Bocholt - Ein Beispiel für praxisorientiertes Stadtmarketing


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

15 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG
2.1. Gründung der Stadtmarketing Gesellschaft
2.2. Aufgaben der Stadtmarketing Gesellschaft

3. Das Open Air Festival am 11. Juli 2003 im Stadion „Am Hünting“
3.1. Einführende Informationen
3.2. Werbung für das Event
3.3. Rückblick auf das Open Air Festival 2003

4. Internetauftritt der Stadt Bocholt
4.1. Bewertung des Internetauftritt der Stadt Bocholt

5. Bedeutung der Stadtmarketing Gesellschaft für den Standort Bocholt

6. Fazit

7. Quellennachweis

8. Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Bocholt und umliegende Region

Abb. 2 Aktionen in der Innenstadt

Abb. 3 Flyer für das Open Air Festival 2003

Abb. 4 Ballone und VIP-Zelt auf dem Open Air 2003

Abb. 5 Werbematerial für das Open Air Festival 2003

Abb. 6 Impressionen vom Open Air Festival 2003

Abb. 7 Rangliste der besten acht Teilnehmer bei der Studie „Virtuelles Rathaus Münsterland 2004“

Abb. 8 Bürgermeister Ehling nimmt den Preis „Virtuelles Rathaus Müns- terland 2004“ von Prof. Dr. Jörg Becker entgegen

Abb. 9 Weihnachtsbeleuchtung am Historischen Rathaus in Bocholt

Tabellenverzeichnis

Tab.1 Sponsoren für das Open Air Festival 2003

1. Einleitung

Mit diesem Slogan stellt sich die Stadt Bocholt auf ihrer Internetseite vor. Bocholt ist eine Mittelstadt in Nordrhein-Westfalen mit rund 75.000 Einwohnern. Sie liegt im Kreis Borken im westlichen Münsterland und bildet im Norden der Stadt die Landesgrenze zwischen Deutschland und den Niederlanden. Die westliche Stadtgrenze ist gleichzeitig die Grenze zwischen Westfalen und dem Niederrhein. Von den 11.937ha Stadtfläche entfallen nur 23,6 Prozent auf bebaute und sonstige Flächen. Knapp zwei Drittel der Stadtfläche (65,9 Prozent) werden für die Landwirtschaft genutzt und rund 10 Prozent entfallen auf Wald-, Wasser- und Erholungsflächen sowie Grünanlagen (Deutsche Enzyklopädie). Das Stadttheater, das Stadtmuseum, das Handwerksmuseum, das Westfälische Industriemuseum - Textilmuseum Bocholt, die Musikschule, die St.-Georg Kirche, der Wasserturm, sowie das Schulmuseum des St.-Georg Gymnasium zeigen nur einen kleinen Teil des gesamten kulturellen Angebots der Stadt mit einer Geschichte von über 750 Jahren. Bocholt ist in der Region die größte Stadt und übernimmt deshalb auch viele zentrale Funktionen für die Region. Die nächste vergleichbar größere Stadt ist Wesel, die ca. 20 Kilometer süd- lich von Bocholt liegt.östlich ist erst Münster die nächst größere Stadt, die ca. 70 Kilometer ent- fernt liegt. Im Norden und Wes- ten sind es die niederländischen Städte Enschede und Nijmegen, die beide ca. 50 Kilometer ent- fernt liegen, welche die Größe Bocholts überschreiten (siehe Abb.1).Bei Betrachtung dieser Fakten, kann man sagen, dass

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Bocholt und umliegende Region Quelle: www.map24.de

der Slogan „grenz- nah.Ländlich.kulturell.Metropol“ wie geschaffen für Bocholt ist.

Inhalt dieser Arbeit soll es sein die Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG., sowie ausgewählte Projekte, die von ihr initiiert wurden vorzustellen, und unter dem Aspekt „Nutzen für das Image Bocholts“, zu bewerten. Dazu soll das Open Air Festival 2003 und der Internetauftritt der Stadt genauer untersucht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG

2.1. Gründung der Stadtmarketing Gesellschaft

Mitte der 90er Jahre wurde ein Trend in die Ballungsräume, aktive Wirtschaftsförderung in den umliegenden Kommunen, ein wachsender Konkurrenzkampf der Städte untereinander sowie eine gewisse Betriebsblindheit in der Stadt Bocholt wahrgenommen. Der damalige „Initiativkreis Stadtmarketing Bocholt“ wollte diesen Entwicklungen wirkungsvoll begegnen. Man wollte aber nicht nur reagieren können sondern aktiv agieren, um Probleme zu vermei- den und Chancen zu entwickeln. Aus diesen Überlegungen heraus wurde im Jahre 1996 die Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG gegründet. Ihre eigentlichen operativen Tätigkeiten nahm die Stadtmarketing Gesellschaft aber erst zu Beginn 1997 auf (Dieckhues 2005).

