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Blombergs Rolle im Kampf um die Wehrmacht bei der Bestimmung des Verhältnisses von Militär und politischer Führung

Title: Blombergs Rolle im Kampf um die Wehrmacht bei der Bestimmung des Verhältnisses von Militär und politischer Führung

Seminar Paper , 2004 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sven Tillery (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Der 30. Januar 1933 stellte einen bedeutenden Tag in der Geschichte des Deutschen Reiches dar. Nicht nur die Tatsache, dass Adolf Hitler an diesem Tag zum Reichskanzler ernannt wurde, sondern auch die Ernennung des neuen Reichswehrministers von Blomberg hatten äußerst nachhaltige Wirkungen für den Verlauf der Geschichte.
Blomberg verfolgte während seiner Amtszeit zwei Hauptziele. Zum Einen wollte er die Reichswehr vor einer Gleichschaltung durch die Partei bewahren. Zum Anderen wollte er Loyalität gegenüber Hitler zeigen, um somit die Erhaltung des Waffenmonopols zu erzielen und eine Verknüpfung mit der SA zu vermeiden.
Im Rahmen dieser Seminararbeit soll aufgezeigt werden, wie Blomberg es versuchte, diese Ziele zu realisieren und in wieweit er dabei immer mehr Boden im Hinblick auf das hereindringende Gedankengut des Nationalsozialismus preisgeben musste. Es wird dabei der Frage nachgegangen, inwiefern Blomberg handelte, um das Verhältnis zwischen Militär und politischer Führung zu bestimmen. Da Blomberg dabei stets einen Drahtseilakt zwischen Loyalitätserweisung und Unnachgiebigkeit gegenüber dem Regime meistern musste, kann sein Handeln als Kampf bezeichnet werden.
Nachdem die militärischen Ausgangspositionen knapp erläutert wurden, wird auf die Ernennung Blombergs zum Reichswehrminister eingegangen, um dann den Schwerpunkt der Arbeit, Blombergs Kampf um die Wehrmacht zu erörtern. Dabei wird eine Unterteilung in die Zeit vor und nach dem 30.06.1934 vorgenommen, um die Wichtigkeit des „Röhm-Putsches“ für Blombergs weitere Zielverfolgung darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangsposition der Reichswehr vor der Machtübernahme Hitlers

3. Blombergs Ernennung zum Reichswehrminister

4. Blombergs Kampf um die Wehrmacht bis zum Jahre 1934

4.1 Der Kampf gegen die Gleichschaltung

4.1.1 Kooperation und Öffnungspolitik

4.1.2 Personalpolitik in der Reichswehr

4.2 Der Kampf um das Waffenmonopol

4.2.1 Die Rolle der SA

4.2.2 Die Beteiligung der Reichswehr am „Röhm-Putsch“

5. Blombergs Rolle im Kampf um die Wehrmacht bis zum Jahre 1938

5.1 Der Kampf gegen die Gleichschaltung der Wehrmacht

5.2 Personalpolitik und ideologische Beeinflussung

5.3 Die Rolle von SA und SS nach dem „Röhm-Putsch“

6. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Handeln von Werner von Blomberg als Reichswehrminister im Zeitraum von 1933 bis 1938. Zentrales Ziel ist es, den „Kampf“ Blombergs zu beleuchten, mit dem er versuchte, die Reichswehr vor einer vollständigen nationalsozialistischen Gleichschaltung zu bewahren und ihr Waffenmonopol gegenüber der SA zu sichern, während er gleichzeitig einen Drahtseilakt zwischen Loyalität gegenüber dem Regime und der Wahrung militärischer Eigenständigkeit vollzog.

  • Die Ausgangslage der Reichswehr nach 1918 und das Verhältnis zur politischen Führung.
  • Blombergs „Öffnungspolitik“ und die ideologische Anpassung der Reichswehr an den Nationalsozialismus.
  • Die Rolle der SA und die Verstrickung der Wehrmacht in den „Röhm-Putsch“.
  • Personalpolitische Maßnahmen und die Einführung des „Arierparagraphen“ in der Reichswehr.
  • Das Scheitern der Bemühungen zur Bewahrung der militärischen Unabhängigkeit.

Auszug aus dem Buch

Die Ausgangsposition der Reichswehr vor der Machtübernahme Hitlers

Der Zusammenbruch des Kaiserreiches im Jahre 1918 stellte für das deutsche Offizierkorps mehr als nur einen Übergang von einer Staatsform zu einer anderen dar. Für die Repräsentanten der Armee brach vielmehr eine Welt zusammen. So schrieb ein bayerischer Artillerieoffizier: „... die Revolution hat mir den Rest gegeben und hatte mir das Letzte geraubt...nun sieht man plötzlich alles...über den Haufen stürzen. Es geht einem, wie wenn man einen lieben Menschen begraben hat.“

