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Shakespeares Frauenfiguren in Komödie und Tragödie - Merchant of Venice und Othello

Título: Shakespeares Frauenfiguren in Komödie und Tragödie - Merchant of Venice und Othello

Trabajo Escrito , 2001 , 34 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Eric Johannsen (Autor)

Filología inglesa - Literatura
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Einleitung

In Shakespeares Stücken spielen Frauenfiguren oft eine entscheidende Rolle für den dramatischen Verlauf. Genau wie in der Realität der Zeit Shakespeares sind die meisten seiner weiblichen Charaktere der Dramen auch an die Regeln und Konventionen der elisabethanischen Zeit gebunden. So war zum Beispiel im damaligen England der Austausch von Frauen durch erzwungene Heirat, um Macht, Erbe, Mitgift oder Land zu erhalten, durchaus üblich. Frauen wurden von ihren Vätern besessen und durch die Hochzeit nach patriarchalischen Prinzipien an ihre Ehemänner weitergegeben, um sich deren harten Regeln zu unterwerfen. Nach außen hin galten Frauen in der Gesellschaft als verdächtig, da ihr Geschlecht und ihre Sexualität als mystische Kraftquelle galten, die den Männern offensichtlich Angst bereitete. Innerhalb dieser engen und von außen vorgegebenen Handlungsspielräume werden die Frauen in Shakespeares Dramen allerdings sehr unterschiedlich dargestellt.
Diese Arbeit geht an den exemplarischen Beispielen der Figuren Portia aus "The Merchant of Venice" und Desdemona aus "Othello" den Entwicklungen der Frauencahraktere vor dem Hintergrund nach, dass die jeweilige Gattung des Stückes, hier Komödie und Tragödie, spezifische Auswirkungen hat. Zunächst geht es um die Frage der Einteilung beider Stücke nach ihren gattungstypischen Merkmalen und ihrem zentralen Thema. Danach wird auf die Figuren im Einzelnen und ihre jeweilige Entwicklung im Kontext der Form des Stückes eingegangen. Beachtung finden hier auch die Nebenfiguren Nerissa aus "The Merchant of Venice" und Emilia aus "Othello", die als Zofen für die Hauptfiguren wirken, und je ein Motiv aus der Handlung, das für den Handlungsverlauf entscheidend ist.(1) Zentral in diesem Abschnitt ist, wie der Autor die gängigen Rollenvorstellungen der Frauen aus seiner Zeit einarbeitet und inwieweit er in dabei den Unterschied zwischen seinen Heldinnen der Komödie und der Tragödie herausstellt. Anschließend werden Komödie und Tragödie direkt anhand der Beispiele gegenüber gestellt, wobei im Vordergrund die Frage nach einer Shakespeare-typischen Verteilung der Figuren innerhalb der Gattungen steht.
[...]
_____
1 Die „Ring-Episode“ aus "The Merchant of Venice" und die „Willow-Szene“ aus "Othello".

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einteilung nach gattungstypischen Merkmalen

3. Frauenfiguren in "The Merchant of Venice" und "Othello"

3.1 Portia und Nerissa in “The Merchant of Venice”

3.2 Die Ring-Episode

3.3 Desdemona und Emilia in “Othello”

3.4 Die Willow-Szene

4. Vergleich der Figuren nach Gattungen

5. Schlussbetrachtung

6. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Darstellung weiblicher Charaktere in William Shakespeares Dramen "The Merchant of Venice" und "Othello". Das primäre Ziel ist es, den Einfluss der gattungsspezifischen Merkmale von Komödie und Tragödie auf die Entwicklung, den Handlungsspielraum und das Schicksal der zentralen Frauenfiguren Portia und Desdemona zu analysieren und deren Handeln in den Kontext elisabethanischer Gesellschaftsnormen zu setzen.

  • Analyse der gattungsspezifischen Unterschiede zwischen Komödie und Tragödie bei Shakespeare.
  • Untersuchung der Rolle und Entwicklung von Portia (The Merchant of Venice) und Desdemona (Othello).
  • Bedeutung von Nebenfiguren wie Nerissa und Emilia für die Hauptcharaktere.
  • Herausarbeitung zentraler Motive wie der Ring-Episode und der Willow-Szene.
  • Gegenüberstellung der Handlungsspielräume weiblicher Akteure in einer von Männern dominierten Welt.

Auszug aus dem Buch

3.1 Portia und Nerissa in “The Merchant of Venice”

Beginnend mit dem Stück "The Merchant of Venice" folgt nun die Untersuchung der weiblichen Hauptpersonen. Im Zentrum der Frauenfiguren dieser Komödie steht Portia, die zusammen mit ihrer Zofe Nerissa die Handlung entscheidend prägt und deren Darstellung im Stück als exemplarisch für die Darstellung von Frauen in Shakespeares Komödien beleuchtet wird.

