Kommunikation mit und von Sehgeschädigten


Hausarbeit, 2004
43 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Gliederung

0. Einleitung

1. Zum Begriff der Sehschädigung allgemein – die Bedeutung des Sehens

2. Kommunikation und Sehbehinderung

3. Kommunikationsstörungen

4. Unterschiede in der Wahrnehmung
4.1. Allgemeine Unterschiede in der Wahrnehmung zu Sehenden
4.2. Visuelle Informationsaufnahme
4.3. Taktile Informationsaufnahme
4.4. Auditive Informationsaufnahme

5. Unterschiede in der Entwicklung blinder und sehender Kinder
5.1. Allgemeine Unterschiede in der Entwicklung
5.2. Sprache und Sprachentwicklung
5.3. Nachahmung
5.4. Bewegung / Körpersprache und Gestik

6. Einstellungen und Vorstellungen von der Welt

7. Raum und Raumbewusstsein

8. Mimik, Gesicht und Blickkontakte

9. Kontakte und soziale Interaktion
9.1. Pyramidenmodell der sozialen Interaktion
9.2. Soziale Interaktion und Kontakte
9.3. Stereotype, auffällige Ausstellungen und ihre Folgen
9.4. Adäquate Interaktion und Kommunikation durch Erlernen von Verhaltensweisen

10. Resümee

11. Literaturverzeichnis

0. Einleitung

„Als Lena 8 Jahre alt war, wusste sie nicht, dass andere Menschen herumgingen, ohne dabei die Hand des anderen zu halten. Sie wusste nicht, wie andere auch, dass sich andere Menschen selbständig von einem Ort zum anderen bewegen. Seit Jahren hatte sie die Erfahrung gemacht, dass jemand sie bei der Hand nimmt und sie zum Esstisch oder woanders hin führt. Deshalb folgerte dieses blinde Mädchen, dass sich jeder nur bewegt, wenn er geführt wird und dass sie sich ohne Führung nicht bewegen sollte, selbst, wenn sie dazu imstande war.“ (Nielsen 1992, S.99)

Dieses Denken ist ein Interaktionsresultat, welches aus den persönlichen Eigenschaften als Ausdruck der Erwartungen des derzeitigen Kommunikationsverhältnisses in Wechselwirkung entstanden ist (vgl. Schulz von Thun 1981, S.82f.). Systemtheoretisch betrachtet wird vor diesem Hintergrund die Eigendynamik jeder Kommunikation sichtbar. Der Umgang mit dem Ausfall der visuellen Informationsaufnahme muss demnach auch von beiden Seiten, also aus Sicht der Sehenden und der Sehgeschädigten fixiert werden.

Es ergibt sich die Frage, welche Informationen von Sehenden als allgemeingültig und bekanntermaßen vorausgesetzt werden. Inwieweit können Sehbehinderte an normalen kommunikativen Prozessen beteiligt sein und auf welcher Grundlage kommt es auch bei Sehbehinderten zur Erfassung und Verarbeitung der gegebenen Sachverhalte, die durch den eingeschränkten visuellen Sinn anders wahrgenommen werden? Wie kann Kommunikation mit Blinden und von Blinden zu einem adäquaten Informationsaustausch führen?

„Die hier gemeinte Kommunikation ist nicht von vornherein gesprochene Sprache oder codiertes Zeichensystem, sondern sie ist eine elementare Verständigungsmöglichkeit, die über Berührung, über Atmung, über Nähe erfolgen kann; Formen von Kommunikation, die auch wir nichtbehinderte Menschen in manchen Situationen als die bessere und aussagekräftigere verstehen können.“ (Fröhlich 1995, S.12) Ziel soll sein, Sensibilisierung dafür zu schaffen, welche Informationen sich Blinde mühsam aneignen müssen bzw. welche Vorstellungen sehbehinderte Menschen von der Welt haben und wie diese im kommunikativen Zusammenhang stehen.

Zunächst soll deshalb auf den Begriff der Sehschädigung als Grundlage zur Analyse der Kommunikation Sehgeschädigter eingegangen werden. Die spezifischen Auswirkungen auf den Gebieten der Wahrnehmung und Kommunikationstechniken sowie Einstellungen sollen weiterhin Beachtung finden. Hinsichtlich dieser abweichenden Voraussetzungen und den damit verbundenen Unterschieden in der Entwicklung der Kommunikation Sehbehinderter werden die soziale Interaktion und schließlich Möglichkeiten zum Verstehen der Kommunikation mit und von Sehbehinderten, insbesondere auch zur Kommunikationsförderung und Kompensation vom Kommunikationsfehlern betrachtet.

1. Zum Begriff der Sehschädigung allgemein – die Bedeutung des Sehens

Um genaue Aussagen über die Spezifika der Sehbehindertenkommunikation zu treffen, ist es notwendig, den Begriff der Sehbehinderung strukturell einzuordnen und die möglichen Ausrichtungen und Auswirkungen, insbesondere im Bezug zu eingeschränkten Sinnesmodalitäten und in Richtung der damit möglichen Kommunikation näher zu betrachten.

