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Der Bahnhofsbuchhandel als Absatzweg der Publikumszeitschriften. Seine besonderen Merkmale und seine Stellung im Pressevertriebssystem der Bundesrepublik Deutschland

Title: Der Bahnhofsbuchhandel als Absatzweg der Publikumszeitschriften. Seine besonderen Merkmale und seine Stellung im Pressevertriebssystem der Bundesrepublik Deutschland

Seminar Paper , 2000 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jana Lippmann (Author)

Communications - Print Media, Press
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1 Einleitung
Aufgrund seiner besonderen Merkmale, die in vorliegender Arbeit näher betrachtet werden sollen, nimmt der Bahnhofsbuchhandel (BB) im Pressevertriebssystem der Bundesrepublik Deutschland eine Sonderstellung ein. Entgegen des üblichen Einzelhandels wird der BB nicht grosso-beliefert, sondern erhält seine Ware direkt vom Verlag. Leider führt diese Besonderheit auch dazu, daß die Daten des BB in der umfassenden und umfangreichen Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA), die den “gesamten stationären grossobelieferten Presseeinzelhandel in der Bundesrepublik Deutschland erfaßt”(1), nicht erhoben werden.
Dabei gewinnt der BB in der Bundesrepublik zunehmend an Bedeutung, da er “in der Regel über ein breiteres Angebot verfügen und ungleich höhere Umsätze erzielt als durchschnittlich allgemeine Presseverkaufsstellen”.(2) Besonders im Bereich der fremdsprachigen Titel reicht das Repertoire schon heute teilweise an das eines Großhandels heran. Mittlerweile sei der Bahnhofsbuchhandel “ungefähr zwanzigmal leistungsfähiger als der übrige Presseeinzelhandel in Deutschland”(3) so Reto Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Konzernleitung Valora Holding AG, Bern. Inwieweit diese Größe stimmt, bleibt natürlich kritisch zu hinterfragen, aber die zunehmende Bedeutung des BB kann als unumstritten gelten. Positive Bilanz zieht somit auch der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Bahnhofsbuchhändler e.V. Gustav Stirnberg auf der Jahreshauptversammlung 1999 in Leipzig: “Wir haben es geschafft, zu den besten Pressespezialisten in Deutschland zu gehören”(4) .
[...]
_____
1 http://www.bundesregierung.de/01/presse_fs.html
2 Brummund, Peter: Struktur und Organisation des Pressevertriebs, Teil 1: der deutsche Zeitungs- und Zeitschriftengroßhandel, München, New York, London, Paris: K.G. Saur Verlags KG, 1985, S. 85.
3 der neue vertrieb (dnv) 4/99 S. 35.
4 dnv 5/99 S. 78.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Vertriebswege der Publikumszeitschriften

2.1 Einzelhandel

2.2 Presse-Grosso

2.3 Abonementsverkauf

2.4 Lesezirkel

2.5 Werbender Buch- und Zeitschriftenhandel

2.5 Bahnhofsbuchhandel

3 Die besondere Stellung des Bahnhofsbuchhandels

3.1 Direktbelieferung

3.2 Bahnhofsbuchhandel als Nebenbetrieb der DB

3.3 Pachtvertrag mit der Deutschen Bahn AG

3.4 Festsetzung der Pachthöhe

3.5 Umsatz

4 Das Serviceangebot im Bahnhofsbuchhandel

4.1 Bahnhofsbuchhandelskriterien

4.2 Sortiment

4.3 Ladenöffnungszeiten

4.4 Ladengröße und Modernisierung

5 Der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e.V.

6 Probleme im Bahnhofsbuchhandel

6.1 Umsatzrückgang und Kostenerhöhung

6.2 Monopolisierung

7 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bahnhofsbuchhandel als eigenständigen Absatzweg für Publikumszeitschriften in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die spezifischen Merkmale, die vertragliche Sonderstellung im Vergleich zum klassischen Presseeinzelhandel sowie die aktuellen ökonomischen Herausforderungen der Branche zu analysieren.

  • Vertriebsstrukturen von Presseerzeugnissen im Vergleich
  • Die rechtliche und wirtschaftliche Sonderrolle des Bahnhofsbuchhandels
  • Service- und Sortimentsstrategien sowie Bedeutung der Standortvorteile
  • Herausforderungen durch Umsatzrückgang, Kostendruck und Monopolisierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Bahnhofsbuchhandel als Nebenbetrieb der Deutschen Bundesbahn

Grundlage jeder Tätigkeit einer typischen Bahnhofsbuchhandlung ist ein Pachtvertrag, der das Unternehmen zum Nebenbetrieb der deutschen Bahn macht. Das Bundesbahngesetz vom 12.12.1951 verpflichtet die Bundesbahn in § 4 Abs. 1 den Anforderungen des Verkehrs Rechnung zu tragen. Eines der Mittel zu diesem Ziel ist die Einrichtung von Service Unternehmen, die für das Wohl der Reisenden zu sorgen haben und deren gewerbliche Sonderstellung § 41 des Bundesbahngesetzes regelt. Hiernach sind die Nebenbetriebe der Bundesbahn von der Gewerbeordnung freigestellt, also nicht den gesetzlichen Bestimmungen über Ladenschlußzeiten etc. unterstellt.

Die Rechtsbeziehungen zwischen der Deutschen Bundesbahn und den Bahnhofsbuchhändlern basieren in der Regel auf einem privaten Vertragsverhältnis. Der einzelne Bahnhofsbuchhändler ist somit zwar selbständiger Gewerbetreibender, die Bundesbahn nimmt aber in gravierender Weise Einfluß auf seine Geschäftsführung. Da es sich trotz des privaten Vertragsverhältnisses um Nebenbetriebe der Deutschen Bundesbahn handelt, erfüllen die BB im Auftrag der DB einen Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Versorgungsfunktion für Reisende und unterliegen insofern einem Betriebszwang (siehe 4.1 Bahnhofsbuchhandelskriterien).

