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Das Ende des Kalten Krieges. Die Beziehungen zwischen Russland und die NATO vor und nach dem 11. September 2001

Title: Das Ende des Kalten Krieges. Die Beziehungen zwischen Russland und die NATO vor und nach dem 11. September 2001

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 25 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Mara Roman (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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[...] All diese Ereignisse haben der Trennung Europas und der bipolaren Weltordnung ein Ende gesetzt. Nach den Terroranschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 haben Politiker auf beide Seiten des Atlantiks wieder vom Ende des Kalten Krieges gesprochen. Diesmal bezog sich der Ausdruck auf das ne ue Verhältnis, das sich zwischen Russland und dem Westen etabliert hatte. Er deutete auch darauf hin, dass die gegenseitigen Beziehungen bis zur Bildung der Koalition gegen den Terrorismus teilweise noch von der alten Blockmentalität geprägt waren. Die Beziehungen mit dem Nachfolger der Sowjetunion haben jetzt einen Grad an Offenheit und Vertrautheit erreicht, der nie für möglich gehalten wurde. Man spekulierte sogar über einen Beitritt Russlands im ehemaligen feindlichen Militärbündnis, der NATO. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Russland und der NATO. Im ersten Teil werden die Beziehungen bis zum 11. September 2001 dargestellt. Die verschiedenen Erwartungen der Teilnehmer voneinander, die verschiedenen Interessen und Hintergründe, welche die Zusammenarbeit beeinflusst haben, werden dabei näher untersucht. Der zweite Teil handelt von den „qualitativ neuen Beziehungen1“ zwischen Russland und der NATO. Die neue prowestliche Orientierung der russischen Regierung hat in den Medien zu vielen Spekulationen und Kommentaren geführt. Vor dem Hintergrund einer möglichen Aufnahme Russlands in der Nord-Atlantik Allianz wird untersucht, ob eine russische Mitgliedschaft den Interessen beider Seiten gerecht wäre, und ob die NATO als kollektive Verteidigungsgemeinschaft überflüssig geworden ist oder nicht. Die von Premierminister Blair vorgeschlagene Alternative für die Gestaltung der neuen Zusammenarbeit wird auch dargestellt und analysiert. Abschließend wird festgestellt, dass die NATO ein wichtiger Faktor in der europäischen Sicherheitsarchitektur bleibt. Die Beziehungen zwischen der NATO und Russland scheinen den Weg einer richtigen Partnerschaft geschlagen und den Kalten Krieg endgültig überwunden zu haben. Wie sie sich entwickeln werden und ob Russland ihre prowestliche Linie beibehält wird die Zukunft zeigen. Die politischen Entwicklungen im Inneren Russlands und der Kurs der amerikanischen Regierung werden in der nahen Zukunft für den Erfolg der neuen Zusammenarbeit ausschlaggebend sein. 1 Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr.286 vom 08.12.2001

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Eine schwierige Beziehung

Russland und die NATO bis zum 11. September 2001

III. Die Neue Allianz ?

Russland und die NATO nach dem 11. September 2001

Die NATO in der Sinnkrise

Russland als NATO –Mitglied?

Folgen, Interessen und die Alternativlösung

IV. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen Russland und der NATO unter dem Einfluss der geopolitischen Veränderungen durch den 11. September 2001. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob eine russische Mitgliedschaft in der NATO den Interessen beider Seiten gerecht würde und inwiefern sich die NATO als kollektives Verteidigungsbündnis angesichts dieser neuen Dynamik gewandelt hat.

  • Die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und der NATO seit dem Ende des Kalten Krieges.
  • Analyse der russischen prowestlichen Orientierung nach den Terroranschlägen von 2001.
  • Untersuchung der Sinnkrise und der funktionalen Transformation der NATO.
  • Evaluation der Möglichkeiten und Risiken einer russischen Vollmitgliedschaft in der Allianz.
  • Analyse alternativer Gremien zur Gestaltung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit.