Als Oberbegriff der Sehbehinderung und Blindheit gilt in breiten Kreisen der Fachliteratur der Begriff der „Sehschädigung“ (vgl. Rath in Hansen / Stein 1994, S.162). Allerdings wird oftmals die klare Trennung von Sehschädigung und Sehbehinderung, als auch Sehbeeinträchtigung aufgegeben, so dass diese Begriffe auch in der vorliegenden Arbeit weitgehend synonym verwendet werden. Die Betrachtungen dieser Arbeit gehen insbesondere auf die Situation Vollblinder und den ihnen gleichzusetzenden Betroffenen ein. Aber auch an der davon teilweise unterscheidbaren Konstellation hochgradig Sehbehinderter sollen kommunikative Prozesse beschrieben werden, was an entsprechender Stelle besonders hervorgehoben wird. Die grobstrukturierte Trennung in nonverbale und verbale Aspekte soll großzügig aufgehoben werden, da die beiden Bereiche sich vielfach wechselseitig bedingen. Die große Bedeutung nonverbaler Signale soll im Bezug auf ihre eingeschränkte Wahrnehmbarkeit ausreichend diskutiert werden. Auf die Besonderheiten schriftlicher Kommunikation, also die Notwendigkeit eines besonderen Zeichensystems Blinder, wie zum Beispiel der sogenannten Braille-Schrift soll auf Grund des Umfangs nicht ausgedehnter eingegangen werden.

„In verhaltenswissenschaftlicher Formulierung wird als sehbehindert bezeichnet, wer auf optische Reize seiner Umgebung unmittelbar oder mit zeitlicher Verzögerung nicht oder nicht adäquat reagiert.“ (Mersi in Deutscher Bildungsrat 1975, S.143) Diese disadäquate Reaktion kann sich in verschiedener Stärke äußern.

Der Schweregrad der Sehschädigung wird funktional häufig in 3 bis 5 Stufen unterteilt, zum Beispiel:

- in eine leichtere Sehschwäche (Visus 0,3-0,06)
- in eine höhergradige Sehschwäche (Visus 0,05-0,02)
- in Blindheit (<0,02) (vgl. Graf 1991, S.26)

APPELHANS hingegen unterscheidet 5 Gruppen von Sehschärfeeinschränkungen:

1. Gröbere, einseitige Einschränkung des Sehvermögens
2. Mäßige beidseitige Einschränkung des Sehvermögens
3. Sehbehinderung
4. Hochgradige Sehbehinderung
5. Blindheit oder der Blindheit gleichzustellende Beeinträchtigung des Sehvermögens (vgl. Appelhans 1992, S.20)

Einige ausgewählte definitorisch ophtalmologische Aspekte der Sehbehinderung sollen hier kurz genannt werden:

„Blindheit“ bedeutet der vollständige Verlust an Sehvermögen einschließlich der Lichtwahrnehmung. „Der Blindheit gleichzustellen“ ist nach dem Bundessozialhilfegesetz, § 24 Abs.1 Satz 1 mit dem kritischen Sehschärfenwert 0,02 festgelegt. Hochgradige Sehbehinderung bedeutet „praktische Blindheit“ und damit nichtverwertbares Sehvermögen. Der Begriff „Sehbehinderung“ umfasst eine „wesentliche Sehbehinderung, „mäßige Sehbehinderung“ drückt eine deutliche Behinderung und Einschränkung der Leistungsfähigkeit insbesondere der Sehschärfe aus. Unter „Sehleistung“ wird im Allgemeinen das zentrale Sehen, das ohne optische Hilfsmittel erreicht wird bezeichnet (vgl. Pape in Rath / Hudelmayer 1985, S.487f.).

Unter pädagogischem Aspekt wird häufig von Sehbeeinträchtigung gesprochen. Dies resultiert aus der Tatsache, dass die Bestimmung klinischer Funktionswerte oft unbefriedigend blieb und der subjektive Umgang der Betroffenen mit ihrem verbliebenen Sehvermögen (vgl. Appelhans 1992, S.23) ebenso wie die Mehrdimensionalität, die personale und soziale Eingebundenheit der Sehschädigung in den Mittelpunkt rückt (vgl. Appelhans 1992, S.26).

