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Die Bilder von Andreas Gursky. Realismus oder Abstraktion?

Fünf Beispiele aus dem aktuellen Werk des Fotografen

Title: Die Bilder von Andreas Gursky. Realismus oder Abstraktion?

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 22 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Ann-Katrin Kutzner (Author)

Art - Photography and Film
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"Dokumentarischer Realismus oder digitale Manipulation, modernistischer Idealismus oder postmoderner Skeptizismus, Kunst oder Kommerz, konzeptuelle Strenge oder spontane Beobachtung, Fotografie oder Malerei – diese Antagonismen haben so manche scharfe Diskussion ausgelöst. Für Gursky sind sie keine Gegensätze, sondern Gefährten. Er hat die Fähigkeit viele dieser scheinbaren Polaritäten in seine Arbeiten zu integrieren.“

Ich möchte in den folgenden Ausführungen zu Lebenslauf, Arbeitsform und Werk des zeitgenössischen Fotografen Andreas Gursky auf dessen aktuelle Arbeiten eingehen, die zur Zeit im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main ausgestellt sind. Die Auswahl begrenzt sich auf sechs seiner jüngsten Werke. Die Entwicklung der Werke Gurskys, etwa vom Anfang der 80er Jahre an, ist im MMK nicht dokumentiert, Die Betrachtung des Gesamtwerks Gurskys wird in dieser Arbeit demnach nicht Gegenstand sein. Ich möchte im folgenden der Frage nachgehen, inwiefern sich die „scheinbaren Polaritäten“, vor allem Gurskys geliebteste, die Polarität zwischen Realismus und Abstraktion, in den Werken des Künstlers bemerkbar machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ANDREAS GURSKY

2.1 GURSKY UND SEIN KÜNSTLERISCH-BIOGRAPHISCHER HINTERGRUND

2.2 GURSKY UND DIE MOTIVWAHL

2.3 GURSKY UND DIE MALEREI

2.4 GURSKY UND DIE DIGITALE TECHNIK

3. EINZELNE WERKE

3.1 PARIS, MONTPARNASSE, 1993

3.2 OHNE TITEL X (CONSTABLE), 1999

3.3 MAY DAY IV, 2000

3.4 BUNDESTAG, 1998

3.5 99 CENT, 1999

3.6 EM, ARENA I, 2000

4. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Werk des Fotografen Andreas Gursky unter dem Aspekt der Integration scheinbarer Polaritäten, insbesondere der Spannung zwischen Realismus und Abstraktion, sowie dem Einfluss der Malerei auf sein fotografisches Schaffen.

  • Analyse von Gurskys künstlerisch-biographischem Werdegang und dessen Prägung durch Otto Steinert sowie Bernd und Hilla Becher.
  • Untersuchung der Motivwahl und der Bedeutung des zeitgenössischen Ortes in Gurskys Kompositionen.
  • Erörterung des Verhältnisses von Fotografie zur Malerei und der Rolle der digitalen Technik zur Bildoptimierung.
  • Detailbetrachtung von sechs Schlüsselwerken hinsichtlich Struktur, Perspektive und formaler Gestaltung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Paris, Montparnasse, 1993

Gursky fotografiert meistens aus der Distanz. Auch bei Montparnasse „legt er uns nahe, dass es erstens etwas zu sehen und zweitens einen Grund dafür gibt, Abstand zu halten.“ Mit diesem Blick behandelt er das Alltägliche als zutiefst Privates.

Montparnasse ist eines der frühesten fotografischen Bilder Gurskys und das jüngste in der Auswahl im MMK. Zu sehen ist auf dem Bild die Frontalansicht einer Fassade, im Querformat aufgenommen. Es ist ein sozialer Wohnungsbau in Frankreich. In der Determinologie der modernen Architektur könnte man sagen eine „Wohnmaschine“. In diesem Werk liegt nicht die Aufsichtsposition vor, die sonst bei Gursky überwiegend ist. Der Standpunkt des Fotografen ist die mittlere Höhe. Die Perspektive ist nicht die der Bewohner dieser Architektur wie auch nicht die reale des Betrachters. Dieser würde die Begrenzung des Gebäudes wahrnehmen, doch im Bild existieren die Enden rechts und links nicht; das Bild ist potentiell endlos, auch was das Schicksal der Bewohner hinter der Fassade betrifft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Werk von Andreas Gursky ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Integration von Polaritäten wie Realismus und Abstraktion zu untersuchen.

2. ANDREAS GURSKY: Dieses Kapitel beleuchtet den künstlerischen Hintergrund, die Motivwahl, den Einfluss der Malerei sowie die Bedeutung der digitalen Technik für den Fotografen.

3. EINZELNE WERKE: Hier werden sechs ausgewählte Arbeiten wie "Paris, Montparnasse" oder "99 Cent" detailliert analysiert, um Gurskys Arbeitsweise und ästhetische Konzepte zu verdeutlichen.

4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Gursky durch seine subjektive Sehweise und kreative Nutzung der Fotografie als eigenständiger Autorenfotograf agiert.

Schlüsselwörter

Andreas Gursky, Fotografie, Realismus, Abstraktion, Malerei, digitale Technik, Bildstruktur, Massenkultur, künstlerische Identität, Autorenfotografie, Becher-Schule, Ästhetik, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das künstlerische Schaffen von Andreas Gursky mit dem Fokus auf sein aktuelles Werk und die darin integrierten formalen sowie inhaltlichen Polaritäten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Beziehung zwischen Realismus und Abstraktion, der Einfluss der Malerei auf das fotografische Bild sowie die Rolle digitaler Manipulationstechniken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Gurskys Arbeitsweise und Bildsprache anhand von sechs ausgewählten Werken zu dekonstruieren und seinen Status als Autorenfotograf zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Untersuchung fotografischer Werke unter formalen Gesichtspunkten sowie Gespräche mit Ausstellungsbetreuern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung von Gurskys Hintergrund und Technik sowie eine konkrete Werkbetrachtung anhand ausgewählter Fotografien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autorenfotografie, Realismus, Abstraktion, digitale Bildbearbeitung, Struktur und die "scheinbaren Polaritäten" im Werk des Künstlers.

Inwiefern beeinflusste die Becher-Schule den Stil von Gursky?

Gursky übernahm die sachlich nüchterne Haltung und das Prinzip der Typologie, entwickelte jedoch eine eigene, weniger starre Formensprache und suchte gezielter nach dem "einmaligen Bild".

Warum spielt die Malerei eine so große Rolle für Gursky?

Gursky nutzt malerische Konzepte, wie sie etwa bei Jackson Pollock oder Gerhard Richter zu finden sind, um die Abstraktion in seinen Fotografien zu verstärken und den Bildstatus zu erhöhen.

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Details

Title
Die Bilder von Andreas Gursky. Realismus oder Abstraktion?
Subtitle
Fünf Beispiele aus dem aktuellen Werk des Fotografen
College
University of Marburg  (Kunstgeschichte)
Course
Mittelseminar: Fotografie nach der Fotografie: Das digitale Bild
Grade
1-
Author
Ann-Katrin Kutzner (Author)
Publication Year
2001
Pages
22
Catalog Number
V33273
ISBN (eBook)
9783638337922
ISBN (Book)
9783638901888
Language
German
Tags
Andreas Gursky Realismus Abstraktion Fünf Beispiele Werk Fotografen Mittelseminar Fotografie Bild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Katrin Kutzner (Author), 2001, Die Bilder von Andreas Gursky. Realismus oder Abstraktion? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33273
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