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Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstrukturen des pädagogischen Denken und Handelns

Title: Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstrukturen des pädagogischen Denken und Handelns

Seminar Paper , 2002 , 8 Pages , Grade: gut

Autor:in: Frank Christian Petersen (Author)

Pedagogy - General
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Diese Referatsausarbeitung befasst sich mit den Grundstrukturen des pädagogischen Denkens und Handelns nach Dietrich Benner. Benner, zeitgenössischer Professor für Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, untersucht in seinen Prinzipien pädagogischen Denkens und Handelns den Zusammenhang konstitutiver und regulativer Prinzipien derselben.

Dabei geht Benner mit dem Anspruch an sein Thema, die pädagogischen Professionen mit der pädagogischen Praxis und anderen Praxen zu konfrontieren und deren Beziehungen offen zu legen, und nicht, wie häufig geschehen, die Pädagogik isoliert zu betrachten, pädagogische Professionen auseinander zu differenzieren und losgelöst von anderen Bereichen zu betrachten.

Benner benutzt bewusst den Terminus pädagogisches Denken und Handeln, um klar aufzuzeigen, dass für ihn Theorie und Praxis des Unterrichtens und Erziehens und des Nachdenkens darüber zusammenhängen und einander bedingen. Er stellt vier Prinzipien des pädagogischen Denken und Handelns vor, die er in konstitutive, also begründende bzw. grundlegende Prinzipien, und in regulative, somit steuernde und ausgleichende Prinzipien unterscheidet.

Zu den konstitutiven Prinzipien gehören die Bildsamkeit und die Aufforderung zur Selbsttätigkeit, die hier noch weiter ausgeführt und behandelt werden, zu den regulativen Prinzipien gehört die Überführung gesellschaftlicher in pädagogische Determination sowie die „Ausrichtung der menschlichen Gesamtpraxis an der Aufgabe einer nicht-hierarchischen und nicht-teleologischen Verhältnisbestimmung der Einzelpraxen ausdifferenzierter Humanität“. Auf die erstgenannten, konstitutiven Prinzipien werde ich im folgenden näher
eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Bildsamkeit

2. Selbsttätigkeit

3. Sprache und pädagogische Kunst

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die von Dietrich Benner postulierten Grundstrukturen des pädagogischen Denkens und Handelns. Ziel ist es, den konstitutiven Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis im erzieherischen Kontext aufzuzeigen und die pädagogische Profession in ihrer spezifischen Eigenart gegenüber anderen Lebenspraxen abzugrenzen.

  • Die Analyse der konstitutiven Prinzipien Bildsamkeit und Aufforderung zur Selbsttätigkeit.
  • Die Überwindung der Dichotomie von Anlage- und Umweltdetermination im pädagogischen Kontext.
  • Die Rolle der produktiven Freiheit und Sprache in erzieherischen Interaktionen.
  • Die pädagogische Kunst als dialektischer Prozess, der auf die eigene Aufhebung (das Ende der Erziehung) abzielt.

Auszug aus dem Buch

3. Sprache und pädagogische Kunst

Die scheinbar paradoxe Kunst „den Heranwachsenden zu etwas aufzufordern, was er – noch – nicht kann, und ihn als jemanden anzuerkennen, der er –noch – nicht ist“, bestimmt die pädagogische Praxis und verdankt ihr ihre spezifischen Wirkungsmöglichkeiten.

Dies hält Benner für eine Besonderheit der pädagogischen Praxis, die sich damit von allen anderen Praxen unterscheidet, da sie durch die Aufforderung zur Selbsttätigkeit des Zu-Erziehenden ihr eigenes Ende zum Ziel hat.

„Die Finalität der pädagogischen Praxis, ihr eigenes Ende zu intendieren, folgt aus der Dialektik der beiden ersten Prinzipien pädagogischen Denken und Handelns, an die Bildsamkeit der Erziehungsbedürftigen dadurch anzuknüpfen, dass diese zur Selbsttätigkeit aufgefordert werden, und somit jegliche pädagogische Autorität an die Autorität der Zu-Erziehenden abzugeben.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in Dietrich Benners Verständnis von pädagogischem Denken und Handeln als eine Einheit von konstitutiven und regulativen Prinzipien.

1. Bildsamkeit: Erörterung der Bildsamkeit als grundlegendes historisches Apriori des Menschseins, das unabhängig von Anlage- oder Umweltdetermination besteht.

2. Selbsttätigkeit: Darstellung des Prinzips der Aufforderung zur Selbsttätigkeit als notwendige Ergänzung zur Bildsamkeit, um produktive Freiheit und Wunschartikulation zu ermöglichen.

3. Sprache und pädagogische Kunst: Reflexion über die paradoxe Natur der Pädagogik, deren Ziel es ist, den Zögling zur Mündigkeit zu führen und damit die Notwendigkeit pädagogischer Autorität aufzuheben.

Schlüsselwörter

Dietrich Benner, pädagogisches Denken, pädagogisches Handeln, Bildsamkeit, Selbsttätigkeit, Konstitutive Prinzipien, Erziehungstheorie, produktive Freiheit, pädagogische Interaktion, Anlage-Umwelt-Debatte, Pädagogische Kunst, Mündigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die grundlegenden Prinzipien des pädagogischen Denkens und Handelns nach Dietrich Benner, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen pädagogischer Theorie und praktischem Wirken liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bildsamkeit des Menschen, die Bedeutung der Selbsttätigkeit in der Erziehung sowie die methodische Gestaltung pädagogischer Interaktionen unter Berücksichtigung von Sprache und Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie pädagogische Praxis konstitutiv für menschliche Koexistenz ist und warum sie sich durch das Ziel ihrer eigenen Aufhebung von anderen gesellschaftlichen Praxen unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematisch-problemgeschichtliche Analyse, die Benners erziehungswissenschaftliche Positionen auf Basis seiner theoretischen Schriften darlegt und durch aktuelle Beispiele illustriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die beiden konstitutiven Prinzipien – Bildsamkeit und Aufforderung zur Selbsttätigkeit – tiefgehend analysiert und in den Kontext der Überwindung von Anlage- und Umweltbestimmtheiten gestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bildsamkeit, Selbsttätigkeit, pädagogische Interaktion, produktive Freiheit und das Ende der pädagogischen Autorität.

Wie bewertet Benner die Debatte um Anlage- und Umweltdetermination?

Er hält diese Debatte für pädagogisch unfruchtbar, da sie das geschichtliche Apriori vernachlässigt, dass der Mensch seine Bestimmtheit erst durch erzieherische Einwirkung und Interaktion erlangt.

Warum ist die pädagogische Kunst paradox?

Sie ist paradox, da sie den Heranwachsenden zur Selbsttätigkeit in Bereichen auffordert, die er aktuell noch nicht beherrscht, und ihn gleichzeitig als jemanden respektiert, der er erst noch werden muss.

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Details

Title
Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstrukturen des pädagogischen Denken und Handelns
College
University of Flensburg  (Allgemeine Pädagogik)
Course
Seminar Allgemeine Pädagogik
Grade
gut
Author
Frank Christian Petersen (Author)
Publication Year
2002
Pages
8
Catalog Number
V32623
ISBN (eBook)
9783638332972
ISBN (Book)
9783668259508
Language
German
Tags
Eine Einführung Grundstrukturen Denken Handelns Seminar Allgemeine Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Christian Petersen (Author), 2002, Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstrukturen des pädagogischen Denken und Handelns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32623
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