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Bestandteile und Gliederung der IFRS- Abschlüsse

International Financial Reporting Standards - weltweite Vereinheitlichung der Rechnungslegung

Title: Bestandteile und Gliederung der IFRS- Abschlüsse

Seminar Paper , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stephanie Trauth (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Im Zuge der Internationalisierung und Globalisierung agieren immer mehr Unternehmen auf internationalen Märkten, wodurch eine zunehmende internationale Verflechtung der damit verbundenen Wirtschaft festzustellen ist. Um eine fundierte Anlageentscheidung zu treffen, analysieren mögliche Kapitalanleger die Jahresabschlüsse der Unternehmen (Kremin-Buch, 2001, S.1). Kommen für den Anleger mehrere alternative Unternehmen in verschiedenen Ländern in Frage hat er den Anspruch, dass die Jahresabschlüsse international verständlich und vergleichbar sein sollen. Jedoch ist diese Vergleichbarkeit durch unterschiedliche nationale Normen, welche unterschiedliche Zielsetzungen haben und eine andere Adressatenorientierung aufweisen, nicht automatisch gegeben. Rechnungs-legungspolitisch werden zwei geographisch getrennte Räume unterschieden, in denen Jahresabschlüsse unterschiedlich zu Stande kommen. Zum einen gibt es den kontinental-europäischen Raum, in welchem in besonderem Maße der Gläubigerschutz betont wird (Wöhe, 2000, S.1005). Zum anderen gibt es den anglo-amerikanischen Raum, in welchem die Rechnungslegung investororientiert ist und eine objektive Darstellung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens beabsichtigt wird (Wöhe, 2000, S.1005).

Die International Financial Reporting Standards sind ein mit internationaler Beteiligung entwickeltes Regelwerk zur Rechnungslegung und gelten somit als echtes internationales System (Tanski, 2002, S.1). Die Zielsetzung liegt in der internationalen Harmonisierung und im Schaffen von mehr Transparenz in den Abschlüssen.

Die Internationalen Rechnungslegungsvorschriften werden immer mehr an Bedeutung gewinnen und die International Financial Reporting Standards werden sich innerhalb der nächsten Jahre behaupten (Buchholz, 2002, S.1280). Die IFRS werden von internationalen Institutionen, nationalen Standardsettern und Wissenschaft sogar in den „Rang eines Weltstandards“ gehoben (Tanski, 2002, S.1). Dennoch sind auch die Aspekte, die gegen eine IFRS-Umstellung sprechen, zu beachten. Im Rahmen dieser Arbeit wird hauptsächlich auf die Bestandteile und Gliederung der Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards eingegangen und mit den HGB-Normen verglichen, während hierbei die Nachteile der internationalen Standards und die Folgen einer IFRS-Umstellung, insbesondere für kleinere Unternehmen, kritisch beleuchtet werden.







Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Bestandteile des Jahresabschlusses nach IFRS und HGB

1.1.Die Bestandteile nach IFRS und HGB im Vergleich

2. Die Bilanz nach IFRS und HGB

2.1.Die Bilanzgliederung nach IFRS und HGB

2.2.Die Bilanzgliederung nach IFRS und HGB im Vergleich

3. Allgemeine Ansatzkriterien der Bilanzposten nach IFRS und HGB

3.1.Die Ansatzkriterien nach IFRS und HGB im Vergleich

4. Die Erfolgsrechnung nach IFRS und HGB

4.1.Erfolgsermittlung nach dem Gesamt- und Umsatzkostenverfahren

4.2.Die Gliederung der Erfolgsrechnung nach IFRS und HGB

4.3.Die Erfolgsrechnung nach IFRS und HGB im Vergleich

5. Die Kapitalflussrechnung nach IFRS und HGB

5.1.Die Gliederung der Kapitalflussrechnung nach IFRS und DRS

5.3.Die Kapitalflussrechnung nach IFRS und DRS im Vergleich

6. Die Behandlung von Eigenkapitalveränderungen nach IFRS und HGB

6.1.Die Behandlung der Eigenkapitalveränderungen im Vergleich

7. Segmentberichterstattung nach IFRS und HGB

7.1.Die Segmentberichterstattung nach IFRS und HGB im Vergleich

8. Der Anhang nach IFRS und HGB

8.1.Der Anhang nach IFRS und HGB im Vergleich

9. Der Lagebericht nach IFRS und HGB

9.1.Der Lagebericht nach IFRS und HGB im Vergleich

10. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Bestandteilen und der Gliederung von Jahresabschlüssen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) im Vergleich zu den handelsrechtlichen Normen des HGB auseinander. Ziel ist es, die Auswirkungen einer Umstellung auf internationale Standards auf die Transparenz, Vergleichbarkeit und den administrativen Aufwand – insbesondere für kleinere und nicht börsennotierte Unternehmen – zu untersuchen und dabei die Bedeutung des Gläubigerschutzes im deutschen Bilanzrecht zu würdigen.

  • Vergleich der strukturellen Bestandteile des Jahresabschlusses nach IFRS und HGB.
  • Analyse der Bilanzierungs- und Ansatzkriterien unter Berücksichtigung von Vermögens- und Schuldbegriffen.
  • Untersuchung der Erfolgsrechnung, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung als Instrumente der Finanzkommunikation.
  • Kritische Würdigung der Kosten-Nutzen-Relation einer IFRS-Umstellung für den deutschen Mittelstand.

Auszug aus dem Buch

3. Allgemeine Ansatzkriterien der Bilanzposten nach IFRS und HGB

Nun schließt sich die Frage an, welche Posten überhaupt in die Bilanz gelangen. Es gilt also das Thema der Bilanzierungsfähigkeit näher zu betrachten. Für die Aktivierung von Vermögen bzw. für die Passivierung von Schulden müssen nach IFRS zwei Kriterien erfüllt sein.

