Erlebnispädagogik- Erlebnissport waren zwei herausragende Begriffe des
20. Jahrhunderts. Stichwörter wie zum Beispiel der „ultimative Kick“, der
„Nervenkitzel“ oder einfach nur simpel ausgedrückt das „Risikoerleben“
sind mit dem Erlebnisboom im Sport eng miteinander verknüpft. Doch was
steckt hinter dieser Faszination des „Sporterlebens“? Es ist ein schier
unendlich großes Gebiet, das sich dem Sportinteressenten oder vielleicht
sogar nur Sportlaien eröffnet. Die Tourismusbranche ging als gutes Beispiel
voran. Sie hat diese Nische auch schon für sich entdeckt. Heutzutage kann
jeder Ottonormalverbraucher die organisierten Abenteuerreisen in Anspruch
nehmen, bei denen der Fokus auf dem Erlebnissport liegt. Und sogar die
Schule hat sich dieses Phänomen zu Nutzen gemacht. Die
Erlebnispädagogik, welche auf die orientierte Inszenierung des
traditionellen Sports ihr Hauptaugenmerk legt, möchte mit dieser „neuen
Art“ des Schulsportunterrichts das Interesse der Schüler wecken
beziehungsweise den erzieherischen Aspekt auf einer anderen Ebene den
Schülern vermitteln.
In dieser Seminararbeit möchten wir dem Leser eine Übersicht und auch
einen kurzen Einblick in diese neue Welt des Erlebnissports ermöglichen.
Für unsere Sportpädagogikkommilitonen/innen soll sie als Basis dienen,
um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten existieren, um den traditionellen
Sportunterricht für die Schüler interessanter zu gestalten.
Zu guter Letzt möchten wir mit einem 4- Zeiler von Johann Wolfgang von
Goethe dieses Vorwort abschließen und die Seminararbeit einleiten.
„Der Worte sind genug gewechselt,
laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
kann etwas Nützliches geschehn.“
Inhaltsverzeichnis
- 0 Vorwort
- 1. Kapitel: Erlebnissport
- 1.1 Erlebnissport und seine Wurzeln
- 1.2 Erlebnissport - Flow erleben
- 2. Kapitel: Erlebnispädagogik
- 2.1 Historie der Erlebnispädagogik
- 2.2 Die erzieherische Vielfalt der Erlebnispädagogik
- 2.3 Didaktische Überlegungen
- 2.4 Methodische Grundprinzipien
- 2.5 Project Adventure
- 2.6 Erlebnissport in der Schule
- 2.7 Erlebnispädagogik im kritischen Spotlight
- 3 Fazit
- 4 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit möchte dem Leser einen umfassenden Überblick und einen kurzen Einblick in die Welt des Erlebnissports ermöglichen. Sie soll insbesondere für Sportpädagogik-Studenten als Basis dienen, um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, den traditionellen Sportunterricht für Schüler interessanter zu gestalten.
- Die Entstehung und Entwicklung des Erlebnissports
- Die Verbindung zwischen Erlebnissport und dem Flow-Erlebnis
- Die erzieherischen Aspekte und methodischen Prinzipien der Erlebnispädagogik
- Die Rolle des Erlebnissportes in der Schule und im Sportunterricht
- Die kritische Auseinandersetzung mit der Erlebnispädagogik
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kapitel: Erlebnissport
Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Erlebnissports als Reaktion auf veränderte Lebensweisen und Bedürfnisse. Es werden die Wurzeln des Erlebnissportes in der Sehnsucht nach Abwechslung, Herausforderung und einem Gefühl des „Kicks“ erläutert. Das Kapitel verdeutlicht, wie der Erlebnissport sowohl in der Freizeit als auch im institutionalisierten Sportbereich Fuß gefasst hat.
2. Kapitel: Erlebnispädagogik
Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Einblick in die Historie und die erzieherischen Konzepte der Erlebnispädagogik. Es werden die methodischen Prinzipien und die didaktischen Überlegungen dieser Pädagogikform, die auf der Inszenierung des traditionellen Sports beruht, dargestellt. Das Kapitel beleuchtet auch den Einsatz von Erlebnispädagogik in der Schule und im Sportunterricht sowie die kritische Diskussion um ihre Anwendung.
Schlüsselwörter
Erlebnispädagogik, Erlebnissport, Flow-Erlebnis, Abenteuer, Sport, Schule, Unterricht, Didaktik, Methodik, Sozialisation, Motivation, Lernen, Erleben, Challenge, Risiko, Herausforderung, Veränderung, Selbstfindung, Teamarbeit, Kooperation.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Erlebnissport von traditionellem Sport?
Erlebnissport fokussiert auf das Risikoerleben, den "Kick" und das unmittelbare Erleben, oft in der Natur oder in inszenierten Abenteuerräumen.
Was ist Erlebnispädagogik?
Ein pädagogischer Ansatz, der durch handlungsorientierte Aktivitäten (wie Klettern oder Segeln) soziale Kompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung fördert.
Was versteht man unter dem "Flow-Erlebnis"?
Flow bezeichnet den Zustand des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit, bei der Anforderung und Fähigkeit perfekt im Gleichgewicht stehen.
Wie kann Erlebnispädagogik im Schulsport genutzt werden?
Durch Kooperationsspiele und kleine Abenteuer im Unterricht können Lehrer das Interesse steigern und Teamarbeit sowie Vertrauen in der Klasse stärken.
Gibt es Kritik an der Erlebnispädagogik?
Kritiker hinterfragen oft die Nachhaltigkeit der Erlebnisse und warnen vor einer reinen "Eventisierung" ohne tiefergehende pädagogische Reflexion.
- Arbeit zitieren
- Tobias Schwarzwälder (Autor:in), Manuel Holler (Autor:in), 2003, Erlebnissport - Erlebnispädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32859