Im Rahmen einer Anschubfinanzierung brachten die Stadt Bocholt sowie 29 weitere Gesell- schafter aus Handel, Industrie, dem Dienstleistungsbereich und Verbänden eine Millionen DM Stammkapital auf. Diese Anschubfinanzierung wurde auf eine Laufzeit von vier Jahren angelegt (Oktober 1996 bis September 2000). Nach Ablauf dieses Zeitraums sollte die Stadtmarketing Gesellschaft sich ihre Wirtschaftlichkeit selber sichern. Bei der Finanzierung konnten keine Fördergelder in Anspruch genommen werden, da die Gründung der Stadt- marketing Gesellschaft in Bocholt vor den, vom Ministerium für Stadtentwicklung, in ganz NRW eingeleiteten Stadtmarketing-Prozessen erfolgte. Der Vorteil dieses zeitlichen Vor- sprungs bereitet der Stadtmarketing Gesellschaft heute noch Vorsprünge, gegenüber ande- ren Kommunen, bei der praktischen Umsetzung von Stadtmarketing Strategien (Dieckhues 2005).

Mittlerweile vereinigt die Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt die Aufgabenbereiche „City- marketing / Handel“, „Kirmes / Märkte“, „Wirtschaft / Industrie“, „Tourismus“, „Projekte / Events“, „Standortwerbung /öffentlichkeitsarbeit“, „Marketing Services“, „Interne Dienste“ für die Stadt Bocholt unter einem Dach. Die Stadtmarketing Gesellschaft ist in zwei Anteile auf- geteilt. Die Stadt Bocholt ist 50%iger Gesellschafter und 36 Betriebe vereinen die anderen 50% der Gesellschaftsanteile auf sich. Also ein klassisches Beispiel eines „Public-Private- Partnership-Modells“ (Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG). Seit der Gründung der Gesellschaft lag jeder Jahresabschluss „über dem Plan“. In drei Jah- ren der sieben Geschäftsjahre schrieb man sogar schwarze Zahlen, was in diesem Bereich, der fast überall ein kommunales Zuschussgeschäft ist, eher selten ist. Ihre Aktivitäten finan- ziert die Stadtmarketing Gesellschaft aus Eintrittsgeldern, Fördermitteln, Sponsoring und anderen Quellen (Dieckhues 2005).

2.2. Aufgaben der Stadtmarketing Gesellschaft

Die Aufgaben der Stadtmarketing Gesellschaft kann grob in zwei Bereiche unterteilt werden. Zum einen das Innenmarketing, welches das Image des Standorts Bocholt bei der eigenen Bevölkerung aufbessern will. Ziel ist es dass sich die Bürger mit der Stadt Bocholt identifizie- ren und sich in Bocholt wohlfühlen. Zum anderen das Außenmarketing welches versucht den „Standort Bocholt“ in der Region und darüber hinaus attraktiv darzustellen. Gäste und Touristen sollen sich vom Flair der Stadt sowie dem zu erwartenden Einkaufs- und Freizeiterlebnis anziehen lassen (Dieckhues 2005).

Die Bocholter Stadtmarketing Gesellschaft kümmert sich, gemeinsam mit den entsprechen- den Fachbereichen der Stadt, sehr intensiv um die Standortwerbung, innovative Internetakti- vitäten, und dieöffentlichkeitsarbeit. Aber auch im Bereich der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung arbeiten Stadt und Stadtmarketing eng zusammen. Im Rahmen eines gemeinsamen Image- und Eventwerbekonzeptes übernimmt die Stadtmarketing Gesell- schaft die komplette Koordination für die Bocholter Werbegemeinschaften. Dazu zählt z.B. auch die Planung, Organisation und Durchführung von Events in der Innenstadt, aber auch Open Air Veranstaltungen im Stadion oder am Aa-See, sowie kulturelle Belange und Musik- veranstaltungen die im Rathaus oder dem Brauhaus durchgeführt werden (siehe Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Aktionen in der Innenstadt (1:Herbstkirmes, 2: „Bocholt unter Dampf“, 3: „Bokeltsen Treff“, 4: „Bocholt on ice“) Quelle: Bocholter Pressearchiv

