Informierender Teil
Schule: Erich Kästner-Schule
Städt. Schule für Sprachbehinderte (Primarbereich)
Datum: 23.03.2004
Uhrzeit: 10:15 – ca. 11:00 Uhr
Fach: Deutsch
Klasse: 4 a (6 Schüler, 4 Schülerinnen)
Mentorin: G. R.
Fachleiterin: C. Y.
Hauptseminarleiter: U. D.
Thema der Unterrichtsreihe: Emil und die Detektive
Fachdidaktischer Schwerpunkt: Textrezeption
Fachlicher Zielschwerpunkt: Handelnder Umgang mit dem Roman für Kinder „Emil und die Detektive“
Thema der Unterrichtsstunde: „Die Berliner Kinder – oder: Wie können wir Emil helfen?“
Aufbau der Unterrichtsreihe
1. „Was macht eigentlich ein Detektiv?“
Im Anschluss an ein Brainstorming zum Schlüsselwort „Detektiv“ erarbeiten die SchülerInnen unter Zuhilfenahme verschiedener Requisiten in Kleingruppen ‚lebende Fotos’, die mit Zeitungsschlagzeilen versehen werden.
Einstieg in das Thema; erste handelnde Umsetzung durch szenisches Spiel
2. „Wir lernen die Hauptpersonen und wichtige Orte der Geschichte kennen.“
Die SchülerInnen stellen sich gegenseitig in Form eines Kurzvortrags eine Hauptperson / einen wichtigen Ort der Geschichte vor. Diese haben sie lesend erarbeitet und sind für diese Experten.
Leseförderung; Einüben der Methodenkompetenz ‚Vortragen’
3. „Wir gestalten unsere Lesetagebücher.“
Die SchülerInnen gestalten ihre Lesetagebücher (farblich, mit Zeichnungen, Schriftzügen etc.), die sie in den nächsten Wochen im Deutschunterricht begleiten werden und in die alles hineingehört, was mit dem ‚Emil’ zu tun hat.
Aufbau der Unterrichtsreihe
1. „Was macht eigentlich ein Detektiv?“
2. „Wir lernen die Hauptpersonen und wichtige Orte der Geschichte kennen.“
3. „Wir gestalten unsere Lesetagebücher.“
4. „Die Berliner Kinder – oder: Wie können wir Emil helfen?“
5. „Eine Nacht allein unterwegs in Berlin“
6. „Pony Hütchen – ein starkes Mädchen und Bleuer – ein starker Junge“
Zielsetzung und Themen der Unterrichtsreihe
Die vorliegende Unterrichtsplanung zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern durch einen handlungsorientierten Zugang zum Roman „Emil und die Detektive“ ein tieferes Textverständnis zu vermitteln und ihre Methodenkompetenz sowie Kreativität zu fördern.
- Handlungsorientierter Umgang mit dem literarischen Text
- Förderung der Lesekompetenz durch verschiedene methodische Zugänge
- Integration historischer Kontexte durch Originalfotos
- Stärkung der Identifikation mit den Romanfiguren
- Produktion eigener kreativer Lösungsansätze
Auszug aus dem Buch
Die Berliner Kinder – oder: Wie können wir Emil helfen?
Die SchülerInnen erarbeiten an einer Lerntheke verschiedene Aufgaben zur Erfassung des 7. Kapitels. In diesem Zusammenhang entwickeln sie kreative Lösungsmöglichkeiten, wie sie selbst Emil helfen könnten. Für jede der Aufgaben ist es zwingend erforderlich, dass die SchülerInnen lesen.
Die SchülerInnen sollen sich auf den Romantext einlassen und damit umgehen im Rahmen des handelnden Umgangs mit dem Text. Sie sollen den Text in seiner inhaltlichen Konzeption durchdringen, ihn mit eigenen Erfahrungen in Verbindung bringen, ihn umfassend verstehen und sich dieses Textverständnisses bewusst werden.
Zusammenfassung der Unterrichtsbausteine
1. „Was macht eigentlich ein Detektiv?“: Einführung in das Thema durch Brainstorming und Erstellung von „lebenden Fotos“ in Kleingruppen.
2. „Wir lernen die Hauptpersonen und wichtige Orte der Geschichte kennen.“: Leseförderung durch die Erarbeitung von Steckbriefen zu Personen und Orten sowie das Einüben von Präsentationstechniken.
3. „Wir gestalten unsere Lesetagebücher.“: Kreative Textproduktion zur kontinuierlichen Begleitung der Lektüre durch gestalterische Elemente.
4. „Die Berliner Kinder – oder: Wie können wir Emil helfen?“: Vertiefung des Textverständnisses durch eine Lerntheke mit Fokus auf handelnde Auseinandersetzung und Problemlösung.
5. „Eine Nacht allein unterwegs in Berlin“: Einbettung in die Rolle des Protagonisten durch die Erstellung eigener Abenteuergeschichten basierend auf realen Stadtplandaten.
6. „Pony Hütchen – ein starkes Mädchen und Bleuer – ein starker Junge“: Reflexion über geschlechtsspezifische Verhaltensweisen im Vergleich zwischen der Romanzeit und heute.
Schlüsselwörter
Emil und die Detektive, Erich Kästner, Literaturunterricht, Textrezeption, Handelnder Umgang, Leseförderung, Grundschule, Lerntheke, Kreatives Schreiben, Unterrichtsplanung, Textverständnis, Rollenspiel, Sprachbehinderte, Lesetagebuch, Methodenkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit stellt eine detaillierte Unterrichtsplanung für den Deutschunterricht in einer vierten Klasse an einer Schule für Sprachbehinderte dar, basierend auf dem Roman „Emil und die Detektive“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Reihe?
Die Schwerpunkte liegen auf der Textrezeption, dem handlungsorientierten Umgang mit Literatur, der Leseförderung und der kreativen Auseinandersetzung mit der Geschichte.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen sich intensiv auf den Romantext einlassen, diesen inhaltlich durchdringen, mit eigenen Erfahrungen verknüpfen und durch die Entwicklung individueller Hilfe-Ideen für Emil eine tiefe Textdurchdringung erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht praktiziert, der unter anderem Methoden wie Lerntheken, szenisches Spiel und den Einsatz von Originalfotos nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Verlaufsskizze, die verschiedene Unterrichtsphasen von der Begrüßung über die Erarbeitungsphase bis zur Präsentation umfasst.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Erich Kästner, handelnder Literaturunterricht, Leseförderung, Lerntheke und kreatives Handeln.
Welche Rolle spielen die historischen Originalfotos in der Unterrichtsstunde?
Die Fotos dienen als Motivationsinstrument und Träger von Textinhalten, die die Schüler anregen, sich aktiv mit dem Verlauf der Geschichte auseinanderzusetzen.
Wie wird das soziale Lernen in der Stunde gefördert?
Durch die Präsentation der eigenen Ideen im Stuhlkreis und das verpflichtende, respektvolle Zuhören während der Vorstellungsrunde wird sowohl das Selbstbewusstsein als auch der wertschätzende Umgang miteinander gestärkt.
Was genau ist die Aufgabe 5 im Rahmen der Lerntheke?
In Aufgabe 5 sollen die Schülerinnen und Schüler überlegen, wie sie selbst Emil in seiner spezifischen Situation helfen könnten, dies schriftlich ausformulieren und ihre Ideen anschließend im Plenum vorstellen.
- Quote paper
- Kerstin Holländer (Author), 2004, Emil und die Detektive - Handelnder Umgang mit dem Roman für Kinder 'Emil und die Detektive', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32892