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Die Miniaturen in der Heidelberger und der Berliner Handschrift des 'Eneasromans' von Heinrich von Veldeke

Title: Die Miniaturen in der Heidelberger und der Berliner Handschrift des 'Eneasromans' von Heinrich von Veldeke

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 55 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva Fuchs (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Summary Excerpt Details

Zahlreiche mittelalterliche Handschriften weisen Miniaturen oder Illustrationen auf, die Miniaturen der Berliner Handschrift des „Eneasromans“ sind jedoch in mehrerer Hinsicht einzigartig. Zwei weitere illustrierte Handschriften des „Eneasromans“ sind überliefert, die Heidelberger und die Wiener Handschrift. Die Fragestellung dieser Seminararbeit soll nun sein: Wie sind die Illustrationen der beiden Handschriften des „Eneasromans“ von Heinrich von Veldeke, Cod. Pal. 403, Heidelberger Handschrift und Ms. germ. fol. 282, Berliner Handschrift zu bewerten?
Wie unterscheiden sich die Illustrationen voneinander?
Um diesen Fragen nachzugehen, sollen im Folgenden die Inhalte und wichtigen Charakteristika des „Eneasromans“ kurz umrissen und auf die Überlieferung der Handschriften eingegangen werden. Daran wird sich ein allgemeiner Passus über Miniaturen und Illustrationen in mittelalterlichen Handschriften anschließen. Die Illustrationen der beiden Handschriften werden erst getrennt voneinander betrachtet und anschließend miteinander verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. INHALTSVERZEICHNIS

2. FRAGESTELLUNG UND VORGEHENSWEISE

3. DER „ENEASROMAN“ VON HEINRICH VON VELDEKE

4. MINIATUREN UND ILLUSTRATIONEN IN MITTELALTERLICHEN HANDSCHRIFTEN

5. DIE HEIDELBERGER HANDSCHRIFT

5.1 ILLUSTRATIONEN DER HEIDELBERGER HANDSCHRIFT

5.1.1ARBEITSPROZESS DES MALERS

5.1.2FIGUREN UND GEGENSTÄNDE

5.3 VERHÄLTNIS VON TEXT UND BILD

5.4KUNSTGESCHICHTLICHE EINORDNUNG

6. DIE BERLINER HANDSCHRIFT

6.1 ILLUSTRATIONEN DER BERLINER HANDSCHRIFT

6.1.1TECHNISCHE DETAILS DER ILLUSTRATIONEN

6.1.2ARCHITEKTUR, FIGUREN UND GEGENSTÄNDE

6.2 VERHÄLTNIS VON TEXT UND BILD

6.2.1SPRUCHBÄNDER

6.2.2HERALDIK, RÜSTUNGEN UND WAFFEN

6.2.3NARRATIVE ASPEKTE DER BILDER

6.3 KUNSTGESCHICHTLICHE EINORDNUNG

7. ILLUSTRATIONEN IM VERGLEICH

7.1 VERGLEICH DER DARGESTELLTEN INHALTE

7.2 VERGLEICH DER DARSTELLUNGEN

8. SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht und bewertet die Unterschiede in den Illustrationen der beiden Handschriften des „Eneasromans“ von Heinrich von Veldeke, konkret der Heidelberger Handschrift (Cod. Pal. germ. 403) und der Berliner Handschrift (Ms. germ. fol. 282), um deren kunstgeschichtliche Bedeutung herauszuarbeiten.

  • Vergleichende Analyse der Illustrationszyklen beider Handschriften.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Text und Bild in den jeweiligen Werken.
  • Künstlerische und kunstgeschichtliche Einordnung der Miniaturen.
  • Analyse der inhaltlichen Schwerpunkte und der narrativen Aspekte der bildlichen Darstellungen.
  • Bedeutung von Spruchbändern, Heraldik und Rüstungsdarstellungen für das Verständnis der Illustrationen.

Auszug aus dem Buch

6.2.2 Heraldik, Rüstungen und Waffen

Die Beschreibungen von Rüstungen und Waffen nehmen in Veldekes „Eneasroman“ viel Raum ein. Besonders die prächtigen Ausführungen derselben wie etwa die, die Venus für Eneas bei Vulkanus in Auftrag gibt, die die Camilla trägt oder die des Pallas, füllen mehrere Seiten.

Die Grundausstattung eines Ritters umfasst nach Veldeke ein gepanzertes Kettenhemd, eiserne Beinlinge, einen Helm mit Maske, eine Lanze oder ein Schwert und einen Schild. Diese Grundelemente hat der Illustrator reich mit Verzierungen und heraldischen Symbolen ausgeschmückt. Statt der von Veldeke beschriebenen normannischen Helme, hat der Maler Topfhelme gezeichnet, die zur Zeit der Entstehung der Handschrift modern waren. Die Helme weisen vielfach Helmzieren auf. Diese sind auf der Helmkalotte befestigt und zeigen sehr vielfältige Formen und Farben. Häufig sind es Tiere, die die Helme zieren, meist Adler und Löwen, aber auch Vögel. Weiterhin finden sich Geweihe, Flügel, Stiefel, Blumen, Vierecke, Hände, Sterne, Vogelklauen, Räder, Fahnen mit verschiedenen Symbolen und Helmkronen als Herrscherzeichen. Den Helm der Camilla ziert ein Tuch und eine verschlossene Truhe, die ihre Jungfräulichkeit symbolisieren soll.