Es existieren andere Einflussgrößen auf die Sehleistung, die nur wenig mit der messbaren und funktionell-organischen Schädigung des Sehapparates zu tun haben müssen, wie zum Beispiel:

- Motivation, perzeptive kognitive Kompensationsmöglichkeiten, Selbstvertrauen, Merkmale der gesamten Persönlichkeit, körperliche Zustände, z.B. Müdigkeit oder auch zusätzliche Behinderungen sowie die unterschiedliche Ausnutzung des Sehrests (vgl. Graf 1991, S.26)
- der Entwicklungsstand, individuelle Lebensgeschichte, dadurch gemachte strukturierte Erfahrungen und gebildete Vorstellungen (vgl. Graf 1991, S.26)
- die Art der visuellen Reize, ihre Gestaltung, die Beleuchtung im Raum und am Arbeitsplatz, die Gestaltung der Umgebung (störende Hintergrundreize, optische und nichtoptische Hilfen) (vgl. Graf 1991, S.26)
- generelle Situation im gegenwärtigen sozialen Kontext, in der Familie, in der Gruppe, Beziehungen zu anderen Personen (vgl. Graf 1991, S.26)
- Kognitive Verarbeitungsstrategien, psychomotorische Fertigkeiten und weitere psychische Dimensionen (vgl. Appelhans 1992, S.23).

So ist bei vielen Menschen bei hellem Licht oder aber auch teilweise bei Dämmerung die Sehleistung am besten. „Menschen mit wechselnder Sehleistung können zu bestimmten Zeiten das Lächeln eines anderen oder den Fleck auf der eigenen Kleidung nicht sehen, nehmen beides aber eine Stunde später oder am nächsten Tag ohne weiteres wahr.“ (Rath in Hansen / Stein 1994, S.162) Menschen mit extrem eingeschränktem Gesichtsfeld können unter Umständen geschriebene Worte gut erkennen, haben aber hinsichtlich der Orientierung auf der Straße große Probleme (vgl. Rath in Hansen / Stein 1994, S.163). Bei Menschen mit zentralem Ausfall des Sehens und seitlich erhaltenem Gesichtsfeld können wiederum meist nur schwer Schrift erkennen, „...bewegen sich aber nahezu unauffällig im Raum und auf der Straße.“ (Rath in Hansen / Stein 1994, S.164)

Der Ausfall der Sehorgane hat primär die Unmöglichkeit visueller Wahrnehmungen zur Folge. Dies ist zunächst ein biologischer Mangel. Jedoch stehen die Organe in engem Zusammenhang zur psychologischen Entwicklung. Die Wahrnehmung ist in erster Linie auf „wirkliche Dinge“ (Gegenstände, Personen) gerichtet. Diese Dinge existieren jedoch auch außerhalb der Wahrnehmung weiter (vgl. Daoud-Harms 1986, S.11). Die Tätigkeit des Sehsinns ist nur ein Teil des Wahrnehmungsprozesses und steht in Wechselwirkung zu allen anderen Sinnesaktivitäten und ihren Wahrnehmungsfunktionen (vgl. Daoud-Harms 1986, S.12). „Bei sehbehinderten Kindern ist der Zugang zur sachlichen und personal-sozialen Umwelt durch visuelle Wahrnehmung und durch visuell bedingte kognitive Verarbeitung beeinträchtigt, erheblich eingeschränkt oder völlig unmöglich.“ (Schindele in Graf 1991, S.27)

„Sehen ist mehr als das, was uns unser Auge vermittelt.“ (Fröhlich 1991, S.181) BERKELEY vertritt die Auffassung, dass wir die Welt nur vollständig erfassen, wenn visuelle Eindrücke richtig interpretiert werden, das heißt, wenn wir bestimmte Assoziationen an sie knüpfen (vgl. Fröhlich 1991, S.181). Weiterführend meint HELMHOLTZ, dass visuelle Wahrnehmung auf der Einbeziehung früherer Erfahrungen beruht. BECKER bezeichnet die optische Anschauung als die Summe der optischen Bewusstseinseinzelheiten des Individuums (vgl. Fröhlich 1991, S.181).

Um das Ausmaß der Beteiligung der individuellen Erfahrungswerte der Menschen an den Auswirkungen der Sehbehinderung zu untersuchen, ist es notwendig, den chronologischen Eintrittszeitpunkt der Sehbehinderung zu beachten. So haben Menschen mit angeborener Blindheit eine besser ausgeprägte Verarbeitungsfähigkeit akustischer und haptischer Reize. Insgesamt kann gesagt werden, dass die Formbarkeit des Gehirns mit den kompensatorischen Fähigkeiten umso größer ist, je früher die Beeinträchtigung der Sehfunktion eintritt (vgl. Cole 1999, S.274). Dass das Eintreten oder Vorhandensein einer Sehschädigung für einen Menschen von grundlegender Bedeutsamkeit, den Inhalt und die Möglichkeiten zur Aufnahme und zum Senden von kommunikativen Informationen betreffend ist, scheint auf der Hand zu liegen. Umso mehr muss der völlige Ausfall des Sehsinns einer unabänderlichen Beschränkung der Kommunikation und Integration des Menschen innerhalb der Gesellschaft entsprechen, denn „Blindheit befällt einen Organismus, in dessen Evolution über zahllose Generationen das Auge das beherrschende Sinnesorgan gewesen ist.“ (Cole 1999, S.274)

„Sehen ist keine eindimensionale Funktion, sondern eine äußerst komplexe Leistung des visuellen Sensoriums mit seinen peripheren und zentralen Anteilen.“ (Hudelmayer in Deutscher Bildungsrat 1975, S.23)

So unterscheidet SCHOBER folgende Funktionen des Sehorgans, deren einzelne lebensweltliche und damit auch kommunikative Bedeutung unterschiedlich ist:

- Helligkeitsempfindung
- Farbempfindung
- Raumempfindung
- Bewegungswahrnehmung
- Wahrnehmung von Leuchtdichteunterschieden
- Farbvergleich
- Sehschärfe und Trennschärfe von Lichtempfindungen
- Wahrnehmung von Formen und Gegenständen (nach Schober - Hudelmayer in Deutscher Bildungsrat 1975, S.23).

