Viele Kinder lesen gar nicht oder nur sehr wenig, manche verstehen nichts von dem was sie lesen oder finden es einfacher das Werk auf DVD zu schauen. Aber Warum? Diese Frage wird in dieser Arbeit nicht geklärt, doch es wird ein Kinderroman vorgestellt, der den Interessen eines heutigen Schulkindes entspricht. Denn nur, wenn den Kindern eine entsprechend interessante Lektüre angeboten wird, werden sie wieder mehr lesen … hoffentlich!
Gliederung
01. Einleitung
02. Historie
03. Moderne Kinder- und Jugendliteratur
04. Zweck und Charakteristik der modernen KJL
05. Besonderheiten des Erzählens von Peter Härtling
06. „Ben liebt Anna“ im Unterricht
07. Methodische Vorschläge
08. Lesemotivation und Leseförderung
09. Leseförderung im Unterricht
10. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Bedeutung der modernen Kinder- und Jugendliteratur auseinander, wobei der Kinderroman „Ben liebt Anna“ von Peter Härtling als exemplarisches Fallbeispiel dient, um konkrete Ansätze für die schulische Lesemotivation und -förderung abzuleiten.
- Historische Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur
- Charakteristika und pädagogische Funktion der modernen KJL
- Literarische Analyse des Werks „Ben liebt Anna“
- Methodische Konzepte zur Einbindung von Literatur im Unterricht
- Faktoren der Lesemotivation und effektive Leseförderungsstrategien
Auszug aus dem Buch
6. „Ben liebt Anna“ im Unterricht
„Ben liebt Anna“ ist der Prototyp des modernen, psychologischen Kinderromans und ist 1979 erschienen. Dieses Kinderbuch ist für das 4.–6. Schuljahr geeignet.
Im Mittelpunkt steht die Empfindung eines 10jährigen Jungen Ben, der sich in eine polnische Aussiedlerin Anna verliebt. Es findet sich in den 14 Kapiteln eine subjektiv gedeutete Welt, die nicht bewertet, relativiert oder richtig gestellt wird.
Es wird offen über erotische Liebesszenen geredet, aber es wird auch viel Raum zum Nachdenken durch Leerstellen in der Beschreibung der Gefühle und dem Verhalten gelassen. Peter Härtling bedient sich dem Erzählmittel des Bewusstseinsstrom, was das Ganze sehr individuell und stark subjektiv macht.
Des Weiteren sind auch lustige Passagen enthalten, wodurch ein Lesevergnügen entsteht. Es werden in „Ben liebt Anna“ zwei Themenkreise miteinander verbunden: Der Umgang mit Fremden und die erotische Nähe zwischen sehr jungen Kindern. Das Buch hat einen offenen Schluss, der herausfordern und anregen soll und es wird eine Körperlichkeit thematisiert, was ein Beleg für einneues Kindheitsbild und Modernität ist.
Zusammenfassung der Kapitel
01. Einleitung: Die Einleitung thematisiert das allgemein schwindende Leseinteresse bei Kindern und stellt die Notwendigkeit dar, durch anregende Lektüre die Freude am Lesen wieder zu wecken.
02. Historie: Dieser Abschnitt zeichnet den Wandel des Kindheitsbildes und der Kinderliteratur von der Aufklärung über die Romantik bis ins 20. Jahrhundert nach.
03. Moderne Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird die Entwicklung der KJL von den 40er bis in die 90er Jahre dargestellt, wobei der Fokus auf dem Wandel thematischer Schwerpunkte und der veränderten Wahrnehmung des Kindes als gleichberechtigtes Subjekt liegt.
04. Zweck und Charakteristik der modernen KJL: Das Kapitel erläutert die pädagogischen Funktionen der KJL, wie die Förderung von Empathie, das Aufzeigen gesellschaftlicher Themen und die Anregung von Kommunikationsprozessen zwischen den Generationen.
05. Besonderheiten des Erzählens von Peter Härtling: Der Fokus liegt hier auf dem Autor Peter Härtling, seinen Leitlinien für das Schreiben und den Merkmalen seines Erzählstils, der durch Atmosphäre und psychologische Tiefe geprägt ist.
06. „Ben liebt Anna“ im Unterricht: Dieses Kapitel analysiert das Werk als Prototyp eines modernen Kinderromans und diskutiert dessen Eignung für den Einsatz im Unterricht.
07. Methodische Vorschläge: Hier werden konkrete unterrichtspraktische Methoden vorgestellt, um sich dem Roman und seinen Charakteren schülerorientiert zu nähern.
08. Lesemotivation und Leseförderung: Dieser Teil betrachtet theoretische Grundlagen der Lesemotivation, den Einfluss von Familie und Schule sowie die Bedeutung ästhetischer Bildung in der Grundschule.
09. Leseförderung im Unterricht: Hier werden praktische Ansätze und Werkzeuge wie das Lesejournal vorgestellt, um Lesefertigkeiten gezielt auszubauen und Literatur sinnvoll in den Unterricht zu integrieren.
10. Literatur: Das abschließende Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Primärquellen.
Schlüsselwörter
Kinderliteratur, Lesemotivation, Leseförderung, Peter Härtling, Ben liebt Anna, Grundschule, Literaturdidaktik, Kindheit, Unterrichtsmethodik, Lesejournal, Sozialisation, Mediennutzung, Literaturunterricht, Erzählstil, Identitätsfindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die moderne Kinder- und Jugendliteratur und wie diese genutzt werden kann, um die Lesemotivation von Grundschulkindern zu fördern, wobei Peter Härtlings Roman als zentrales Beispiel dient.
Welche Themenfelder stehen im Vordergrund?
Zentrale Felder sind die historische Entwicklung der Kinderliteratur, die Analyse von Härtlings Schreibstil, die psychologische Tiefe moderner Kinderromane und didaktische Konzepte zur Literaturvermittlung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie durch adäquate literarische Angebote und methodisch durchdachte Leseförderung die Lesemotivation im Grundschulalter nachhaltig gestärkt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturdidaktische Analyse, die Fachliteratur auswertet und diese auf ein konkretes, für den Unterricht relevantes Fallbeispiel anwendet.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der KJL-Historie, eine spezifische Werkinterpretation von „Ben liebt Anna“, methodische Ansätze für den Unterricht sowie eine Diskussion über Faktoren der Lesemotivation.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich besonders durch die Begriffe Lesemotivation, Literaturdidaktik, Kinderliteratur, Leseförderung und den spezifischen didaktischen Einsatz des Werkes von Peter Härtling charakterisieren.
Warum wird gerade der Roman „Ben liebt Anna“ für den Unterricht empfohlen?
Da er als Prototyp des modernen psychologischen Kinderromans gilt, der kindliche Lebenswelten und soziale Themen ernst nimmt, ohne zu belehren, was ihn für den Unterricht besonders anschlussfähig macht.
Welche Rolle spielt das Lesejournal in diesem Konzept?
Das Lesejournal fungiert als Methode zur Dokumentation individueller Lernprozesse und ermöglicht dem Lehrer einen direkten Einblick in die Leseverarbeitung der Kinder, um gezielte Unterstützung anzubieten.
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- Christina Kühnle (Author), 2004, Moderne Kinderliteratur am Beispiel Peter Härtlings 'Ben liebt Anna' und allgemeine Aspekte der Lesemotivation und Leseförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32602