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Verfilmte Kinderliteratur: Medienpädagogische Analyse von T. Wigands Adaption Das fliegende Klassenzimmer (2003)

Titel: Verfilmte Kinderliteratur: Medienpädagogische Analyse von T. Wigands Adaption Das fliegende Klassenzimmer (2003)

Examensarbeit , 2003 , 126 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Claire Bäcker (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Medien bestimmen unseren Alltag, unser Leben – und natürlich auch das der Kinder. Fernsehen, Video und Computer gehören ebenso dazu wie das Buch, die Zeitung oder die Zeitschrift. Hier ist vor allem der Bereich der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) von Interesse, ihre besondere Wichtigkeit und herausgehobene Stellung ist unumstritten. Zum einen wird die Kinder- und Jugendliteratur als eine Art Sozialisationsmittel verstanden. Dabei sollen Kinder über Literatur dahingehend „erzogen“ werden, dass sie ihre eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten weiterentwickeln, indem sie an Erlebnissen, emotionalen Einstellungen und Erkenntnissen literarischer „Helden“ teilhaben und diese verarbeiten. Zum anderen wird Kinder- und Jugendliteratur als kindgemäße Literatur definiert. „Dazu gehört dann, dass solche Stoffe und Themen eine Rolle spielen, die jeweils aktuelle kindliche Bedürfnisse, Wünsche erfüllen: Spiel, Abenteuer, Tierfreundschaften, erste Liebe.“ Es gilt in diesem Bereich, die Freude und das Interesse der Schüler an Kinder- und Jugendliteratur zu bewahren bzw. zunächst zu wecken. „Kinder zum Lesen und zur Literatur hinzuführen gehört zu den zentralen Aufgaben des Deutschunterrichts. Angesichts einer sich rapide verändernden Medienumwelt steht die Schule heute vor einer schwer zu bewältigenden Aufgabe.“ Diese besteht darin, die Lesesozialisation von Kindern zu übernehmen, und das macht die Einbeziehung umfangreicher Texte, (insbesondere von Kinder- und Jugendliteratur) in den Grundschulunterricht erforderlich. Im häuslichen Bereich wie auch in der Schule hat sich mittlerweile allerdings ein spezielles Medium durchgesetzt, das die Kindheit in besonderer Weise begleitet: das Fernsehen. Es fasziniert durch eine Vielzahl von bewegten Bildern, eine Gleichzeitigkeit von Ereignis und Affekt, faszinierende Rasanz in der Präsentation und eine Vielzahl visueller Effekte.

Aufgrund dieser Tatsache stellt sich die Frage: Wie leitet man Kinder - in einer zunehmend visuell bestimmten Welt - zum richtigen Umgang mit solchen Bildern an?

Denn Bilder im Fernsehen erscheinen in besonderer Weise unmittelbar, sinnlich, überzeugend und wahr, aber sie können auch manipulieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zum Autor Erich Kästner

1.1 Über seine Kindheit

1.2 Über die Entstehung und die Entstehungszeit des Kinderromans „Das fliegende Klassenzimmer“

1.3 Weitere Werke

2. Der Film

2.1 Sequenzplan

2.2 Strukturelemente

2.2.1 Kameraführung

2.2.2 Filmische Erzählweise und Erzählerfunktion

2.2.3 Spannung

2.2.4 Sprache

2.2.5 Musik

2.3 Personen und Personenkonstellation

2.3.1 Kinder

2.3.2 Erwachsene

3. Buch und Film

3.1 Das Buch zum Film

3.2 Vergleich von Buch und Film (Buch - Film - Synopse)

3.2.1 Handlungsverlauf

4. Detailanalyse

4.1 Die Darstellung des Jonathan Trotz

4.1.1 Johnny als Erzähler: Sequenz 1.2 – 1.3

4.1.2 Johnny als Vertrauensperson: Sequenz 10.3

4.1.3 Johnny im Umgang mit Konflikten: Sequenz 11.0

4.1.4 Johnny als Freund: Sequenz 14.2

4.2 Abweichungen von der Romanvorlage

4.2.1 Johnny, der Neuankömmling: Sequenz 4.2

4.2.2 Monas Geburtstagsfeier: Sequenz 10.2 – 10.2.1

4.2.3 Justus und der Nichtraucher: Sequenz 11.3 – 11.3.1

4.2.4 „Das fliegende Klassenzimmer“: Sequenz 14.0

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine medienpädagogische Analyse der Verfilmung „Das fliegende Klassenzimmer“ (2003) von Regisseur Tomy Wigand vorzunehmen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der literarische Klassiker von Erich Kästner in einen zeitgenössischen Film transformiert wurde und welche pädagogischen sowie strukturellen Schwerpunkte dabei gesetzt wurden, um Identifikation und eine kritische Auseinandersetzung mit Medien bei Kindern zu fördern.

  • Analyse der Transformation literarischer Stoffe in filmische Formate.
  • Untersuchung von Identifikationsfiguren und der Darstellung von Jugendlichen.
  • Betrachtung der filmischen Gestaltungsmittel wie Kamera, Musik und Erzählweise.
  • Reflexion über gesellschaftspolitische Themen wie Versöhnung und das Zusammenwachsen von Ost und West.
  • Beurteilung der pädagogischen Relevanz von Mediennutzung und Medienerziehung in der Grundschule.