„Während Hören anthropologisch stark auf eine Aufgabe, nämlich die lautsprachliche Kommunikation fixiert ist, kann man etwas Analoges vom Sehen kaum behaupten.“ (Hudelmayer in Deutscher Bildungsrat 1975, S.24) Die Bedeutung des Sehens ist gleichgewichtiger auf sehr verschiedene Aufgaben des Lebensvollzuges (zum Beispiel Raumwahrnehmung, Identifikation von Objekten und Personen, Kontrolle der eigenen Grob- und Feinmotorik, Schriftlesen, sprachbegleitende Kommunikation) verteilt (vgl. Hudelmayer in Deutscher Bildungsrat 1975, S.35).

Die antizipierbare Entlastungsfunktion des Gesichtssinns (nach GEHLEN – vgl. Mersi in Kluge 1979, S.188) ist bei Sehschädigung in Richtung eines Überraschungsfeldes eingeschränkt (nach BOLDT – vgl. Mersi in Kluge 1979, S.188). Die Entscheidungsleistungen des Gesichtssinnes sind unvergleichlich und eventuell auch unersetzbar, so dass das Kategorisieren von Gleich und Ungleich sowie dadurch eine Komplexitätsreduktion der eindringenden Reize kaum möglich sind (vgl. Mersi in Kluge 1979, S.188).

Es besteht unter der Bedingung der Sehbehinderung eine erhöhte Dauerreaktionsbereitschaft des Gesamtorganismus, die sich in ständiger Anspannung und Konzentration äußert und in verschiedenen Veränderungen messbar ist. So ist zum Beispiel die Reizschwelle für minimale Muskelreaktionen vermindert, die Zeit zur Reaktion auf äußere Bedingungen ebenfalls herabgesetzt und der Tonus der Muskulatur bei Sehbehinderten leicht erhöht (nach Hudelmayer – vgl. Mersi in Kluge 1979, S.188). Eine erhöhte kognitive Beanspruchung zur Gewinnung und Verarbeitung plausibler optischer Reize ist zudem ständig gegenwärtig (vgl. Mersi in Kluge 1979, S.188).

2. Kommunikation und Sehbehinderung

„Kommunikation ist der Austausch von Nachrichten. […] Sie setzt sowohl den Wunsch und die Fähigkeit voraus, die Existenz von Botschaften in der Umgebung zu bemerken und als Nachricht zu entziffern als auch den Wunsch und die Fähigkeit, dazu darauf in abgestimmter Weise – in der gleichen Sprache, auf der selben Wellenlänge, im gleichen Zeichensystem – zu antworten.“ (Mersi in Deutscher Bildungsrat 1975, S.182) Im Bezug auf Sehbehinderung steht hier die Frage, inwiefern sich die Zeichensysteme Blinder von denen Sehender unterscheiden oder sich gleichen, wie die Aufnahme der Zeichen trotz der Sehschädigung geschehen kann und wo Grenzen bestehen.

„Menschliche Kommunikation liegt (...) erst dann vor, wenn (mindestens 2) Individuen ihre kommunikativen Handlungen nicht nur wechselseitig aufeinander richten, sondern darüber hinaus die (…) allgemeinen Intensionen ihrer Handlungen (=Bedeutungsinhalte miteinander teilen wollen) verwirklichen können und damit das konstante Ziel (=Verständigung) jeder kommunikativen Aktivität erreichen.“ (Frindte 2001, S.16) Für die menschliche Kommunikation sind die Medien Ton und Licht, das heißt die Kanäle Gehör und Gesicht und die Systeme gesprochene und geschriebene Sprache am wichtigsten (vgl. Mersi in Deutscher Bildungsrat 1975, S.182). Unterschiede im Erwerb dieser Zeichensysteme und die Unterschiede in der Entwicklung kommunikativer Verhaltensweisen erscheinen dahingehend als untersuchenswert, denn visuelle Einschränkung bedeutet wahrscheinlich auch unterschiedliche Bedeutungsinhalte auf der Basis fehlender Informationskanäle.

