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Der Begriff der Autorität unter dem Aspekt des sozialen Wandels

Título: Der Begriff der Autorität unter dem Aspekt des sozialen Wandels

Trabajo Universitario , 2004 , 43 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Josina Johannidis (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Häufig wird in Bezug auf Autorität die Frage gestellt, wie bestimmte Formen in einer Gesellschaft zustande kommen und existieren können. In Deutschland wurde diese Frage oft in Verbindung mit dem dritten Reich gestellt. Wie konnte es dazu kommen und warum haben sich die Menschen in dieser Zeit voller Enthusiasmus der Autorität Hitlers untergeordnet ? Was kennzeichnet diese Zeit, das Regim oder die Menschen, dass sich ein so grausamer Autoritätsträger durchsetzten konnte ? Viele Studien die zum Thema Autorität durchgeführt wurden lagen diese Leitfragen zu Grunde. Zu nennen wäre hier beispielsweise das Milgram Experiment oder auch Adornos "Studies in Prejudice", welche in Kapitel 3.1 noch näher erläutert weden.
Leider kommt es auch heute noch in viuelen Gesellschaften zu solchen nach dem Menschenverstand nicht erklärbaren Autoritätsanerkennungen, die eine genauere Betrachtung benötigen, um sie vielleicht verstehen zu können. Aber auch in alltäglichen Situationen werden Individuen häufig mit dem Begriff der Autorität konfrontiert. So sind beispielsweise Teilgebiete wie Erziehung, Schule, Berufslenben, Justiz, Politik und viele andere soziale Beziehungen durch die Unterordnung und Akzeptanz der Autorität eines Akteurs einem anderen gegenüber gekennzeichnet.

In dieser Arbeit soll versucht werden zu erläutern welche Autoritätsformen es gibt, wie diese möglicherweise entstehen, wodurch sie beeinflusst werden können und warum sie sich verändern. Diese Betrachtung soll unter dem Aspekt des sozialen Wandels einer Gesellschaft erfolgen. Es werden in diesem Zusammenhang die Fragen gestellt, ob der soziale Wandel auf Autorität Einfluss nehmen kann und ob Autorität in der Lage ist den sozialen Wandel einer Gesellschaft zu beeinflussen. Es wird also versucht den Zusammenhang zwischen Autorität und sozialem Wandel darzustellen.

Das Verständnis für beide Themengebiete wird auch in Zukunft von großer Wichtigkeit sein, da so u.U. der Verlauf von sozialem Wandel und/oder Autorität beeinflusst werden kann. Somit könnten Entwicklungen, die für eine Gesellschaft von Nachteil wären eventuell verhindert oder zumindest gemäßigt werden. Zu denken ist hier beispielsweise an die Entwicklung der politischen Gesinnung in Ostdeutschland und den damit verbundenen erschreckend hohen Anteil an Wählern der rechten Partei nach dem Mauerfall. Ist man in der Lage den Wandel hinzu einer sochen Entwicklung rechtzeitig zu erkennen, könnte versucht werden dagegen zu steuern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Sozialer Wandel

2.1) Eindimensionale Theorien des sozialen Wandels

2.1.1) Mikrosoziologische Theorien

2.1.1.1) Die Handlungstheorie

2.1.1.2) Die Lerntheorie

2.1.2) Makrosoziologische Theorien

2.1.2.1) Die struktur-funktionale Theorie

2.1.2.2) Die Konflikttheorie

2.2) Mehrdimensionale Theorien des sozialen Wandels

2.2.1) Das Mikro-Makro-Modell

2.2.2) Das Modernisierungsmodell

3.) Das Autoritätskonzept

3.1) Der autoritäre Charakter

3.2) Formen der Autorität

3.2.1) Die Herrschaftsautorität

3.2.2) Die Auftragsautorität

3.2.3) Die funktionale Autorität

3.3) Der Autoritätsbegriff in der modernen Gesellschaft

4.) Autorität und sozialer Wandel

4.1) Veränderung des Autoritätsbegriffs im Zuge des sozialen Wandels

4.2) Der Einfluss von Autorität auf sozialen Wandel

5.) Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen dem Konzept der Autorität und dem Phänomen des sozialen Wandels. Das primäre Ziel besteht darin zu erläutern, wie sich Autoritätsformen im Zuge gesellschaftlicher Wandlungsprozesse verändern und inwieweit Autorität ihrerseits als treibende Kraft oder Hemmnis auf soziale Entwicklungen einwirken kann.

  • Theoretische Grundlagen zum sozialen Wandel und zum Autoritätsbegriff.
  • Differenzierung soziologischer Modelle zur Erklärung von Strukturwandel.
  • Analyse verschiedener Autoritätsformen (Herrschafts-, Auftrags- und funktionale Autorität).
  • Untersuchung der historischen und rezenten Dynamiken von Autoritätsverhältnissen.
  • Diskussion der Wechselwirkungen zwischen individuellem Handeln und gesellschaftlicher Struktur.

