Die Installation und Konfiguration eines Samba-Servers


Seminararbeit, 2001

26 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT

1. Allgemeines zu SAMBA
1.1 WAS IST SAMBA ?
1.2 GRÜNDE FÜR DEN EINSATZ VON SAMBA
1.3 WIE ENTSTAND SAMBA ?
1.4 AUF WELCHEN PLATTFORMEN LÄUFT SAMBA ?

2. Grundlagen der Netzwerktechnik
2.1 SOFTWAREMODELL CLIENT UND SERVER
2.2 DIENSTE UND RESSOURCEN
2.3 NETZWERKARTEN
2.3.1 Peer-to-Peer Netzwerke
2.3.2 Client-/Server Netzwerke mit dezidiertem Server
2.4 NETZWERKPROTOKOLLE
2.4.1 Aufgaben von Netzwerkprotokollen
2.4.2 TCP/IP-Protokoll
2.4.3 SMB-Protokoll

3. Installation von SAMBA
3.1 INSTALLATION ÜBER QUELLPAKET
3.2 INSTALLATION DER SERVERSOFTWARE ÜBER SUSE-LINUX
3.3 EINRICHTEN DER NETZWERKKONFIGURATION ÜBER /ETC/SERVICES
3.4 START DER SERVERPROGRAMME
3.4.1 Start als Service über inetd
3.4.2 Start der Server als Daemon

4. Die Konfigurationsdatei smb.conf
4.1 DER AUFBAU DER KONFIGURATIONSDATEI SMB.CONF
4.2 EINSTELLUNG DER SEKTIONEN
4.2.1 Der Abschnitt global
4.2.2 Der Abschnitt homes
4.2.3 Der Abschnitt printers
4.3 SICHERHEITSOPTIONEN
4.3.1 Zugriffsrechte für bestimmte Rechner
4.3.2 Verzeichnis-Schutz
4.3.3 Benutzer-Schutz
4.4 PASSWORTVERWALTUNG ÜBER SMBPASSWD

5. Client-Konfiguration
5.1 WINDOWS 9X
5.1.1 Einrichtung des Clients
5.1.2 Anmeldung am Server
5.1.3 Passwortverhalten

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: „TCP/IP Protokoll im Vergleich mit dem ISO/OSI-Modell“

Abb.2: „Ablauf der Kommunikation mit SMBs“

Abb.3: „Intakte Netzwerkkarte“

Abb.4: „Einträge zur Identifikation des Clients“

Abb.5: „TCP/IP-Protokoll hinzufügen“

Abb.6: „Installation von TCP/IP“

Abb.7: „Einrichten von TCP/IP“

Abb.8: „Netzlaufwerk verbinden“

Vorwort:

Der kommerzielle Einsatz von LINUX nimmt seit einigen Jahren in steigendem Maße zu - kein anderes Betriebssystem hat in der letzten Zeit mehr Furore gemacht als das LINUXBetriebssystem. Auch auf dem Servermarkt bietet LINUX seinen Konkurrenten mit dem SAMBA-Paket ernsthaft Paroli.

Die Frage muss aber nicht unbedingt "LINUX oder NT?" lauten. Auch eine Kombination beider Systeme ist ein gangbarer, interessanter Weg.

Welches Serverbetriebssystem das bessere ist - darüber wird viel diskutiert. Für die Praxis ist das jedoch schlicht irrelevant, da in den meisten Situationen mit einer installierten Basis gearbeitet werden muss. Das können NT-Server, NT-Workstations oder Windows-95/98- Clients sein. In einer solchen Struktur stellt sich vielmehr die Frage, wie andere Systeme sinnvoll integriert werden können - oder wie sich NT- mit bestehenden LINUX-Systeme zu heterogenen Netzwerken kombinieren lassen.

SAMBA-Server und -Clients machen es möglich.

