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Das Dilemma der Stammzellenforschung. Ethisch-analytische Sachdarstellung der Stammzellenforschung in der Schweiz

Title: Das Dilemma der Stammzellenforschung. Ethisch-analytische Sachdarstellung der Stammzellenforschung in der Schweiz

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: Gut (in der Schweiz: 5,0)

Autor:in: Beatrice Silber (Author)

Ethics
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Stammzellenforschung und besonders embryonale Stammzellenforschung ist ein Thema, welches sehr unterschiedliche Emotionen in der Bevölkerung hervorruft und einen immer wieder in ein Dilemma fallen lässt, weil man zum einen den Argumenten der Forschung recht geben muss aber die ethischen und moralischen Argumente nicht verleugnen kann.

Trotz aller Skepsis der Gegner der Stammzellenforschung ist der Gesetzesentwurf im Dezember 2003 für die Berechtigung des Stammzellenforschungsprojekt (StFG) angenommen worden. Das ethische Dilemma ist damit aber nach wie vor nicht überwunden.

Ruth Dreyfuss nannte den neuen Gesetzesentwurf einen „Kompromiss im Dilemma zwischen medizinischer Hoffnung und Forschungsfreiheit.“

Wo aber bleibt die Ethik, frage ich mich und war die Annahme der Abstimmungsvorlage vom 19.12.2003 eine Kompromissübung auf Kosten der Ethik?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stammzellen

2.1 Was sind Stammzellen

2.2 Gewinnung von embryonalen Stammzellen

2.3 Verwendung embryonaler Stammzellen

2.4 Forschung an adulten Stammzellen

3. Rechtliche Grundlage

3.1 Die wichtigsten Gesetze

4. Ethisches Dilemma

4.1 Argumente der Befürworter und der Gegner

4.2 Der Mensch ein Ebenbild Gottes

4.3 Menschenrechte versus Utilitarismus

5. Meine Stellungnahme

6. Literaturangabe

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das ethische Dilemma der embryonalen Stammzellenforschung, indem sie medizinische Hoffnung auf Heilung schwerer Krankheiten gegen ethische Bedenken hinsichtlich des Lebensschutzes abwägt. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern die gesetzliche Legitimierung solcher Forschung mit fundamentalen moralischen Prinzipien und Menschenrechten vereinbar ist.

  • Grundlagen und Differenzierung von Stammzellentypen
  • Rechtlicher Rahmen der Stammzellenforschung in der Schweiz
  • Gegenüberstellung der Positionen von Befürwortern und Gegnern
  • Religiöse Perspektiven auf den Lebensbeginn und die Schöpfung
  • Konflikt zwischen utilitaristischen Ansätzen und Menschenrechten

Auszug aus dem Buch

4.1 Argumente der Befürworter und der Gegner

Nachdem es 1998 erstmals gelang Stammzellen zu kultivieren, wurde die Schweiz förmlich überrollt. Die Stammzellenforschung in der Schweiz wurde sofort aufgenommen, dies war damals in der rechtlich unsicheren Situation bereits möglich. Der Bundesrat arbeitete einen Gesetzesentwurf aus. Sofort begannen sich die Gemüter zu erregen es entstanden Befürworter und Gegner der embryonalen Stammzellenforschung.

Befürworter sind in meiner Gegenüberstellung vor allem die Gen-Suisse, Gegner Zeitschriften wie „ja zum Leben“, Gläubige der katholischen aber auch der christlichen Kirche, und somit auch Anhänger und Mitglieder der CVP. Die Befürworter importierten Stammzellen mit der Begründung zur Nutzung von Forschungszwecken und der Legitimation, dass Stammzellenforschung nötig sei um die Spitzenposition und das Know-how der Schweizer Forschung auf diesem Gebiet zu erhalten.

Die Gegner sehen den Gesetzesentwurf als Legitimation eine „verbrauchende Forschung zu betreiben bei deren Ausführung menschliche Embryonen getötet werden. Ihrer Ansicht nach wird das menschliche Leben instrumentalisiert und für Zwecke und Interessen missbraucht.

