Seit seiner Gründung sich die Zahl der Mitglieder von GATT bzw. WTO stetig erhöht. Gleichzeitig partizipieren fast alle Mitgliedsstaaten der WTO an regiona-len Bündnissen. Diese Tendenzen scheinen sich auf den ersten Blick zu wider-sprechen. Während das GATT den freien, liberalisierten Welthandel zum Ziel hat, werden bei regionalen Integrationsabkommen Handelsschranken nur ge-genüber den Partnerländern abgebaut, gegenüber Drittstaaten jedoch aufrecht-erhalten.
Diese Arbeit versucht zu klären, wie diese beiden Entwicklungen miteinander vereinbar sind. Hierzu wird zunächst die Theorie des Freihandels kurz darge-stellt, anschließend die Grundsätze und die Entwicklung von GATT und WTO aufgezeigt. Im Anschluss daran wird auf die unterschiedlichen Ausprägungsfor-men der regionalen Integrationsabkommen eingegangen und die Folgen des Regionalismus für die außen vor bleibenden Drittstaaten dargelegt. Im achten Kapitel wird gezeigt, wie die regionale Integration die Entwicklung des Welthan-dels in den letzten Jahrzehnten beeinflusst hat, bevor ein kurzes Fazit die Arbeit abschließt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theorie des Freihandels
- GATT und WTO
- Regionalismus
- Gründe für Regionalismus
- Public Choice Ansatz
- Politisch strategische Motive
- Regionalismus als Mittel zur Transaktionskostensenkung
- Folgen der regionalen Integration
- Regionalismus als globale Liberalisierungsstrategie?
- Expansion regionaler Integrationsräume
- Building Blocs
- Stumbling Blocs
- Die Integrationsräume in den vergangenen Jahrzehnten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die scheinbar widersprüchlichen Tendenzen im globalen Handel: Während das GATT und die WTO den freien Welthandel fördern, erleben regionale Integrationsabkommen eine zunehmende Verbreitung. Ziel ist es, die Vereinbarkeit dieser Entwicklungen zu analysieren und die Folgen des Regionalismus für die Weltwirtschaft zu beleuchten.
- Theorie des Freihandels und ihre Anwendung in der Praxis
- Entwicklung und Funktionsweise des GATT und der WTO
- Analyse verschiedener Formen regionaler Integrationsabkommen
- Auswirkungen des Regionalismus auf Drittstaaten und die globale Handelslandschaft
- Bedeutung der regionalen Integration für die Weltwirtschaft in den letzten Jahrzehnten
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Problematik des scheinbar widersprüchlichen Zusammenspiels von freiem Welthandel und regionalen Integrationsabkommen dar und skizziert den Aufbau der folgenden Kapitel.
- Theorie des Freihandels: Dieses Kapitel erklärt die grundlegende Theorie des Freihandels nach David Ricardo und zeigt die Vorteile des internationalen Handels für die globale Wohlfahrt auf.
- GATT und WTO: Dieses Kapitel beschreibt die Geschichte und die zentralen Prinzipien des General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) und der Welthandelsorganisation (WTO), die die Liberalisierung des Welthandels zum Ziel haben.
- Regionalismus: Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Formen regionaler Integrationsabkommen und analysiert die Gründe für deren Entstehung. Dazu werden der Public Choice Ansatz, politische strategische Motive und Transaktionskostensenkungen untersucht.
- Folgen der regionalen Integration: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen des Regionalismus auf Drittstaaten und analysiert die potenziellen positiven und negativen Folgen der regionalen Integration für die Weltwirtschaft.
- Regionalismus als globale Liberalisierungsstrategie?: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle des Regionalismus als Motor der Globalisierung und analysiert die verschiedenen Ausprägungsformen der regionalen Integration, darunter Building Blocs und Stumbling Blocs.
- Die Integrationsräume in den vergangenen Jahrzehnten: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der wichtigsten regionalen Integrationsräume in den vergangenen Jahrzehnten und zeigt deren Bedeutung für die Gestaltung des globalen Handels auf.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Freihandel, Globalisierung, Regionalismus, GATT, WTO, Integration, Transaktionskosten, Building Blocs, Stumbling Blocs und der Entwicklung der Weltwirtschaft. Sie untersucht die Auswirkungen verschiedener Formen der regionalen Integration auf den internationalen Handel und die globale Wohlfahrt. Die Arbeit analysiert insbesondere die Auswirkungen von Handelsabkommen auf Drittstaaten und die potenziellen Folgen für die Weltwirtschaft im 21. Jahrhundert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen GATT/WTO und regionalem Regionalismus?
GATT und WTO streben einen freien, liberalisierten Welthandel für alle Mitglieder an. Regionale Abkommen bauen Handelsschranken nur zwischen Partnerländern ab, behalten sie aber gegenüber Drittstaaten bei.
Sind WTO und regionale Bündnisse miteinander vereinbar?
Die Arbeit untersucht genau diesen scheinbaren Widerspruch und analysiert, wie beide Entwicklungen nebeneinander existieren können.
Was sind "Building Blocs" und "Stumbling Blocs"?
"Building Blocs" sind regionale Bündnisse, die den Weg zur globalen Liberalisierung ebnen. "Stumbling Blocs" hingegen sind Bündnisse, die den weltweiten Freihandel eher behindern.
Welche Rolle spielt die Theorie von David Ricardo?
Ricardo begründete die Theorie der komparativen Kostenvorteile, die zeigt, dass Freihandel die globale Wohlfahrt steigert.
Warum entscheiden sich Staaten für Regionalismus?
Gründe sind unter anderem die Senkung von Transaktionskosten, politisch-strategische Motive und der Schutz eigener Märkte gegenüber fernen Konkurrenten.
Welche Folgen hat Regionalismus für Drittstaaten?
Drittstaaten können durch Handelsumlenkungseffekte benachteiligt werden, da sie weiterhin Zöllen unterliegen, während Mitglieder des regionalen Bündnisses zollfrei handeln.
- Quote paper
- Marc Schweizer (Author), 2004, Freier Welthandel durch GATT und WTO und die Herausbildung neuer Formen der wirtschaftlichen Integration von Staaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32743