1.2 Zielsetzung der Arbeit
Die heutigen Technologien und deren Fortschritt ermöglichen neue Formen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Dazu werden neben Formen der klassischen Präsenzveranstaltungen zunehmend multimediale Tools entwickelt. Das Internet als weltweit verfügbares Informations- und Kommunikationsmedium spielt hierbei eine große Rolle.
Eine mediengestützte Trainingsmethode, die in den letzten Jahren großen Erfolg in verschiedenen Unternehmen weltweit verbuchen konnte, ist das E-Learning.
Auch touristische Unternehmen haben die Dringlichkeit betrieblicher Weiterbildung in ihrer Brache erkannt. „Mehr und mehr von den Vorteilen virtueller Wissensvermittlung überzeugt, zeigt sich die Tourismus-Branche“4, und E-Learning gewinnt verstärkt an Bedeutung, Auf der diesjährigen Learntec 2004, dem europäischen Kongress und der Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie in Karlsruhe, wurde im Bereich der branchenspezifischen Vortragsreihe, aus diesem Grund erstmalig die Bildungsarbeit der Touristik und Hotellerie ins Programm aufgenommen. Fünf Referenten aus verschiedenen touristischen Sektoren stellten im Rahmen der Kongressmesse die E-Learning-Projekte ihrer Unternehmen vor.
Ziel dieser Arbeit ist es, das Thema E-Learning für die Tourismusbranche für den Bereich Aus- und Weiterbildung zu diskutieren. Untersucht werden soll, inwieweit Unternehmen der Tourismusbranche in Deutschland bereits diese Art der Trainingsmethode kennen und in welchem Rahmen sie auch schon eingesetzt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Wissen und E-Learning im Tourismus
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Wissensmanagement
2.1 Wissensbegriff
2.2 Wissensmanagement
2.3 Wissensgenerierung
2.4 Wissensrepräsentation
2.5 Wissenskommunikation
2.6 Wissensnutzung
2.7 Notwendigkeit des Wissensmanagements
2.8 Anforderungen an das Unternehmen und den Mitarbeiter
2.9 Lernmethoden mit Hilfe elektronischer Medien
2.9.1 Nutzung von Medien und Technik im Wissensmanagement
2.9.2 E-Learning
3 E-Learning im Unternehmen
3.1 Definition von E-Learning
3.2 Entwicklung des E-Learning
3.3 Einsatzbereiche von E-Learning
3.4 Studien zu Corporate E-Learning
3.5 Best Practice Beispiele
3.6 Erscheinungsformen
3.6.1 Computer Based Training
3.6.2 Web Based Training
3.6.3 Blended Learning
3.7 Vor- und Nachteile
3.7.1 Vorteile
3.7.2 Nachteile
3.8 Wirtschaftlichkeit des E-Learning
3.8.1 Kennzahlen und Instrumente im Bildungscontrolling
3.8.2 Make-or-buy Entscheidung
3.8.3 Vergleichsrechnung Präsenz- und E-Learning-Seminar
4 Onlinebefragung von touristischen Unternehmen - Analyse des deutschen Marktes, Trends und Entwicklungen
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Nutzen für die teilnehmenden Unternehmen
4.3 Vorgehensweise und Methodik
4.4 Fragebogen: Umfang und Inhalt
4.5 Auswertungen
4.5.1 Allgemeines
4.5.2 Auswertungen und grafische Darstellung der einzelnen Fragen
4.5.3 Fragenvergleiche
4.6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
5 Leitfaden für die Entwicklung eines internen E-Learning-Tools für touristische Unternehmen
5.1 Projektentwicklung
5.2 Vorraussetzungen
5.3 Zielsetzung des Leitfadens
5.4 Phase I: Konzeption
5.4.1 Zielsetzungen
5.4.2 Inhalt und Didaktik
5.4.3 Standardlösungen
5.4.4 Individualentwicklungen
5.4.5 Angebotseinholung
5.5 Phase II: Umsetzung
5.5.1 Technologische Vorraussetzungen
5.5.2 Lernplattformen und Softwareentwicklung
5.5.3 Bausteine
5.5.4 Visuelle Aufbereitung
5.5.5 Autorensysteme
5.6 Phase III: Implementierung
5.6.1 Testlauf im Unternehmen
5.6.2 Optimierungsphase I
5.6.3 Onlineschaltung
5.6.4 Betreuungsmaßnahmen
5.7 Phase IV: Evaluation
5.7.1 Aktualisierungen
5.7.2 Qualitätsanalyse
5.7.3 Optimierungsphase II
6 Schlussbetrachtungen und Ausblick
6.1 Tourismus und Weiterbildung im Wandel der Zeit
6.2 E-Learning und Wissensmanagement in touristischen Unternehmen
6.3 Zukunftstendenzen des E-Learning im Tourismus
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Thema E-Learning im Kontext der Aus- und Weiterbildung innerhalb der Tourismusbranche zu untersuchen. Dabei wird analysiert, inwieweit touristische Unternehmen in Deutschland bereits mit dieser Trainingsmethode vertraut sind und in welchem Rahmen sie diese zur Wissensvermittlung einsetzen.