Kommunikatives Geschehen ist durch soziale Wechselseitigkeit bedingt und beschreibt einen sozialen Prozess, „...in dessen Verlauf sich die beteiligten Personen wechselseitig zur Konstruktion der Wirklichkeit anregen. (...) Diese Wirklichkeitskonstruktion besteht aus Vorstellungen, Erwartungen, Bildern und Aussagen über die Wirklichkeit, die uns umgibt (vgl. Frindte 2001, S.17). Welche Wirklichkeit Blinde umgibt und welche Vorstellungen sie von der Welt konstruieren muss im Bezug auf die fehlende visuelle Wahrnehmungsfunktion erfasst werden, da sie eng mit der kommunikativen Reaktion auf verschiedenste Signale steht.

„Kommunikation jeder Art kann man betrachten als einen Vorgang zwischen einem Sender, der eine Botschaft enkodiert und einem Empfänger, der sie dekodiert, so dass das Signal für beide eine Bedeutung hat.“ (Argyle 1996, S.63) Reize des Senders rufen beim Empfänger Reaktionen hervor. Inwiefern Blinde Reize anders aufnehmen als Sehende und wie sie mit diesen Reizen umgehen (lernen) erscheint ebenfalls wissenswert. Da das Enkodieren auch stattfindet, wenn der Sender nicht die Absicht hat, etwas mitzuteilen (vgl. Argyle 1996, S.63), stellt sich die Frage, was Blinde mitteilen oder nicht mitteilen und was sie nicht wahrnehmen können. Das Dekodieren von Botschaften kann ebenso sehr kompliziert sein, da „…nonverbale Mitteilungen größtenteils sehr schwer zu interpretieren sind.“ (Argyle 1996, S.63) Blinde entwickeln oftmals äußerlich sichtbare Stereotypien und besondere Verhaltensweisen, speziell kommunikativer Art. Diese werden von Sehenden entsprechend ihrer Vorstellungswelt dekodiert, was Einfluss auf die kommunikativen Prozesse hat. Zudem können Blinde selbst nicht Dekodieren, was sie nicht wahrnehmen und stehen deshalb ständig in einem anderen subjektiven Kontext als Sehende.

Die Reaktion auf einen Gesichtsausdruck oder auf den Tonfall einer Stimme geschieht im „Normalfall“ mit 3 verschiedenen Maßnahmen (vgl .Argyle 1996, S.63f.):

- Wahrnehmung (Stimuli, z.B. Gesichtsausdrücke)
- Physiologische Reaktionen verschiedener Art, subjektive Gefühle und Bilder (visuelle Bilder, Erwartungen, Körperreaktionen)
- Vorbereitung einer Reaktion (Signale rufen Verhaltensreaktionen hervor).

Auf der Grundlage der fehlenden visuellen Wahrnehmungsmöglichkeiten ist anzunehmen, dass Blinde eingeschränkt bzw. anders wahrnehmen und dementsprechend anders reagieren, als es bei Sehenden regelmäßig der Fall wäre. Physiologische Reaktionen und Verhaltensreaktionen können nur erfolgen, wenn etwas wahrgenommen wird, aber nonverbale Signale können von Blinden nur eingeschränkt aufgenommen werden. Die Bedeutung eines nonverbalen Signals ist auch von seiner zeitlichen Einordnung und von seiner Beziehung zu anderen Signalen abhängig. Teilweise erhalten Körpersignale ihre Bedeutung im Kontext. Andere Körpersignale haben ziemlich konstante Bedeutungen (zum Beispiel Gesichtsausdrücke, hinweisende Gesten) (vgl. Argyle 1996, S.66). Weil aber Blinde nonverbale Körpersignale nur bedingt aufnehmen, senden und auch den Kontext nicht vollständig wahrnehmen können, kommt es regelmäßig zu Verzerrungen oder Missverständnissen. „Eine Konversation umfasst Hören und Sehen gleichzeitig. […] Mimik und Gestik verstärken und modifizieren die gesprochenen Worte; ein Zuhörer bringt ein visuelles Feedback, während der andere auditiv Informationen aussendet; Synchronisierungssignale durch die Gestik kontrollieren die Anwendung des vokalen Kanals.“ (Argyle 1996, S.150) Fraglich ist, ob es bei Blinden zu einer Verlagerung der Kommunikation auf die sprachliche Ebene kommt, um fehlende nonverbale Informationsmöglichkeiten zu kompensieren oder ob auch Blinde nonverbale Signale in ihr Verhaltensrepertoire aufnehmen können, um die Konversation zu vervollständigen.

