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Language awareness

Titel: Language awareness

Seminararbeit , 2003 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Diane Schmidt (Autor:in)

Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die englische Sprache ist heute eine der weit verbreitetsten Sprachen der Welt, überall
wo man hinkommt, wird Englisch gelernt und gesprochen, viele Worte sind bereits im
Englischen Gang und Gebe. Gerade in Deutschland wird erheblich darüber diskutiert,
ob und inwiefern es sinnvoll ist, Englisch bereits in der Grundschule zu lehren und wie
man sich diese Kenntnisse in den Folgeschulen zu Nutze machen kann. Ein wichtiges
Konzept dabei ist die language awareness, oder auch deutsch: Sprachlernbewusstheit,
die aus dem Fremdsprachenlernprozess nicht wegzudenken ist, ja sogar Voraussetzung
für diesen ist. Language awareness ist eine Form der Sprachbewusstheit, die dann zustande kommt,
wenn die eigene Sprache, also die Muttersprache, durch den Kontrast zu einer anderen
Sprache bewusst, verinnerlicht und erkannt wird.1 Donmall (1985) betrachtete language awareness als „Sensibilität gegenüber den
Struktureigenheiten von Sprache und ihrer Funktion im menschlichen Zusammenleben.“ 2 Eric Hawkins stellte 1981 ein Konzept vor, welches er als Awareness of Language betitelte. Die schlechten Ergebnisse des Unterrichts in der Grundschule sollten durch
einen Ergänzungskurs zu dem normalen Fremdsprachenunterricht verbessert werden. Dabei wurde darauf Wert gelegt, dass die Muttersprache verbessert wird und gleichzeitig ein effektiveres Fremdsprachenerlernen stattfindet. Ein sprachbewusster Mensch ist also in der Lage, die eigene Muttersprache genauestens zu analysieren und auszuleben und gleichzeitig lernt er eine, zwei oder gar noch mehr
Fremdsprachen, was man in der Umgangssprache auch gern als Sprachbegabtheit
bezeichnet. Language awareness bezeichnet also die Sprachbewusstheit, die Sensibilität für
verschiedene Sprachen und ihre Merkmale und Funktionen und gilt als ein didaktisches
Konzept zur Erziehung zur Mehrsprachigkeit. 3 In unserer Hausarbeit möchten wir vorerst erklären, was language awareness für den
Fremdsprachunterricht bedeutet, ob der Englischunterricht in den unteren
Schulbereichen wirklich förderlich ist und welche Methoden und Techniken zu ihrer
Vermittlung den Grundschullehrern zur Verfügung stehen.
1 Schmid - Schönbein, Gisela: Didaktik Grundschulenglisch- Anglistik- Amerikanistik. Cornelsen Verlag,
Berlin 2001, S. 55
2 ebenda, s. 56
3 http://www.learn -line.nrw.de/angebote/portfolio/info/seite_l.html

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung/ Was ist Language awareness (LA)?

2. Voraussetzungen/ Ziele der LA

2.1 Die fünf verschiedenen Domänen der Language awareness

2.1.1 Die affektive Domäne

2.1.2 Die soziale Domäne

2.1.3 Die politische Domäne

2.1.4 Die kognitive Domäne

2.1.5 Die Performanzdomäne

3. Der Erstsprachenerwerb in der Grundschule

3.1 Grammatikunterricht

4. Englischunterricht an deutschen Grundschulen

5. Methoden und Techniken zur Vermittlung von Fremdsprachen

5.1 Das Hörverstehen

5.2 Das Sprechen

5.3 Das Lesen

5.4 Das Schreiben

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von „Language awareness“ (Sprachlernbewusstheit) als didaktisches Konzept im Fremdsprachenunterricht der Grundschule. Dabei wird analysiert, inwieweit ein früher Englischunterricht für Kinder förderlich ist und welche Methoden und Techniken den Lehrkräften zur Verfügung stehen, um Sprachlernprozesse effizient und motivierend zu gestalten.

  • Grundlagen und Definitionen des Konzepts „Language awareness“.
  • Die fünf Domänen der Sprachlernbewusstheit (affektiv, sozial, politisch, kognitiv, Performanz).
  • Voraussetzungen und Bedeutung des Erstsprachenerwerbs für das Fremdsprachenlernen.
  • Methodik und Ansätze des Englischunterrichts in der Grundschule.
  • Förderung der vier Fertigkeiten: Hörverstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die soziale Domäne

Sie ist quasi die Beziehung von Sprecher und Hörer und dem daraus folgenden Sprachverhalten. Außerdem resultiert sie aus den Zusammenhängen von der Art des Sprachgebrauchs, von der sozialen Schichtzugehörigkeit, von der Sprache des anderen und nicht zuletzt auch aus dem Geschlecht der Interaktionspartner. 11 Die soziale Seite von language awareness drückt sich auch durch die gesellschaftliche Akzeptanz einzelner Sprachvarianten aus.

