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Die Umwelt kaufen - Handel mit Umweltzertifikaten

Title: Die Umwelt kaufen - Handel mit Umweltzertifikaten

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: gut

Autor:in: Martina Traxler (Author)

Ethics
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Die Technik gibt uns die Möglichkeit zu tief greifenden Veränderungen in kurzer Zeit. Die Umweltbelastungen wachsen in den Industrieländern und in den armen Ländern. Von besonderer Bedeutung ist dabei das rasche Wachstum der Weltbevölkerung. Die Kombination von Umfang und Geschwindigkeit der Veränderungen und Belastungen hat den Umweltschutz zu herausragender Bedeutung geführt, ihn zu einer Überlebensfrage der Menschheit werden lassen. Zu einem Lebensstil im Einklang mit der Natur bedarf es eines Bewusstseinswandels und der Bereitschaft jedes Einzelnen, sein eigenes Verhalten ökologisch zu orientieren. Dies ist Voraussetzung, um die weiter notwendigen Veränderungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik herbeizuführen. Zum persönlichen Engagement jedes Einzelnen muss die Umweltpolitik als große politische Herausforderung unserer Zeit hinzukommen. Die Verantwortung für die Schöpfung erfordert konsequentes politisches Handeln. Umwelt und Natur sind gemeinsames Gut aller Menschen und Generationen. Im Verteilungskonflikt um die Güter dieser Welt wie Luft, Wasser und Boden ist die Umweltpolitik Anwalt der kommenden Generationen.

Die Ethik der Sozialen Marktwirtschaft gebietet deshalb auch einen verantwortungsbewussten und sparsamen Umgang mit den Gütern von Natur und Umwelt. Knappe Umweltgüter müssen verantwortungsbewusst im System der Wirtschaftsordnung gewichtet und berücksichtigt werden. Der Staat trägt ordnungspolitische Verantwortung für unsere Umwelt. Wirksame Gebote und Verbote setzen die Rahmenbedingungen für Umweltschutz. Umweltverordnungen, Öko-Subventionen, Umweltabgaben und Ökologische Steuerreform, Handel mit Umweltzertifikaten, Ökologische Geldanlagen, Umweltsiegel, Reformen der Geldwirtschaft,… unterschiedlichste Strategien um der Verantwortung für die kommenden Generationen und der Schöpfung gerecht zu werden. Nur welches Instrument ist wann und wo erfolgreich? Welche Strategie fü

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Instrumente der Umweltpolitik

2.1. Ordnungspolitisches Instrument

2.2. Staatsausgaben – Subventionen

2.3. Marktorientierung

3. Umweltzertifikate

3.1. Die Idee

3.2. Fragen die sich bei der Einführung des Zertifikatsmodell stellen

3.3. Mögliche Einsatzgebiete für Naturnutzungsrechte

3.4. CO2-Zertifikate

3.4.1. Wie könnten CO2-Zertifikate weltweit eingeführt werden ohne den „Süden“ zu benachteiligen?

3.4.2. Verkehrspolitischer Aspekt der CO2-Zertifiakatslösung

3.4.3. Zusammenfassung: Vorteile von CO2-Zertifikaten

4. Aktuelle Situation in Österreich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Handel mit Umweltzertifikaten als marktorientiertes Instrument der Umweltpolitik. Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Zertifikatsmodells zu beleuchten, dessen Anwendungsmöglichkeiten – insbesondere im Bereich von CO2-Emissionen – zu analysieren und kritisch die praktische Implementierung sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen und politischen Spannungsfelder in Österreich zu bewerten.

  • Grundlagen und Systematik verschiedener umweltpolitischer Instrumente
  • Funktionsweise und Herausforderungen von Umweltzertifikat-Systemen
  • Theoretische Konzeptionen zur globalen Einbindung von Schwellenländern bei CO2-Zertifikaten
  • Analyse der aktuellen Implementierung des Emissionshandels in Österreich
  • Diskussion von Zielkonflikten zwischen Wirtschaftswachstum und ökologischer Verantwortung

