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Befristete Arbeitsverträge

Title: Befristete Arbeitsverträge

Seminar Paper , 2002 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Winfried Düll (Author), Hans Georg Kraus (Author)

Business economics - Law
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Das „Gesetz über arbeitsrechtliche Vorschriften zur Beschäftigungsförderung“, kurz „Beschäftigungsförderungsgesetz“ wurde mit Wirkung vom 01.01.2001 aufgehoben. Seither gilt das Teilzeitbeschäftigungsgesetz. Was hat sich geändert, welche Auswirkungen ha t dies auf die Arbeitswelt und was gilt es zu beachten?

Im Jahre 1951, also vor dem Inkrafttreten des allgemeinen Kündigungsschutzes schützte das befristete Arbeitsverhältnis den Arbeitnehmer in der Regel besser als das unbefristete, da während der Befristung die ordentliche Kündigung ausgeschlossen war. Heute dagegen muss der Gesetzgeber dafür Sorge tragen, dass durch die Befristung - genauer: die mit ihr verbundene automatische Beendigung des Arbeitsverhältnisses - nicht der gesetzliche Kündigungsschutz umgangen wird1. Befristete Arbeitsverträge enden gemeinhin mit Fristablauf oder Zweckerreichung. Da in der heutigen Arbeitswelt weiterhin seitens der Arbeitnehmer und Arbeitgeber immer noch die Notwendigkeit besteht befristete Arbeitsverträge abzuschließen, der Ge - setzgeber jedoch die missbräuchliche Verwendung zur Umgehung anderer Ge setze ausschließen will, ist eine dringende Erfordernis gegeben, die Hürden, die beim Abschluss eines befristeten Arbeitsverhältnisses bestehen zu kennen und sich in dem Rahmen zu bewegen, den der Gesetzgeber hierfür zulässt.

Excerpt


Gliederung

A. Definition befristeter Arbeitsverträge und Entwicklung

B. Das befristete Beschäftigungsverhältnis aus rechtlicher Sicht heute

I. Sachliche Gründe für eine Befristung

1. bei vorübergehendem Bedarf des Betriebes

2. im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium

3. zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers

4. aufgrund der Eigenheit der Arbeitsleistung

5. zur Erprobung des Arbeitnehmers

6. begründet in der Person des Arbeitnehmers

7. aufgrund befristet gewährter Haushaltsmittel

8. nach einem gerichtlichen Vergleich

9. Ausnahmefall: Bedarfsschwankungen

II. Zeitliche Aspekte einer Befristung und deren Vorschriften

1. Zeitablauf und Verlängerung

2. Altersgrenzen

III. Besondere Formvorschriften für Befristungsvereinbarungen

IV. Folge und Wirkung der Befristungsabrede

1. Unwirksamkeit der Befristung

2. Kündigung bei befristeten Arbeitsverträgen

3. Befristung und Schwangerschaft

C. Ausblick auf eventuelle zukünftige Entwicklung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen für befristete Arbeitsverhältnisse nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG), um Arbeitnehmern und Arbeitgebern ein Verständnis für die Zulässigkeit und die formalen Erfordernisse bei Vertragsschlüssen zu vermitteln.

  • Grundlagen und rechtliche Einordnung befristeter Arbeitsverträge.
  • Detaillierte Erläuterung der sachlichen Gründe für eine Befristung.
  • Zeitliche Begrenzungen und Kriterien für Vertragsverlängerungen.
  • Formvorschriften und Rechtsfolgen bei unwirksamen Befristungsabreden.
  • Berücksichtigung besonderer Fallkonstellationen wie Schwangerschaft und Altersgrenzen.

Auszug aus dem Buch

1) Bei vorübergehendem Bedarf des Betriebes

Das TzBfG drückt diese Regelung wie folgt aus: “Ein sachlicher Grund liegt insbesondere dann vor, wenn [...] der betriebliche Bedarf an Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht.“2 Dieses ist nun praxisorientiert wie folgt auszulegen: Falls der Betrieb nur einen vorübergehenden Bedarf an einer Arbeitsleistung, beispielsweise in der Landwirtschaft während der Erntesaison hat, rechtfertigt dies ein befristetes Arbeitsverhältnis. Auch ein Unternehmen, das demnächst neue technische Anlagen in Betrieb nehmen wird und dadurch Arbeitsplätze überflüssig macht, kann sich auf dieses Argument berufen. Das gilt ebenso bei Abwicklungen nach deren Ende ein Unternehmen schließt, sprich Schlussbilanzen einer in Insolvenz geratenen Firma. Allerdings muss der Arbeitgeber mit hinreichender Sicht voraussagen können, dass der Bedarf an Arbeitskräften tatsächlich geringer wird. Die wirtschaftstypische Unsicherheit bei der Einschätzung der Auftragesentwicklung ist als ausreichender Befristungsgrund nicht anerkannt.3