Die Armee war nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches orientierungslos geworden. Dies lag daran, dass das Offizierkorps sein Leitbild von der absoluten Monarchie verloren und seit deren Wegfall keine neue Basis gefunden hatte. Die parlamentarische Republik wurde als Gegenpol angesehen und somit nicht akzeptiert. Der neue Staat wurde oftmals als Übergangserscheinung angesehen. Angestrebt wurde hingegen eine Staatsform, die sich „außenpolitisch als nationalstaatliche Großmacht, innerpolitisch als autoritär strukturierter Obrigkeitsstaat darstellte.“ Diese Orientierungslosigkeit der Armee, die mit dem Wunsch einer Veränderung der aktuellen Situation einherging, bot dem Nationalsozialismus eine große Angriffsfläche. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wünschten sich die Soldaten eine erneute Stärkung der militärischen Kraft, sowie die Beseitigung der Bestimmungen des Versailler Vertrages, die in ihren Augen allenfalls ein Minimum an äußerer Sicherheit für das Deutsche Reich boten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Ausgangslage des Jahres 1933 und die Zielsetzungen der Untersuchung über Blombergs Wirken.

2. Die Ausgangsposition der Reichswehr vor der Machtübernahme Hitlers: Analyse der Orientierungslosigkeit des Offizierkorps in der Weimarer Republik und der Sehnsucht nach einem autoritären Staatsmodell.

3. Blombergs Ernennung zum Reichswehrminister: Darstellung der Umstände von Blombergs Ernennung und seiner Eignung für das Amt sowie der Erwartungshaltung Hitlers.

4. Blombergs Kampf um die Wehrmacht bis zum Jahre 1934: Untersuchung der anfänglichen Strategien Blombergs, durch Öffnungspolitik und Personalentscheidungen die Kontrolle über die Armee zu behalten und die SA zu neutralisieren.

5. Blombergs Rolle im Kampf um die Wehrmacht bis zum Jahre 1938: Betrachtung der fortschreitenden ideologischen Durchdringung der Armee und Blombergs zunehmender Abhängigkeit vom Regime bis zu seiner Entlassung.

6. Schlussbetrachtungen: Fazit über das Scheitern von Blombergs Bemühungen und den Preis, den die Wehrmacht für den kurzfristigen Erhalt ihrer formalen Unabhängigkeit zahlte.

Schlüsselwörter

Werner von Blomberg, Reichswehr, Nationalsozialismus, Gleichschaltung, Wehrmacht, SA, Röhm-Putsch, Waffenmonopol, Reichswehrminister, Militärführung, Indoktrination, Personalpolitik, Arierparagraph, Hitler, Militärgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Werner von Blomberg als Reichswehrminister während der Jahre 1933 bis 1938 im Kontext des Spannungsfeldes zwischen Militär und politischer Führung im Dritten Reich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gleichschaltung der Wehrmacht, der Rolle der SA und SS, der Personalpolitik des Ministeriums sowie dem Prozess der ideologischen Indoktrinierung der Streitkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Blomberg versuchte, durch eine Politik der „wohlwollenden Neutralität“ und Anpassung die Unabhängigkeit der Wehrmacht zu wahren, und inwiefern er dabei an den Machtansprüchen der NSDAP scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Seminararbeit, die auf der Auswertung primärer Dokumente (Erlasse, Denkschriften) und einer fundierten Aufarbeitung einschlägiger militärhistorischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Zeit vor und nach dem „Röhm-Putsch“, wobei die Strategien zum Erhalt des Waffenmonopols und der Umgang mit parteipolitischen Einflüssen detailliert analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Wehrmacht, Blomberg, Gleichschaltung, Waffenmonopol, Röhm-Putsch und die Zwei-Säulen-Theorie.

Wie bewertet der Autor Blombergs „Öffnungspolitik“?

Der Autor bewertet diese Politik als ein zweischneidiges Schwert: Während sie kurzfristig den direkten Zugriff der Partei auf die Wehrmacht verzögerte, führte sie durch die ständige preisgegebene Substanz zur moralischen und politischen Verstrickung der Armee in das nationalsozialistische Regime.

Wie reagierte Blomberg auf den „Röhm-Putsch“?

Blomberg unterstützte das Regime nach den Morden, indem er die Maßnahmen rechtfertigte, die Generäle Schleicher und Bredow diffamierte und die Wehrmacht durch ein neues Treuegelöbnis noch enger an Hitler band.

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Details

Title
Blombergs Rolle im Kampf um die Wehrmacht bei der Bestimmung des Verhältnisses von Militär und politischer Führung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,0
Author
Sven Tillery (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V32970
ISBN (eBook)
9783638335577
ISBN (Book)
9783638683012
Language
German
Tags
Blombergs Rolle Kampf Wehrmacht Bestimmung Verhältnisses Militär Führung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Tillery (Author), 2004, Blombergs Rolle im Kampf um die Wehrmacht bei der Bestimmung des Verhältnisses von Militär und politischer Führung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32970
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