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Idee

Beim Instrument der handelbaren Nutzungsrechte, oder auch Lizenz- oder Zertifikatsmodell, legt der Staat oder eine Staatengemeinschaft für eine Region, Land o.ä. eine begrenzte Menge von Naturnutzungsrechten fest, die durch Verkauf, Versteigerung oder Verteilung für eine bestimmte Zeit in den Wirtschaftskreislauf gegeben werden oder dort z.B. an Börsen frei handelbar sind. Diese berechtigen zu einer bestimmten Nutzungsmenge von Natur oder am Beispiel von Emissionsrechten, berechtigen sie zur Emission einer bestimmten Menge an Gasen oder Schadstoffen (z.B. CO2, SO2, NOx, VOC, FCKW) für eine festgelegte Periode (ein oder mehrere Jahre). In dieser Zeit kann der Staat Teile der Zertifikate zurückkaufen oder die Emissionsrechte stufenweise verringern (abwerten). Die Emissionsrechte sind frei handelbar, so dass sie in der Theorie den Charme besitzen, einerseits das festgelegte Umweltziel (Umweltqualitätsstandards) auch sicher zu erreichen. Weiters sind sie ökonomisch effizient, da durch flexible Preise und freien Handel immer in den volkswirtschaftlich effizientesten Sektoren investiert wird.

Wirtschaftlich bedeutet das, dass jeder Akteur so lange Energiesparinvestitionen durchführt, wie die Grenzvermeidungskosten der z.B. Emissionen preiswerter sind als die zusätzliche Lizenz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit einer "Verpreisung der Umwelt" ein, um Unternehmen zu umweltgerechterem Produzieren zu bewegen.

2. Instrumente der Umweltpolitik: Das Kapitel vergleicht ordnungspolitische Instrumente, staatliche Subventionen und marktorientierte Lösungsansätze, wobei letztere als besonders effizient hervorgehoben werden.

3. Umweltzertifikate: Hier wird das Konzept handelbarer Nutzungsrechte theoretisch fundiert, auf CO2-Zertifikate angewendet und dabei Fragen der Gerechtigkeit sowie spezifische Sektorenproblematiken diskutiert.

4. Aktuelle Situation in Österreich: Dieser Abschnitt analysiert die Umsetzung des EU-Emissionshandels in Österreich und die daraus resultierenden wirtschaftspolitischen Konflikte mit heimischen Industrieunternehmen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit einer konsequenten staatlichen Verfolgung des Modells und fordert eine Verbindung von Wertschöpfung und dem Wert der Schöpfung.

Schlüsselwörter

Umweltpolitik, Umweltzertifikate, Emissionshandel, CO2-Zertifikate, Marktwirtschaft, Preissystem, Preiswahrheit, Kyoto-Protokoll, Nachhaltigkeit, Allokationsplan, Treibhausgasemissionen, Wirtschaftsordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Handel von Umweltzertifikaten als einem marktwirtschaftlichen Instrument, um den Umweltschutz durch eine "Verpreisung der Natur" effizienter zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Ausgestaltung von Emissionsrechten, ihre praktische Anwendung zur Reduktion von Treibhausgasen und die damit verbundenen sozioökonomischen Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Zertifikatsmodell aus ökonomischer Perspektive zu untersuchen und zu erörtern, ob es eine tragfähige Strategie zur Erreichung ökologischer Ziele bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit ökonomischen Instrumenten der Umweltpolitik, ergänzt durch eine Fallanalyse der aktuellen Implementierung in Österreich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Instrumente der Umweltpolitik, die Funktionsweise von Umweltzertifikaten, mögliche Einsatzgebiete, Probleme bei der Einführung sowie die aktuelle Umsetzung in Österreich anhand des Kyoto-Protokolls.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Umweltpolitik, Emissionshandel, Zertifikate, Marktorientierung und Nachhaltigkeit.

Wie könnten CO2-Zertifikate global gerecht gestaltet werden?

Der Autor schlägt eine globale Obergrenze vor, bei der Schwellenländer mehr Lizenzen erhalten, um Anreize für eine umweltschonende Entwicklung zu schaffen, während Industriestaaten durch Übernutzung motiviert werden.

Welcher Konflikt entstand in Österreich durch den Allokationsplan?

Die Zuteilung weniger Freizertifikate als gefordert löste heftige Proteste seitens der Industrie aus, da Unternehmen wie die Voestalpine deutliche Mehrkosten und Wettbewerbsnachteile befürchteten.

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Details

Title
Die Umwelt kaufen - Handel mit Umweltzertifikaten
College
Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz  (Institut für Moraltheologie)
Course
Seminar für Umweltethik und die Sachzwänge der Ökonomie
Grade
gut
Author
Martina Traxler (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V32559
ISBN (eBook)
9783638332484
Language
German
Tags
Umwelt Handel Umweltzertifikaten Seminar Umweltethik Sachzwänge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Traxler (Author), 2005, Die Umwelt kaufen - Handel mit Umweltzertifikaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32559
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