An dieser Stelle knüpft unsere Studienarbeit an. Sie soll einen Überblick in die Installation und Konfiguration eines SAMBA-Servers als Print- und Fileserver in einem heterogenen Netzwerk vermitteln.

Um LINUX als File- und Print-Server in einem WIN-basiertem Netz einzusetzen, benötigt man das SAMBA-Paket. Der Name geht zurück auf das SMB-Protokoll (Server, Shared oder Session Message Block), das von Windows als Grundlage für den Netzwerkbetrieb benutzt wird. Bei der Verwendung von SAMBA besteht die Möglichkeit, Verzeichnisse des LINUX- Systems in einem Windows-Netzwerk freizugeben. Man wird dadurch in die Lage versetzt, von einem Windows-Rechner aus auf Dateien des LINUX-Rechners zuzugreifen und / oder Druckerressourcen in Anspruch zu nehmen. Aber auch die umgekehrte Richtung ist unter SAMBA möglich.

Unsere Arbeit bietet lediglich einen kurzen Einstieg in das Thema und soll durch die Schrittfür-Schritt Beschreibung der Installations- und Konfigurationsdateien, den problemlosen Aufbau eines heterogenen Netzwerkes mit einem LINUX-SAMBA-Servers möglich machen.

Für einen tieferen Einblick in die Konfiguration und Installation eines SAMBA-Servers verweisen wir auf die entsprechende Fachliteratur oder die Internetseite:

1. Allgemeines zu SAMBA

1.1 Was ist SAMBA ?

Samba stellt ein Softwarepaket von Programmen für UNIX und ähnlichen Betriebssystemen, insbesondere LINUX dar, das über das SMB-Protokoll (Session Message Block-Protokoll) Ressourcen für ein Netzwerk bereitstellt.

Diese Ressourcen werden den Clients (z.B. Windows-Clients) in Form von Diensten (sog. „shares“) zur Verfügung gestellt, die es den Clients erlauben auf Druckressourcen und/oder Dateien (bzw. Dateisysteme) eines Unixrechners zuzugreifen.

Der Unixrechner sieht mit SAMBA in einem solchen Netzwerk wie ein NT Server aus, und stellt damit eine gewichtige Alternative zum Windows NT Server von Microsoft dar.

SAMBA wird unter der GNU General Public License (GPL) verteilt. Dieses Lizenzmodell entstammt der Free Software Foundation und ist damit Lizenzkostenfrei.

1.2 Gründe für den Einsatz von SAMBA

Die Vorteile beim Einsatz von SAMBA dürften in folgenden Aspekten liegen:

- Zuverlässiger Dienst für Dateiarbeit und Drucken
- Lizenzkostenfreie Software
- Relativ einfache Administration und Fernkonfiguration von SAMBA über SWAT und Browser

1.3 Wie entstand SAMBA ?

Andrew Tridgell, ein Student der Australien National University in Canberra begann, bereits im Jahre 1991 verschiedene Programme zu schreiben, die das Verhalten von DECs Pathworks zur Anbindung von MS-DOS-PCs an ULTRIX nachempfanden. Sein erklärtes Ziel war dabei, die Bereitstellung von Pathworks-Diensten durch eine andere Möglichkeit als durch die DEC-Betriebssysteme VMS und ULTRIX zu gewährleisten. Es stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass die von ihm verwendeten Protokolle zur Net- BIOS-Spezifikation gehören.

Als Tridgell Ende 1992 mit LINUX in Berührung kam und Microsoft einen freien SMB-Client im ftp veröffentlichte und Tidgell so zu dem SMB-Protokoll kam, gab er am 1. Dezember 1993 den Start des Projektes „NetBIOS für Unix“ bekannt.

Bereits zwei Monate später waren es bereits einige hundert Leute, die den Code benutzten und für gut befanden.

Im März 1996 entwickelte man die Version 1.9.1.6 alpha1 und Portierungen nach OS/2, Amiga und Netware wurden verfügbar.