Durch die verstärkten Migrationen in den letzten Jahren hat sie zunehmend an Bedeutung gewonnen und ist mit Hilfe von sogenannten multicultural classrooms 12 zu einem zentralen Punkt im Lernen mit verschiedenen Kulturen geworden. Das wichtigste an der sozialen Domäne von LA ist also, das Gegenüber mit seinen sprachlichen und sozialen Fähigkeiten zu tolerieren und zu akzeptieren, um so die unterschiedlichen Nationalitäten in ihrem Sprachlernbewusstsein und ihren Möglichkeiten, Fremdsprachen überhaupt zu erlernen, zu unterstützen. Es fördert die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen und steht somit eng im Zusammenhang mit der affektiven, also der emotionalen Seite der Sprachlernbewusstheit.

Durch die soziale Seite der Sprachlernbewusstheit lassen sich somit die verschiedensten sozialen Interaktionsformen zwischen Hörer und Sprecher herausfiltern und analysieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung/ Was ist Language awareness (LA)?: Einführung in das Konzept der Sprachlernbewusstheit als notwendige Voraussetzung für den Fremdsprachenerwerb.

2. Voraussetzungen/ Ziele der LA: Erörterung der theoretischen Grundlagen und der Notwendigkeit einer starken Muttersprachenbasis für den schulischen Sprachenunterricht.

2.1 Die fünf verschiedenen Domänen der Language awareness: Detaillierte Darstellung der affektiven, sozialen, politischen, kognitiven und Performanz-Dimensionen des Lernens.

3. Der Erstsprachenerwerb in der Grundschule: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Schriftsprachenerwerb und der Entwicklung von Sprachbewusstsein.

3.1 Grammatikunterricht: Plädoyer für einen integrativen Grammatikansatz, der mutter- und fremdsprachliche Kenntnisse verbindet.

4. Englischunterricht an deutschen Grundschulen: Vergleich verschiedener Ansätze wie Begegnungsunterricht, Frühbeginn und Immersion.

5. Methoden und Techniken zur Vermittlung von Fremdsprachen: Analyse der Vermittlung von sprachlichen Fertigkeiten durch gezielte Übungen und Hilfestellungen wie „scaffolding“.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung der Sprachlernbewusstheit und der Notwendigkeit eines frühen, kommunikativ orientierten Fremdsprachenlernens.

Schlüsselwörter

Language awareness, Sprachlernbewusstheit, Fremdsprachenunterricht, Grundschule, Muttersprache, Mehrsprachigkeit, kommunikative Kompetenz, Sprachbeherrschung, integrative Grammatik, Sprachdidaktik, Performanz, Hörverstehen, interkulturelles Lernen, Spracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der „Language awareness“ (Sprachlernbewusstheit) und dessen Anwendungsmöglichkeiten im Englischunterricht an Grundschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Domänen von Language awareness, den Zusammenhang zum Erstsprachenerwerb sowie praktische methodische Ansätze für den Grundschulbereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die didaktische Bedeutung von Sprachlernbewusstheit für den Fremdsprachenerwerb zu erklären und zu prüfen, welche Bedingungen den Unterricht an Grundschulen besonders effektiv machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse bekannter didaktischer Konzepte und Modelle, unter anderem von Gnutzmann, Hawkins und House.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die fünf Domänen der Language awareness, die Voraussetzungen für den Spracherwerb, verschiedene Unterrichtsmodelle (wie Immersion) sowie konkrete Fertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Language awareness, Sprachlernbewusstheit, Grundschulenglisch, kommunikative Kompetenz und interkulturelles Lernen.

Warum ist die „soziale Domäne“ für heutige Schulen besonders relevant?

Aufgrund verstärkter Migration und der Zunahme von „multicultural classrooms“ ist die Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen sprachlichen und sozialen Hintergründen zentral für das Lernen geworden.

Wie soll laut der Arbeit mit Fehlern im Unterricht umgegangen werden?

Fehler sollten als natürliche Begleiterscheinung des Lernprozesses betrachtet werden und eine rationale, entkrampfte Reflexion ermöglichen, statt negativ bewertet zu werden.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Language awareness
Hochschule
Universität Erfurt
Note
2,0
Autor
Diane Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
18
Katalognummer
V32836
ISBN (eBook)
9783638334587
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Language
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diane Schmidt (Autor:in), 2003, Language awareness, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32836
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Leseprobe aus  18  Seiten
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