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Hannibal Cunctator? Hannibals Strategie nach dem Sieg von Cannae

Title: Hannibal Cunctator? Hannibals Strategie nach dem Sieg von Cannae

Essay , 2016 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Enrico Schierer (Author)

World History - Early and Ancient History
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Nach seinem größten militärischen Erfolg verzichtet Hannibal darauf, Rom anzugreifen; oder es zu belagern. Ein Fehler, der sich für den Karthager bitter rächen sollte. So oder ähnlich lautet jedenfalls die gängige Meinung in der Geschichtswissenschaft, damals wie heute. Anhand dieses Beispiels kann eindrücklich gezeigt werden, wie Rückschaufehler entstehen und wie man diese umgehen kann. Dabei sind sowohl antike Quellen als auch neuere bis neueste Forschungsergebnisse berücksichtigt worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Hannibal Cunctator?
  • Hannibals Strategie nach dem Sieg von Cannae
  • Rückschaufehler in der Geschichtsschreibung
    • Die Quellenlage
    • Hannibals Entscheidung
    • Hannibals strategische Ziele

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Hannibal nach dem Sieg von Cannae den folgenschwersten Fehler des Zweiten Punischen Krieges begangen hat, indem er Rom nicht belagerte. Es wird untersucht, ob die Entscheidung, nicht auf Rom zu marschieren, eine Fehlentscheidung war oder ob sie Teil von Hannibals Gesamtstrategie war.

  • Die Quellenlage und deren Qualität
  • Die Rolle der Rückschaufehler in der historischen Analyse
  • Hannibals strategische Ziele und Absichten
  • Die Bedeutung des Vertrags zwischen Hannibal und Philipp V.
  • Die Frage nach der Machtdynamik zwischen Rom und Karthago

Zusammenfassung der Kapitel

  • Das erste Kapitel beleuchtet die Quellenlage und deren Qualität, die für die Analyse von Hannibals Strategie nach Cannae relevant sind. Es wird auf die Bedeutung der Werke des Polybios und des Livius eingegangen, sowie auf die Schwierigkeiten, die sich aus der römischen Sichtweise der Geschichte ergeben.
  • Das zweite Kapitel widmet sich der Frage, ob Hannibal nach Cannae einen Fehler begangen hat, indem er Rom nicht belagerte. Es werden Argumente für und gegen eine Belagerung Roms aufgezeigt, sowie die Probleme einer retrospektiven Sichtweise diskutiert.
  • Das dritte Kapitel beleuchtet Hannibals strategische Ziele und Absichten. Es wird auf den Vertrag zwischen Hannibal und Philipp V. eingegangen und die Frage nach dem Machtgleichgewicht zwischen Rom und Karthago diskutiert.

Schlüsselwörter

Der Zweite Punische Krieg, Hannibal, Cannae, Rom, Karthago, Strategie, Militärgeschichte, Quellenkritik, Rückschaufehler, Machtpolitik, Vertrag, Philipp V.

Häufig gestellte Fragen

Warum griff Hannibal Rom nach der Schlacht von Cannae nicht direkt an?

Hannibal entschied sich gegen eine Belagerung Roms, da er vermutlich nicht über das notwendige Belagerungsgerät verfügte und seine Strategie eher darauf abzielte, das römische Bündnissystem in Italien zu zerschlagen, anstatt die Stadt selbst zu vernichten.

Was versteht man unter dem Begriff "Hannibal Cunctator"?

Der Begriff spielt auf den römischen Beinamen "Cunctator" (der Zögerer) an, der normalerweise Quintus Fabius Maximus verliehen wurde. In Bezug auf Hannibal wird kritisch hinterfragt, ob sein Zögern nach dem Sieg bei Cannae ein strategischer Fehler war.

Welche Rolle spielt der Rückschaufehler in der historischen Analyse Hannibals?

Der Rückschaufehler (Hindsight Bias) führt dazu, dass Historiker Hannibals Entscheidung von 216 v. Chr. basierend auf dem späteren Ausgang des Krieges bewerten, anstatt die damalige Informationslage und seine tatsächlichen strategischen Ziele zu berücksichtigen.

Welche antiken Quellen sind für die Untersuchung von Hannibals Strategie zentral?

Die wichtigsten Quellen sind die Werke von Polybios und Livius. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass diese oft aus einer römischen Perspektive geschrieben wurden und Hannibals Motive teils verzerrt darstellen könnten.

Was war das Ziel des Vertrags zwischen Hannibal und Philipp V. von Makedonien?

Der Vertrag zielte auf eine Allianz gegen Rom ab, um die Machtdynamik im Mittelmeerraum zu Gunsten Karthagos und Makedoniens zu verschieben und Rom politisch zu isolieren.

War die Nicht-Belagerung Roms objektiv ein Fehler?

Die moderne Forschung ist hier gespalten. Während antike Kritiker wie Maharbal es als Versäumnis sahen, argumentieren neuere Analysen, dass eine Belagerung logistisch kaum Erfolgsaussichten gehabt hätte und Hannibals Fokus auf Diplomatie und Abfall der Bundesgenossen lag.

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Details

Title
Hannibal Cunctator? Hannibals Strategie nach dem Sieg von Cannae
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Alte Geschichte)
Course
Hannibal und die Römer
Grade
1,0
Author
Enrico Schierer (Author)
Publication Year
2016
Pages
9
Catalog Number
V324152
ISBN (eBook)
9783668232648
ISBN (Book)
9783668232655
Language
German
Tags
Hannibal Rückschaufehler Zweiter Punischer Krieg Marsch auf Rom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Enrico Schierer (Author), 2016, Hannibal Cunctator? Hannibals Strategie nach dem Sieg von Cannae, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324152
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