„Kommunikation ist von einer ,intersubjektiven’ Erfahrung abhängig, das heißt, davon, dass zwei Leute voneinander wissen, dass sie über denselben Gegenstand nachdenken. Das kann zustande kommen, indem beide auf etwas hinweisen oder auf dieselben Gegenstände blicken und sich dann gegenseitig ansehen.“ (Argyle 1996, S.151) Diese zur Verständigung notwendigen Voraussetzungen sind bei Blinden stark eingeschränkt und müssen sprachlich oder auf anderem Wege überbrückt werden. „Wenn die verbalen Inhalte die ‚Botschaft’ sind, dann sind die nonverbalen Rahmensignale eine ‚Botschaft über die Botschaft’; aber es ist wirklich die Kombination von beiden, was die vollständige Botschaft ausmacht.“ (Argyle 1996, S.152) Die nonverbale Botschaft ist eine Botschaft über die Beziehung (vgl. Argyle 1996, S.152). Es erscheint wissenswert, inwiefern bei Blinden die Botschaften über die Beziehung vermindert sind und wie die bedeutungsvolle kommunikative Überbrückung zwischen den fehlenden Botschaften stattfindet, denn „…auf einer wenig reflektierten Ebene kann jemand einen anderen beeinflussen, indem er sein Verhalten mit einem leichten Kopfnicken oder Lächeln verstärkt, wovon sich beide Seiten normalerweise überhaupt nicht bewusst sind. Das Sprechen wird von geringfügigem Kopfnicken, Blickwechsel und Brummen synchronisiert, was häufig außerhalb einer bewussten Kontrolle geschieht.“ (Argyle 1996, S.61) Es wird deutlich, dass Blinde oftmals gezwungen sein müssen, sich übliche nonverbale Signale anzueignen, um angemessen in der Gesellschaft reagieren zu können. Nonverbale Signale werden erst dadurch wichtig, dass sie für den Sender und Empfänger eine Bedeutung haben (vgl. Argyle 1996, S.62). Für Blinde haben nonverbale Signale nicht immer Bedeutung. Die kommunikative Nützlichkeit nonverbaler Signale besteht allgemein in Unterstützung und Eratz der Sprache, Ausdruck von Emotionen und interpersonalen Einstellungen, Mitteilung über die Person, in Zeremonien und Riten (vgl. Argyle 1996, S.58). Bei Sehbehinderten sind diese Funktionen der nonverbalen Signale ausgeblendet, sie müssen mühsam angeeignet und geübt werden damit die Interaktionen sinnvoll verlaufen und Blinde eine möglichst kompensierte Kommunikation führen können.

3. Kommunikationsstörungen

Auditive Kommunikation, insbesondere gesprochene Sprache ist für den Menschen typisches Kommunikationsmedium (vgl. Fröhlich 1995, S.21). Sie ist Blinden weitgehend zugänglich. Bei der visuellen Kommunikation als weiterem Kanal ist die Informationsaufnahme durch Blinde nur eingeschränkt möglich oder steht gar nicht zur Verfügung. Ein Beispiel: „Bei der Begegnung zweier Menschen kommt es zu einem kurzen Heben der Augenbrauen (ca. 1/6 Sekunde). Dieses Heben der Augenbrauen – wohl nicht immer bewusst wahrgenommen – signalisiert freundliche Absicht, Wohlwollen und Offenheit.“ (Fröhlich 1995, S.21) Dies wahrzunehmen ist Blinden nicht möglich und damit besteht schon zu Beginn der Kommunikation eine perzeptive Einseitigkeit, die Ausgangspunkt für spätere Kommunikationsstörungen ist. Andere Kanäle menschlicher Kommunikation sind die taktile, vibratorische, geruchliche, geschmackliche, thermische und somatische (körperliche) Kommunikation (vgl. Fröhlich 1995, S.22f.). Diese Kommunikationsmöglichkeiten stehen Blinden wie auch Sehenden abhängig von der Situation weitgehend gleichermaßen zur Verfügung. Hier liegen freilich die Chancen für Sehgeschädigte Menschen verborgen, die ihre verfügbaren Informationsquellen richtig auszuwerten einlernen müssen.

Als Teil der auditiven Kommunikation hat Sprache für Menschen den intensiven Bedeutungsgehalt. „Die Fixierung auf sprachliche Kommunikation versperrt oft die angemessene Beachtung der grundlegenden Weisen von Kommunikation. Deshalb sind wir in den Situationen verstört, denen wir keine Kommunikation abgewinnen können.“ (Fröhlich 1991, S.45) Da kommunikative Prozesse mit Sehbehinderten einer gewissen Reduktion unterliegen, kommt es zu solchen Verstörungen. „Die Axiome der Pragmatik menschlicher Kommunikation nach WATZLAWICK (…) sind bei einer Reihe von Erscheinungen in der Kommunikation mit schwerbehinderten Menschen nützlich.“ (Fröhlich 1991, S.45) „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Watzlawick 1985, S.53). Das heißt, dass jedes Verhalten einen Mitteilungscharakter hat (vgl. Schulz von Thun 1981, S.34). Es stellt sich dahingehend die Frage, ob Äußerungen Blinder gar noch öfter als unter Sehenden anderes mitteilen als gesendet werden soll und ob ihr Verhalten vollkommen ungeprägt von Verhaltensweisen Sehender ist.

