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Die Persistenz von Schichten oder das Ende von Großgruppengesellschaften? Eine empirische Inspektion der Individualisierungsthese

Title: Die Persistenz von Schichten oder das Ende von Großgruppengesellschaften? Eine empirische Inspektion der Individualisierungsthese

Term Paper , 2004 , 30 Pages , Grade: 1

Autor:in: Thomas Lux (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit überprüft empirisch – mit Hilfe von bereits publizierten Daten und einer eigenen Sekundäranalyse anhand von ALLBUS Daten – das Zutreffen der Individualisierungsthese für den Bereich der ökonomischen Ungleichheit. Dabei können die von der Individualisierungstheorie postulierten Veränderungen nur auf sozialstruktureller (Erhöhung des Einkommens bei gleichbleibender Ungleichheitsrelation), nicht aber auf lebensweltlicher Ebene (Rückgang der Relevanz von Schichten) bestätigt werden. Bei der Überprüfung der Hypothesen ergaben sich Probleme hinsichtlich der Art der verwendeten Daten und hinsichtlich der gewählten Konzeptspezifikation. Diese Probleme werden einzeln expliziert und bilden einen Anschlusspunkt für weiterführende Arbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

ZUSAMMENFASSUNG

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN

2.1 MARX UND WEBER & DER UNTERSCHIED ZWISCHEN KLASSE UND SCHICHT

2.2 DIE INDIVIDUALISIERUNGSTHESE & DAS ENDE DER GROßGRUPPENGESELLSCHAFTEN

2.3 HYPOTHESEN

3. OPERATIONALISIERUNG & EMPIRISCHE ERGEBNISSE

4. PROBLEME BEIM VORGEHEN

5. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die empirische Gültigkeit der Individualisierungsthese im Kontext ökonomischer Ungleichheit in Deutschland. Dabei wird geprüft, ob sich die postulierten gesellschaftlichen Veränderungen sowohl auf struktureller Ebene (Einkommensverteilung) als auch auf lebensweltlicher Ebene (Relevanz von Schichtzugehörigkeiten) bestätigen lassen.

  • Individualisierungsdebatte und Transformation der Sozialstruktur
  • Konzepte von Klasse und Schicht im soziologischen Vergleich
  • Empirische Überprüfung des "Fahrstuhl-Effekts" und der Einkommensungleichheit
  • Subjektive Schichteinstufung und lebensweltliche Relevanz
  • Methodische Herausforderungen bei der Analyse von Trend- und Querschnittsdaten

Auszug aus dem Buch

2.1 Marx und Weber & der Unterschied zwischen Klasse und Schicht

Seit der Entsehung der Soziologie im 19. Jahrhundert war die Erforschung der Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit ein wichtiges Teilgebiet dieser Wissenschaft. Grundlegend war und ist hier die Annahme, dass mit der Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Großgruppe bestimmte Lebens- und Denkweisen einhergehen, die

a) über diese Zugehörigkeiten zu einem großen Teil erklärt werden können,

b) die Zugänge zu knappen gesellschaftlichen Ressourcen (Reichtum, Macht, Bildung) bestimmen und

c) mehr oder weniger stark von einer Generation an die Folgegeneration weitergegeben werden (Vgl. Berger 2001: S.224f. und 235ff.).

Die wesentlichen Konzepte, die zur Beschreibung dieser Sachverhalte entwickelt wurden, sind Klassen, Schichten und Milieus. Dabei stellt die Reihenfolge der Nennung dieser drei Konzepte sowohl eine Chronologie der Genese als auch eine Perspektive der zunehmenden Differenzierung dar.

Die wohl berühmtesten Klassenkonzepte wurden bereits von Karl Marx und von Max Weber formuliert. Die Klassenkonzeption von Marx sieht im Wesentlichen zwei antagonistische Klassen vor (Bourgeoisie als Kapitalisten-Klasse und Proletariat als Arbeiter-Klasse), die durch ihre Stellung im Wirtschaftsprozess, oder genauer: den Besitz an Produktionsmitteln, bestimmt sind, indem diese Stellung bestimmte Lebens- und Bewusstseinsformen produziert.

