Immer mehr Menschen greifen auf das Internet zu und beziehen daraus relevante Informationen zu Kaufentscheidungen. Dies bringt auch Veränderungen für die Unternehmenskommunikation mit sich. Während es vor einigen Jahren nur die klassischen Marketingkanäle und Massenmedien wie Fernsehen und Radio gab, sehen sich die Unternehmen heute mit einer Vielzahl von neuen Möglichkeiten konfrontiert, die sich im Rahmen des Web 2.0 gebildet haben.
Soziale Medien als zentrales Element des Webs 2.0 spielen dabei eine übergeordnete Rolle. Sie zeichnen sich im Besonderen durch die von den Usern selbst generierten Inhalte aus. Auf den Plattformen der sozialen Medien ist es der Community möglich, sich untereinander zu vernetzen und in den Dialog zu treten, aber auch Bilder und Videos zu veröffentlichen. Während eine Großzahl der Unternehmen des Business-to-Consumers-Bereichs (B2C) bereits darauf reagiert und ihre Unternehmenskommunikation um die Social-Media-Kanäle erweitert, stehen die meisten Business-to-Business-Unternehmen (B2B) noch am Anfang der Social-Media-Einbindung. Viele dieser Unternehmen sehen für sich keine Chancen in den sozialen Netzwerken und verstehen diese als rein privat genutzte Medien, auf denen ihre Zielgruppe nicht vertreten ist.
Im Folgenden soll die wachsende Bedeutung sozialer Medien für die Unternehmenskommunikation von B2B-Unternehmen aufgezeigt werden. Dabei werden Handlungsempfehlungen gegeben die verdeutlichen sollen, welche konkreten Zielsetzungen Unternehmen des B2B verfolgen können und auf welchen Social-Media-Plattformen die besten Chancen zur Realisierung der Ziele bestehen. Diese Ausarbeitung konzentriert sich hauptsächlich auf die bekanntesten sozialen Netzwerke und Blogs.
Zu Beginn wird eine Definition von Social Media vorgenommen, anschließend grundlegende Unterschiede zwischen den Bereichen B2B und B2C abgehandelt. Daraufhin wird die Relevanz von Social-Media-Marketing aufgezeigt um dann die Grundlagen sowie Ziele und Strategien beim Social-Media-Marketing zu erläutern. Im weiteren Verlauf wird sowohl auf die Möglichkeiten der einzelnen Plattformen eingegangen, als auch auf die Überwachung und Kontrolle der Social-Media-Aktivitäten. Abschließend wird ein Beispiel aus der unternehmerischen Praxis geliefert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einführung in B2B-bezogenes Social Media Marketing
2.1 Definition Social Media Marketing
2.2 Charakterisierung B2B-Märkte
2.3 Die Relevanz von Social Media Marketing
3. Social-Media-Marketing
3.1 Grundlagen, Ziele und Strategie
3.2 Social Networks
3.2.1 Facebook
3.2.2 XING
3.2.3 LinkedIn
3.3 Blogs / Micro Blogs
3.3.1 Corporate Blogs
3.3.2 Twitter
3.4 Social-Media-Monitoring
3.5 Social-Media-Controlling
4. Praxis
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Social-Media-Marketing für Unternehmen im B2B-Sektor. Das primäre Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu formulieren, wie diese Unternehmen ihre Ziele in sozialen Netzwerken und Blogs effektiv umsetzen können und welche Plattformen dafür am besten geeignet sind.
- Grundlagen und strategische Planung von Social-Media-Marketing
- Differenzierung zwischen B2B- und B2C-Anforderungen
- Einsatzmöglichkeiten spezifischer Plattformen (Facebook, XING, LinkedIn, Twitter, Blogs)
- Methoden zur Erfolgsmessung (Monitoring und Controlling)
- Analyse praktischer Anwendungsbeispiele in der Industrie
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Facebook
Mit 1,59 Milliarden monatlich aktiven Nutzern ist Facebook das aktuell größte soziale Netzwerk. Jeder fünfte Mensch auf der Welt nutzt demnach mindestens einmal im Monat Facebook.
Unter dem Slogan „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen“, wirbt Facebook auf seiner Startseite für neue Nutzer.
