Einleitung
Alle Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung leiden unter Stress. Oftmals beginnt der Stress schon im Säuglings- und Kleinkindalter, in dem die Babys von ihren Müttern von einem Termin zum anderen mitgenommen werden, wie zu Beispiel zum Baby- Schwimmen, Kinderarzt und zur Krabbelgruppe. Der Stress der Mutter, überträgt sich auf das Kind. Dies ist der Anfang eines Lebens unter Stress und Zeitdruck und im Laufe des Erwachsenwerdens verstärkt sich dieser deutlich.
Überall und jeden Tag wird der Mensch mit verschiedenen Belastungen konfrontiert, auf die er reagieren muss und die zu Stressreaktionen führen können. In jeder Altersgruppe, in allen sozialen Schichten tritt das Phänomen STRESS auf.
Gesundheit ist laut WHO ( Weltgesundheitsorganisation ) „ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.“
Dieser Zustand wird aber nicht erreicht, solange ein grossteil von Menschen nicht adäquat mit Stress umgehen können. Es ist deshalb wichtig, einen positiven Umgang mit Stresssituationen zu erlangen, denn zuviel Stress macht krank.
(vgl. Prof. Dr. Klaus Klein: Stress und Stressbewältigung 1995, S.2)
Viele Menschen versuchen ihren Stress zu kompensieren, in dem sie beispielsweise anfangen zu rauchen. Auch bleibt in einem stresserfüllten Leben kaum Zeit für eine ausgewogene und vitaminreiche gesunde Ernährung. Aber Stress wird nicht gemindert, in dem man beginnt zu rauchen und zu trinken. Im Gegenteil: Alkohol hilft vielleicht den Stress des Tages zu vergessen, aber zur Verminderung trägt er nicht bei, sondern schadet zusätzlich noch der Gesundheit.
Der gestresste Mensch bekämpft selten die wahren Ursachen, er versucht sie zu unterdrücken. Nicht selten greift er dann auch zu Schlaf- oder Beruhigungstabletten.
Stress aber kann man nicht betäuben – er muss gezielt abgebaut werden.
(vgl.: Kass, Frederik J., Das große Handbuch der seelischen Gesundheit 1996, S.234)
In meiner folgenden Hausarbeit möchte ich auf den Faktor Stress genauer eingehen, seine Risiken und Auswirkungen auf die Gesundheit benennen und letztendlich kurz ein paar Stressbewältigungsstrategien aufzeigen.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zentrale Begriffe
3. Stress, was ist das?
3.1 Definition
3.2 Eustress, Distress und Hardiness
3.3 Warum sind manche Menschen besonders anfällig für Stress?
4. Reaktionen auf Stress
4.1 körperliche Reaktionen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit
4.2 Aktive und Passive Reaktionen
4.3 Das Stress– Adaptations- Modell nach Selye
5. Wann wird Stress gefährlich?
5.1 Die vier Ebenen der Stressreaktion
5.2 Stresstypen
5.3 Das Burnout- Syndrom
6. Stressbewältigung
6.1 Stressbewältigungsstrategien
6.1.1 Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
6.1.2 Autogenes Training
7. Die wichtigsten Fragen und ihre Antworten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Faktor Stress, beleuchtet dessen Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit des Menschen und stellt verschiedene Methoden zur Stressbewältigung vor, um einen positiven Umgang mit Belastungssituationen aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen des Stressbegriffs
- Körperliche und psychische Stressreaktionen
- Das Burnout-Syndrom als chronische Erschöpfungsform
- Methoden der Stressbewältigung (Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training)
Auszug aus dem Buch
3. Stress, was ist das?
Der Begriff STRESS stammt ursprünglich aus dem englischen und bezog sich auf die Belastbarkeit von Stoffen ( wie zu Beispiel: Metall, Glas...). Er umschrieb einen Zustand von „Anspannung“, „Verzerrung“ und „Verbiegung“.
