Entscheidungen sind in der internationalen Distributionslogistik in zweierlei Hinsicht von größter Bedeutung: Zum einen hängt der Erfolg von international tätigen Unternehmen wesentlich von der Leistungsfähigkeit der Distributionssysteme ab, mit deren Hilfe die angebotenen Produkte zum Endabnehmer in den jeweiligen Ländern gelangen. Durch eine effiziente Distribution können strategische Wettbewerbsvorteile aufgebaut werden. Andererseits haben die getroffenen Entscheidungen in diesem Bereich einen langfristig bindenden Charakter. Fehlentscheidungen können daher aufgrund ihrer nur geringen bzw. unmittelbar nicht vorhandenen Revidierbarkeit zu besonders schwerwiegenden Folgen führen.
Diese Arbeit beschreibt die Ziele und Rahmenbedingungen der internationalen Distributionslogistik. Dabei geht sie sowohl auf die unternehmensinternen wie auch auf die unternehmensexternen Rahmenbedingungen ein. Auch die Elemente der internationalen Distributionslogistik werden betrachtet. Des Weiteren enthält die Ausarbeitung ein Praxisbeispiel aus der Elektronikindustrie. Dafür wurde die Distributionsstrategie der Apple Inc. näher betrachtet.
Die Arbeit ist in sechs aufeinander aufbauende Kapitel gegliedert. Kapitel 1 dient dazu die Problemstellung und die Ziele dieser Arbeit aufzuzeigen. Darauf aufbauend findet eine begriffliche Grundlegung für ein besseres Verständnis der Arbeit statt. Anschließend werden im dritten Kapitel die Instrumente der internationalen Distribution beschrieben. Hier werden die internationale Vertriebspolitik und die internationale Distributionslogistik mit den Zielen der Rahmenbedingungen und Aufgaben näher betrachtet. Im Kapitel 4 wird anhand der Apple Inc. ein Praxisbeispiel aus der Elektronikindustrie beschrieben. Besonderes Augenmerk wird die auf Distributionsstrategie von Apple gerichtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Die Distributionslogistik
3. Instrumente der internationalen Distribution
3.1. Internationale Distributionslogistik
3.1.1. Ziele der internationalen Distributionslogistik
3.1.2. Rahmenbedingungen der internationalen Distributionslogistik
3.1.3. Aufgaben der internationalen Distributionslogistik
3.2. Internationale Vertriebspolitik
4. Distribution der Apple Inc.
4.1. Das Unternehmen
4.2. Distributionsstrategie der Apple Inc.
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Distributionslogistik im internationalen Kontext, wobei insbesondere die Herausforderungen bei der Gestaltung effizienter Distributionssysteme beleuchtet werden. Anhand der Apple Inc. als Fallbeispiel aus der Elektronikindustrie wird analysiert, wie Unternehmen ihre Vertriebsstrukturen strategisch ausrichten, um Wettbewerbsvorteile zu generieren und komplexe globale Märkte erfolgreich zu bedienen.
- Grundlagen der Distributionslogistik und ihre strategische Bedeutung.
- Analyse der Ziele, Rahmenbedingungen und Aufgaben im internationalen Vertrieb.
- Differenzierung zwischen direktem und indirektem Vertrieb sowie Exportstrategien.
- Praxisnahe Untersuchung der Distributionsstrategie der Apple Inc.
- Bedeutung der Marktbearbeitungsstrategien (intensiv, selektiv, exklusiv).
Auszug aus dem Buch
3.1.3. Aufgaben der internationalen Distributionslogistik
Die zielorientierte Überwindung räumlicher Distanzen unter Berücksichtigung von Zeitaspekten gehört zur übergeordneten Aufgabe der Distributionslogistik. Um den jeweils verfolgten Zielen gerecht zu werden, müssen die distributionslogistischen Elemente der internationalen Distributionslogistik entsprechend eingesetzt werden. Zu diesen Elementen zählen die Auftragsabwicklung im internationalen Geschäft, die Lagergestaltung und Lagerhaltung im In- und Ausland, sowie die Auswahl der Transportsysteme.
