Einleitung
Die Unternehmenswelt befindet sich derzeit im Wandel. Angetrieben durch schnell fortschreitende Entwicklungen der Technik und veränderte Rahmenbedingungen, wie Globalisierung und die heutige Informationsgesellschaft, verändern Unternehmen ihre traditionellen Arbeitsmethoden. Das moderne Unternehmen setzt auf Electronic Business (E-Business). In einer weit gefassten Definition ist Electronic Business der Oberbegriff für alle Formen elektronisch abgewickelter Geschäftsvorgänge. Ein E-Business wird aufgebaut durch den Einsatz elektronischer Informations- und Kommunikations-Technologien in allen Unternehmensbereichen.(1) So einfach und allgemein diese Annäherung an das Phänomen E-Business ist, so vielfältig und komplex sind die Probleme, die sich bei der konkreten Gestaltung eines „E-Business“ ergeben. Betrachtet man das Unternehmen als System,(2) so sind eine Vielzahl von Subsystemen, Komponenten und Schnittstellen erkennbar. All diese Systemelemente müssen miteinander verknüpft werden, um ein Ganzes zu schaffen und das Ziel des Systems Unternehmen, Gewinne zu erwirtschaften, zu erreichen. Diesen Vorgang bzw. das Ergebnis dieses Vorgangs bezeichnet man als Systemintegration.(3)
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1 Vgl. REBSTOCK, 2000, S.6.
2 System: „Ein System besteht aus einer Menge von Elementen, die über Beziehungen für die Errei-chung eines bestimmten Ziels interagieren. Ein System kommuniziert und interagiert üblicherweise mit seiner Umwelt, ist aber von dieser klar abgegrenzt.“ SCHWARZE, 2000, S.127.
3 Vgl. HEINRICH/ROITHMAYR, 1998, S.276, S.516.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Lösungstechnologien für die Systemintegration
2.1 Internet
2.2 XML
2.3 Middleware und CORBA
3 Blick auf das gesamte Unternehmenssystem: die betrieblichen Prozesse
4 Die Schnittstelle betriebswirtschaftliches System – IT-System
5 Die Integration der Komponenten eines IT-Systems
5.1 Integration der Anwendungssysteme
5.2 Integration der Datenbasis
6 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Problematik der Systemintegration innerhalb des Electronic Business. Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Schnittstellen zwischen technischen Systemen sowie dem betriebswirtschaftlichen Umfeld zu schaffen und Lösungsansätze zur effizienten Integration von Unternehmenskomponenten aufzuzeigen.
- Methodische Grundlagen der Systemintegration im E-Business
- Einsatz von Basistechnologien wie Internet, XML und Middleware (CORBA)
- Prozessorientierte Betrachtung betrieblicher Abläufe
- Herausforderungen bei der Schnittstellen-Harmonisierung zwischen IT und Organisation
- Integration von Anwendungssystemen und Datenbasen
Auszug aus dem Buch
2.3 Middleware und CORBA
Zu den grundsätzlichen Gestaltungsprinzipien integrierter Systeme gehören Modularität und Verteiltheit. Ein modulares System ist aus weitgehend unabhängigen Teilsystemen aufgebaut. Bei verteilten Anwendungen handelt es sich um Softwaresysteme, die speziell für Netzwerke konzipiert sind. Hierbei sind die Einzelkomponenten über das Netzwerk verteilt, arbeiten aber eng zusammen, so dass das Gesamtsystem als Einheit wirkt.
Damit ein derart gestaltetes System funktioniert wird, eine Middleware eingesetzt. „Middleware ist eine Softwaresicht, die auf der Basis standardisierter Schnittstellen und Protokolle Dienste für die Integration heterogener Anwendungen bereitstellt.“ Diese Software beinhaltet also Dienste, die eine Kommunikation und Interaktion zwischen Anwendungen ermöglicht.
Beispiele für Middleware sind die Common Object Request Brokerage Architecture (CORBA) der Object Management Group (OMG), SUNs Enterprise Java Beans und die Microsoft Web Solution Platform. Die Funktionsweise einer Middleware soll durch die Beschreibung von CORBA deutlich gemacht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Wandel der Unternehmenswelt durch E-Business ein und definiert die Systemintegration als notwendigen Vorgang zur Verknüpfung von Subsystemen.
2 Lösungstechnologien für die Systemintegration: Dieses Kapitel stellt technische Ansätze zur Lösung von Integrationsproblemen vor, insbesondere das Internet, XML und den Middleware-Standard CORBA.
3 Blick auf das gesamte Unternehmenssystem: die betrieblichen Prozesse: Hier wird die prozessorientierte Sichtweise auf das Unternehmen als Grundlage für integrierte Systeme erläutert.
4 Die Schnittstelle betriebswirtschaftliches System – IT-System: Dieses Kapitel untersucht die wechselseitige Beeinflussung von Organisation, Mitarbeitern und IT-Infrastruktur bei der Implementierung integrierter Systeme.
5 Die Integration der Komponenten eines IT-Systems: Dieser Abschnitt behandelt die praktische Verknüpfung von Anwendungssystemen sowie die zentrale Bedeutung einer einheitlichen Datenbasis.
6 Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Notwendigkeit flexibler, standardisierter Lösungen unter Einbeziehung der Mitarbeiter zusammen.
Schlüsselwörter
Systemintegration, Electronic Business, Middleware, CORBA, XML, Geschäftsprozesse, IT-Systeme, Datenbank-Management-System, Unternehmensumwelt, Schnittstellen-Management, EAI, Integrationsstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, komplexe IT-Subsysteme und betriebswirtschaftliche Strukturen innerhalb eines Unternehmens zu einem effizienten Ganzen zusammenzuführen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen technologische Integrationslösungen, die Prozessoptimierung, die organisatorische Einbettung von IT sowie die Datenintegration.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Problematik der Systemintegration im E-Business zu geben und aufzuzeigen, wie durch passende Modellrahmen und Technologien Komplexität reduziert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet einen stark vereinfachenden Modellrahmen zur Strukturierung, um die komplexe Thematik der Systemintegration methodisch greifbar zu machen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert schrittweise drei Ebenen: betriebliche Prozesse, die Schnittstelle zwischen Organisation und Technik sowie die spezifische Integration von IT-Komponenten (Anwendungen und Daten).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Systemintegration, Middleware, Geschäftsprozesse, CORBA, XML und das Zusammenspiel von Mensch und Technik.
Wie trägt XML konkret zur Systemintegration bei?
XML ermöglicht einen plattformunabhängigen Austausch von Inhalten, indem es Daten strukturiert beschreibt und so die Weiterverarbeitung zwischen heterogenen Systemen erleichtert.
Warum ist die Einbeziehung der Mitarbeiter entscheidend?
Da technische Veränderungen oft Widerstände auslösen, ist die organisatorische Integration und Schulung der Mitarbeiter essentiell, um die Akzeptanz und damit den Erfolg eines integrierten Systems zu sichern.
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- Christiane Scherer (Author), 2002, Systemintegration innerhalb des Electronic Business, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3307