Auch die Tatsache, dass jede Kommunikation einen Inhalts- und Beziehungsaspekt besitzt, (vgl. Watzlawick 1985, S.56) wirft die Vermutung auf, dass auf Grund der fehlenden visuellen Wahrnehmungsmöglichkeit der Inhaltsaspekt vorrangig wahrgenommen wird und die Informationen über die Beziehung im vorhandenen Kontext nicht geortet werden können. Das Dialog-Modell von WATZLAWICK stellt die soziale Situation und Interaktion der Kommunikationspartner in den Mittelpunkt. „Die Bedeutung einer Mitteilung, die ein Sprecher an einen Hörer richtet, wird erst im Prozess der Kommunikation erzeugt und ist auch nur im Kontext dieser Kommunikation verständlich und interpretierbar.“ (Frindte 2001, S.47) Die Möglichkeit, diesen Kontext hinreichend zu erfassen, erscheint vor dem Hintergrund der Sehschädigung beschränkt und auf die Klarheit der Kommunikation bezogen eher unwahrscheinlich. Die Klarheit der Kommunikation ist eine vierdimensionale Angelegenheit. Die vier prinzipiell gleichrangigen Aspekte der Kommunikation sind Sachaspekt, Beziehungsaspekt, Selbstoffenbarungsaspekt, Appellaspekt (vgl. Schulz von Thun 1981, S.13). Je nach Situation ist ein Aspekt unter Umständen vordergründig. Der Empfänger kann frei wählen, auf welchem „Ohr“ er empfängt (vgl. Schulz von Thun 1981, S.45). Die Sachseite wird von Blinden wahrscheinlich am ehesten empfangen, weil diese grundsätzlich vom sachlichen Gehalt der Nachricht ausgehen müssen, da ihnen die mimische und gestische Begleitung der Sprache nicht zugänglich sind. Je nachdem, welches „Ohr“ vorrangig auf Empfang geschaltet ist, nimmt die Kommunikation einen unterschiedlichen Verlauf (vgl. Schulz von Thun 1981, S.44). Die Verlagerung auf den Sachaspekt hat dementsprechend Folgen für die Kommunikation. Auf allen 4 Seiten der Nachricht sind überdies explizite und implizite Botschaften möglich. Die eigentliche Hauptbotschaft wird oft implizit gesendet. (z.B. explizit: „Hol Bier.“, implizit: „Das Bier ist alle.“) (vgl. Schulz von Thun 1981, S.33). Für implizierte Nachrichtenbotschaften wird oft der nicht-sprachliche Kanal bemüht (Stimme, Betonung, Aussprache, begleitende Mimik, Gestik). Es handelt sich teilweise um eigenständige und teils auch qualifizierende Botschaften, die Hinweise darauf geben, wie die sprachlichen Anteile der Botschaft gemeint sind (vgl. Schulz von Thun 1981, S.33). Viele implizite Botschaften bleiben Blinden verborgen und werden von ihnen auch nicht gesendet bzw. muss ihr Einsatz erlernt werden. „Kommunikationsstörungen infolge Sehbehinderung können (...) schon im Bereich des nichtsprachlichen Verhaltens, der so genannten Körpersprache auftauchen, also im Bezug auf Blickkontakt, Gesichts- und Körperwendung, Position von Körpern im Raum, Gestik und Mimik.“ (Mersi in Deutscher Bildungsrat 1975, S.182). Bei nicht-sprachlichen Nachrichten ist die Sachseite leer (vgl. Schulz von Thun 1981, S.33) und gefühlsbetonte Aspekte stehen im Vordergrund. Deshalb können emotionale Nachrichtenanteile Blinden verborgen bleiben. Das Ausblenden emotionaler Botschaften hat erhebliche Folgen auf die Kommunikation und stört interaktive Abläufe. „Sehbehinderung ist zugleich eine visuelle Kommunikationsbehinderung, denn Interaktion kann nur störungsfrei ablaufen, wenn die Kommunikation auch im nonverbalen Bereich nicht beeinträchtigt ist.“ (Krug 2001, S.48)