- Grundlagen des Wissensmanagements als Wettbewerbsfaktor
- Potenziale und Formen des E-Learnings (CBT, WBT, Blended Learning)
- Analyse des aktuellen E-Learning-Marktes in der deutschen Tourismuswirtschaft
- Strategische Empfehlungen zur Implementierung von E-Learning-Tools
- Leitfaden für die Entwicklung unternehmensinterner E-Learning-Projekte
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
„In a society where globalisation, technical progress and communication technologies underline the essential value of human capital, the advent of the concept of lifelong learning goes hand in hand with growing awareness of the importance of the processes of acquiring and updating knowledge and competences.”
Mit diesem Zitat wird eine bedeutende Aussage getroffen: In der heutigen Gesellschaft führen technischer Fortschritt und zunehmende Globalisierung zur Notwendigkeit des lebenslangen Lernens. Wissen ist wesentlich für die eigene Zukunftsgestaltung, sowohl im privaten Bereich als auch im Berufsleben.
Im heutigen Informations- und Medienzeitalter hat der immer höher werdende Vernetzungsgrad zur Folge, dass die Menge an verfügbarem Wissen rapide anwächst. Wissen hat heutzutage eine immer geringere Halbwertszeit. Innerhalb von fünf Jahren verdoppelt sich das weltweit verfügbare Wissen und ständig kommen neue Informationen und Innovationen hinzu. Doch wie soll man sich in diesem Wissensdschungel zurechtfinden? Wie kann man effektiv lernen und zielführend selektieren, welche Informationen und welches Wissen wichtig sind? Was bedeutet Lernen und fortlaufendes Training für den Einzelnen im täglichen Leben und im Beruf?
Diese Fragestellungen stellen nicht nur für den einzelnen Mitarbeiter, sondern vor allem auch für die Unternehmen eine große Herausforderung dar. In einer sich schnell verändernden Marktumgebung mit einem erhöhten Wettbewerbsdruck sind die Unternehmen darauf angewiesen, ihre Mitarbeiter zu schulen und weiterzubilden, um auf dem Markt erfolgreich zu sein und langfristig zu bestehen. Besonders in der Tourismusbranche verändern sich die Marktbedingungen ständig. In der touristischen Personalentwicklung sind Trainings zu fachlicher Kompetenz, Sicherung der Qualität und Serviceverbesserung ausschlaggebend, um sich gegenüber den Wettbewerbern hervorzuheben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Wissen und E-Learning im Tourismus: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit lebenslangen Lernens und stellt die Relevanz von Wissensmanagement in der Tourismusbranche heraus.
2 Wissensmanagement: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe des Wissensmanagements und erläutert Prozessbereiche wie Wissensgenerierung und -repräsentation.
3 E-Learning im Unternehmen: Hier werden theoretische Grundlagen des E-Learnings, dessen Formen, Vorteile und wirtschaftliche Aspekte diskutiert.
4 Onlinebefragung von touristischen Unternehmen - Analyse des deutschen Marktes, Trends und Entwicklungen: Der Hauptteil präsentiert eine empirische Untersuchung zum aktuellen Stand und den Zukunftstendenzen von E-Learning in touristischen Unternehmen.
5 Leitfaden für die Entwicklung eines internen E-Learning-Tools für touristische Unternehmen: Es werden vier Phasen (Konzeption, Umsetzung, Implementierung, Evaluation) für ein erfolgreiches E-Learning-Projekt definiert.
6 Schlussbetrachtungen und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von E-Learning im Tourismus.
Schlüsselwörter
E-Learning, Wissensmanagement, Tourismusbranche, Personalentwicklung, Weiterbildung, Computer Based Training, Web Based Training, Blended Learning, Bildungscontrolling, Wissensrepräsentation, Onlinebefragung, Lernplattform, Corporate E-Learning, Kompetenzentwicklung, Innovationsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die Integration von E-Learning-Methoden in das Wissensmanagement touristischer Unternehmen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Wissensmanagements, die technischen und didaktischen Möglichkeiten des E-Learnings sowie die spezifischen Anforderungen der Tourismusbranche.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Status quo der E-Learning-Nutzung in der deutschen Touristik zu ermitteln und einen praxisorientierten Leitfaden zur Projektentwicklung zu erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine umfassende Onlinebefragung unter touristischen Unternehmen in Deutschland durchgeführt, ergänzt durch eine theoretische Literaturanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische fundierte Wissensmanagement-Analyse, die Darstellung der E-Learning-Formen und die detaillierte Auswertung der Online-Marktanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wissensmanagement, E-Learning, Tourismus, Personalentwicklung, Weiterbildung und E-Learning-Implementierung.
Wie hoch ist der aktuelle Verbreitungsgrad von E-Learning in der Touristik?
Die Studie zeigt, dass E-Learning zwar als Begriff weitgehend bekannt ist, aber nur bei einem kleineren Teil der Unternehmen bereits aktiv und systematisch eingesetzt wird.
Welche Hürden stehen einer Einführung im Tourismus entgegen?
Hauptgründe sind unter anderem fehlende Personalressourcen, begrenzte Budgets, eine als ungeeignet empfundene Branche für diese Methode und ein Mangel an Informationen.
- Quote paper
- Christiane Pelzl (Author), 2004, E-Learning als Bestandteil des Wissensmanagements in touristischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32525