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung des Jonathan Trotz

Der Film „Das fliegende Klassenzimmer“ beginnt mit der Ankunft Johnnys am Leipziger Flughafen. In einer Totalaufnahme sieht man Johnny eine Rolltreppe herunterkommen. Aus dem Off hört man seine Stimme, welche die Geschichte Johnnys erzählt (siehe hierzu auch S. 33). Bereits in der ersten Sequenz wird ihm die Funktion des Erzählers zugewiesen, denn er leitet mit folgenden Worten in das Filmgeschehen ein:

„Meine Geschichte beginnt an dem Tag, als mich mein Adoptivvater, der Kapitän, nach Leipzig schickte.“

Während er seine Geschichte erzählt, bewegt er sich auf die Kamera zu, die ihn dann in Nahaufnahme filmt. Man erkennt deutlich seinen ernsten, fast traurigen Gesichtausdruck, der seinen Gemütszustand verdeutlicht:

„…ich freute mich kein Stück.“

In einer vergleichenden Montage wird parallel zu Jonathan der Hund eingeblendet, der einsam auf dem Laufband umher kreist, bis Johnny sich seiner annimmt. In der gesamten Sequenz wirkt die Kamera stark unterstützend, indem sie Johnny und den Hund in Nah- und Großaufnahme zeigt. In einer Halbnaheinstellung sieht man, wie Johnny vor dem Hundekäfig kniet und den Hund verständnisvoll ansieht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Rolle der Kinder- und Jugendliteratur sowie des Fernsehens als Sozialisationsmittel und unterstreicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Medienerziehung.

1. Zum Autor Erich Kästner: Dieses Kapitel skizziert das Leben und Schaffen von Erich Kästner und beleuchtet die Entstehungsgeschichte sowie die pädagogischen Motive seines Romans „Das fliegende Klassenzimmer“.

2. Der Film: Der Autor untersucht hier filmische Strukturelemente wie Kameraführung, Erzählweise, Spannung und Musik sowie die Personenkonstellation in der Adaption von 2003.

3. Buch und Film: Dieses Kapitel stellt einen detaillierten Vergleich zwischen der literarischen Vorlage und dem Film her, um Abweichungen und Aktualisierungen festzustellen.

4. Detailanalyse: Hier erfolgt eine fokussierte Untersuchung spezifischer Sequenzen hinsichtlich der Charakterdarstellung von Jonathan Trotz und der inhaltlichen Veränderungen zur Romanvorlage.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit wertet die gewonnenen Erkenntnisse über die Verfilmung und deren pädagogische sowie gesellschaftliche Bedeutung im Kontext der Zeit aus.

Schlüsselwörter

Erich Kästner, Das fliegende Klassenzimmer, Medienpädagogik, Filmanalyse, Literaturverfilmung, Kindheit, Identitätsbildung, Thomaner-Internat, Jonathan Trotz, Medienerziehung, Filmstilanalyse, gesellschaftlicher Wandel, Jugendliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht eine medienpädagogische Analyse der Verfilmung von „Das fliegende Klassenzimmer“ aus dem Jahr 2003 und deren Rezeption sowie Bedeutung für die moderne Medienerziehung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Medien in der Kindheit, der Einfluss von Literaturverfilmungen, die Bedeutung von Freundschaft sowie die Aufarbeitung historischer und gesellschaftlicher Kontexte in Kinderfilmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein literarischer Klassiker modernisiert werden kann, um Kindern zeitgemäße Werte und Orientierungshilfen in einer visuell geprägten Medienwelt zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche und medienpädagogische Analyse, gestützt durch die Erstellung eines detaillierten Sequenzplans und einen direkten Vergleich zwischen der Romanvorlage und der filmischen Adaption.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert filmische Mittel wie Kamera, Sprache und Musik, porträtiert zentrale Figuren wie Johnny und Justus und untersucht kritisch die Abweichungen des Films von der Romanvorlage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erich Kästner, Filmanalyse, Identifikationsfiguren, Medienerziehung, gesellschaftlicher Wandel und Wertevermittlung.

Warum ist die Figur des Jonathan Trotz im Film so zentral?

Im Gegensatz zum Roman fungiert Johnny im Film als Erzähler und zentrale Identifikationsfigur, deren subjektive Sichtweise es jungen Zuschauern erleichtert, in das Filmgeschehen einzutauchen.

Inwiefern spielt die deutsche Geschichte eine Rolle in der Adaption?

Der Regisseur integriert die DDR-Vergangenheit und das Motiv der Flucht, um Themen wie Versöhnung und das Zusammenwachsen von Ost und West auch für eine junge Zielgruppe greifbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 126 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verfilmte Kinderliteratur: Medienpädagogische Analyse von T. Wigands Adaption Das fliegende Klassenzimmer (2003)
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
sehr gut
Autor
Claire Bäcker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
126
Katalognummer
V32389
ISBN (eBook)
9783638331197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verfilmte Kinderliteratur Medienpädagogische Analyse Wigands Adaption Klassenzimmer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claire Bäcker (Autor:in), 2003, Verfilmte Kinderliteratur: Medienpädagogische Analyse von T. Wigands Adaption Das fliegende Klassenzimmer (2003), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32389
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