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Frauen in der PR hochqualifiziert und unterbezahlt

Title: Frauen in der PR hochqualifiziert und unterbezahlt

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christine Heinrichs (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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„Sag mal Andrea, weshalb spielst du eigentlich nicht mehr mit Oskar?“ fragte die Mutter. „Würdest du mit jemandem spielen, der dich beim kleinsten Streit immer gleich verhaut?“ entgegnete daraufhin die Tochter. „Nein, natürlich nicht.“ „Siehst du, Oskar, eben auch nicht.“

Die meisten Leser werden bei diesem Witz wohl zumindest geschmunzelt haben. Aber warum? Wie funktioniert dieser Witz? Er ist lustig, weil in der beschriebenen Alltagssituation die Pointe eine Überraschung bringt, etwas Unerwartetes. Werden die Namen Andrea und Oskar vertauscht, werden sie nichts mehr zu schmunzeln haben. Die Situation erscheint ihnen normal. Denn wir sind es gewöhnt, dass Mädchen von Buben verhauen werden. Das empfinden wir als normal! Andersherum ist es lustig. Bestimmte Stereotype bestimmen unsere Erwartungen, unser Denken und auch unser Handeln. Nicht nur, weil wir durch sie über diesen Witz lachen konnten. Auch in alltäglichen Situationen begleiten uns vorgefertigte Annahmen und Vorstellungen – insbesondere bezüglich der Verhaltensweisen und Fähigkeiten von Mann und Frau. So schenken wir kleinen Jungen wie selbstverständlich Bauklötze und Action-Figuren und bewundern „wie groß und stark sie doch geworden sind“. Mädchen hingegen spielen mit Barbie - Puppen und werden für ihre niedliche, herzliche Art gelobt. Und die geschlechtsspezifische Entwicklung setzt sich auch im Erwachsenenalter fort. Insbesondere bei der Berufswahl gibt es in unserer Gesellschaft ganz klare Vorstellungen von typischen Männer- und Frauenberufen. Schon immer galt das vermeintlich schwächere Geschlecht als prädestiniert für soziale Berufe wie die der Krankenschwester oder auch der Grundschullehrerin. Ende der 70er Jahre zeichnete sich noch ein weiterer Trend ab, der bis heute anhält: Immer mehr Frauen streben in das Berufsfeld der Public Relations. Mittlerweile sind in den USA bereits viermal so viele Frauen wie Männer für „Public Relations“ oder „Business Communication“ eingeschrieben. Auch in vielen Staaten Europas „beobachten wir seit Mitte der 80er Jahre ein kontinuierlich steigendes Interesse junger Frauen an einschlägigen Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengängen.“ (Fröhlich 2003, S. 3f.) Kein Wunder: Denn gemeinhin gelten Frauen bei uns als das kommunikationsstärkere Geschlecht mit ausgeprägtem Taktgefühl, Selbstlosigkeit und Beziehungsorientiertheit...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauen in der Öffentlichkeitsarbeit

2.1 Gender Switch: Die Entwicklung in den USA

2.2 Gender Switch: Die Entwicklung in Deutschland

2.3 Die „typische“ PR-Frau

2.3.1 Altersstruktur und Berufserfahrung

2.3.2 Familienstand und Kinder

2.3.3 Ausbildung und Berufszugang

2.3.4 Berufliche Position und Einkommen

2.3.5 Berufsrollen der Frauen

2.4 Probleme der Frauen

2.4.1 Einstellung

2.4.2 Einkommen

2.4.3 Aufstieg

3. Erklärungsansatz Genderstudies

3.1 Herkunft und Aufgabe der Genderstudies

3.2 Paradigmen der Genderstudies

3.2.1 Der Gleichheitsansatz

3.2.2 Der Differenzansatz

3.2.3 Der Dekonstruktivismus

3.3 Die Feminisierung der PR im Differenzansatz

3.3.1 Vermeintlich feminines Verhalten

3.3.2 Vermeintlich maskulines Verhalten

3.3.3 Erklärung der Feminisierungstendenzen in der PR

3.3.4 Erklärung der Gehaltsdifferenz zwischen den Geschlechtern

3.3.5 Erklärung der schlechten Aufstiegschancen

4. Bewertung der Feminisierung in der PR

4.1 Die pessimistische Forschungsperspektive

4.2 Die optimistische Forschungsperspektive

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der zunehmenden Feminisierung im Berufsfeld der Public Relations (PR). Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie diese Entwicklung zu erklären ist, welche Auswirkungen sie auf die berufliche Situation von Frauen hat und wie die Feminisierung hinsichtlich der Professionalisierung des Berufsfeldes zu bewerten ist.

