Lern’ ich Schauen und Greifen, lern’ ich auch bald Schreiben
Die SchülerInnen entdecken, verfeinern und trainieren - teilweise mit Hilfe von Montessori-Materialien - ihre Hand- und Fingergeschicklichkeit – insbesondere den Pinzettengriff -, ihr taktiles Wahrnehmungsempfinden und ihre visuellen Wahrnehmungskompetenzen. Sie stärken ihre Hand- und Fingermuskulatur, ihre Zielgenauigkeit, ihre Eigenwahrnehmung und ihre gesamten psychomotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten als Vorübung im Hinblick auf das Erstschreiben. Die SchülerInnen lernen die für sie neuen Arbeitsformen des Lernens an Arbeitsstationen und in Partnerarbeit kennen und üben diese.
Inhaltsverzeichnis
1. „Wir lernen und üben das Binden einer Schleife.“
2. „Wir trainieren unsere Fingerspitzen mit den Tast-Täfelchen“
3. „Wir schauen, fühlen und sortieren die Einsatzzylinder korrekt ein.“
4. „Wir brauchen beide Hände zum Ummalen“
5. „Wir hören die Geschichte von der Maus Frederic und schneiden/prickeln Stab-Mäuse“
6. „Schauen, Greifen, Schreiben lernen - wir veranstalten eine Mäuseolympiade“
7. „Wir schreiben unseren Namen mit vielen verschiedenen Stiften und Farben“
Zielsetzung & Themen
Die schriftliche Unterrichtsplanung zielt darauf ab, die hand- und graphomotorischen Fähigkeiten der SchülerInnen in der Eingangsklasse als Vorübung zum Erstschreiben gezielt zu fördern. Durch den Einsatz von motivierenden Arbeitsstationen und Montessori-Materialien werden die Kinder in ihrer Feinmotorik, Wahrnehmung und Selbstständigkeit gestärkt.
- Förderung der Hand- und Fingergeschicklichkeit, insbesondere des Pinzettengriffs.
- Schulung visueller und taktiler Wahrnehmungskompetenzen als Basis für den Schriftspracherwerb.
- Einführung und Vertiefung der Arbeitsformen Lernen an Arbeitsstationen und Partnerarbeit.
- Stärkung der psychomotorischen Fähigkeiten und der Auge-Hand-Koordination.
- Entwicklung von Selbsteinschätzung und Reflexionsfähigkeit bezüglich der eigenen Arbeitsleistung.
Auszug aus dem Buch
Schauen, Greifen, Schreiben lernen – Wir veranstalten eine Mäuseolympiade
Die SchülerInnen trainieren im Rahmen einer Olympiade ihrer zuvor selbst erstellten Stab-Mäuse an verschiedenen Stationen ihre Hand- und Fingergeschicklichkeit – insbesondere den Pinzettengriff -, ihr taktiles Wahrnehmungsempfinden sowie die visuellen Wahrnehmungskompetenzen der visuomotorischen Koordination, der Formkonstanz, der Raumlage und der Wahrnehmung räumlicher Beziehungen. Sie schulen ihre Auge-Hand-Koordination und ihre Hand-Hand-Koordination. Die noch neuen Arbeitsformen des Lernens an Arbeitsstationen sowie in Partnerarbeit wird bei den SchülerInnen vertiefend eingeübt. Am Ende der Unterrichtsstunde steht eine ‚Siegerehrung’ aller TeilnehmerInnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. „Wir lernen und üben das Binden einer Schleife.“: Die SchülerInnen erlernen die feinmotorische Fertigkeit des Schleifenbindens mittels Montessori-Schleifenrahmen als Übung des täglichen Lebens.
2. „Wir trainieren unsere Fingerspitzen mit den Tast-Täfelchen“: Durch das Erkennen und Zuordnen von Oberflächenbeschaffenheiten wird der Tastsinn und die Sensibilität der Fingerspitzen geschult.
3. „Wir schauen, fühlen und sortieren die Einsatzzylinder korrekt ein.“: Die Kinder lernen Dimensionsunterschiede zu erkennen, was die visuelle Wahrnehmung und die Vorbereitung auf die Stifthaltung unterstützt.
4. „Wir brauchen beide Hände zum Ummalen“: Mithilfe metallener Einsatzfiguren wird die Feinmotorik trainiert und die Koordination von Halte- und Schreibhand geübt.
5. „Wir hören die Geschichte von der Maus Frederic und schneiden/prickeln Stab-Mäuse“: Anhand einer bekannten Bilderbuchgeschichte vertiefen die Kinder ihre graphomotorischen Fähigkeiten durch Prickel- und Schreibübungen.
6. „Schauen, Greifen, Schreiben lernen - wir veranstalten eine Mäuseolympiade“: In einer spielerischen Olympiade werden alle erlernten Fähigkeiten an verschiedenen Stationen mit einem Partner angewendet und vertieft.
7. „Wir schreiben unseren Namen mit vielen verschiedenen Stiften und Farben“: Die SchülerInnen üben das Schreiben ihres eigenen Vornamens als Vorbereitung auf den kommenden Schreiblehrgang.
Schlüsselwörter
Erstschreiben, Schriftspracherwerb, Handmotorik, Graphomotorik, Feinmotorik, Montessori-Material, Wahrnehmungsförderung, Pinzettengriff, Auge-Hand-Koordination, Stationsarbeit, Partnerarbeit, Klassenmaus, visuelle Differenzierung, taktile Wahrnehmung, Unterrichtsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst eine schriftliche Unterrichtsplanung für eine Eingangsklasse im Fach Deutsch, die sich auf hand- und graphomotorische Vorübungen zum Erstschreiben konzentriert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Schulung der Feinmotorik, die Förderung visueller und taktiler Wahrnehmung sowie die Einführung in strukturierte Arbeitsformen wie das Lernen an Stationen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das primäre Ziel ist das hand- und graphomotorische Training der SchülerInnen, um sie auf das Erlernen und Schreiben der ersten Buchstaben vorzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf dem Ansatz der Montessori-Pädagogik, kombiniert mit dem Konzept des Lernens an Stationen und spielerischen, motivierenden Elementen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt detailliert die verschiedenen Stationen der Unterrichtsreihe, die Lerninhalte sowie die methodische Umsetzung der Partnerarbeit und Reflexion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erstschreiben, Feinmotorik, Montessori-Material, Stationsarbeit und graphomotorische Übungen charakterisiert.
Warum spielen Mimi und Manni eine Rolle in der Unterrichtsplanung?
Die Klassenmäuse Mimi und Manni dienen als motivierende Identifikationsfiguren, die durch die Mäuseolympiade führen und den Kindern bei der Partnerwahl sowie der Reflexion helfen.
Welche Funktion hat die „Hilfekarte“ für die SchülerInnen?
Die Hilfekarte dient als regulierendes Instrument, mit dem SchülerInnen bei Schwierigkeiten eigenständig um Unterstützung durch die Lehrkraft bitten können, ohne den Arbeitsfluss der anderen zu stören.
- Quote paper
- Kerstin Holländer (Author), 2003, Lern' ich Schauen und Greifen, lern' ich auch bald Schreiben! Hand- und graphomotorisches Training als Vorübung zum Erstschreiben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32887