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Geschlechterverhältnis im Internet - Projekt: Männerdominanz im Chatroom

Title: Geschlechterverhältnis im Internet - Projekt: Männerdominanz im Chatroom

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 44 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martina Korff (Author), Stefan Janotta (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Geschlechter im Internet

Internet, Online, World Wide Web - Begriffe für das derzeit wohl in der Kommunikationsforschung, der Soziologie, der Psychologie und auch den Wirtschaftswissenschaften - um nur einige zu nennen -
am eindringlichsten betrachtete Phänomen. Die weltweite Vernetzung eröffnet Chancen, formt neue Blickwinkel und stellt seine Nutzer vor Herausforderungen. Die geschäftlichen Möglichkeiten reizen
die Phantasie von Weltmarktstrategen, die Technologien öffnen Horizonte für globalen Kontakt auf privater Basis, geographische Unabhängigkeit und steigende Verbreitungszahlen erleichtern traditionelle Alltagsprozesse.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Das Internet und seine Nutzer in Zahlen

1.1 Userstrukturen, -typologien und Nutzungsmotive

1.1.1 Grundlegende Statistik

1.1.2 Motive der Onlinenutzung

1.1.3 Frauen im Internet

1.1.4 Einstellungen zum Internet

1.2 Das Internet ist Teil des Alltags

2 Die Geschlechter im Netz

2.1 Grundlagen der Geschlechterforschung

2.1.1 In den 70ern: Gleichheitsansatz

2.1.2 In den 80ern: Differenzansatz

2.1.3 In den 90ern: Geschlechterforschung

2.2 Begegnungen in der virtuellen Welt

2.2.1 Zeitverzögert-einseitige Kommunikation

2.2.2 Zeitverzögert-direkte Kommunikation

2.2.3 Zeitgleich-direkte Kommunikation

2.2.3.1 Schriftlichkeit und geographische Distanz

2.2.3.2 Virtuelle Repräsentation: "You are who you pretend to be"

2.2.3.3 Exkurs: Forschung im Netz

2.2.3.4 Glaubwürdigkeit und Vertrauen

2.3 Herausforderungen und Chancen computervermittelter Kommunikation

2.4 Geschlechterverhältnis in der virtuellen Welt

2.4.1 Cyberfeminismus

2.4.2 Männerdominanz

3 Fazit

4 Der Chat-Room der Frauen-Zeitschrift Allegra als ideales Untersuchungsobjekt zur Überprüfung der Geschlechterordnung

4.1 Allegra - Zielgruppe der Zeitschrift und des Online-Angebotes

4.2 Formaler Aufbau des Allegra Chat-Rooms

5 Formulierung der Forschungsfragen

6 Forschungsdesign

7 Methoden zur Operationalisierung der Forschungsfrage im Allegra-Chat-Room

7.1 Formale Kriterien

7.2 Inhaltliche Kriterien

8 Die Überprüfung der Geschlechterordnung im Allegra-Chat-Room anhand einer teilnehmenden Beobachtung

8.1 Teilnehmende Beobachtung

8.1.1 Formale Kriterien

8.1.2 Inhaltliche Kriterien

8.2 Bedeutung der Ergebnisse für die Forschungsfrage und ein Vergleich zu bisherigen Untersuchungen

9 Fazit und Ausblick: Das Ergebnis der explorativen Analyse als Basis neuer Fragestellungen zur Geschlechterordnung im Internet

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Männerdominanz im Internet mit einem Fokus auf die Mikroebene von Chat-Rooms. Ziel ist es, durch die Analyse eines Mitschnitts aus dem "Love III"-Chat-Room der Frauenzeitschrift "Allegra" zu ergründen, ob sich die generelle männliche Dominanz im Netz auch auf Plattformen widerspiegelt, die gezielt auf eine weibliche Zielgruppe ausgerichtet sind.

  • Grundlagen der Geschlechterforschung und deren Übertragbarkeit auf virtuelle Räume.
  • Kommunikationsbedingungen in der virtuellen Welt (Anonymität, Rollenspiele, Glaubwürdigkeit).
  • Empirische Untersuchung der Geschlechterordnung mittels teilnehmender Beobachtung.
  • Analyse formaler und inhaltlicher Kriterien von Chat-Beiträgen.
  • Vergleich der empirischen Ergebnisse mit dem theoretischen Diskurs der Männerdominanz.

Auszug aus dem Buch

Virtuelle Repräsentation: "You are who you pretend to be"

Im Netz ist jeder zweigeteilt: zum einen sitzt ein körperlicher Mensch vor dem Bildschirm, der die Tastatur bedient und ein bestimmtes äußeres Erscheinungsbild, einen Namen und ein Geschlecht hat. Zum anderen ist da die Medienidentität, die virtuelle Repräsentation des Users. Dies ist nicht mehr einfach eine Person, die eine Technik und die durch sie dargebotenen Inhalte in spezifischer Art und Weise benutzt, sondern ein Konstrukt, welches durch Kommunikation und technische Möglichkeiten erzeugt wird. Die "Medienidentität" (Höflich 1999, S. 142) geht über formale Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Stunden am Computer, Erfahrung mit dem Internet, etc. hinaus. Sie gestattet subjektive Elemente, die keineswegs der Realität entsprechen müssen. So kann eine Medienidentität ein anderes Geschlecht, ein unterschiedliches Alter, einen anderen Wohnort, mehr / weniger Geschwister, abartige Vorlieben und Talente besitzen, die sonst niemand bei der wirklichen Person finden wird. Je nach technischen Möglichkeiten können zum Beispiel auch Äußerlichkeiten und Lebensumgebung der Vorstellung entsprechend definiert werden. Alles ist Sprache, Kommunikation und Phantasie. Das jeweilige Gegenüber sieht / liest nur noch die Teile der Medienidentität, die der jeweilige User preisgibt.

