Projektarbeit zum Thema Wahrnehmung.
Wahrnehmung ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig zu fördern, da in unserer Gesellschaft wenig Zeit dafür ist individuelle Erfahrungen mit den Sinnen zu erleben, oftmals sind die Rahmenbedingungen nicht gegeben.
Die vorhandene Situation in der Praxis ist wichtig für die Wahl des Projektes.
Grundsätzlich sollte der Erzieher sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientieren.
Für die Planung des Projektes ist die theoretische Auseinandersetzung der Hintergründe zum Thema notwendig.
Das ausgewählte Thema Wahrnehmung, bedeutete für mich die Auseinandersetzung mit folgenden Fragen: Was ist Wahrnehmung? Welche Bereiche gehören dazu? Was sind Wahrnehmungsstörungen? Wie erkenne ich diese Störungen? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?
Vor allem sollte im Vorfeld die Auseinandersetzung mit den Zielen stattfinden.(Was soll erreicht werden, Förderungen, Erweiterungen)
Projekte in der Größenordnung sollten gut vorgeplant sein und sorgfältig abgesprochen werden.
Ein großer Schwerpunkt sollte auch das eigene Erzieherverhalten sein, da stets eigenes Verhalten und Handeln überprüft werden muss. Vor allem Spontaneität und Flexibilität, Planungen zu ändern sollten berücksichtigt werden, da sich die Ist Situation der Kinder täglich ändern kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Begründung für die Wahl des Projektthemas, Situation der Praxis
2 Theoretische Auseinandersetzung mit dem Projektthema, Hintergründe
2.1 Wahrnehmung, Was ist das eigentlich?
2.2 Welche Bereiche gehören zur Wahrnehmung?
2.3 Wahrnehmungsstörungen
2.4 Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es ?
3 Ziele des naturnahen Erlebnisraum
-Kräuterspirale
-Weidentunnel mit Tastpfad
-Spiegelgebüsch mit Zerrspiegel
-Baumhaus
-Pavillon
-Allgemeine Ziele
4 Strukturplanung der praktischen Vorgehensweise (Verlaufsplanung)
5 Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Themenkomplex der Wahrnehmungsförderung im Kindergarten unter Einbezug der Neugestaltung eines naturnahen Erlebnisraumes auf dem Außengelände. Ziel ist es, durch gezielte, an der aktuellen Situation orientierte Angebote, die Wahrnehmungsprozesse der Kinder ganzheitlich anzuregen und zu fördern.
- Grundlagen und Definition der Wahrnehmung sowie Wahrnehmungsbereiche
- Ursachen und Symptomatik von Wahrnehmungsstörungen
- Konzeptionelle Planung und pädagogische Ziele eines naturnahen Erlebnisraumes
- Praktische Erprobung von Fördermaßnahmen im Alltag des Kindergartens
Auszug aus dem Buch
2.1 Wahrnehmung; Was ist das eigentlich?
„Wahrnehmung ist die Funktion, die es dem Organismus mit Hilfe seiner Sinnesorgane ermöglicht, Informationen aus der Innen – und Außenwelt aufzunehmen und zu verarbeiten. Die Wahrnehmung steht unter dem Einfluss von Gedächtnis, Denken, Gefühlen und Erwartungen.“
Vereinfacht bedeutet es, dass die Wahrnehmung durch Reize (Informationen) entsteht. Ein Reiz trifft auf ein Sinnesorgan. Es ist notwendig, dass dieser Reiz eine bestimmte Stärke aufweist, damit wir diesen überhaupt wahrnehmen können. Hierbei spielt der Prozess der Aufmerksamkeit eine große Rolle. Würden wir alle Reize wahrnehmen, wäre es uns nicht möglich, von wichtigen Informationen und unwichtigen zu trennen, deshalb hat die Aufmerksamkeit die Aufgabe, solche Unterscheidungen vorzunehmen. Ansonsten wäre es für uns eine reine Reizüberflutung von unterschiedlichsten Informationen. Dieser Prozess des selektieren der Aufmerksamkeit besteht aus den Allohationsfaktoren. Dazu gehören die Intension des Wahrnehmenden, Merkmale der Situation und Bewertung der Anforderungen. Wir nehmen in erster Linie Dinge wahr, die uns interessieren, die in Farbe, Form oder Größe auffallen oder die uns zu anstrengend erscheinen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Begründung für die Wahl des Projektthemas, Situation der Praxis: Es wird erläutert, wie auf Basis des situationsorientierten Ansatzes die Neugestaltung des Außengeländes zur Förderung der Kinder initiiert wurde.
2 Theoretische Auseinandersetzung mit dem Projektthema, Hintergründe: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Wahrnehmung, beleuchtet die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche sowie mögliche Störungen und deren Förderung.
3 Ziele des naturnahen Erlebnisraum: Die pädagogischen Ziele für verschiedene Stationen des Erlebnisraums wie die Kräuterspirale oder der Tastpfad werden detailliert dargelegt.
4 Strukturplanung der praktischen Vorgehensweise (Verlaufsplanung): Hier wird die Planung und Umsetzung der praktischen Angebote mit den Kindern innerhalb des Projekts beschrieben.
5 Reflexion: Der Autor reflektiert den Projektverlauf, die praktischen Erfahrungen und die Herausforderungen bei der Umsetzung im Kindergartenalltag.
Schlüsselwörter
Wahrnehmung, Wahrnehmungsförderung, Kindergarten, Naturnaher Erlebnisraum, Situation, Sinnesorgane, Aufmerksamkeit, Wahrnehmungsstörungen, Propriozeptive Wahrnehmung, Tastpfad, Zerrspiegel, Pädagogik, Entwicklung, Förderung, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von Kindern im Kindergarten und wie diese durch die gezielte Gestaltung eines naturnahen Erlebnisraumes gefördert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Wahrnehmung, der Identifikation von Wahrnehmungsstörungen sowie der praktischen Umsetzung von naturnahen Spiel- und Erlebnisangeboten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Kindern durch die Umgestaltung des Außengeländes einen Erfahrungsraum zu bieten, in dem sie ihre Sinne gezielt einsetzen und verschiedene Wahrnehmungsbereiche schulen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der praktischen Anwendung pädagogischer Planungskonzepte im Rahmen eines Projektes.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Sinnen und Störungen, die Erarbeitung pädagogischer Ziele für das Außengelände sowie die konkrete Struktur- und Verlaufsplanung der praktischen Projektangebote.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wahrnehmung, Wahrnehmungsförderung, Kindergarten, Naturnaher Erlebnisraum, Sinnesorgane und Entwicklungsförderung.
Warum spielt der Weidentunnel mit Tastpfad eine zentrale Rolle?
Der Tastpfad dient dazu, die taktile Wahrnehmung der Kinder durch verschiedene Untergründe zu schulen und ihre körperliche Koordination sowie den Gleichgewichtssinn durch natürliche Reize zu fördern.
Welche Rolle spielt die Reflexion für den Erfolg des Projekts?
Die Reflexion ermöglicht es dem Autor, aufgetretene Schwierigkeiten bei der Zeitplanung und Umsetzung zu analysieren und den Lernprozess sowie die praktische Umsetzbarkeit pädagogischer Konzepte kritisch zu bewerten.
- Quote paper
- Sonja Schlüter (Author), 2002, Wahrnehmen mit allen Sinnen. Projektarbeit: Naturnaher Erlebnisraum im Kindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32428