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Elektronische Marktplätze in der Automobilindustrie als Informations-Hubs

Title: Elektronische Marktplätze in der Automobilindustrie als Informations-Hubs

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Schädler (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Neben den klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden gewann und gewinnt Information in den letzten beiden Jahrzehnten als strategischer Produktionsfaktor eine immer größere Bedeutung.1 Dies gilt zunehmend nicht nur für innerbetriebliche Informationsflüsse, sondern auch für Informationsflüsse zwischen Unternehmen. „Die Bildung von zwischenbetrieblichen Kooperationen wird für die beteiligten Akteure immer häufiger zum Instrument der Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition in einer globalen Weltwirtschaft.“2 Dies gilt in hohem Maße für die global agierende, äußerst wettbewerbsintensive Automobilindustrie. Elektronischen Marktplätzen wird gerade im Bereich zwischenbetrieblicher Kooperationen ein großes Mehrwertpotential zugeschrieben. Sie können als zentrale Informationsdrehscheibe fungieren und dadurch eine Vielzahl von Punkt zu Punkt Verbindungen, welche die traditionelle Kommunikation von Unternehmen über IT-Systeme charakterisieren, ablösen. Soweit zur Theorie. Der radikale Shakeout-Prozess der letzten 2-3 Jahre hat gezeigt, dass viele Marktplatzgeschäftsmodelle ökonomisch nicht darstellbar sind und bzw. oder den Anforderungen des Marktes nicht gerecht werden. Gleichsam ist auch das euphorische Engagement von Unternehmen auf Marktplätzen stark zurückgegangen. An durchaus erfolgreichen Marktplätzen hat sich jedoch auch gezeigt, dass Unternehmen sehr wohl Mehrwerte aus der Nutzung von elektronischen Marktplätzen ziehen und auch bereit sind, dafür zu bezahlen. In der Automobilindustrie haben sich insbesondere zwei Marktplätze etabliert, SupplyOn, „die Online-Plattform von Zulieferern für Zulieferer“ und Covisint, „Connect, Communicate, Collaborate“. Die vorliegende Arbeit analysiert nach einer einführenden Begriffsdefinition Dienstangebot und Strategie dieser Marktplätze und zeigt auf, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen. Insbesondere die Produktstrategie beider Unternehmen ist vor dem Hintergrund der strategischen Neupositionierung von Covisint im Fokus der Betrachtung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit

2 Begriffliche Abgrenzung

2.1 Elektronische Marktplätze

2.2 Information Hubs

2.3 Automobilindustrie – Wertschöpfung und Prozesse

3 Elektronische Marktplätze in der Automobilindustrie

3.1 Covisint

3.1.1 Covisint - Dienste

3.1.2 Covisint – Strategische Ausrichtung

3.2 SupplyOn

3.2.1 SupplyOn - Dienste

3.2.2 SupplyOn - Strategische Ausrichtung

4 Abschließende Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Rolle elektronischer Marktplätze in der Automobilindustrie als Informationsdrehscheiben (Information Hubs), untersucht deren Dienstleistungsangebote sowie strategische Ausrichtungen am Beispiel von Covisint und SupplyOn und bewertet deren Beitrag zur Prozessoptimierung.

  • Rolle von Information als strategischem Produktionsfaktor in der Automobilindustrie
  • Vergleichende Analyse der Geschäftsmodelle und Produktstrategien von Covisint und SupplyOn
  • Evolutionsstufen von Marktplätzen hin zu Knowledge- bzw. Information Hubs
  • Integration von Marktplatzlösungen mit Backend-ERP-Systemen am Beispiel von SAP

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Covisint – Strategische Ausrichtung

Covisint ist international ausgerichtet mit Fokus auf den Heimatmarkt USA. Gegründet von OEMs hat sich das Unternehmen bislang auf diese Klientel und auf große amerikanische Tier-1 Zulieferer wie z.B. Delphi konzentriert. Neben der Zusammenarbeit mit Technologiepartnern wie CommerceOne, Oracle und MatrixOne hat das Unternehmen großzügig in den Ausbau eigener Entwicklungskapazitäten investiert, die im Rahmen der o.g. Konsolidierung teilweise wieder abgebaut wurden. Insgesamt hat sich Covisint jedoch vom reinen Marktplatzdienstleister zu einem Softwareanbieter mit angeschlossenem Marktplatz entwickelt. Am deutlichsten wird dies an der Eigenentwicklung des Covisint Connect, dem tragenden Element der Anfang des Jahres angekündigten Neupositionierung als branchenspezifisches Information Hub.