"Jede Präsentation des Selbst ist dergestalt eine Partialpräsentation, abhängig von der Situation und der aktualisierten Rolle" (ebd., S. 144).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Internet und seine Nutzer in Zahlen: Dieses Kapitel bietet einen statistischen Überblick über die Verbreitung des Internets und die demographischen Entwicklungen der Nutzerschaft.

2 Die Geschlechter im Netz: Hier werden theoretische Ansätze der Geschlechterforschung auf die Online-Kommunikation angewendet und Herausforderungen sowie Chancen für Männer und Frauen skizziert.

3 Fazit: Eine Zusammenführung der theoretischen Ergebnisse, die als Ausgangspunkt für den empirischen Analyseteil der Arbeit dient.

4 Der Chat-Room der Frauen-Zeitschrift Allegra als ideales Untersuchungsobjekt zur Überprüfung der Geschlechterordnung: Dieses Kapitel begründet die Auswahl des Allegra-Chat-Rooms als Forschungsfeld aufgrund seiner spezifischen Ausrichtung auf eine weibliche Zielgruppe.

5 Formulierung der Forschungsfragen: Definition der zentralen Fragestellungen, die die explorative Analyse leiten.

6 Forschungsdesign: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand einer 60-minütigen teilnehmenden Beobachtung.

7 Methoden zur Operationalisierung der Forschungsfrage im Allegra-Chat-Room: Darstellung der formalen und inhaltlichen Kriterien zur Messung der Männerdominanz im Chat.

8 Die Überprüfung der Geschlechterordnung im Allegra-Chat-Room anhand einer teilnehmenden Beobachtung: Präsentation und Diskussion der erhobenen Daten sowie ein Abgleich mit bestehenden Forschungsergebnissen.

9 Fazit und Ausblick: Das Ergebnis der explorativen Analyse als Basis neuer Fragestellungen zur Geschlechterordnung im Internet: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Männerdominanz, Internet, Geschlechterforschung, Chat-Room, Online-Kommunikation, Allegra, Medienidentität, Cyberfeminismus, virtuelle Repräsentation, teilnehmende Beobachtung, Geschlechterordnung, computervermittelte Kommunikation, Gender, Anonymität, soziale Konstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die Präsenz und Auswirkungen von Männerdominanz in einem virtuellen Raum, konkret in einem Chat-Room, der primär auf Frauen als Zielgruppe ausgerichtet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft medienwissenschaftliche Theorien zur Internetnutzung und Geschlechterforschung mit einer empirischen Untersuchung von Kommunikationsmustern im Chat.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es zu überprüfen, ob sich die im theoretischen Teil identifizierte Männerdominanz des Internets auch innerhalb einer spezifisch weiblich orientierten Plattform (Allegra-Chat) empirisch nachweisen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine explorative, teilnehmende Beobachtung über einen Zeitraum von 60 Minuten, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse von Chat-Protokollen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben der theoretischen Einbettung des Geschlechterverhältnisses im Netz erfolgt eine detaillierte empirische Auswertung formaler Kriterien (Sprechanteile) und inhaltlicher Kriterien (Themenwahl, Sprache) der Chat-Teilnehmer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Männerdominanz, Internet, Geschlechterforschung, Chat-Room, Medienidentität und virtuelle Kommunikation.

Welche Rolle spielt die Anonymität für die Ergebnisse?

Die Anonymität stellt laut den Autoren eine Hürde für die eindeutige Zuordnung der Teilnehmer dar, wird jedoch durch die Analyse von Nicknames und der Art der geäußerten Inhalte methodisch angegangen.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Frau im Allegra-Chat?

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Frauen trotz ihrer numerischen Stärke auf dieser Plattform ein eher passives Kommunikationsverhalten zeigen, während Männer die Kommunikation inhaltlich und quantitativ dominieren.

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Details

Title
Geschlechterverhältnis im Internet - Projekt: Männerdominanz im Chatroom
College
LMU Munich  (Kommunikationswissenschaft)
Course
Hauptseminar Online-Angebote aus dem Blick der Kommunikationswissenschaft
Grade
1,0
Authors
Martina Korff (Author), Stefan Janotta (Author)
Publication Year
2001
Pages
44
Catalog Number
V3242
ISBN (eBook)
9783638119658
Language
German
Tags
Geschlechterverhältnis Internet Projekt Männerdominanz Chatroom Hauptseminar Online-Angebote Blick Kommunikationswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Korff (Author), Stefan Janotta (Author), 2001, Geschlechterverhältnis im Internet - Projekt: Männerdominanz im Chatroom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3242
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