Auszug aus dem Buch

3.1) Der autoritäre Charakter

Das Verständnis des Begriffs der Autorität ist meist stark mit dem in einer Gesellschaft jeweils herrschenden Menschenbild verbunden. So unterscheidet beispielsweise Mayer-Tasch (1968) in seiner Abhandlung über Autorität zwischen dem Menschenbild von Rousseau, für den der Mensch „von Natur aus gut“ ist, und dem von Hobbes der das Zusammenleben der Menschen als Kriegszustand bezeichnet. Aus diesen beiden Menschenbildern ergeben sich auch die jeweiligen Autoritätsbilder (vgl. Mayer-Tasch, 1968).

Auch der „autoritäre Charakter“ kann als eine Form von Menschenbild aufgefasst werden und bestimmt somit das Verständnis von Autorität für die jeweils vorhandene Gesellschaft.

In der Wissenschaft wird der „autoritäre Charakter“ oftmals auch als „autoritäre Persönlichkeit“ bezeichnet (vgl. Hillmann, 1994, S. 64). Abgeleitet wurde der Begriff aus einer Team-Studie amerikanischer und deutscher Sozialwissenschaftler, welche das Phänomen der „lustvollen Fremdbestimmung“ erforschen wollten (Gebhardt, 1991, S.253).

Bei dieser Form des Menschenbildes handelt es sich meist um eine Person mit geringem Selbstwertgefühl. Sie ordnet sich ohne Kritik einem von ihr verherrlichten Autoritätsträger gehorsam unter. Die eigene Unterwürfigkeit kompensiert eine „autoritäre Persönlichkeit“ dadurch, dass sie diejenigen, welcher in der Rangordnung unter ihr stehen geringschätzt, und sich selber somit vermeintlich höher stellt. Empfindsamkeit und Mitgefühl wird von einer solchen Persönlichkeit weitestgehend abgelehnt und absoluter Hass gegenüber Schwächeren gefordert. Disziplin und Härte sind für sie sehr wichtig (Weber, 1974, S.19).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Wechselwirkung zwischen Autorität und sozialem Wandel.

2.) Sozialer Wandel: Dieses Kapitel erläutert verschiedene soziologische Theorien, um Wandel in Gesellschaften auf Mikro- und Makroebene zu erklären.

3.) Das Autoritätskonzept: Hier werden der autoritäre Charakter sowie die drei zentralen Formen der Autorität – Herrschafts-, Auftrags- und funktionale Autorität – detailliert dargestellt.

4.) Autorität und sozialer Wandel: Dieses Kapitel untersucht konkret, wie sich Autoritätsverständnisse durch gesellschaftlichen Wandel verändern und wie Autorität auf den sozialen Wandel einwirkt.

5.) Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über die gegenseitige Beeinflussung von Autorität und sozialem Wandel.

Schlüsselwörter

Autorität, Sozialer Wandel, Herrschaftsautorität, Auftragsautorität, Funktionale Autorität, Autoritäre Persönlichkeit, Mikro-Makro-Modell, Modernisierung, Soziale Struktur, Interaktion, Handlungstheorie, Konflikttheorie, Macht, Legitimation, Gesellschaftliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die dynamische Wechselbeziehung zwischen dem soziologischen Begriff der Autorität und dem Prozess des sozialen Wandels.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des sozialen Wandels, der Analyse des autoritären Charakters sowie der Differenzierung verschiedener Autoritätsformen und deren Legitimation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie sich Autoritätskonzepte im Verlauf gesellschaftlicher Wandlungsprozesse verändern und welche Rolle Autorität bei der Steuerung oder Verhinderung von sozialen Entwicklungen spielt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie bestehende soziologische Konzepte (u.a. von Weber, Coleman, Hartmann und Adorno) rezipiert und exemplarisch auf die Fragestellung anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die verschiedenen Theorien des sozialen Wandels und des Autoritätskonzepts dargelegt, gefolgt von einer Untersuchung des Zusammenhangs dieser beiden Phänomene an historischen und gesellschaftlichen Beispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autorität, Sozialer Wandel, Herrschafts-, Auftrags- und funktionale Autorität sowie Modernisierung und Legitimation.

Wie unterscheidet sich die Auftragsautorität von der Herrschaftsautorität?

Während die Herrschaftsautorität auf traditioneller oder religiöser Legitimation basiert, beruht die Auftragsautorität auf einer expliziten, demokratischen Mandatierung durch die Gemeinschaft auf Zeit.

Was ist die Kernbotschaft bezüglich des "autoritären Charakters"?

Der autoritäre Charakter wird als eine Persönlichkeitsstruktur beschrieben, die durch Ängste, Vorurteile und die Notwendigkeit zur Unterordnung unter starke Autoritäten geprägt ist, was oft als psychologische Reaktion in instabilen Gesellschaftsphasen auftritt.

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Detalles

Título
Der Begriff der Autorität unter dem Aspekt des sozialen Wandels
Universidad
University of Hagen
Calificación
1,7
Autor
Josina Johannidis (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
43
No. de catálogo
V32759
ISBN (Ebook)
9783638334020
ISBN (Libro)
9783638703987
Idioma
Alemán
Etiqueta
Begriff Autorität Aspekt Wandels
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Josina Johannidis (Autor), 2004, Der Begriff der Autorität unter dem Aspekt des sozialen Wandels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32759
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