber Schwächeren positiv beeinflussen.
- Arbeit zitieren
- Fanny Meyer (Autor:in), 2014, Inwiefern wirkt sich die aktive Ausübung eines Mannschaftssportes auf die sozialen Beziehungen junger Erwachsener aus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323652