In einer ersten Prüfung müssen die „Assets“ und „Liabilities“ der Definition genügen, die im Rahmenwerk (Framework) der IFRS festgehalten ist (Buchholz, 2003, S.65). „Ein „Asset“ ist eine Ressource, über die ein Unternehmen auf Grund vergangener Ereignisse verfügt und von der künftig der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens erwartet wird“ (Buchholz, 2003, S.66). Es handelt sich also um ein materielles oder immaterielles Gut einschließlich Finanzgüter, welches in der Verfügungsmacht des Unternehmens steht. Dieses Gut besitzt einen wirtschaftlichen Nutzen und bewirkt einen direkten z.B. bei Forderungen oder indirekten z.B. bei Maschinen zukünftigen Zufluss von Zahlungsmitteln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Bestandteile des Jahresabschlusses nach IFRS und HGB: Es werden die Pflichtbestandteile des IFRS-Abschlusses definiert und den vereinfachten Anforderungen für deutsche Unternehmen nach HGB gegenübergestellt.

2. Die Bilanz nach IFRS und HGB: Dieses Kapitel vergleicht die Gliederungsprinzipien der Bilanz und zeigt die unterschiedlichen Ansätze zur Darstellung der Vermögens- und Finanzlage auf.

3. Allgemeine Ansatzkriterien der Bilanzposten nach IFRS und HGB: Es erfolgt eine Analyse der Voraussetzungen für die Bilanzierung von Vermögenswerten und Schulden, wobei der IFRS-Vermögensbegriff dem HGB-Ansatz gegenübergestellt wird.

4. Die Erfolgsrechnung nach IFRS und HGB: Die Arbeit erläutert das Gesamtkosten- und Umsatzkostenverfahren sowie die Unterschiede in der Gliederung und Ermittlung des Unternehmenserfolgs.

5. Die Kapitalflussrechnung nach IFRS und HGB: Es wird die Bedeutung der Kapitalflussrechnung für die Finanzanalyse hervorgehoben und die methodischen Unterschiede zwischen IFRS und den deutschen DRS-Standards diskutiert.

6. Die Behandlung von Eigenkapitalveränderungen nach IFRS und HGB: Dieses Kapitel behandelt die Notwendigkeit einer gesonderten Eigenkapitalveränderungsrechnung unter den verschiedenen Rechnungslegungssystemen.

7. Segmentberichterstattung nach IFRS und HGB: Die Ausgestaltung und Pflicht zur Segmentberichterstattung für börsennotierte Unternehmen sowie der Nutzen für Investoren werden thematisiert.

8. Der Anhang nach IFRS und HGB: Es wird analysiert, wie der Anhang zur Erhöhung der Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Abschlusses beiträgt.

9. Der Lagebericht nach IFRS und HGB: Die Bedeutung des Lageberichts als Instrument für zukunftsorientierte Unternehmensinformationen und seine Rolle im deutschen HGB-Kontext werden herausgearbeitet.

10. Schlussbetrachtung: Abschließende kritische Einschätzung zur Sinnhaftigkeit einer umfassenden IFRS-Umstellung für den deutschen Mittelstand.

Schlüsselwörter

IFRS, HGB, Jahresabschluss, Bilanzierung, Harmonisierung, Gläubigerschutz, Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung, Konzernabschluss, Eigenkapital, Mittelstand, Rechnungslegung, Transparenz, Bilanzierungsfähigkeit, Finanzanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Unterschiede in der Gliederung und den Bestandteilen von Jahresabschlüssen nach international anerkannten IFRS im Vergleich zum deutschen Handelsgesetzbuch (HGB).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bilanzgliederung, den Ansatzkriterien, der Erfolgsrechnung, der Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungs- und Segmentberichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob eine Umstellung auf IFRS für alle deutschen Unternehmen, insbesondere für den Mittelstand, sinnvoll ist und welche Konsequenzen dies für die Informationsqualität und den administrativen Aufwand hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten, rechtsvergleichenden Analyse der internationalen Standards (IFRS) und des deutschen Bilanzrechts (HGB) mit kritischer Würdigung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Bestandteile eines Abschlusses, vergleicht ihre Gliederungsvorschriften und diskutiert die Auswirkungen auf unterschiedliche Unternehmenstypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind IFRS, HGB, Gläubigerschutz, Kapitalflussrechnung, Mittelstand, Rechnungslegung und Transparenz.

Warum ist der Gläubigerschutz nach HGB von besonderer Bedeutung?

Da viele deutsche Unternehmen primär fremdfinanziert sind, dient das Vorsichtsprinzip des HGB dazu, eine zu optimistische Darstellung der Finanzlage zu vermeiden, um Kreditgeber zu schützen.

Welche spezifischen Herausforderungen sieht die Autorin für den Mittelstand bei einer IFRS-Umstellung?

Die Autorin hebt den hohen administrativen Aufwand, die notwendige Schulung des Personals sowie die Kosten für neue IT-Systeme hervor, die bei vielen mittelständischen Betrieben in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen für die Adressaten stehen.

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Details

Title
Bestandteile und Gliederung der IFRS- Abschlüsse
Subtitle
International Financial Reporting Standards - weltweite Vereinheitlichung der Rechnungslegung
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen  (Fachhochschule)
Grade
1,3
Author
Stephanie Trauth (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V33109
ISBN (eBook)
9783638336727
ISBN (Book)
9783638652186
Language
German
Tags
Bestandteile Gliederung IFRS- Abschlüsse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Trauth (Author), 2004, Bestandteile und Gliederung der IFRS- Abschlüsse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33109
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