Zusammenfassung der Kapitel

ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit prüft empirisch die Individualisierungsthese und stellt fest, dass sich diese nur auf struktureller Ebene, jedoch nicht auf lebensweltlicher Ebene bestätigen lässt.

1. EINLEITUNG: Es wird die Forschungsfrage dargelegt, die die Individualisierungsthese hinsichtlich ihrer Relevanz für ökonomische Ungleichheit kritisch hinterfragt.

2. THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN: Hier werden die klassischen Großgruppenkonzepte von Marx und Weber sowie die Individualisierungsthese erörtert und daraus Hypothesen abgeleitet.

3. OPERATIONALISIERUNG & EMPIRISCHE ERGEBNISSE: Dieser Teil beschreibt die statistische Überprüfung der Hypothesen anhand von Reallohnindizes, Gini-Koeffizienten und ALLBUS-Daten.

4. PROBLEME BEIM VORGEHEN: Es werden methodische Einschränkungen reflektiert, insbesondere die Verwendung von Trend- statt Paneldaten und die begrenzte Verfügbarkeit relevanter Variablen.

5. SCHLUSS: Die Ergebnisse werden resümiert und der Bedarf für weiterführende Analysen unter Einbeziehung von Paneldaten aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Individualisierungsthese, Soziale Ungleichheit, Soziale Schicht, Soziale Klasse, Einkommensverteilung, Lebenswelt, ALLBUS, Sozialstruktur, Gini-Koeffizient, empirische Sozialforschung, Großgruppengesellschaften, Reallohnindex, Schichtzugehörigkeit, Methodenreflexion, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die in der Soziologie diskutierte Individualisierungsthese empirisch haltbar ist, wenn man sie auf die ökonomische Ungleichheit in Deutschland anwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Konzepte von Klasse und Schicht, die Struktur von Einkommensungleichheit sowie die subjektive Wahrnehmung der eigenen sozialen Verortung durch Individuen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die von der Individualisierungsthese postulierten Veränderungen auf sozialstruktureller und lebensweltlicher Ebene anhand von Datenreihen zu überprüfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine Sekundäranalyse von ALLBUS-Daten durch und wertet bereits publizierte Daten zu Reallöhnen und Einkommensverteilungen aus, um die aufgestellten Hypothesen zu testen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Großgruppenkonzepten erarbeitet, die Hypothesen spezifiziert und anschließend die empirische Operationalisierung und Ergebnisanalyse detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Individualisierungsthese, Soziale Schichtung, Einkommensungleichheit und die methodische Diskussion zur Nutzung von ALLBUS-Datensätzen.

Warum konnte Hypothese 3 nicht eindeutig bestätigt werden?

Die Datenlage ergab keine systematische Entwicklung in Richtung einer abnehmenden subjektiven Schichteinstufung, was zur Falsifikation der Teilhypothese führte.

Was sind die Haupterkenntnisse bezüglich der "Großgruppengesellschaften"?

Während sich strukturelle Aspekte wie die Einkommensverteilung als recht konstant erweisen, zeigen sich auf der lebensweltlichen Ebene keine einfachen Trends zur Auflösung traditioneller Schichtkonzepte.

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Details

Title
Die Persistenz von Schichten oder das Ende von Großgruppengesellschaften? Eine empirische Inspektion der Individualisierungsthese
College
Free University of Berlin  (Institut für Soziologie)
Course
Die Individualisierungsdebatte: Konzepte, Befunde und Folgen
Grade
1
Author
Thomas Lux (Author)
Publication Year
2004
Pages
30
Catalog Number
V33010
ISBN (eBook)
9783638335881
Language
German
Tags
Persistenz Schichten Ende Großgruppengesellschaften Eine Inspektion Individualisierungsthese Individualisierungsdebatte Konzepte Befunde Folgen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Lux (Author), 2004, Die Persistenz von Schichten oder das Ende von Großgruppengesellschaften? Eine empirische Inspektion der Individualisierungsthese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33010
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