Für den Begriff der Hochbegabung gibt es zahlreiche Definitionen, wobei sich einige auf intellektuelle Hochbegabung, andere auf eine Vielzahl anderer besonderer Fähigkeiten beziehen. Hochbegabte Kinder bedürfen einer speziell auf sie abgestimmten Förderung. Voraussetzung dafür ist eine sensibilisierte Begleitung der Entwicklung des Kindes durch seine Eltern.
Zur Einführung in das Thema Hochbegabtenförderung sollen in dieser Arbeit zunächst allgemeine Aspekte der Hochbegabung anhand der Definition und der Diagnostik genannt werden, um die Frage zu klären, was unter Hochbegabung verstanden werden kann. Anschließend werden die soziale Lage von hochbegabten, die Notwendigkeit ihrer Förderung und schulische sowie außerschulische Möglichkeiten der Unterstützung dargelegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Hochbegabung?
2.1 Definition
2.2 Diagnostik
3. Soziale Lage von Hochbegabten und Notwendigkeit der Förderung
4. Fördermöglichkeiten von Hochbegabten
4.1 Schulische Förderung
4.1.1 Enrichment
4.1.2 Akzeleration
4.1.3 Kombination von Akzeleration und Enrichment
4.1.4 Praxisbeispiel: Das Kreis-Pinneberger Projekt zur Förderung von hochbegabten Kindern und Jugendlichen
4.2 Außerschulische Förderung
4.2.1 Feriencamps
4.2.2 Therapeutische Förderung
5. Beratung als Fördermaßnahme
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Möglichkeiten zur gezielten Förderung von hochbegabten Kindern und Jugendlichen, um deren individuelle Potenziale optimal zu entfalten und sozialen sowie emotionalen Problemen, die durch Unterforderung entstehen, entgegenzuwirken.
- Definitionen und diagnostische Verfahren zur Identifikation von Hochbegabung
- Analyse der sozialen Lage und der spezifischen Problematiken hochbegabter Kinder
- Schulische Förderkonzepte: Enrichment, Akzeleration und deren Kombination
- Praxisnahe Evaluation von Förderprojekten wie dem Kreis-Pinneberger Projekt
- Bedeutung von Beratung und außerschulischen Unterstützungsangeboten
Auszug aus dem Buch
4.1.4 Praxisbeispiel: Das Kreis-Pinneberger Projekt zur Förderung von hochbegabten Kindern und Jugendlichen
Das Projekt stützt sich auf das Enrichment-Konzept für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher und ist entstanden, da die Schulpsychologische Beratungsstelle für den Kreis Pinneberg immer häufiger auf Probleme mit hochbegabten Kindern aufmerksam wurde:
„In der Beratungsstelle häuften sich unterdessen die Leidensberichte von gelangweilten, unterforderten, traurigen, einsamen, stark in sich zurückgezogenen oder zuweilen auch sehr aggressiven Kindern, die sich dann in Intelligenztests als intellektuell hochbegabt erwiesen. (...) Ein solches Kind empfand seine Schule – in eigenen Worten –als "Quälanstalt für schlaue Kinder" und auch die Eltern dieser Kinder fühlten sich oft unverstanden und überfordert (...)“ (Bartels/ Mischke 2002, S.20)
Das Projekt fördert derzeitig Kinder und Jugendliche ab etwa vier Jahren. Innerhalb des Projekts werden Kurse zu verschiedenen Themen angeboten, welche alle zwei Wochen am Samstag Vormittag für jeweils 1 1/2 Schulstunden stattfinden.
Die Kursgruppen bestehen aus 6 bis 12 Kindern und Jugendlichen, um u.a. die Sozialbindung der Hochbegabten zu fördern. Die Kurse sind beispielsweise Bildnerisches Gestalten, Theater-Werkstatt, Plattdeutsch, Chinesisch, Matheknobeleien, Philosophie, Kreatives Schreiben, Computer, Politik-Werkstatt, Wetterstation, Fotografie, Schüler experimentieren/ "Jugend forscht": Umwelt, Physik, Faszination Luftfahrttechnik, Mediengestaltung etc.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Notwendigkeit einer spezifischen Förderung hochbegabter Kinder durch eine sensible Begleitung.
2. Was ist Hochbegabung?: Darstellung theoretischer Definitionen und diagnostischer Verfahren zur Identifikation von Begabungen.
3. Soziale Lage von Hochbegabten und Notwendigkeit der Förderung: Analyse der Probleme wie Underachievement und emotionaler Anpassungsschwierigkeiten, die eine Förderung zwingend machen.
4. Fördermöglichkeiten von Hochbegabten: Überblick über schulische und außerschulische Förderkonzepte, ergänzt durch Praxisbeispiele.
5. Beratung als Fördermaßnahme: Erläuterung der unterstützenden Rolle von Beratungsstellen für Kinder und deren Eltern bei der Bewältigung emotionaler und sozialer Herausforderungen.
6. Zusammenfassung: Resümee über die Angebotsvielfalt und das Erfordernis individuell angepasster Maßnahmen für hochbegabte Kinder.
Schlüsselwörter
Hochbegabung, Förderung, Enrichment, Akzeleration, Underachievement, Diagnostik, Begabtenförderung, Schulische Förderung, Außerschulische Förderung, Elternberatung, Kreis-Pinneberger Projekt, Sozialverhalten, Intelligenztest, Individuelle Lernförderung, Persönlichkeitsentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Förderung von hochbegabten Kindern und Jugendlichen und beleuchtet Ansätze, wie man diese Zielgruppe in Schule und Freizeit unterstützen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Neben der Definition und Diagnostik von Hochbegabung stehen schulische Enrichment- und Akzelerationsmodelle sowie therapeutische und beratende Maßnahmen im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch adäquate Förderkonzepte die Potenziale hochbegabter Kinder genutzt und negative Folgen wie Unterforderung oder soziale Isolation vermieden werden können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen und der Auswertung pädagogischer Förderkonzepte sowie spezifischer Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der sozialen Problemlagen von Hochbegabten sowie die detaillierte Darstellung schulischer und außerschulischer Fördermaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Hochbegabung, Enrichment, Akzeleration, Underachievement sowie die Förderung in sozialen und kognitiven Bereichen.
Was ist unter der "Prozentdefinition" von Hochbegabung zu verstehen?
Bei der Prozentdefinition wird ein definierter Prozentsatz einer Bevölkerungsgruppe, beispielsweise 15-20% der Schüler, als hochbegabt eingestuft, basierend auf Noten oder Testwerten.
Warum wird im Dokument Beratung als so wichtig erachtet?
Beratung ist oft die Vorbereitungsmaßnahme für eine Förderung, da sie Eltern hilft, das Verhalten ihrer Kinder besser zu verstehen und entsprechende Förderwege zu finden.
Welches spezielle Projekt wird als Beispiel aufgeführt?
Es wird das "Kreis-Pinneberger Projekt" vorgestellt, das auf Enrichment-Konzepten basiert und Kindern vielfältige Kursangebote ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Katharina Gorski (Autor:in), 2005, Förderung von hochbegabten Kindern und Jugendlichen. Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324159