Die Befürworter wehren sich mit dem Argument, dass in der Schweiz pro Jahr ca. 4500 In-vitro-Fertilizationen durchgeführt werden aber nur bei ca.100 künstlichen Befruchtungen kommt es nicht zu einer Einpflanzung der befruchteten Eizelle. Diese überzähligen Embryonen werden für die Stammzellenforschung gebraucht. Außerdem darf ein Embryo das zu Forschungszwecken gebraucht wird nicht über den 14. Tag hinaus entwickelt sein, somit wird laut der Befürworter der embryonalen Stammzellenforschung die Menschenwürde gewahrt und der Embryo nicht wie eine Sache behandelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Wahl des Themas durch persönliche Auseinandersetzungen während der Gymnasialzeit und stellt die Forschungsfrage nach der ethischen Vertretbarkeit des Schweizer Stammzellenforschungsgesetzes.

2. Stammzellen: In diesem Kapitel werden die biologischen Grundlagen erläutert, insbesondere die Unterschiede zwischen totipotenten, pluripotenten und adulten Stammzellen sowie die Methoden ihrer Gewinnung.

3. Rechtliche Grundlage: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen und Verbote, die den Umgang mit embryonalen Stammzellen und die Durchführung von Forschungsprojekten in der Schweiz einschränken.

4. Ethisches Dilemma: Hier werden die konträren Positionen der Befürworter und Gegner sowie religiöse Aspekte und der grundlegende Konflikt zwischen utilitaristischem Nutzen und dem Schutz der Menschenrechte beleuchtet.

5. Meine Stellungnahme: Die Verfasserin reflektiert ihre eigene Position und plädiert abschließend für eine stärkere Förderung der adulten Stammzellenforschung, um ethische Konflikte zu minimieren.

6. Literaturangabe: Auflistung der verwendeten Quellen und Websites zur Recherche.

Schlüsselwörter

Stammzellenforschung, Embryonen, Ethik, Menschenwürde, Utilitarismus, Stammzellengesetz, Lebensschutz, medizinische Forschung, Klonen, In-vitro-Fertilisation, Menschenrechte, pränidative Phase, therapeutisches Klonen, Schweiz, Gesetzesentwurf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Kontroverse um die embryonale Stammzellenforschung und der Frage, wie ein staatlicher Kompromiss zwischen medizinischer Forschung und moralischen Werten aussehen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Die Arbeit behandelt die biologischen Grundlagen von Stammzellen, die aktuelle Schweizer Gesetzgebung, die verschiedenen ethischen Argumente der Befürworter und Gegner sowie die philosophische Debatte zwischen Utilitarismus und Menschenrechten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das ethische Dilemma aufzuzeigen, das entsteht, wenn Forschungsfreiheit und die Hoffnung auf Heilung lebensbedrohlicher Krankheiten gegen den Schutz des ungeborenen Lebens abgewogen werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Sachdarstellung, die auf einer Literaturrecherche und der Gegenüberstellung gegensätzlicher Argumentationslinien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biologischen Grundlagen der Stammzellgewinnung, die rechtlichen Rahmenbedingungen nach der Abstimmung vom 19.12.2003 und die ethische Diskursanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Stammzellenforschung, Menschenwürde, Utilitarismus, Lebensschutz, Embryonenschutz und das Stammzellenforschungsgesetz (StFG).

Wie unterscheidet die Autorin zwischen embryonalen und adulten Stammzellen?

Sie beschreibt embryonale Stammzellen als hochpotente Zellen, deren Gewinnung ethisch hoch umstritten ist, während adulte Stammzellen als ethisch unbedenklichere, aber schwieriger zu kultivierende Alternative dargestellt werden.

Welche Rolle spielt der Utilitarismus bei der Argumentation der Befürworter?

Die Befürworter argumentieren utilitaristisch, indem sie das "größte Wohl der größten Zahl" – also die Heilungschancen für viele kranke Menschen – als legitime Rechtfertigung für die Forschung an Embryonen anführen.

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Details

Title
Das Dilemma der Stammzellenforschung. Ethisch-analytische Sachdarstellung der Stammzellenforschung in der Schweiz
Course
Ethik
Grade
Gut (in der Schweiz: 5,0)
Author
Beatrice Silber (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V324225
ISBN (eBook)
9783668234031
ISBN (Book)
9783668234048
Language
German
Tags
Stammzellen Forschung Ethik Moral Diskussion embryonal Embryonen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beatrice Silber (Author), 2003, Das Dilemma der Stammzellenforschung. Ethisch-analytische Sachdarstellung der Stammzellenforschung in der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324225
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