Veldeke nennt jedoch nur eine einzige Helmzier. Eneas Helm, von Vulkanus geschmiedet trägt eine Blume als Zierde. „dâ stunt ein blûme golde, alsez Volcân wolde, dar inne ein rôter jachant.“ (RECLAM, Vers 5710- 13). Die vielfältigen Helmzieren der Illustrationen fußen nicht auf Veldekes „Eneasroman“, sondern sind vom Zeichner eigenständig eingefügt.

Zusammenfassung der Kapitel

2. FRAGESTELLUNG UND VORGEHENSWEISE: Einleitung in die Thematik und Definition des Untersuchungsziels bezüglich der Illustrationen beider Eneas-Handschriften.

3. DER „ENEASROMAN“ VON HEINRICH VON VELDEKE: Kurzer Abriss zur Entstehung, Inhalt und Überlieferung des Werkes.

4. MINIATUREN UND ILLUSTRATIONEN IN MITTELALTERLICHEN HANDSCHRIFTEN: Allgemeiner Exkurs über die Bedeutung und handwerkliche Herstellung von Illustrationen im Mittelalter.

5. DIE HEIDELBERGER HANDSCHRIFT: Detaillierte Analyse dieser spezifischen Handschrift, ihrer Entstehung und der Einbindung ihrer Illustrationen.

6. DIE BERLINER HANDSCHRIFT: Ausführliche Betrachtung der Berliner Handschrift als eines der frühesten und reich bebilderten Werke.

7. ILLUSTRATIONEN IM VERGLEICH: Gegenüberstellung der beiden Illustrationszyklen hinsichtlich ihrer Inhalte und künstlerischen Darstellung.

8. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede und Erkenntnisse aus dem Vergleich beider Handschriften.

Schlüsselwörter

Heinrich von Veldeke, Eneasroman, Heidelberger Handschrift, Berliner Handschrift, Miniaturen, Buchmalerei, Illustrationen, Mittelalter, Text-Bild-Verhältnis, Kodikologie, Epik, Ikonographie, Spruchbänder, Heraldik, Buchherstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Illustrationen in zwei zentralen mittelalterlichen Handschriften des Eneasromans von Heinrich von Veldeke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Buchmalerei, das Verhältnis von Text und Bild, die kunstgeschichtliche Einordnung sowie die Analyse narrativer Elemente in mittelalterlichen Handschriften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in den Illustrationen der Heidelberger und Berliner Handschrift zu bewerten und ihre jeweilige kunsthistorische Bedeutung im Kontext der Zeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die neben der Auswertung kunsthistorischer Fachliteratur auch einen statistischen Vergleich der Erzählqualitäten (nach Schröter) und eine formale Untersuchung der bildlichen Darstellungen beinhaltet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die getrennte Betrachtung beider Handschriften (Technik, Figuren, Verhältnis zu Text) und einen anschließenden direkten Vergleich der dargestellten Inhalte und künstlerischen Stilmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Heinrich von Veldeke, Eneasroman, Buchmalerei, Miniaturen, Heidelberger Handschrift, Berliner Handschrift und Text-Bild-Verhältnis.

Warum ist die Berliner Handschrift für die Forschung so besonders?

Sie zählt zu den frühesten illustrierten Handschriften höfischer Epik in Deutschland und zeichnet sich durch einen außergewöhnlich reichen und detaillierten Bilderzyklus aus.

Welchen Einfluss hatte der "Schreiber" auf die Heidelberger Handschrift?

Der Illustrator war stark durch die Vorgaben des Schreibers limitiert, was zu einer eher schematischen Einbettung der Miniaturen zur optischen Gliederung des Textes führte.

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Details

Title
Die Miniaturen in der Heidelberger und der Berliner Handschrift des 'Eneasromans' von Heinrich von Veldeke
College
University of Freiburg  (Deutsches Seminar I)
Course
Hauptseminar Mittelalterliche Literatur aus Handschriften
Grade
1,0
Author
Eva Fuchs (Author)
Publication Year
2004
Pages
55
Catalog Number
V32989
ISBN (eBook)
9783638335720
ISBN (Book)
9783640477951
Language
German
Tags
Miniaturen Heidelberger Berliner Handschrift Eneasromans Heinrich Veldeke Hauptseminar Mittelalterliche Literatur Handschriften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Fuchs (Author), 2004, Die Miniaturen in der Heidelberger und der Berliner Handschrift des 'Eneasromans' von Heinrich von Veldeke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32989
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