Um eine bessere Standardisierung und Dokumentation der Software zu erreichen, arbeitete das SAMBA-Team ab Juni 1997 an der CIFS-Initiative mit.

Der Name SAMBA entstand, als 1994 der ursprüngliche Bezeichnung „SMBServer“ aus rechtlichen Gründen nicht mehr verwendet werden durfte und Andrew Tridgell dadurch gezwungen war, seine Software umzubenennen.

1.4 Auf welchen Plattformen läuft SAMBA ?

Wie schon bereits erwähnt, wurde SAMBA für den Betrieb auf UNIX-Betriebssystemen konzipiert und ist auch für alle bedeutenden Ableger von Unix verfügbar.

Die Verteilung von SAMBA erfolgt mit vollem in C geschriebenem Quellcode und ist ausgehend von den Programmquellen mindestens auf die folgenden Systeme übersetzbar:

- LINUX
- SunOS 4.x
- Solaris 2 und Nachfolgende - Ultrix
- SCO
- FreeBSD, OpenBSD und NetBSB - AIX
- DNIX

Zudem existieren neben den genannten UNIX-Versionen auch SAMBA-Portierungen für folgende Betriebssysteme:

- Amiga
- OS/2
- Stratus-VOS - VMS
- MPE/ix - MVS

2. G r u n d l a g e n d e r N e t z w e r k t e c h n i k

2.1 Softwaremodell Client und Server

Das Verfahren, nach denen (PC-)-Netzwerke dieser Zeit arbeiten, heißt Client und Server. Im Gegensatz zum Konzept mit Mainframes soll nicht ein einzelner Großrechner die Leistungen für die Benutzer und Arbeitsplatzrechner liefern, sondern beliebig viele kleinere Einheiten, die in einem Rechnerverbund - dem Netzwerk - arbeiten. Dadurch wird die Rechenleistung (evtl. auch Speicherleistung) im gesamten Netz verteilt.1

Vorteil dieses Konzepts gegenüber zentralen Systemen ist die Möglichkeit, die benötigten Dienstleistungen in einem Rechnerverbund leicht zu erweitern (skalieren), um die jeweilig gewünschte Leistungsfähigkeit bedarfsgerecht zu erzielen.

Derjenige Rechner, der die Dienstleistung im Netzwerk zur Verfügung stellt heißt Server, der Nutzer der Dienste wird als Client bezeichnet. Von Software-Seite sind deshalb ebenfalls zwei verschiedene Dienstprogramme notwendig.

Ein Dienstprogramm bietet die Dienstleistung an (Server-Programm), das andere dient der Nutzung der angebotenen Dienstleistung (Client-Programm).

Anwendungsseitig haben sich hinsichtlich verwendeter Betriebssoftware zwei Lager gebildet:

- Netzwerkbetriebssysteme wie Novell Netware, Windows NT oder LINUX
- Arbeitsplatzbetriebssysteme wie Windows 95/98

Netzwerkbetriebssysteme sind speziell für den Einsatz als Server-Rechner konzipiert. Sie bieten leistungsfähige Server-Programme für die Verwaltung und das Anbieten von Dienst- leistungen.

Arbeitsplatzbetriebssysteme legen den Schwerpunkt auf die Nutzung von Dienstleistungen in einem Netzwerk.

2.2 Dienste und Ressourcen

Stellt ein Server-Rechner die Systemhardware des Computers zur Nutzung in einem Netzwerk zur Verfügung, so bezeichnet man die angebotenen Komponenten als Ressourcen. Diese Ressourcen können beispielsweise Festplatten, Drucker und/oder Bandlaufwerke sein, die gemeinsam im Netzwerk genutzt werden, um so die Versorgung der einzelnen Netzwerkteilnehmer mit hochwertiger Gerätetechnik zu gewährleisten.

Werden Anwendungen zentral über das Netz genutzt, dann spricht man von Diensten. Dies kann die gemeinsame Nutzung von Datenbanken, elektronischer Post oder auch dem Internet sein. Daten können so untereinander ausgetauscht werden.

