Dieser Aufsatz befasst sich mit der Theorie der "International Real Business Cycles", welche ihren Ursprung haben in Artikeln von Kydland und Plosser (1982) und Long und Plosser (1983). Diese Artikel wirkten zur Zeit ihres Erscheinens revolutionär,
denn sowohl inhaltlich als auch methodisch lagen sie weit abseits des Spektrums traditioneller Konjunkturtheorie.
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Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Grundmodell: „Real-Business-Cycles“
- Annahmen
- Das Modell
- „International Real Business Cycles“
- Annahmen
- Das Modell
- Empirie
- Hodrick-Prescott-Filter
- Empirischer Vergleich
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Aufsatz untersucht die Theorie der „International Real Business Cycles“, die auf den Arbeiten von Kydland und Plosser (1982) sowie Long und Plosser (1983) basiert. Der Fokus liegt darauf, die Ursachen von kurzfristigen Schwankungen in Output und Beschäftigung in modernen Volkswirtschaften zu analysieren, ohne auf Unvollkommenheiten oder monetäre Effekte zurückzugreifen. Das Modell untersucht, wie Technologie-Schocks zu intertemporaler Substitution von Arbeitszeit und Freizeit führen, die wiederum die Fluktuationen in Output und Beschäftigung erklären.
- Analyse der Ursachen von kurzfristigen Schwankungen in Output und Beschäftigung
- Bewertung des Einflusses von Technologie-Schocks auf die Wirtschaft
- Untersuchung der intertemporalen Substitution von Arbeitszeit und Freizeit als Erklärungsmodell für konjunkturelle Schwankungen
- Anwendung des Modells der „International Real Business Cycles“
- Empirische Überprüfung der Plausibilität des Modells
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt das Thema des Aufsatzes vor und erläutert die Bedeutung der Theorie der „Real-Business-Cycles“ im Kontext traditioneller Konjunkturtheorie. Sie hebt die Abgrenzung vom keynesianischen, monetaristischen und neoklassischen Denkansatz hervor und stellt die methodische Neuerung des Modells dar.
Das Grundmodell: „Real-Business-Cycles“
Dieses Kapitel erläutert die neoklassischen Grundannahmen und das Grundmodell der „Real-Business-Cycles“ für eine geschlossene Volkswirtschaft. Es fokussiert auf die Optimierung des Nutzens von Individuen in einem unendlichen Zeithorizont und analysiert den Einfluss von Technologie-Schocks auf die intertemporale Substitution von Arbeitszeit und Freizeit.
„International Real Business Cycles“
Das dritte Kapitel erweitert das Modell auf eine offene Volkswirtschaft und stellt das Optimierungsproblem des Modells der „International Real Business Cycles“ vor. Es analysiert die Interaktion zwischen den Volkswirtschaften und die Auswirkungen von Technologie-Schocks auf die internationale Wirtschaft.
Empirie
Dieses Kapitel widmet sich der empirischen Überprüfung des Modells und erläutert die Herausforderungen bei der Validierung der theoretischen Annahmen. Es stellt das Hodrick-Prescott-Filter als Instrument zur Analyse von Zeitreihen vor und analysiert den empirischen Vergleich des Modells mit realen Daten.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen des Aufsatzes sind „Real-Business-Cycles“, „International Real Business Cycles“, Technologie-Schocks, intertemporale Substitution, Hodrick-Prescott-Filter, neoklassische Annahmen und empirische Überprüfung. Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse von konjunkturellen Schwankungen in Output und Beschäftigung ohne monetäre Effekte und beleuchtet die Relevanz von Technologie-Schocks als treibende Kraft der Konjunkturzyklen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter „International Real Business Cycles“?
Es handelt sich um eine Theorie, die konjunkturelle Schwankungen (Output und Beschäftigung) durch reale Schocks, insbesondere Technologie-Schocks, in einem internationalen Kontext erklärt.
Welche Rolle spielen Technologie-Schocks in diesem Modell?
Technologie-Schocks führen zu einer intertemporalen Substitution von Arbeitszeit und Freizeit, was die Fluktuationen in der Wirtschaft ohne Rückgriff auf monetäre Effekte erklärt.
Auf welchen wissenschaftlichen Arbeiten basiert dieser Ansatz?
Die Theorie basiert maßgeblich auf den bahnbrechenden Artikeln von Kydland und Plosser (1982) sowie Long und Plosser (1983).
Was ist das Hodrick-Prescott-Filter?
Das Hodrick-Prescott-Filter ist ein mathematisches Instrument zur Analyse von Zeitreihen, das in der Arbeit zur empirischen Überprüfung des Modells eingesetzt wird.
Wie grenzt sich die RBC-Theorie von anderen Ansätzen ab?
Sie unterscheidet sich deutlich von keynesianischen oder monetaristischen Ansätzen, da sie Schwankungen als Gleichgewichtsphänomene ohne Marktunvollkommenheiten betrachtet.
Was ist das Ziel der empirischen Untersuchung in diesem Aufsatz?
Ziel ist es, die theoretischen Annahmen des Modells mit realen Wirtschaftsdaten zu vergleichen und dessen Plausibilität zu bewerten.
- Arbeit zitieren
- Elmar Hüskes (Autor:in), 2004, International Real Business Cycles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32628