  • Demographische Analyse des Berufsfeldes und der „typischen“ PR-Frau
  • Einfluss von Geschlechterstereotypen auf Berufswahl und Berufsrollen
  • Analyse von Karrierehindernissen, Gehaltsdifferenzen und Aufstiegschancen
  • Theoretische Fundierung durch den Differenzansatz der Genderstudies
  • Diskussion pessimistischer und optimistischer Forschungsperspektiven zur Zukunft des Berufsfeldes

Auszug aus dem Buch

Die „typische“ PR-Frau

Die „typische“ PR-Frau im deutschsprachigen Raum ist Mitte bis Ende 30 (35,3 Jahre in Deutschland, 37,9 Jahre in Österreich) und arbeitet etwa seit 10,3 Jahren im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (Vgl.: Redlich 1995, S. 34; Gründl 1997, S. 34). Dabei fällt sowohl in Deutschland als auch in Österreich auf, dass insbesondere die jüngeren PR-Beschäftigten weiblich sind. Annähernd vier Fünftel der österreichischen Fachkräfte zwischen 25 und 30 Jahren sind Frauen (Vgl. Gründl 1997, S.34) und auch in der BRD zeigt sich, „daß mehr als drei Viertel der PR-Frauen der Altersgruppe von 20 bis 40 Jahren angehören.“ (Redlich 1995, S.34). Aus diesen Daten lässt sich die Entwicklung der Feminisierung im PR-Bereich ablesen.

Die amerikanischen PR-Frauen sind nach der Studie von Toth und Cline durchschnittlich zwischen 30 und 34 Jahren alt und verfügen ebenfalls über gut 10 Jahre (10,1 Jahre) Berufserfahrung. (Vgl.: Cline, Toth 1993, S. 187)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik geschlechtsspezifischer Rollenbilder ein und leitet zum steigenden Interesse von Frauen am Berufsfeld der Public Relations über.

2. Frauen in der Öffentlichkeitsarbeit: Dieses Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme zur demographischen Situation von Frauen in der PR in den USA und Deutschland sowie eine Analyse ihrer Berufsrollen und spezifischen Probleme.

3. Erklärungsansatz Genderstudies: Es werden theoretische Paradigmen der Geschlechterforschung vorgestellt und genutzt, um das Verhalten und die berufliche Stellung von Frauen in der PR zu deuten.

4. Bewertung der Feminisierung in der PR: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit pessimistischen und optimistischen Forschungsperspektiven hinsichtlich der Auswirkungen der Feminisierung auf das Berufsfeld.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und resümiert, dass strukturelle und kulturelle Barrieren trotz hoher Qualifikation weiterhin existieren.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Public Relations, Feminisierung, Genderstudies, Geschlechterstereotype, Öffentlichkeitsarbeit, Karriere, Gehaltsdifferenz, Rollenbilder, Professionalisierung, Arbeitsmarkt, Geschlechterforschung, Management, PR-Techniker, Differenzansatz, Aufstiegschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zunehmende Präsenz von Frauen im PR-Berufsfeld und untersucht die damit verbundenen soziologischen sowie berufsspezifischen Hintergründe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse in der PR, der Einfluss von Gender-Stereotypen auf die Karriere sowie die ökonomischen Folgen, wie Gehaltsunterschiede.

Welches Ziel verfolgt die Autorin?

Das primäre Ziel ist es, die Feminisierung in der PR zu erklären und die verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven auf die berufliche Situation von Frauen kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener empirischer Studien aus Deutschland, Österreich und den USA sowie der Anwendung theoretischer Ansätze der Genderstudies.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der demographischen Analyse der PR-Fachkräfte, der Rollenverteilung zwischen Technikern und Managern sowie der Anwendung des Differenzansatzes zur Erklärung von Geschlechterunterschieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Feminisierung, Public Relations, Karriere, Gender-Stereotype und Gehaltsdifferenz maßgeblich charakterisiert.

Warum haben es Frauen in der PR trotz hoher Qualifikation oft schwerer beim Aufstieg?

Aufgrund von Rollenstereotypen werden Frauen häufiger auf die ausführende Rolle der „PR-Technikerin“ festgelegt, während managementrelevante Eigenschaften wie Durchsetzungsstärke eher männlich codiert sind.

Welche Rolle spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in dieser Untersuchung?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die traditionelle Zuschreibung der Frau als „Familienmanagerin“ die Karrierechancen negativ beeinflusst und dazu führt, dass sich viele PR-Frauen für ein Leben ohne Kinder entscheiden.

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Details

Title
Frauen in der PR hochqualifiziert und unterbezahlt
College
University of Münster  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Kommunikatoren in der PR
Grade
1,3
Author
Christine Heinrichs (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V32568
ISBN (eBook)
9783638332538
Language
German
Tags
Frauen Kommunikatoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Heinrichs (Author), 2004, Frauen in der PR hochqualifiziert und unterbezahlt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32568
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