2.3 Netzwerkarten

Heutige lokale Netzwerke arbeiten durchweg nach dem Client-/Server-Prinzip.2 Grundsätzlich unterscheidet man hinsichtlich zweier verschiedener Client-/Server- Netzwerke:

- Peer-to-Peer Netzwerke
- Client-/Server-Netzwerke mit dezidierten Server Rechnern

2.3.1 Peer-to-Peer Netzwerke

In einem Peer-to-Peer Netz besteht keine Trennung zwischen einem Server und einer Workstation. Alle Stationen sind gleichzeitig Server und Arbeitsstation. Jeder Anwender kann die vorhandenen Hardware- und Software Komponenten seines Arbeitsplatzrechners individuell nutzen, sowie anderen Anwendern zur Verfügung stellen. Das Peer-to-Peer Netzwerk ist bei einfachen Anwendungen in kleineren Netzen verbreitet, weil es verhältnismäßig einfach zu installieren bzw. zu verwalten ist.

2.3.2 Client-/Server Netzwerke mit dezidiertem Server

In einem solchen Netz wird zwischen Server und Clients hinsichtlich ihrer Aufgaben unterschieden. Die Dienstleistungen werden ausschließlich vom Server angeboten, die ClientRechner werden auf die Nutzung von Diensten eingeschränkt (dezidiert). Die Teilnehmer am Netzwerkbetrieb werden als definierte Benutzter voneinander unterschieden und können zu Nutzergruppen zusammengefasst werden, die mit entsprechenden Zugriffsrechten auf Ressourcen und Diensten ausgestattet sind.

2.4 Netzwerkprotokolle

2.4.1 Aufgaben von Netzwerkprotokollen

Netzwerkanwendungen kommunizieren innerhalb eines Netzwerkverbundes über sog. Pro- tokolle. Sie bestimmen die Regeln, die den Austausch der Nachrichten bzw. der Daten zwi- schen Anwendern koordinieren und legen zudem das Verfahren der Datenübertragung fest. Wegen der Komplexität der Kommunikation werden mehrere Protokolle zum Austausch von Informationen verwendet.

Als Grundlage dienen Kommunikationsmodelle, wie das ISO/OSI Schichtenmodell, auf das im Rahmen dieser Studienarbeit aber nicht näher eingegangen werden soll. Einen kurzen Überblick soll folgende Graphik geben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: „TCP/IP Protokoll im Vergleich mit dem ISO/OSI-Modell“ 3

2.4.2 TCP/IP-Protokoll

TCP/IP bezeichnet ein verbindungsorientiertes Kommunikationsprotokoll, das dazu dient, die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Rechnersystemen mittels eines Standardprotokolls zu gewährleisten.

Dabei handelt es sich um eine Reihe von Protokollen, die modular miteinander verknüpft sind und in verschiedenen Schichten aufeinander aufbauen, weshalb sie auch als Protokollstapel oder Protokollfamilie bezeichnet werden.

Die Aufgabe des IP (Internetprotokolls) dient der logischen Vermittlung im Sinne der InternetAdressierung. Somit kann der Rechner logisch adressiert werden und damit als Ziel von Daten angesprochen werden.

Das TCP-Protokoll bestimmt, welcher Dienst auf dem Zielsystem angesprochen werden soll. Es adressiert den konkreten Dienst und stellt die Verbindung zur Endverarbeitung der Daten her.

Die Entstehung und Verbreitung von TCP/IP ist eng mit der Entwicklung des Internets und des Betriebssystems Unix verbunden.

Durch das starke Wachsen des Internets, dessen Basis TCP/IP bildet, steht dieses Protokoll heute nahezu allen Rechnerplattformen zur Verfügung.

In UNIX-Systemen gehört TCP/IP zur Grundausstattung, aber auch die Hersteller anderer Netzwerkbetriebssysteme gehen verstärkt dazu über, TCP/IP als Standardprotokoll anzubie- ten.

