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Polysemie in der strukturellen Semantik

Title: Polysemie in der strukturellen Semantik

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Joanna Jaritz (Author)

French Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit soll die Behandlung der Polysemie in der Strukturellen
Semantik dargestellt werden. Um die mit diesem Thema verbundenen Probleme
aufzuzeigen, soll zunächst der Begriff der „Polysemie“ bestimmt, und die
Grundprinzipien des Strukturalismus aufgezeigt werden.
Vor diesem Hintergrund werden dann die Untersuchungsergebnisse verschiedener
Vertreter der Strukturellen Semantik dargestellt, und in Hinblick auf die
Grundprinzipien des Strukturalismus eingeordnet. Michel Bréal hat 1897 in seinem Essai de sémantique: Science des significations
den Terminus der Polysemie eingeführt. Diese Bezeichnung stammt aus dem
Griechischen (Poly- „viel“, sema: „Zeichen“).
Seit ihrer Behandlung in der Linguistik wurde die Erscheinung meist als ein
signifiant mit mehreren signifiés verstanden1.
So lautet beispielsweise die Definition des Funkkollegs Sprachwissenschaft2:
„Einem Ausdruck können mehrere voneinander verschiedene Inhalte zugeordnet
werden.“
Da diese Definition jedoch sowohl verschiedene Inhalte einschließt, die etwas
gemeinsam haben, als auch solche Inhalte, die in keinerlei Verbindung zueinander
stehen, wurde zur Präzisierung häufig versucht, die Polysemie (erstgenannter Fall)
von der Homonymie (letzterer Fall), abzugrenzen. Die Abgrenzung der beiden Fälle kann sehr vielfältig ausfallen, wie in dieser
Hausarbeit deutlich werden soll. Grundsätzlich gibt es zwei Arten der
Unterscheidung: Diachronisch aus der Sprachentwicklung begründend, und
synchronisch aus den Überschneidungen der verschiedenen Inhalte.
Eine diachronische Argumentation findet sich z.B. bei Stammerjohann im
Handbuch der Linguistik (1975): [...]
1Vgl.: Dietrich 1997: 227
2 Funkkolleg 1971: Studenbegleitbriefe zum Funkkolleg Sprachwissenschaft Band I,II,
Frankfurt/Main, S.96. Zitiert nach Abraham 1974:338.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

„POLYSEMIE...“

Das Problem der Abgrenzung Polysemie/Homonymie

„...IN DER STRUKTURELLEN SEMANTIK“

Grundsätzliche Probleme mit der Polysemie

1. Die Prägung des Strukturalismus durch de Saussure

2.Die begriffliche Fassung der Polysemie im sprachlichen Zeichen

THEORIEN EINIGER VERTRETER DER STRUKTURELLEN SEMANTIK

COSERIU/GECKELER

Methodische Voraussetzungen:

Untersuchung

Abgrenzung der Homonymie von der Polysemie

Zusammenfassung

GREIMAS

Methodische Voraussetzungen:

Untersuchung

Abgrenzung der Homonymie von der Polysemie

Zusammenfassung

POTTIER

Methodische Voraussetzungen

Untersuchung

Abgrenzung der Homonymie von der Polysemie

Zusammenfassung:

POTTIER NAVARRO:

Methodische Voraussetzung

Untersuchung

Abgrenzung der Homonymie von der Polysemie

Zusammenfassung

WOLF DIETRICH

Methodische Voraussetzung

Untersuchung

Abgrenzung Homonymie/Polysemie

Zusammenfassung

ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Behandlung der Polysemie innerhalb der strukturellen Semantik und analysiert, wie verschiedene Theoretiker dieses Phänomen im Kontext der Saussure’schen Sprachprinzipien definieren, abgrenzen und in ihre jeweiligen Systemmodelle integrieren.

  • Grundprinzipien des Strukturalismus und ihre Anwendung auf die Polysemie
  • Methodische Ansätze zur Unterscheidung von Polysemie und Homonymie
  • Analyse der Lexembegriffe bei Coseriu, Geckeler, Greimas, Pottier und Dietrich
  • Die Rolle von Kontext, Situation und Diachronie bei der Bedeutungsdifferenzierung

Auszug aus dem Buch

Das Problem der Abgrenzung Polysemie/Homonymie

Die Abgrenzung der beiden Fälle kann sehr vielfältig ausfallen, wie in dieser Hausarbeit deutlich werden soll. Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Unterscheidung: Diachronisch aus der Sprachentwicklung begründend, und synchronisch aus den Überschneidungen der verschiedenen Inhalte.