Auch Aushilfsarbeitsverhältnisse können befristet vereinbart werden, wenn der Arbeitgeber sie von vornherein nicht auf Dauer eingeht, sondern nur zu dem Zweck, einen vorübergehenden Bedarf an Arbeitskräften abzudecken, der nicht durch den normalen Betriebsablauf, sondern durch den Ausfall von Arbeitskräften oder einen zeitlich begrenzten, zusätzlichen Arbeitsanfall begründet ist.4

Zusammenfassung der Kapitel

A. Definition befristeter Arbeitsverträge und Entwicklung: Einführung in die gesetzlichen Änderungen durch das Teilzeit- und Befristungsgesetz und die Relevanz des befristeten Arbeitsverhältnisses.

B. Das befristete Beschäftigungsverhältnis aus rechtlicher Sicht heute: Umfassende Darstellung der acht gesetzlich anerkannten Sachgründe für eine Befristung sowie der zeitlichen Rahmenbedingungen.

III. Besondere Formvorschriften für Befristungsvereinbarungen: Erläuterung der zwingenden Schriftform für die Befristungsabrede, um deren rechtliche Wirksamkeit sicherzustellen.

IV. Folge und Wirkung der Befristungsabrede: Analyse der Konsequenzen bei unwirksamen Befristungen sowie spezifische Regelungen zur Kündigung und zum Diskriminierungsschutz bei Schwangerschaft.

C. Ausblick auf eventuelle zukünftige Entwicklung: Betrachtung statistischer Trends und politischer Bestrebungen zur Förderung von Existenzgründern und älteren Arbeitnehmern.

Schlüsselwörter

Befristete Arbeitsverträge, Teilzeit- und Befristungsgesetz, TzBfG, Sachgrundbefristung, Kettenarbeitsvertrag, Kündigungsschutz, Schriftform, Befristungsabrede, Arbeitsrecht, Altersgrenzen, Schwangerschaft, Befristungsgründe, Beschäftigungsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Voraussetzungen für den Abschluss befristeter Arbeitsverträge in Deutschland unter Berücksichtigung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Schwerpunkte sind die sachlichen Befristungsgründe, die zeitlichen Grenzen für Verlängerungen, die zwingende Schriftform sowie die arbeitsrechtlichen Konsequenzen bei unwirksamen Verträgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Arbeitgebern und Arbeitnehmern die rechtlichen Hürden aufzuzeigen, damit Verträge rechtskonform gestaltet werden und der gesetzliche Kündigungsschutz nicht unzulässig umgangen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autoren nutzen eine juristische Literatur- und Gesetzesanalyse, um das TzBfG zu interpretieren und die aktuelle Rechtssprechung einzuordnen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der acht Sachgründe für Befristungen, zeitliche Aspekte, Formvorschriften sowie die Rechtsfolgen, inklusive Sonderregelungen für bestimmte Arbeitnehmergruppen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Sachgrundbefristung, Kettenarbeitsverträge, Schriftformerfordernis und der Schutz vor Diskriminierung.

Darf ein Arbeitgeber Arbeitsverträge bei Bedarfsschwankungen beliebig befristen?

Nein, Bedarfsschwankungen gelten grundsätzlich als unternehmerisches Risiko und stellen keinen ausreichenden Sachgrund für eine Befristung dar, es sei denn, es liegt ein projektbedingter, personeller Mehrbedarf vor.

Was passiert, wenn die Schriftform für eine Befristungsabrede nicht eingehalten wird?

Die Befristungsabrede selbst ist dann unwirksam. Das Arbeitsverhältnis gilt als auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann unter Einhaltung des Kündigungsschutzes ordentlich gekündigt werden.

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Details

Title
Befristete Arbeitsverträge
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Course
Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens
Grade
1,0
Authors
Winfried Düll (Author), Hans Georg Kraus (Author)
Publication Year
2002
Pages
12
Catalog Number
V32917
ISBN (eBook)
9783638335102
Language
German
Tags
Befristete Arbeitsverträge Techniken Arbeitens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Winfried Düll (Author), Hans Georg Kraus (Author), 2002, Befristete Arbeitsverträge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32917
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