In der folgenden Hausarbeit werde ich versuchen die vier verschiedenen Formen von Rede- und Gedankenwidergabe, die Döblin in „Berlin Alexanderplatz“ verwendet näher zu beschreiben und ihr Vorkommen im Roman zu untersuchen. Die Arbeit ist in vier größere Abschnitte unterteilt, die den entsprechenden Wiedergabeformen zugeordnet sind. Die ersten drei Abschnitte, die die direkte, indirekte und erlebte Rede behandeln, sind jeweils in zwei Punkte unterteilt, wobei der erste eine kurze Zusammenfassung über Form, Auftreten und grammatische Besonderheiten der jeweiligen Personenrede bietet und der zweite ihr Vorkommen im Werk untersucht. Der vierte Abschnitt, der sich mit dem inneren Monolog beschäftigt, ist ein wenig umfangreicher. Da in der Literaturwissenschaft mehrere Meinungen, über Definition, Klassifikation und genauen Gebrauch, vertreten sind, habe ich einen kurzen Exkurs über dieses Begriffschaos gemacht. Die Beispiele für erlebte und indirekte Rede sind nicht sehr umfangreich, da der Autor die direkte Rede der indirekten und den inneren Monolog der erlebten Rede vorgezogen hat um den schnellen Rhythmus und die größere Lebendigkeit der Großstadt unvermittelt wiederzugeben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die direkte Rede
- Kurze Übersicht über Form, Auftreten und grammatische Besonderheiten
- Direkte Rede im „Berlin Alexanderplatz“
- Das Berlinische
- Der Ganovenjargon
- Die indirekte Rede
- Kurze Übersicht über Form, Auftreten und grammatische Besonderheiten
- Die indirekte Rede in „Berlin Alexanderplatz“
- Die erlebte Rede
- Kurze Übersicht über Form, Auftreten und grammatische Besonderheiten
- Die erlebte Rede in „Berlin Alexanderplatz“
- Der innere Monolog
- Vorgeschichte, Entstehung und Bedeutung für die Literatur
- Das Begriffschaos um den inneren Monolog und die Technik des „,stream of consciousness”
- Form und grammatische Besonderheiten
- Der nicht-assoziativ hervorgerufene innere Monolog
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit den verschiedenen Formen der Rede- und Gedankenwiedergabe, die Alfred Döblin in seinem Roman „Berlin Alexanderplatz“ verwendet. Ziel ist es, die direkte, indirekte und erlebte Rede sowie den inneren Monolog zu beschreiben und ihr Auftreten im Roman zu untersuchen.
- Analyse der verschiedenen Rede- und Gedankenwiedergabeformen in „Berlin Alexanderplatz“
- Untersuchung der grammatischen Besonderheiten der jeweiligen Formen
- Bedeutung der verschiedenen Formen für die Darstellung der Figuren und der Atmosphäre des Romans
- Analyse der sprachlichen Besonderheiten der Figuren im Roman, insbesondere der Verwendung der Berliner Umgangssprache, des Ganovenjargons und jiddischer Sprachelemente
- Einblick in die literaturwissenschaftliche Diskussion um den Begriff des inneren Monologs und die Technik des „stream of consciousness“
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über den Gegenstand der Arbeit und die Methode der Analyse. Das erste Kapitel behandelt die direkte Rede, ihre formale Gestaltung und grammatischen Besonderheiten sowie ihre Verwendung im Roman. Dabei wird insbesondere auf die Rolle der Berliner Umgangssprache, des Ganovenjargons und jiddischer Sprachelemente im Dialog eingegangen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der indirekten Rede, ihre formale Gestaltung und ihr Auftreten in „Berlin Alexanderplatz“. Im dritten Kapitel wird die erlebte Rede untersucht und ihre spezifischen Merkmale im Roman herausgestellt. Der vierte Abschnitt behandelt den inneren Monolog, seine Geschichte und Bedeutung für die Literatur. Zudem wird der Begriff des inneren Monologs und die Technik des „stream of consciousness“ näher betrachtet, um die verschiedenen Interpretationen und Definitionen zu beleuchten.
Schlüsselwörter
Direkte Rede, Indirekte Rede, Erlebte Rede, Innerer Monolog, „stream of consciousness“, Berlin Alexanderplatz, Alfred Döblin, Berliner Umgangssprache, Ganovenjargon, Jiddische Sprachelemente, Soziolinguistik, Sprachschichten, Literaturwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wiedergabeformen nutzt Alfred Döblin in "Berlin Alexanderplatz"?
Döblin verwendet die direkte Rede, die indirekte Rede, die erlebte Rede und den inneren Monolog, um die Gedankenwelt der Figuren und die Dynamik der Großstadt darzustellen.
Warum dominiert der innere Monolog gegenüber der erlebten Rede?
Der innere Monolog ermöglicht eine unmittelbarere und schnellere Wiedergabe des Bewusstseinsstroms, was den Rhythmus und die Lebendigkeit des Berliner Großstadtlebens besser einfängt.
Welche sprachlichen Besonderheiten weist die direkte Rede im Roman auf?
Döblin nutzt intensiv das Berlinische, den Ganovenjargon und jiddische Sprachelemente, um die sozialen Schichten und die Authentizität der Figuren zu unterstreichen.
Was versteht man unter dem "stream of consciousness" in diesem Werk?
Es ist eine literarische Technik, die versucht, die ungefilterte Abfolge von Gedanken, Eindrücken und Gefühlen einer Person darzustellen, oft assoziativ und ohne feste grammatische Struktur.
Welche Funktion hat das Berlinische im Roman?
Der Dialekt dient nicht nur der Lokalisierung am Alexanderplatz, sondern verleiht den Figuren eine soziolinguistische Tiefe und macht die Atmosphäre der 1920er Jahre greifbar.
- Arbeit zitieren
- Petia Trojca (Autor:in), 2004, Wiedergabeformen in Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32841