Im Rahmen des Seminars „Sprachkritik im Journalismus“ widmete sich unsere Referatgruppe dem Thema ‚Layout und Überschrift’. Die erarbeiteten theoretischen Grundlagen verwendeten wir auf praktischer Ebene zur Analyse des ‚Landboten’. Wir analysierten neben dem Gestaltungskonzept, welches wir auf den ersten Bund der Zeitung beschränkten, auch Form, Funktion und Wirkung der Überschriften. Diese Seminar-Arbeit knüpft an die erarbeiteten Layoutgrundlagen an und berücksichtigt als Forschungsgegenstand weiterhin den ‚Landboten’, bezieht sich jedoch auf dessen Online-Ausgabe, den ‚Winti-Guide.ch’. Wie mediengerecht die Realisierung der Online-Ausgabe erfolgt, ist die grundlegende Fragestellung dieser Arbeit, wobei im ersten, theoretischen Teil die charakteristischen Merkmale und Möglichkeiten des Internets besprochen werden. Jene Zusammenstellung der relevanten Charakteristika dient im zweiten Teil der praktischen Analyse am Gegenstand selbst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Das Internet
1.2. Hypertext und Nicht-Linearität
1.3. Strukturelle Aspekte: Knoten, Kanten, Netze
2. Analyse der Website http://www.winti-guide.ch
2.1 Multimedialität
2.2. Interaktivität – Nachfrageorientierung
2.3. Virtualität – Aktualität
2.4. Hypertext
3. Analyse-Resultat
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die mediengerechte Realisierung der Online-Ausgabe der Zeitung ‚Der Landbote‘ (Winti-Guide.ch) vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Internets als digitales Massenmedium.
- Charakteristika des Internets (Multimedialität, Interaktivität, Virtualität, Nicht-Linearität)
- Strukturelle Analyse von Hypertext-Systemen
- Praktische Untersuchung der Web-Präsentation des ‚Landboten‘
- Bewertung der Nutzbarkeit und Funktionalität des Online-Angebots
Auszug aus dem Buch
1.3. Strukturelle Aspekte: Knoten, Kanten, Netze
Die nicht-lineare Struktur des Hypertextes besteht aus Informationsblöcken, welche mit Verweisen miteinander verknüpft sind.
Nicht-Linearität: Dies bedeutet eine netzartige Struktur aus Informationsblöcken und Verknüpfungen ohne feste Ordnung, die eine zu lesende Sequenz festlegt.
Knoten und Kanten: Während Knoten (nodes) eine abgeschlossene Informationsmenge beinhalten und somit das Basiselement des Hypertexts darstellen, verbinden Links (Verknüpfungen, Kanten oder Verweise) jene Einheiten. Der Ausgangsknoten (Ankerknoten) verweist auf den Zielknoten, wobei die Richtung lediglich vom Anker- zum Zielknoten weisen kann oder aber auch bidirektional sein kann. Anker- und Zielknoten bilden als Gesamtes ein Netz, das Web, wobei der User nur den gegenwärtigen Knoten wahrnimmt, also die Präsentationsebene bzw. Benutzerschnittstelle. Die abstrakten Verknüpfungen werden im Hintergrund in einer html- bzw. xpl-Datei beschrieben.
Modularisierung: Als charakteristisch für Hypertext gilt die Modularisierung der Information bzw. deren Aufteilung in einzelne Knoten. Hierbei muss bei der Erstellung solcher Knoten beachtet werden, dass die Informationsblöcke weder zu gross (verminderte Möglichkeit der Interaktion durch eine schwerfällige Quantität der Information) noch zu klein (Zersplitterung der Information verhindert deren Zusammenhang) sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Sprachkritik im Journalismus und Vorstellung des Forschungsgegenstands, der Online-Ausgabe des ‚Landboten‘.
1.1. Das Internet: Erläuterung des Internets als neues Massenmedium, das sich durch Multimedialität, Interaktivität, Virtualität und Nicht-Linearität auszeichnet.
1.2. Hypertext und Nicht-Linearität: Definition von Hypertext als computergestütztes Informationssystem und Erörterung der Orientierungsproblematik im Netz.
1.3. Strukturelle Aspekte: Knoten, Kanten, Netze: Detaillierte Beschreibung der netzartigen Struktur von Hypertexten, bestehend aus Knoten, Verknüpfungen und der Modularisierung von Information.
2. Analyse der Website http://www.winti-guide.ch: Überprüfung, wie der ‚Landbote‘ die technischen Möglichkeiten des Internets in seinem Online-Angebot umsetzt.
2.1 Multimedialität: Untersuchung der verschiedenen medialen Darstellungsformen, wie Texte, Fotos, Töne und Animationen, auf der Website.
2.2. Interaktivität – Nachfrageorientierung: Analyse der interaktiven Angebote, einschließlich Navigationshilfen, Internetdiensten und Foren zur Nutzerbindung.
2.3. Virtualität – Aktualität: Betrachtung der Möglichkeiten zur zeitnahen Informationsverbreitung durch News-Ticker, Webnews und Archivsysteme.
2.4. Hypertext: Bewertung der strukturellen Gestaltung des ‚Landboten‘ hinsichtlich der hypertextuellen Anforderungen an moderne Online-Zeitungen.
3. Analyse-Resultat: Fazit der Untersuchung, das dem Online-Angebot eine hohe Funktionalität und eine konsequente Nutzung der Möglichkeiten des Internets bescheinigt.
Schlüsselwörter
Sprachkritik, Journalismus, Online-Zeitung, Winti-Guide.ch, Internet, Multimedialität, Interaktivität, Virtualität, Nicht-Linearität, Hypertext, Strukturierung, Navigationshilfen, Webnews, Modularisierung, Benutzerführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich einer medienkritischen Analyse der Online-Ausgabe der Zeitung ‚Der Landbote‘ (Winti-Guide.ch) und untersucht, wie mediengerecht das Angebot umgesetzt wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die medientheoretischen Merkmale des Internets (Multimedialität, Interaktivität, Virtualität, Nicht-Linearität) und deren praktische Anwendung in einem journalistischen Online-Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, auf Basis theoretischer Charakteristika des Internets zu überprüfen, inwiefern die Online-Ausgabe des ‚Landboten‘ die technischen und strukturellen Potenziale des Mediums ausschöpft.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein struktureller Analyseansatz gewählt, bei dem zunächst theoretische Grundlagen erarbeitet und diese anschließend als Kriterienkatalog für die Untersuchung des praktischen Gegenstands (der Website) verwendet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Internetmedien und eine detaillierte praktische Analyse der Website, unterteilt in die Bereiche Multimedialität, Interaktivität, Aktualität und hypertextuelle Struktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Online-Journalismus, Hypertext, Multimedialität, Interaktivität und medienhistorische Transformation.
Wie bewertet der Autor die Interaktionsmöglichkeiten auf der Website?
Der Autor bewertet die Interaktion als äußerst beliebt und vielseitig, da sie sowohl den Dialog zwischen Redaktion und Nutzern als auch Diskussionen unter den Nutzern selbst ermöglicht.
Warum ist die „Modularisierung“ für das untersuchte Online-Angebot wichtig?
Die Modularisierung ist entscheidend, um Informationsblöcke so aufzubereiten, dass sie weder zu groß (belastend für die Interaktion) noch zu klein (Zusammenhangsverlust) sind, was die ergonomische Orientierung und Navigation des Nutzers unterstützt.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2004, Sprachkritik: eine umfassende Analyse des Winti-Guide.ch - Wie mediengerecht wurde die Online-Ausgabe des 'Landboten' realisiert?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32372