Hans Selye, ein Mediziner und Stressforscher, hat 1950 den Begriff STRESS schließlich in die Biologie eingeführt. Er steht nun für „Belastung“ und „Anstrengung“.
Stress ist ein Zustand nervöser Anspannung, hervorgerufen durch unangenehme und belastende Ereignisse. Stressauslösende Faktoren werden Stressoren genannt. Diese Auslöser sind bei jedem Menschen individuell festgelegt und ausgeprägt.
Stress ist unvermeidbar. Er mobilisiert den Organismus und kann sowohl positiv, als auch negativ wirken. Er ist eine normale und notwendige Reaktion des Körpers.
Auf Furcht, Schmerz, Zorn oder Wut reagiert der Körper automatisch und fast unverzüglich.
Ebenso macht der Organismus keine Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Stressquellen. Wichtig ist nur die Notwendigkeit der Anpassungsreaktion.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Allgegenwärtigkeit von Stress im modernen Leben und die Notwendigkeit, Strategien zum gezielten Stressabbau zu erlernen.
2. Zentrale Begriffe: Definiert die grundlegenden Konzepte von Stress und Gesundheit unter Einbeziehung medizinischer und wissenschaftlicher Perspektiven.
3. Stress, was ist das?: Erläutert die Herkunft des Stressbegriffs, unterscheidet zwischen verschiedenen Stressformen und diskutiert die individuelle Stressanfälligkeit.
4. Reaktionen auf Stress: Analysiert die physiologischen Prozesse im Körper, insbesondere die Rolle des Nervensystems und das Adaptations-Modell nach Selye.
5. Wann wird Stress gefährlich?: Unterscheidet zwischen verschiedenen Stress-Ebenen, Stresstypen und beleuchtet das Burnout-Syndrom als Folge chronischer Belastung.
6. Stressbewältigung: Stellt praktische Strategien und Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training zur Gesundheitsförderung vor.
7. Die wichtigsten Fragen und ihre Antworten: Bietet einen strukturierten Katalog von Antworten auf zentrale Fragen zur Stressbewältigung und physiologischen Zusammenhängen.
Schlüsselwörter
Stress, Gesundheit, Belastung, Eustress, Distress, Stressoren, Immunsystem, Burnout-Syndrom, Stressbewältigung, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Entspannung, Nervensystem, Cortisol, Hardiness.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Stress, seinen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie Wegen, wie dieser gezielt abgebaut werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Definition und Klassifizierung von Stress, die körperlichen Stressreaktionen, die psychische Komponente des Burnout-Syndroms und verschiedene Entspannungstechniken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf die Risiken von Stress aufmerksam zu machen und den Leser durch die Benennung von Bewältigungsstrategien zu einem gesünderen Umgang mit Belastungen zu führen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden erwähnt?
Die Autorin stützt sich auf medizinische und psychologische Theorien, insbesondere das Stress-Adaptations-Modell von Selye sowie etablierte Entspannungsmethoden wie das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die physiologische Erklärung von Stressreaktionen, die Typisierung von Stresstypen (Sympathikotoniker vs. Vagotoniker) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem chronischen Burnout-Syndrom.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Stress, Gesundheit, Stressbewältigung, Eustress, Distress und verschiedene physiologische Reaktionsmuster auf psychische Belastung.
Was unterscheidet Eustress von Distress laut der Arbeit?
Eustress ist positiv besetzter Stress, der anspornt und zu Höchstleistungen führt, während Distress eine negative Belastung darstellt, die den Körper überfordert und krank machen kann.
Warum ist das Gefühl von Kontrolle für den Stressabbau entscheidend?
Die Arbeit betont, dass das Gefühl, eine Situation selbst steuern zu können, die Stressbelastung signifikant senkt, da die psychische Bewertung eines Stressors maßgeblich dessen Wirkung auf das Immunsystem beeinflusst.
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- Anika Mescke (Author), 2001, Stress und Gesundheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3274