Die Verpachtung der Bahnhofsbuchhandlungen erfolgt nach genau festgelegten Bestimmungen, wobei bei einer erwarteten jährlichen Umsatzhöhen von mehr als einer halben Million Mark die Objekte stets öffentlich ausgeschrieben werden müssen. Bei kleineren Umsatzerwartungen besteht keine Ausschreibungspflicht. In diesem Fall wendet sich die Bahn an größere Bahnhofsbuchhandlungen und erbittet Angebote. Falls nicht anders vereinbart gelten die Verträge auf unbestimmte Zeit. Gegenstand dieser Pachtverträge sind auch eine Reihe von Auflagen bezüglich des breiteren Pressesortiment, längerer Öffnungszeiten, besonders qualifizierten Personals u.a.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Bahnhofsbuchhandels als spezialisierten Vertriebskanal ein, der sich durch eine direkte Belieferung von den Verlagen vom klassischen Presseeinzelhandel abhebt.

2 Die Vertriebswege der Publikumszeitschriften: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen Akteure im Pressevertrieb, darunter Grosso, Einzelhandel, Abonnements und Lesezirkel, um die Position des Bahnhofsbuchhandels einzuordnen.

3 Die besondere Stellung des Bahnhofsbuchhandels: Hier werden die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen, wie Direktbelieferung, Pachtverträge mit der Bahn und die Umsatzentwicklung, detailliert beleuchtet.

4 Das Serviceangebot im Bahnhofsbuchhandel: Das Kapitel behandelt die spezifischen Anforderungen an den Bahnhofsbuchhandel hinsichtlich Sortiment, verlängerter Öffnungszeiten und moderner Ladengestaltung.

5 Der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e.V.: Die Rolle der Interessenvertretung für die Branche wird hier als zentrales Instrument für Verhandlungen und Berufsstandards dargestellt.

6 Probleme im Bahnhofsbuchhandel: Die ökonomische Bedrängnis durch Umsatzrückgänge, steigende Pachtkosten und die zunehmende Konzentration im Markt werden in diesem Abschnitt analysiert.

7 Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die zukünftige Relevanz des Bahnhofsbuchhandels in Zeiten zunehmender Digitalisierung und globaler Mobilität.

Schlüsselwörter

Bahnhofsbuchhandel, Pressevertrieb, Publikumszeitschriften, Direktbelieferung, Deutsche Bahn AG, Pachtvertrag, Pressegrosso, Einzelhandel, Sortiment, Serviceangebot, Monopolisierung, Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler, Umsatzentwicklung, Standortvorteil, Printmedien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die spezifische Rolle des Bahnhofsbuchhandels innerhalb des deutschen Pressevertriebssystems sowie seine Abgrenzung zum klassischen Presseeinzelhandel.

Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?

Zu den Schwerpunkten zählen die Vertriebswege, die rechtliche Sonderstellung als Nebenbetrieb der Bahn, das Serviceangebot sowie aktuelle wirtschaftliche Problematiken wie Umsatzrückgänge und Marktmachtkonzentrationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die besonderen Merkmale und die betriebswirtschaftliche Stellung des Bahnhofsbuchhandels in der Bundesrepublik Deutschland wissenschaftlich darzulegen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Hausarbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Fachorganen für den Pressevertrieb (wie "der neue vertrieb") sowie der Einbeziehung von Experteninterviews mit Branchenvertretern.

Was sind die wesentlichen Schwerpunkte im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Vertriebsstrukturen, die Analyse der besonderen Vertragsverhältnisse mit der Deutschen Bahn, die Servicekriterien der Läden sowie die Untersuchung aktueller Herausforderungen wie Kostendruck und Monopolisierung.

Welche Schlüsselbegriffe definieren den Kern dieser Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Direktbelieferung", "Bahnhofsbuchhandel", "Pachtmodell" und "Presse-Grosso" charakterisiert.

Wie beeinflusst das Pachtmodell mit der Deutschen Bahn die Arbeit der Bahnhofsbuchhändler?

Das Pachtmodell verpflichtet die Händler zu spezifischen Kriterien wie verlängerten Öffnungszeiten und einer gewissen Sortimentstiefe, stellt jedoch gleichzeitig hohe Anforderungen durch variable Pachtzahlungen an die Bahnbetreiber.

Welche Rolle spielt die zunehmende Konzentration im Markt für die Zukunft der Bahnhofsbuchhandlungen?

Die Monopolisierung durch große Branchenführer führt zu einem Wettbewerbsdruck, der insbesondere kleinere inhabergeführte Bahnhofsbuchhandlungen in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden könnte.

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Details

Title
Der Bahnhofsbuchhandel als Absatzweg der Publikumszeitschriften. Seine besonderen Merkmale und seine Stellung im Pressevertriebssystem der Bundesrepublik Deutschland
College
University of Leipzig  (Institut für KMW)
Course
Seminar: Wie kommt die Botschaft zum Leser?
Grade
2,3
Author
Jana Lippmann (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V3301
ISBN (eBook)
9783638120111
Language
German
Tags
Bahnhofsbuchhandel Absatzweg Publikumszeitschriften Seine Merkmale Stellung Pressevertriebssystem Bundesrepublik Deutschland Seminar Botschaft Leser
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Lippmann (Author), 2000, Der Bahnhofsbuchhandel als Absatzweg der Publikumszeitschriften. Seine besonderen Merkmale und seine Stellung im Pressevertriebssystem der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3301
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