„Das Bewusstwerden der eigenen Grenzen, das ist der eigentliche Kern der Kommunikation. (…) Die Erfahrung des anderen ist nur in der Kommunikation möglich.“ (Fröhlich 1991, S.46f.) „Ohne Kommunikation verfallen wir in eine extreme Isolation, wir können depressiv werden, wir können die Lust am Leben völlig verlieren.“ (Fröhlich 1995, S.12) Als ein Faktor, der den Empfang stört gilt auch das Selbstkonzept des Empfängers (vgl. Schulz von Thun 1981, S.64). Bei Blinden ist das Selbstkonzept oftmals durch die Behinderung beeinflusst. Ein weiterer Umstand, der den Empfang von Nachrichten stören kann, ist das Bild, was der Empfänger vom Sender hat (vgl. Schulz von Thun 1981, S.64). Hier ist auf der Seite des Sehbehinderten als auch auf der Seite des Vollsichtigen die Entstehung einer Kommunikationsstörung möglich. „Wenn der Empfänger es verfehlt, seine unterschiedlichen inneren Reaktionen für sich selbst klar zu kriegen, wird er auch nicht klar nach außen reagieren können und dann kommen Sender und Empfänger in ein heilloses Durcheinander.“ (Schulz von Thun 1981, S.15f.) Sogenannte Double-Bind-Situationen (nach Watzlawick 1985, S.194ff.) als paradoxe Handlungsanforderungen erscheinen in der Kommunikation mit Blinden aufgrund der gegenseitigen unklaren Erwartungen ständig möglich zu sein. „Als Sender tappen wir ziemlich im Dunkeln, wie das, was wir von uns geben, ankommt, und was wir beim Empfänger anrichten.“ (Schulz von Thun 1981, S.69) Bei Blinden ist dies verstärkt kompliziert, da ein Großteil der nonverbalen Reaktionen des Empfängers nicht wahrgenommen werden kann. Das nonverbale Kommunikationssystem unterstützt das verbale. Mimische Signale haben eine klare Bedeutung, wie zum Beispiel Belohung, Bestrafung, Missbilligung oder Zustimmung. Diese Bedeutungen haben unmittelbare Auswirkungen auf das nachfolgende Verhalten. Für bestimmte soziale Situationen gibt es Regeln, welche die dabei verwendeten Rituale steuern, zum Beispiel das freundliche Ansehen bei Begrüßungen. Die Fähigkeit zu dieser Art mimischen Signalisierens ist angeboren, die Signale werden jedoch erlernt (vgl. Argyle 1996, S.210). Blinden steht dem Nachahmen dieser Signale die besondere Schwierigkeit gegenüber, die dargebotenen Signale optisch nicht wahrnehmen zu können, so dass sie von Blinden nicht ausgeführt werden, es sei denn, sie haben ihre Anwendung zweckentsprechend erlernt. Das Fehlen einer nonverbalen Handlung (zum Beispiel die Weigerung, jemandem die Hand zu schütteln) kann wichtige kommunikative Konsequenzen haben. Schon geringe Unterschiede in physischen Vorgängen (zum Beispiel der Blickrichtung) können sehr große Unterschiede in der Bedeutungszuordnung zur Folge haben (vgl. Argyle 1996, S.59). Regeln, wie zum Beispiel, dass Männer Hosen tragen oder wie Mahlzeiten eingenommen werden, müssen sowohl von Sehenden, aber auch von Sehbehinderten erlernt werden. Bezogen auf die nicht vorhandene Anschauung ergibt sich für Sehbehinderte dabei allerdings ein weitreichendes Problem, das sich häufig nicht so spielend wie im Bereich der Sehenden bewältigen lässt, wo sich andere Leute darum kümmern und die jeweiligen Entsprechungsrollen spielen (vgl. Argyle 1996, S.73). Grundsätzlich sind demnach die Chancen adäquater Kommunikation von den Möglichkeiten der Wahrnehmung abhängig. Die unterschiedlichen Wahrnehmungsaussichten von Blinden im Vergleich zu Sehenden können die damit verbundenen Erwartungen auf spezifische Kommunikationsunterschiede und -störungen deutlich machen.

4. Unterschiede in der Wahrnehmung

4.1. Allgemeine Unterschiede in der Wahrnehmung zu Sehenden

Die Lebenseigenschaften der Erregbarkeit und Lebensaktivität resultieren in Sensibilität, also der Fähigkeit zu empfinden und äußere Einwirkungen aufzunehmen (vgl. Daoud-Harms 1986, S.32). „Ein Teil orientierender Lebensaktivität ist die der Kommunikation, da die Umwelt des Organismus ebenso aus Gegenständen wie aus anderen Organismen besteht.“ (Daoud-Harms 1986, S.32) Gegenseitige Beziehungen zwischen Organismen tragen den Charakter kommunikativer Aktivität. Kommunikation setzt die Wahrnehmung der Welt voraus und wird durch sie qualitativ bedingt. „Die Konstruktionen unseres Geistes sind zwar nicht unmittelbar mit der Realität identisch, aber sie sind keineswegs zufällig und in der Regel nicht täuschend.“ (Rock in Krug 2001, S.113) Form, Größe, Lage, Beständigkeit und Helligkeit werden relativ zuverlässig erkannt. Sowohl Hör- als auch Tast-, Geschmacks- und der Geruchssinn sind Modalitäten, die das sinnliche Abbild der Gegenstände ermöglichen (vgl. Daoud-Harms 1986, S.111).

[...]

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Kommunikation mit und von Sehgeschädigten
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena  (Sozialarbeit)
Veranstaltung
Verbale und Nonverbale Kommunikation
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
43
Katalognummer
V32491
ISBN (eBook)
9783638331982
ISBN (Buch)
9783638703840
Dateigröße
927 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
Schlagworte
Kommunikation, Sehgeschädigten, Verbale, Nonverbale
Arbeit zitieren
Anja Hartmann (Autor), 2004, Kommunikation mit und von Sehgeschädigten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32491

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