2.4.3 SMB-Protokoll

Seit Mitte 1980 steht für IBM-kompatible PC´s Netzwerksoftware zum Aufbau lokaler Netze zur Verfügung. Etwa 1985 stellte IBM das Kommunikationsverfahren SMB (Server Message Block) für PC-Netzwerke vor.4

Im Zuge der Integration verschiedener Betriebssysteme (heterogene Netzwerke) hat sich TCP/IP als Transportsystem für SMB durchgesetzt.

Samba benutzt das SMB-Protokoll, das in Windows- bzw. LAN-Manager-Netzwerken verwendet wird um Ressourcen anzubieten.

Das SMB-Protokoll ist in zahlreiche Stufen gegliedert. Dies begründet sich im wesentlichen dadurch, dass es von der Firma Microsoft immer wieder an neue Versionen der Betriebssysteme (DOS und Windows) angepasst wurde.

Zudem entstanden durch diesen Umstand zahlreiche Protokoll-Varianten (CORE, COREPLUS, LANMAN1, LANMAN2, NT1...).

Innerhalb des SMB-Protokolls gibt es ca. 65 Hauptfunktionen (z.B. SMBread und SMBwrite) und eine Vielzahl von Unterfunktionen, auf die hier im einzelnen nicht näher eingegangen werden soll.

Dabei hat jede Funktion mehrere Optionen und sogenannte "Information Levels", welche die Art der Datenstruktur, die zurückgeliefert wird, bestimmen.

Bei der Kommunikation mit SMB tauschen die Partner Anfragen und Reaktionen im Wechsel miteinander aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Ablauf der Kommunikation mit SMBs5

3. I n s t a l l a t i o n v o n S A M B A

3.1 Installation über Quellpaket

Samba ist eine eigenständige Serverkomponente des LINUX-Systems und damit vom eigentlichen Betriebssystem völlig unabhängig. Solche Pakete werden häufig als unabhängiges Paket in einem bestimmten Verzeichnis installiert. Unter LINUX verwendet man üblicherweise den Pfad /usr/local, im Fall von Samba den Pfad /usr/local/samba. (Sollte unter Umständen das Verzeichnis /usr/local noch nicht existieren, so kann dies über den Befehl mkdir /usr/local angelegt werden.)

Quellpakete von SAMBA sind über viele gespiegelte Fileserver (ftp) weltweit über das Internet zu beziehen.

In diesem Fall wurde die Quelldatei von dem ftp-Server der SAMBA Organisation

ftp://de.samba.org/pub/mirror/samba/samba-2.0.7.tar.gz

bezogen.

Für die Installation des SAMBA-Paketes wird in folgenden Schritten vorgegangen:

1. Die Datei samba-2.0.7.tar.gz kann mittels ftp von o.g. Server bezogen werden und wird im Verzeichnis /usr/local/src gespeichert.
.tar.gz weißt in diesem Fall auf ein mit gzip komprimiertes Archiv hin.
2. Die Datei wird durch folgenden Befehl dekomprimiert:
gunzip <datei>
und sollte danach nur noch die Endung „tar“ haben.
3. Dieses Archiv sollte im Pfad "/usr/local/src" mit dem Befehl:
/usr/local/src# tar -xvzf ./ samba-2.0.7.tar.gz entpackt werden.
4. Für die Konfiguration muss mit folgendem Befehl in den Quellbaum von SAMBA ge-
wechselt werden:
/usr/local/src# cd samba-2.0.7.tar.gz/source
5. Zum Start der (automatischen) Konfiguration wird das Kommando configure be-
nutzt:
usr/local/src/samba-2.0.7/source# ./configure
6. Nach Beendigung der Konfiguration müssen die Quellen mit einem C-Compiler über-
setzt und im Binärpfad installiert werden.
Dies kann mit Hilfe von folgenden Kommandos geschehen:
usr/local/src/samba-2.0.7/source# ./make all
usr/local/src/samba-2.0.7/source# ./make install

Nach der Eingabe von "make" werden die Binärdateien compiliert. Nachdem diese erfolgreich erzeugt wurden, werden nach der Eingabe von "make install" die Binärdateien sowie die Manual Pages in den Verzeichnissen "/usr/local/samba" bzw. "/usr/local/man" installiert.