Eine diachronische Argumentation findet sich z.B. bei Stammerjohann im Handbuch der Linguistik (1975):

„Die Erscheinung, dass ein Wort mehrere Bedeutungen hat, im Unterschied zur „Monosemie“ (eine Bedeutung) und gelegentlich auch zur „Bisemie“ (zwei Bedeutungen). Ein solches Wort heißt „polysem“. Beispiel: Birne (zum essen/in der Lampe).

Genauer spricht man von „Polysemie“ bei bedeutungsgeschichtlicher Divergenz eines etymologisch einzigen Wortes, bei lautgeschichtlicher Konvergenz etymologisch verschiedener Wörter dagegen von „Homonymie“.“

Als synchronische Unterscheidung zwischen Polysemie und Homonymie wird häufig das Moment einer Gemeinsamkeit auf der Inhaltsseite des Lexems herangezogen. Verschiedene Ansätze dieser Richtung werden im Hauptteil der vorliegenden Hausarbeit behandelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, den Begriff der Polysemie innerhalb der strukturellen Semantik zu beleuchten und die theoretischen Hintergründe zu skizzieren.

„POLYSEMIE...“: Einführung in die Begriffsgeschichte der Polysemie und die klassische Unterscheidung zur Homonymie.

„...IN DER STRUKTURELLEN SEMANTIK“: Erörterung der strukturalistischen Grundlagen nach de Saussure und der daraus resultierenden Probleme für die Erforschung der Polysemie.

THEORIEN EINIGER VERTRETER DER STRUKTURELLEN SEMANTIK: Detaillierte Analyse der Ansätze von Coseriu/Geckeler, Greimas, Pottier, Pottier Navarro und Wolf Dietrich hinsichtlich ihrer methodischen Voraussetzungen und Ergebnisse.

ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Ergebnisse, wobei aufgezeigt wird, dass die Behandlung der Polysemie stark von der methodischen Strenge gegenüber den saussureschen Paradigmen abhängt.

Schlüsselwörter

Polysemie, Strukturelle Semantik, Homonymie, Lexem, Signifikant, Signifikat, Synchronie, Diachronie, Sprachsystem, Feldmethode, Bedeutungskern, Kontext, Semem, Saussure, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie das Phänomen der Polysemie (Mehrdeutigkeit) innerhalb der strukturellen Semantik theoretisch erfasst, definiert und von der Homonymie abgegrenzt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die strukturalistischen Grundprinzipien nach Ferdinand de Saussure, die Anwendung dieser Prinzipien auf die Wortsemantik und die methodischen Unterschiede zwischen führenden Vertretern der strukturellen Semantik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Untersuchungsergebnisse verschiedener Linguisten zur Polysemie darzustellen und diese in Hinblick auf die Grundprinzipien des Strukturalismus kritisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Analyse der theoretischen Modelle (Literaturstudie), indem sie die Ansätze von Coseriu/Geckeler, Greimas, Pottier und Dietrich explizit auf ihre methodischen Voraussetzungen hin untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der einzelnen Theoretiker und ihrer spezifischen Arbeitsweisen, wobei die Behandlung der Lexeme, die Rolle von Kontext und Situation sowie der Umgang mit Diachronie detailliert diskutiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Polysemie, Strukturalismus, Signifikat, Signifikant, Lexem-Abgrenzung und die theoretische Debatte zwischen Systembedeutung und Redebedeutung gekennzeichnet.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen synchronischer und diachronischer Betrachtung eine zentrale Rolle?

Die Arbeit zeigt auf, dass rein synchronische Ansätze oft zur "Ausklammerung" der Polysemie führen, während die Einbeziehung diachronischer Aspekte zwar die Beschreibungsmöglichkeiten erweitert, aber auch zu methodischen Widersprüchen führen kann.

Welche Schlussfolgerung zieht die Verfasserin zu den untersuchten Ansätzen?

Die Verfasserin kommt zu dem Schluss, dass viele streng strukturelle Ansätze die Polysemie zwar konsistent ausklammern, dies aber als Resultat einer strukturellen Analyse als etwas unscharf empfunden wird, wobei sie besonders die Methode von Greimas hervorhebt, der das Phänomen besser integrieren kann.

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Details

Title
Polysemie in der strukturellen Semantik
College
University of Heidelberg
Course
HS Lexikalische Semantik
Grade
1,0
Author
Joanna Jaritz (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V32643
ISBN (eBook)
9783638333122
Language
German
Tags
Polysemie Semantik Lexikalische Semantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joanna Jaritz (Author), 2004, Polysemie in der strukturellen Semantik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32643
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