Während lange Zeit bei vielen B2B-Unternehmen die Meinung vorherrschte, dass Facebook seiner Natur nach privat genutzt werde und daher für ihre Zwecke nicht einsetzbar sei, ist nun ein gegenteiliger Trend festzustellen. 28 Millionen monatlich aktive Nutzer alleine in Deutschland zeigen, dass auch Entscheider oder für Entscheidungen relevante sowie zielgruppenzugehörige Personen vertreten sind. Dies macht Facebook nicht nur für B2C-, sondern auch für B2B-Unternehmen interessant.
Entscheidet sich ein Unternehmen für den Einsatz eines Social-Media-Kanals auf Facebook, so erfolgt dies klassischerweise über die Einrichtung einer Fan-Page. Diese gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, sich selbst mithilfe von Bildern und Hinweisen zu den Betreibern der Plattform, zu präsentieren. Anders als bei B2C-Unternehmen geht es für Unternehmen des B2B-Sektors nicht primär um das Sammeln möglichst vieler „Likes“. Jedoch stellt dies ein Nebenziel dar, da die Fans in den meisten Fällen auch Stakeholder des Unternehmens sind. Hat eine Person die Fan-Page „geliked“, so können ab sofort die News des Unternehmens auf der Startseite der Person angezeigt werden. Diese Beziehung kann aber auch jederzeit durch das Klicken von „Gefällt mir nicht mehr“ rückgängig gemacht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Unternehmenskommunikation durch das Web 2.0 ein und stellt die zentrale Fragestellung zur Rolle von Social Media im B2B-Kontext vor.
2. Einführung in B2B-bezogenes Social Media Marketing: Das Kapitel definiert den Begriff Social-Media-Marketing, charakterisiert die spezifischen Bedingungen in B2B-Märkten und beleuchtet die steigende Relevanz dieses Kommunikationskanals.
3. Social-Media-Marketing: Hier werden strategische Grundlagen erläutert, verschiedene Plattformen wie soziale Netzwerke und Blogs detailliert analysiert sowie Ansätze für Monitoring und Controlling aufgezeigt.
4. Praxis: Anhand der Krones AG wird die praktische Anwendung der zuvor erörterten Strategien und Kanäle in einem realen Industrieunternehmen veranschaulicht.
5. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Social Media langfristig in die Unternehmenskommunikation zu integrieren, wobei besonders auf die Rolle des Dialogs eingegangen wird.
Schlüsselwörter
Social-Media-Marketing, Business-to-Business, B2B, Unternehmenskommunikation, Social Networks, Facebook, XING, LinkedIn, Corporate Blogs, Twitter, Social-Media-Monitoring, Social-Media-Controlling, Markenbekanntheit, Kundenbindung, Personalbeschaffung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Integration von Social-Media-Marketing in die Kommunikationsstrategien von Business-to-Business-Unternehmen (B2B).
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Schwerpunkte sind die strategische Planung, der Einsatz verschiedener Social-Media-Plattformen, die Überwachung der Aktivitäten sowie die Erfolgsmessung im B2B-Bereich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie B2B-Unternehmen soziale Medien nutzen können, um ihre Ziele – etwa Markenbekanntheit, Kundenbindung oder Recruiting – effektiv zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie einer fallstudienbasierten Untersuchung eines konkreten Unternehmens (Krones AG).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Marketing-Grundlagen, eine detaillierte Vorstellung der Kanäle (Netzwerke, Blogs) sowie eine Analyse von Monitoring- und Controlling-Instrumenten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie B2B-Marketing, Social-Media-Plattformen, Stakeholder-Dialog und strategisches Controlling definiert.
Wie schätzt die Krones AG die Bedeutung von XING ein?
Krones sieht XING zwar nicht als einen ihrer drei wichtigsten Kanäle an, schätzt aber die Qualität des fachlichen Netzwerkes und die Möglichkeiten des Active Sourcing für die Personalsuche.
Warum ist das Social-Media-Monitoring für Unternehmen so wichtig?
Monitoring ermöglicht es, Meinungen und Inhalte zu den eigenen Produkten im Netz zu identifizieren, um bei Bedarf schnell und angemessen auf Feedback oder Diskussionen reagieren zu können.
- Quote paper
- Felix Ohnesorg (Author), 2016, Social-Media-Marketing im Bereich Business-to-Business (B2B). Zielsetzungen und Handlungsempfehlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324230