Die ausführbaren Dateien befinden sich nun im Verzeichnis "/usr/local/samba/bin", die Konfigurationsdateien in "/usr/local/samba/lib" und die Dateien, die zur Laufzeit erzeugt werden (z.B. Logdateien) in "/usr/local/samba/var".

Falls SAMBA bereits installiert war, werden die alten Binärdateien mit einer ".old"Erweiterung umbenannt. Wenn die neu installierte Version nicht funktionieren sollte, kann man leicht mittels "make revert" wieder zur alten Version zurückkehren.

Die Variante über die Verwendung des Quellpakets bietet eine wesentlich kompaktere Installation als die nachfolgend beschriebene, da alle Komponenten in nur einem Verzeichnis abgelegt sind, beinhaltet allerdings auch den Nachteil, sehr fehlerträchtig zu sein.

3.2 Installation der Serversoftware über SuSE-Linux

Für die Installation des SAMBA-Paketes stehen unter SuSE Linux generell zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

Zum einen kann SAMBA über das Verwaltungsprogramm yast (Yet another setup Tool) installiert werden oder alternativ über das Kommando rpm -i <paketname>. Dazu muss dann natürlich der Pfad zum Paket bekannt sein.

Üblicherweise ist das Installationsverzeichnis bei UNIX-Versionen unter

/usr/local/samba zu finden. (vgl. dazu auch Kapitel 3.1)

Die LINUX Distribution von SuSE macht aber hier eine Ausnahme. Die Dateien und Kommandos sind bei SuSE-Linux im System verteilt.

Das Basissystem von SuSE-Linux bietet eine bereits übersetzte Version des Samba-Pakets und kann unmittelbar eingesetzt werden:

1. Aufrufen des Set-up Programms /root# yast
Menüpunkt: Installation festlegen/starten ð Konfiguration ändern/erstellen
2. Auswahlbalken auf „Samba - Fileserver für Unix ähnliche LanManager bewegen und mit „x“ (Space-Taste) auswählen.
3. Bestätigung mit „F10“
4. Installation wird durch den Menüpunkt „Installation starten“ aktiviert (Verlassen des Set-up Programms mit „ESC“)

Wie bereits erwähnt stehen die Dateien des Samba-Paketes unter SuSE-LINUX in verschiedenen Verzeichnissen des Systems. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Komponenten und die Lage der Dateien6:

[...]


1 Harnisch, Carsten: „Netzwerktechnik“ , Seite: 26

2 Adams, Jürgens: „Der Linux Samba Server“ Seite: 29

3 eigene Darstellung in Anlehnung an: Adams, Jürgen: „Der Linux Samba Server“, Seite: 36

4 Adams, Jürgen: „Der Linux Samba Server“, S. 36

5 eigene Darstellung in Anlehnung an: Adams, Jürgen: „Der Linux Samba Server“, Seite: 38

6 vgl. Adams, Jürgen: „Der LINUX Samba Server“, Seite: 117

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Die Installation und Konfiguration eines Samba-Servers
Hochschule
Hochschule Ansbach - Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Ansbach  (FB Betriebswirtschaft)
Note
1
Autoren
Jahr
2001
Seiten
26
Katalognummer
V3330
ISBN (eBook)
9783638120340
Dateigröße
1224 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Sehr dicht - einzeiliger Zeilenabstand.
Schlagworte
Installation, Konfiguration, Samba-Servers
Arbeit zitieren
Christian Schreitmüller (Autor)Bettina Reindler (Autor), 2001, Die Installation und Konfiguration eines Samba-Servers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3330

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