Einleitung
Diese Hausarbeit soll die Geschichte, den Aufbau und die Organisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes darstellen. Des weiteren sollen Satzung und Programm, sowie die Politik und die Zukunft des Bundes besprochen werden.
Was aber überhaupt sind Gewerkschaften? Dieter Schuster beschreibt Gewerkschaften in der Einleitung zu seinem Buch „Der Deutsche Gewerkschaftsbund“ als „Organisationen, die die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen ihrer Mitglieder im besonderen, aber auch der Arbeitnehmer insgesamt vertreten. Die Gewerkschaften versuchen, auf demokratischem Wege die volle gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Gleichberechtigung aller Arbeitnehmer zu erreichen.“(1)
Diese Definition verdeutlicht das Selbstverständnis des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
An den Grundlagen der Gewerkschaftsbewegung hat sich in den vergangenen zwei Generationen nichts geändert: der sozialen Unterlegenheit und der Abhängigkeit der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer ist als einzelne Person der Übermacht der Arbeitgeber ausgeliefert. Nur solidarisch und mit Hilfe gemeinsamer Aktionen kann er sich gegen diese Übermacht behaupten.
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1 Schuster, Dieter: Der Deutsche Gewerkschaftsbund. Ämter und Organisationen der Bundesrepublik Deutsch-land, Düsseldorf 1977, S. 9
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Anfänge der deutschen Gewerkschaftsbewegung
3. Vom Ende des Dritten Reiches bis zum Gründungskongreß des DGB
4. Die Gründung des DGB
5. Die Geschichte des DGB von 1949 bis in die Neunziger Jahre
6. Aufbau und Organisation des DGB
7. Satzung des DGB
8. Ziele des DGB
9. Zukunft der Gewerkschaften
10. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, den strukturellen Aufbau und die programmatische Ausrichtung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) seit 1945, um dessen Rolle und zukünftige Herausforderungen im Spannungsfeld von Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu bewerten.
- Historische Entwicklung der DGB-Gründung nach 1945
- Struktur, Organisation und demokratische Verankerung des Bundes
- Programmatische Ziele in Sozial-, Wirtschafts- und Arbeitspolitik
- Herausforderungen der Gewerkschaften angesichts der Massenarbeitslosigkeit
- Zukunftsperspektiven und notwendige Reformen der Organisationsstruktur
Auszug aus dem Buch
3. Vom Ende des Dritte Reiches bis zum Gründungskongreß des DGB
In den westliche Besatzungszonen war die sofortige Gründung von Gewerkschaften ein zentrales Ziel der Initiativgruppen, die sich bereits in den letzten Kriegs-tagen in einzelnen Städten zusammenschlossen. Schon vor Kriegsende war eine erste Gewerkschaft in Aachen gegründet worden, weitere Gruppen bildeten sich in den ersten Maitagen 1945 an vielen Orten im besetzten Deutschland. Man war sich nun darin einig, daß die weltanschauliche Zersplitterung innerhalb der deutschen Gewerkschaftsbewegung der Vergangenheit angehören und die neuen Organisationen Einheitsgewerkschaften, d.h. parteipolitisch unabhängig und religiös neutral sein sollten. Man orientierte sich konzeptionell an im Widerstand bewahrten und im Exil weiterentwickelten Modellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Geschichte und Organisation des DGB sowie über die Definition und Bedeutung von Gewerkschaften.
2. Die Anfänge der deutschen Gewerkschaftsbewegung: Es wird die Entstehung der ersten Gewerkschaften im 19. Jahrhundert und deren frühe Ziele wie soziale Schutzfunktionen und Bildungsförderung erläutert.
3. Vom Ende des Dritten Reiches bis zum Gründungskongreß des DGB: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Einheitsgewerkschaftsbildung in den westlichen Besatzungszonen nach 1945.
4. Die Gründung des DGB: Der Fokus liegt auf dem Münchener Kongress von 1949 und der Etablierung des Dachverbandes als Interessenvertretung.
5. Die Geschichte des DGB von 1949 bis in die Neunziger Jahre: Es erfolgt eine Darstellung der politischen Entwicklung und der gesellschaftlichen Einflussnahme des DGB über mehrere Jahrzehnte.
6. Aufbau und Organisation des DGB: Das Kapitel erläutert die föderalistische Struktur und die Organe des Bundes, wie Bundeskongress und Bundesvorstand.
7. Satzung des DGB: Die Satzung wird analysiert, um das Selbstverständnis des Bundes bezüglich Politik, Wirtschaft und Sozialstaat aufzuzeigen.
8. Ziele des DGB: Es werden die konkreten politischen und ökonomischen Ziele aus den Grundsatzprogrammen des DGB diskutiert.
9. Zukunft der Gewerkschaften: Die Arbeit untersucht die Herausforderungen durch Arbeitslosigkeit, Globalisierung und Reformbedarf innerhalb des DGB.
10. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die wechselvolle Geschichte zusammen und plädiert für eine engere Zusammenarbeit aller Akteure zur Bewältigung künftiger Krisen.
Schlüsselwörter
Deutscher Gewerkschaftsbund, DGB, Gewerkschaftsbewegung, Arbeitnehmer, Mitbestimmung, Einheitsgewerkschaft, Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik, Arbeitslosigkeit, Tarifpolitik, Arbeitsmarkt, Strukturreform, Interessenvertretung, Bundesrepublik Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die Geschichte, den Aufbau und das Selbstverständnis des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) seit seiner Gründung im Jahr 1949 bis in die neunziger Jahre.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entstehung nach 1945, die organisatorische Struktur, die programmatischen Ziele sowie die aktuelle Krisenbewältigung und Zukunftsfähigkeit der Gewerkschaften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Entwicklung der deutschen Gewerkschaftsbewegung darzustellen, ihr aktuelles Programm zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, wie der DGB die Interessen der Arbeitnehmer in einer sich wandelnden Wirtschaft vertritt.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse von Fachwerken der siebziger und achtziger Jahre sowie auf aktuelle Informationsmaterialien des DGB und statistische Daten aus dem Internet.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung der Gewerkschaftsbewegung, den Aufbau des DGB, die Analyse der Satzung und der Ziele sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen durch Arbeitslosigkeit und interne Reformbedarfe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind unter anderem DGB, Arbeitnehmervertretung, Mitbestimmung, Einheitsgewerkschaft, Sozialpolitik und Strukturwandel.
Warum ist laut der Arbeit eine Reform der Mitgliederstruktur notwendig?
Der Autor argumentiert, dass das Verhältnis zwischen Industriearbeitern und Beschäftigten in Dienstleistungsberufen unausgewogen ist und der DGB interne Reformen benötigt, um den veränderten ökonomischen Realitäten gerecht zu werden.
Wie bewertet der Autor die Zukunftsfähigkeit des DGB?
Der Autor zeichnet ein eher skeptisches Bild, da der DGB Schwierigkeiten mit Selbstreformen habe und mit einem Mitgliederschwund sowie der Stagnation des gewerkschaftlichen Organisationsgrades konfrontiert sei.
- Quote paper
- Axel Möhring (Author), 1999, Der Deutsche Gewerkschaftsbund nach 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3257