Die Auftragsabwicklung ist eine komplexe Abfolge von Aktivitäten, die erforderlich sind, um einen Kundenauftrag komplett zu bearbeiten. Sie beginnt mit der Auftragserteilung durch den Kunden und endet mit dem dokumentären Auftragsbearbeitungsoutput. Nachdem der Auftrag des Kunden geprüft wurde, erfolgt eine Auftragsbestätigung und die innerbetriebliche Disposition. Zur Disposition zählen alle Anweisungen zur Einleitung betriebsinterner Maßnahmen der Produktion bzw. der Lieferung der Ware ab Fertigwarenlager. Diesen Vorgang bezeichnet man als Versandvorbereitung der Produkte. Diese beinhaltet dabei die Verpackung, die Zusammenstellung des gesamten Kundenauftrages sowie die Erstellung von Fracht- und Zollpapieren für die internationale Ausfuhr. Des Weiteren auch die Disposition, die Wahl der Transportmittel und Maßnahmen der Zahlungsabwicklung. Im letzten Schritt der Disposition werden noch Dokumente wie Rechnungen, Lieferscheine und Auftragsstatistiken erstellt, welche als Informationsgrundlage für weitere unternehmerische Entscheidungen im Bereich der Produktions-, Finanz-, Transport- und Lagerhaltungsplanung herangezogen werden können. Die Datenpflege von Kundenstammdaten, Artikelstammdaten und Lagerbestandsdaten ist unumgänglich.
Um die Planung von Standorten und die Anzahl an Lagerorten im In- und Ausland, sowie und die Festlegung von Lagerbestandshöhen, Bestellzeitpunkten und Sicherheitsbeständen geht es bei der Lagergestaltung und Lagerhaltung. Das Ziel innerhalb der Lagerplanung ist es, die Lagerkosten so gering wie möglich zu halten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der internationalen Distributionslogistik ein und skizziert den Aufbau sowie die Ziele der vorliegenden Arbeit.
2. Die Distributionslogistik: Hier werden die Grundlagen und Ziele der Distributionslogistik definiert sowie die strategischen, taktischen und operativen Aufgabenfelder innerhalb eines Unternehmens erläutert.
3. Instrumente der internationalen Distribution: Dieses Kapitel befasst sich mit den spezifischen logistischen Herausforderungen im internationalen Rahmen, den Zielen der Distribution und den verschiedenen Formen der internationalen Vertriebspolitik.
4. Distribution der Apple Inc.: Anhand eines Praxisbeispiels aus der Elektronikindustrie wird die spezifische Distributionsstrategie von Apple analysiert, einschließlich der Entwicklung von exklusiven zu intensiven Vertriebsstrukturen.
Schlüsselwörter
Distributionslogistik, Internationales Supply Chain Management, Elektronikindustrie, Vertriebspolitik, Apple Inc., Export, Lagerhaltung, Auftragsabwicklung, Marktbearbeitungsstrategien, Logistikstrategie, Vertriebskanäle, Absatzorgane, Lieferservice, Transportlogistik, Globaler Handel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der internationalen Distributionslogistik und deren praktischer Anwendung in einem global agierenden Technologieunternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit behandelt die logistische Prozessgestaltung über Ländergrenzen hinweg, die Wahl von Distributionskanälen sowie die strategische Optimierung des Warenflusses und der Vertriebsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Ziele und Rahmenbedingungen der internationalen Distributionslogistik zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese durch eine effiziente Strategie, am Beispiel von Apple, zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur in Kombination mit einer Fallstudienanalyse der Distributionsstrategie der Apple Inc.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Instrumenten der internationalen Distribution – inklusive Logistik und Vertriebspolitik – sowie die empirische Analyse der Apple-Distributionsstrategie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Distributionslogistik, internationales Supply Chain Management, Vertriebsstruktur, Apple Inc. und Marktbearbeitungsstrategien.
Wie hat sich die Distributionsstrategie von Apple historisch verändert?
Apple vollzog einen strategischen Wandel von einer exklusiven Distribution (nur bei Apple direkt oder ausgewählten Partnern) hin zu einer intensiven Distribution, um eine breitere Masse an Endkunden zu erreichen.
Warum ist die Distributionslogistik international komplexer als auf nationaler Ebene?
Internationale Logistik erfordert zusätzliche Berücksichtigungen wie länderübergreifende Regulierungen, Zollbestimmungen, Währungsunterschiede und die Koordination komplexer, oft global verteilter Produktions- und Lagerstätten.
Welche Rolle spielt die Lagerhaltung für das Unternehmen Apple?
Apple minimiert durch strategisches Outsourcing von Transport- und Logistikaufgaben seine Betriebskosten, hält aber gleichzeitig an einer hohen Kontrolle über die Distributionskanäle fest, um ein einheitliches, hochwertiges Kundenerlebnis zu gewährleisten.
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- Simone Rock (Author), 2015, Distributionslogistik im internationalen Kontext. Praxisbeispiel Elektroindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324051