Das vierwöchige Berufsfeldpraktikum bietet den Studierenden die Möglichkeit eines Einblicks in den Schulalltag, sowohl in der Position des Lernenden, als auch in der des Lehrenden. Wie die meisten Anderen absolvierte auch ich vor Antritt meines Studiums das schulische Eignungspraktikum und das Orientierungspraktikum, in welchem mir bereits ein erster Einblick ermöglicht wurde. [...]
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Vorstellung der Schule
Besondere Erlebnisse während des Praktikums
Der erste Schultag
Die unterschiedlichen Lehrerpersönlichkeiten
Inklusion und Integration
Mein eigener Unterricht
Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Dieser Bericht reflektiert die Erfahrungen eines vierwöchigen Berufsfeldpraktikums an einer Hauptschule. Ziel ist die Untersuchung der eigenen Rolle als angehende Lehrkraft, die Analyse verschiedener Lehrerpersönlichkeiten im Schulalltag sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Chancen inklusiven Unterrichts.
- Reflexion der eigenen Rolle und Identität als Lehrende/r
- Analyse und Vergleich verschiedener Lehrertypen und Grundtendenzen
- Praktische Erprobung und Planung von Chemieunterricht
- Beobachtung und kritische Würdigung des Inklusionskonzepts im Schulalltag
Auszug aus dem Buch
Die unterschiedlichen Lehrerpersönlichkeiten
Während meines Praktikums empfand ich es als besonders spannend, wie unterschiedlich das Schüler-Lehrer-Verhältnis in den einzelnen Klassen ist und wollte herausfinden, inwieweit dies auf die Persönlichkeit der jeweiligen Lehrkraft zurückzuführen ist. Dabei vergleiche ich die bereits aufgeführten zwei Philosophielehrerinnen und zwei Chemielehrer miteinander, die ich am häufigsten und regelmäßigsten im Unterricht begleitete. In einem Artikel von Erika Arndt mit dem Titel „Arbeiten Sie an Ihrer LP“ werden die vier Tendenzen der Lehrerpersönlichkeiten vorgestellt. Eine dieser Grundtendenzen wird „System und Ordnung“ genannt. Diese Tendenz kann einem Chemielehrer, den ich begleitete, eindeutig zugeordnet werden. Er war der einzige „richtige“ Chemielehrer der gesamten Schule, neben einer Biologielehrerin, die aufgrund mangelnder Arbeitskräfte den Chemieunterricht einer siebten Klasse übernommen hatte. Alle anderen Klassen aller anderen Jahrgangsstufen waren diesem Lehrer, Herrn G., zugeteilt. Seine Stunden waren strikt geordnet, wobei der zeitliche Ablauf von Demonstration, Bearbeitung von Aufgabenstellungen und das anschließende Aufräumen des Fachraumes genau aufeinander abgestimmt sein mussten.
Mir fiel auf, dass einige, sehr unruhige Klassen immer lauter wurden, je länger der Unterricht anhielt, während Herr G. beinahe zaghaft versuchte, die Schülerinnen und Schüler zu ermahnen. „Lehrer mit der Grundtendenz System und Ordnung […] bevorzugen einen an Übersicht und Kontrolle orientierten Unterricht, […] erleben Opposition und Widerstand als bedrohlich.“ Dabei wirkte er angespannt, sodass die Jugendlichen seine Ermahnungen kaum für voll nahmen. Erst, als es darum ging eine Schülerin oder einen Schüler nach vorne zu beordern, damit diese/r einen Schülerdemonstrationsversuch durchführt, nahm die Beteiligung der Jugendlichen schlagartig zu. Die Versuche wurden stets aufmerksam beobachtet, wobei jeder Schüler selbst darauf erpicht war, ihn selbst durchzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor erläutert seine Erwartungen an das Praktikum, insbesondere hinsichtlich der eigenen Rolle als Lehrender sowie des Interesses an den Themen Inklusion und Integration.
Vorstellung der Schule: Es wird die Lage, Ausstattung und das pädagogische Konzept der Hauptschule beschrieben, inklusive der Besonderheiten von Förderklassen für Schüler mit Migrationshintergrund.
Besondere Erlebnisse während des Praktikums: Dieser Abschnitt umfasst Beobachtungen zum ersten Schultag, die Analyse von verschiedenen Lehrerpersönlichkeiten sowie eine Diskussion über Inklusion und Integration im Schulalltag.
Mein eigener Unterricht: Der Verfasser schildert die Planung, Durchführung und Reflexion seiner eigenen Unterrichtsstunden im Fach Chemie, inklusive der Herausforderungen bei der Sicherheitsbelehrung.
Schlussbetrachtung: Das Fazit zieht eine Bilanz aus den Beobachtungen, beantwortet die eingangs gestellten Fragen zur eigenen Eignung und reflektiert kritisch über das Inklusionsmodell.
Schlüsselwörter
Berufsfeldpraktikum, Hauptschule, Lehrerpersönlichkeit, Inklusion, Integration, Chemieunterricht, Unterrichtsplanung, pädagogische Reflexion, Didaktik, Schulpraxis, Schüler-Lehrer-Verhältnis, Sicherheitsbelehrung, Unterrichtsgestaltung, Selbstreflexion, Schulalltag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert und reflektiert die vierwöchigen Erfahrungen des Autors an einer Hauptschule, wobei ein Schwerpunkt auf der persönlichen Entwicklung als Lehrkraft liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind der Vergleich von Lehrerpersönlichkeiten, die Umsetzung von Inklusion im Unterricht sowie die praktische Gestaltung von Chemiestunden.
Was ist das primäre Ziel des Praktikums?
Das Ziel ist der Einblick in den Schulalltag aus Lehrerperspektive und die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen in der Praxis.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung sowie die theoretische Fundierung durch einschlägige Literatur zu Lehrerpersönlichkeit und Inklusion.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Lernatmosphären in verschiedenen Klassen und die spezifischen Ansätze zur Unterrichtsführung der beobachteten Lehrkräfte.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Inklusion, Lehrerpersönlichkeit, Unterrichtspraxis, Berufsfeldpraktikum und Selbstreflexion.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Inklusion und Integration?
Integration beschreibt das Zusammenführen zuvor getrennter Gruppen, während Inklusion die uneingeschränkte Teilhabe und Förderung jedes Menschen in einem gemeinsamen Bildungssystem bedeutet.
Wie reflektiert der Autor seine erste eigene Unterrichtsstunde?
Der Autor berichtet von anfänglicher Nervosität, beschreibt den strukturierten Ablauf der Sicherheitsbelehrung und zeigt sich am Ende erleichtert sowie bestätigt in seiner Berufswahl.
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- Christoph Höveler (Author), 2016, Berufsfeldpraktikum an einer Hauptschule in Chemie und Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324105