Auch die komplette Organisation und Durchführung von Firmenveranstaltungen in Bocholt übernimmt die Stadtmarketing Gesellschaft (Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG). Mit der „Tourist-Info Bocholt“, die der Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt angeschlos- sen ist, werden in Kooperation mit dem Hotel- und Gaststättenverband und der „Münsterland Touristik“ die touristischen Belange der Grenzstadt Bocholt näher gebracht. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Landesbüro Stadtmarketing NRW im selben Ge- bäude ansässig ist wie die Bocholter Stadtmarketing Gesellschaft. Dies ermöglicht eine enge Zusammenarbeit und Kooperation. Das Landesbüro kümmert sich aber zumeist um die Be- ratung und Informierung der Gemeinden in NRW. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Landesbüro hat die Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt eine beispielhafte Stellung im Be- reich des praxisorientierten Stadtmarketing in NRW (Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG).

3. Das Open Air Festival am 11. Juli 2003 im Stadion “Am Hünting”

3.1. Einführende Informationen

Zu den alljährlichen festen Bestandteilen im Veranstaltungskalender gehört das „Open Air Festival am Hünting“. Nachdem schon Stars wie Brian Adams, BAP, Sasha und Joe Cocker in Bocholt gastierten, war es natürlich nicht leicht, beim 6. Bocholter Open Air Festival, dieses Angebot zu toppen. Für das Jahr 2003 konnte die Band „Simple Minds“ gewonnen werden, um auf der Open Air Bühne im Bocholter Fußballstadion zu spielen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab.1: Sponsoren für das Open Air Festival 2003 am Hünting

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Dieckhues 2003

Nach weiteren Verhandlungen, die bis zum Mai 2003 anhielten stand dann das „Line-Up“ fest. Den Anfang machte die Bocholter Band „Fairfield“ gefolgt von der Band „Roger Chapman & The Shortlist“ (siehe Abb. 3).

Um den Gästen vor dem Haupt-Gig richtig einzuheizen konnte die Band „Fury in the Slaughterhouse“ engagiert werden, bevor dann die „Simple Minds“ um 22:15Uhr auftraten und das Schlusslicht des Musikevents setzten, bevor dann die After-Show-Party be- gann (Theissen 2003).Um dieses Event, welches am 11.Juli 2003 stattgefunden hat, zu finanzieren wurden viele Sponsoren gewonnen. Die Hauptsponsoren haben alle ihren Sitz in Bocholt, und einige der Co-Sponsoren kommen von Auswärts (siehe Tabelle 1). Für die Getränkeversorgung wurden die Sponsoren

Abb.3: Flyer für das Open Air Festival 2003

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Dieckhues 2003

„C.A. Veltins Brauerei“ aus Meschede, die „Privatbrauerei Diebels“ aus Issum, „Getränke Westhoff“ aus Bocholt und „Getränke Stams“ aus Wesel gewonnen werden. Als Kooperationspartner fungierten zum einen die Stadt Bocholt als

Eigentümer des Stadion „Am Hünting“, und zum anderen der 1.FC Bocholt als Stadionpächter. Die Risikoabdeckung für dieses Event wurde durch einen Pauschalbetrag der Hauptsponsoren, sowie durch denörtlichen Veranstalter, der Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt, gestellt (Dieckhues 2003).

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Bocholt - Ein Beispiel für praxisorientiertes Stadtmarketing
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Wirtschaftsgeographische Perspektiven auf aktuelle Tendenzen in Stadtmarketing und regionaler Wirtschaftsförderung
Note
1
Autor
Jahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V32983
ISBN (eBook)
9783638335669
ISBN (Buch)
9783640843473
Dateigröße
1206 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit wurde für einen Teilnahmenachweis angefertigt und hat somit keine Note bekommen.
Schlagworte
Bocholt, Beispiel, Stadtmarketing, Wirtschaftsgeographische, Perspektiven, Tendenzen, Wirtschaftsförderung
Arbeit zitieren
Joerg Geuting (Autor), 2004, Bocholt - Ein Beispiel für praxisorientiertes Stadtmarketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32983

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