Auszug aus dem Buch

Die NATO in der Sinnkrise

Mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des Kalten Krieges wurde Anfang der neunziger Jahre das Ende der „alten NATO“ angekündigt. Die NATO, die sich als Verteidigungsgemeinschaft gegen die Sowjetunion verstand und die Amerikas Einfluss in und Schutz für Europa garantierte, schien überflüssig geworden zu sein. Man richtete die Augen auf die Schaffung eines pan-europäischen Sicherheitssystems. Doch die alte NATO sollte nicht untergehen. Die Balkankriege, die Instabilität der demokratischen Transformation in Russland und nicht zuletzt Amerikas bestehendes Interesse, den Einfluss in Europa zu behalten, waren die Gründe, welche die weitere Existenz der Nordatlantischen Organisation legitimierten. Sie führten aber auch dazu, dass sich die Allianz hin zu einer politischen Organisation veränderte. Die Förderung der Demokratie, die Wahrung der Menschenrechte und die Friedenssicherung in Europa gehören heute zu den Zielen der NATO genauso wie die Verteidigung vor einem Angriff von außen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die historische Zäsur durch den 11. September 2001 dar und führt in die Fragestellung ein, wie sich das Verhältnis zwischen Russland und der NATO unter dem Druck der neuen Kooperation gegen den Terrorismus entwickelt hat.

II. Eine schwierige Beziehung: Das Kapitel analysiert die drei Phasen der russisch-NATO-Beziehungen vor dem 11. September 2001, die von Misstrauen, dem Phantomschmerz des Kalten Krieges und der Herausforderung der NATO-Osterweiterung geprägt waren.

III. Die Neue Allianz ?: Hier wird der radikale Wandel der Beziehungen nach den Terroranschlägen und die damit verbundene Debatte über einen russischen NATO-Beitritt kritisch beleuchtet.

IV. Resümee: Das Fazit stellt fest, dass die NATO eine politische Transformation vollzogen hat und eine russische Vollmitgliedschaft derzeit nicht im beiderseitigen Interesse liegt, während nach neuen institutionellen Wegen der Zusammenarbeit gesucht wird.

Schlüsselwörter

Russland, NATO, Sicherheitspolitik, 11. September, Terrorismus, NATO-Osterweiterung, Nordatlantikpakt, strategische Partnerschaft, Außenpolitik, internationale Sicherheit, Wladimir Putin, Sicherheitsarchitektur, Geopolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitische Annäherung zwischen der NATO und Russland und wie diese durch die Ereignisse vom 11. September 2001 eine neue Dynamik erhalten hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung des Verhältnisses nach dem Kalten Krieg, die Auswirkungen der NATO-Osterweiterung sowie die sicherheitspolitische Transformation der NATO zur politischen Organisation.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob eine russische Mitgliedschaft in der NATO vorteilhaft wäre und ob das Bündnis seine Identität als Verteidigungsgemeinschaft angesichts der neuen Herausforderungen einbüßt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, internationalen Verträgen, Regierungsdokumenten und Medienberichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der schwierigen bilateralen Phase vor 2001, die Analyse der veränderten prowestlichen Ausrichtung Russlands und die Diskussion über institutionelle Reformen der Zusammenarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Russland, NATO, Sicherheitspolitik, strategische Partnerschaft und internationale Kooperation.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des NATO-Russland-Rates?

Die Autorin stellt fest, dass dieser Mechanismus zwar konsultative Funktionen hat, jedoch oft als einseitig (19 gegen 1) wahrgenommen wurde, was zu Überlegungen über ein neues, gleichberechtigteres Gremium führte.

Welche Bedeutung hat der 11. September 2001 für die Analyse?

Er markiert eine Zäsur, da er den russischen Wunsch nach einer prowestlichen Außenpolitik als „strategisches Kalkül“ verstärkte, um internationale Rehabilitation und sicherheitspolitische Mitgestaltung zu erreichen.

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Details

Title
Das Ende des Kalten Krieges. Die Beziehungen zwischen Russland und die NATO vor und nach dem 11. September 2001
College
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1-
Author
Mara Roman (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V33199
ISBN (eBook)
9783638337342
Language
German
Tags
Ende Kalten Krieges Beziehungen Russland NATO September
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mara Roman (Author), 2002, Das Ende des Kalten Krieges. Die Beziehungen zwischen Russland und die NATO vor und nach dem 11. September 2001, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33199
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