Portia ist die reiche Herrscherin von Belmont, der weiblich dominierten Gegenwelt zur männlich geprägten Stadt Venedig, in der alles dem Handel und ökonomische Motiven untergeordnet ist. Belmont stellt dagegen einen weiblich geprägten ländlichen Zufluchtsort dar, in dem Gastfreundlichkeit und Romantik zuhause sind unter dem Vorsitz Portias. Gleich zu Beginn des Stückes lernt der Zuschauer Portia und ihre Situation kennen. In einem intimen Gespräch mit Nerissa erfährt man von ihrer Traurigkeit, ausgelöst durch Langeweile und hauptsächlich durch das Testament ihres Vaters. Der hat ihr auferlegt, dass jeder Bewerber um ihre Hand eine Art Lotterie zu bestehen hat. Somit ist sie von Beginn an in einer Abhängigkeit vom Willen ihres Vaters und dem Schicksal, der Glücksgöttin Fortuna. Obwohl sie „Lord“ von Belmont ist, kann sie nicht über sich selbst verfügen und ist über diese Bedingungen bedrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Frauenrollen in Shakespeares Dramen unter Berücksichtigung elisabethanischer Konventionen und Zielsetzung der Untersuchung.

2. Einteilung nach gattungstypischen Merkmalen: Theoretische Abgrenzung der Gattungen Komödie und Tragödie bei Shakespeare anhand der spezifischen Auswirkungen auf den Handlungsverlauf und die Charaktere.

3. Frauenfiguren in "The Merchant of Venice" und "Othello": Detaillierte Untersuchung der weiblichen Haupt- und Nebenfiguren sowie deren Entwicklung im Kontext der jeweiligen Gattung und zentraler Handlungsmotive.

4. Vergleich der Figuren nach Gattungen: Synthese und Gegenüberstellung der weiblichen Rollenmodelle, um die gattungstypischen Unterschiede in der Handlungsfähigkeit der Frauen herauszuarbeiten.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über das gattungsspezifische Rollenverhalten und die strukturelle Einengung der Frau in Shakespeares Weltbild.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

William Shakespeare, Portia, Desdemona, Komödie, Tragödie, The Merchant of Venice, Othello, Frauenbilder, Geschlechterrollen, elisabethanisches England, Patriarchat, Ring-Episode, Willow-Szene, weibliche Handlungsmacht, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Darstellung und den Handlungsspielräumen weiblicher Figuren in Shakespeares Komödien und Tragödien am Beispiel von Portia ("The Merchant of Venice") und Desdemona ("Othello").

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Einfluss gattungsspezifischer Konventionen, die Rolle des Patriarchats, die Selbstbehauptung der Frau in einer Männerwelt sowie die Bedeutung von Nebenfiguren und Motiven für den dramatischen Verlauf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu zeigen, wie Shakespeare durch die Gattungswahl den Freiheitsgrad, die Handlungsfähigkeit und das Schicksal seiner weiblichen Protagonistinnen strukturell beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text auf Basis zeitgenössischer gesellschaftlicher Hintergründe interpretiert und vergleichend zwischen den beiden Dramen analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Figuren (Portia, Nerissa, Desdemona, Emilia) detailliert charakterisiert, zentrale Episoden wie die "Ring-Episode" und die "Willow-Szene" analysiert und abschließend ein Gattungsvergleich gezogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Shakespeares Frauenbilder, Gattungstypologie, patriarchale Strukturen, weibliche Autonomie und literarische Motivik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Frau in der Komödie von der in der Tragödie?

Während die Frauen in der Komödie aktiv Handlungen beeinflussen und Lösungen herbeiführen können, sind sie in der Tragödie oft Gefangene männlicher Zuschreibungen, was häufig in ihrer Unterdrückung oder Zerstörung endet.

Warum spielt die "Willow-Szene" eine so wichtige Rolle für das Verständnis von "Othello"?

Sie bildet einen privaten Gegenentwurf zur maskulinen Welt der Tragödie, in dem Desdemona und Emilia ihr Leid reflektieren und den Zustand der Isolation von der von Männern dominierten Öffentlichkeit verdeutlichen.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Shakespeares Frauenfiguren in Komödie und Tragödie - Merchant of Venice und Othello
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Anglistik)
Curso
Shakespeare - Othello, Merchant of Venice
Calificación
2,0
Autor
Eric Johannsen (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
34
No. de catálogo
V3287
ISBN (Ebook)
9783638120005
Idioma
Alemán
Etiqueta
Shakespeares Frauenfiguren Komödie Tragödie Merchant Venice Othello Shakespeare Othello Merchant Venice
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eric Johannsen (Autor), 2001, Shakespeares Frauenfiguren in Komödie und Tragödie - Merchant of Venice und Othello, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3287
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