In diesem Zug löst sich Covisint allmählich vom Marktplatzapplikationsgeschäft, in dem es groß geworden ist: „Part of doing that is to undo ourselves from the application area of business.” Dies geschah nicht zuletzt aus der Erkenntnis, dass Marktplatzdienstleister das eigene Applikationsgeschäft immer häufiger an ERP- (Enterprise Ressource Planning) Anbieter verlieren.

Covisint Connect ist ein deutlicher Schritt weg vom traditionellen, durch aufwendige und vor allem schwer zu standardisierende Geschäftslogik gekennzeichneten Applikationsgeschäft, das auf eine möglichst durchgängige Abbildung von kollaborativen Geschäftsprozessen abzielt.

Statt Anwendungen selbst auf dem Marktplatz bereitzustellen, konzentriert sich Covisint Connect auf das Routing (Weiterleiten), Mapping (Formatumsetzung) und Standardisierung von Nachrichten, die durch Backend ERP-Systeme erzeugt und mit Geschäftspartnern ausgetauscht werden. Zielsetzung ist die Optimierung der Kommunikation elektronischer Dokumente zwischen Kunden und Lieferanten als Alternative zu den teueren Punkt zu Punkt Verbindungen über klassisches EDI. Standardisierungsaktivitäten kommen in diesem Rahmen eine besondere Bedeutung zu, denn nur wo Standards definiert sind, kann die Kommunikation formalisiert und elektronisch abgebildet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Bedeutung von Information als strategischer Produktionsfaktor und Zielsetzung der Analyse von Covisint und SupplyOn.

2 Begriffliche Abgrenzung: Definition zentraler Begriffe wie elektronische Marktplätze, Information Hubs und Erläuterung der Wertschöpfungsprozesse in der Automobilindustrie.

3 Elektronische Marktplätze in der Automobilindustrie: Analyse der Dienstleistungsangebote und strategischen Ausrichtungen von Covisint und SupplyOn.

4 Abschließende Bewertung: Zusammenfassende Einschätzung der Kompatibilität und der zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten beider Marktplätze.

Schlüsselwörter

Automobilindustrie, Elektronische Marktplätze, Information Hubs, B2B, Covisint, SupplyOn, Wertschöpfungskette, Prozessintegration, ERP-Systeme, SAP, Collaborative Engineering, eProcurement, EDI, Supply Chain Management, Standardisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Rolle von elektronischen Marktplätzen als sogenannte Information Hubs in der globalen Automobilindustrie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der strategischen Ausrichtung und dem Dienstleistungsportfolio der Marktplatzbetreiber Covisint und SupplyOn sowie deren Integration in bestehende Unternehmens-IT.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse und der Vergleich von Angebot und Strategie der genannten Marktplätze, insbesondere im Hinblick auf ihre Produktstrategien und die Abbildung kollaborativer Geschäftsprozesse.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse zur Begriffsdefinition sowie eine fallstudienorientierte Untersuchung der Marktplatzmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Dienste und Strategien von Covisint und SupplyOn, inklusive ihrer spezifischen Ausrichtungen auf Engineering-, Einkaufs- und Logistikprozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Automobilindustrie, Information Hubs, Marktplätze, B2B-Prozesse, Prozessintegration, ERP-Backend-Integration und Supply Chain Management.

Warum wird Covisint als "Connectivity Services Provider" neu positioniert?

Aufgrund massiver wirtschaftlicher Probleme und dem Wettbewerb durch ERP-Anbieter verlagert Covisint den Fokus weg vom Applikationsgeschäft hin zur Standardisierung und Nachrichtenübermittlung.

Welche Rolle spielt SAP für die Marktplatzstrategie von SupplyOn?

SAP fungiert als Technologiepartner, der die Softwareentwicklung und Backend-Integration übernimmt, wodurch SupplyOn eine tiefe Integration in SAP-basierte Unternehmenssysteme ermöglicht.

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Details

Title
Elektronische Marktplätze in der Automobilindustrie als Informations-Hubs
College
University of Göttingen  (Wirtschaftsinformatik)
Course
eCommerce
Grade
1,0
Author
Martin Schädler (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V33179
ISBN (eBook)
9783638337168
ISBN (Book)
9783638652223
Language
German
Tags
Elektronische Marktplätze Automobilindustrie Informations-Hubs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Schädler (Author), 2004, Elektronische Marktplätze in der Automobilindustrie als Informations-Hubs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33179
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