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Horaz und die Natur. Die Funktion der Natur in den Oden

Titel: Horaz und die Natur. Die Funktion der Natur in den Oden

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christine Schabdach (Autor:in)

Latinistik - Mittel- und Neulatein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Natur ist bei Horaz in vielfältiger Weise vertreten. Ihre Verwendung in den Oden I,1-III,4 soll hier analysiert werden, um eine mögliche Entwicklung in ihrer Funktion festzustellen. Den Endpunkt der Untersuchung bildet der Komplex der Römeroden, da er gleichzeitig den Höhepunkt der Entwicklung seiner Ethik darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Eingrenzung des Stoffes

2. Oden, die nicht zur Betrachtung herangezogen werden

3. Die verschiedenen, der Natur entspringenden Motive

3.1. Gefahren der Natur und der Schutz, den die Götter Horaz vor ihnen gewähren

3.2. Das Sabinergut, Tibur, Tarent und deren ländliche Umgebung

4. Gesamtbeurteilung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die funktionale Einbindung von Naturbildern in den Oden des Horaz, mit besonderem Fokus auf der Darstellung von Schutz durch die Götter sowie der Bedeutung ländlicher Rückzugsorte für die poetische Inspiration und philosophische Lebenshaltung des Dichters.

  • Analyse der verschiedenen Motivkategorien in Bezug auf die Natur bei Horaz.
  • Untersuchung der Natur als Kontrastmittel und Quelle für ethische Reflexionen.
  • Erörterung des Schutzgedankens durch Götter und Musen in gefährlichen oder idyllischen Umgebungen.
  • Betrachtung der Bedeutung von Orten wie dem Sabinergut, Tibur und Tarent für das epikureische Ideal der Zufriedenheit.

Auszug aus dem Buch

3.1. Gefahren der Natur und der Schutz, den die Götter Horaz vor ihnen gewähren

In Ode I,17 taucht zum ersten Mal auf, dass Horaz von den Göttern beschützt wird. Zunächst geht es aber um seine Ziegen, die der Gott Faunus vor allen möglichen Wetterlagen und gefährlichen Tieren beschützt: ignea [...] aestas (V.2f.), pluvii venti (V.4), viridis colubra (V.8), Martiales [...] lupi (V.9). Dies ganz besonders, während die fistula (V.10) des Faunus ertönt. Der Übergang gestaltet sich vom Schutz der Ziegen durch Faunus zum Schutz des Horaz durch die Götter, also eine Steigerung von Tieren zum Menschen und eine Verallgemeinerung von Faunus zu den Göttern. In Vers 13f. heißt es dann nämlich: di me tuentur. Danach kommt asyndetisch dis pietas mea et Musa cordi est. Möchte man zuerst auch den Grund für den Schutz durch die Götter darin sehen, so ist doch tatsächlich kein kausaler Zusammenhang durch eine Konjunktion oder ein Partizip ausgedrückt. Horaz stellt hier also zunächst die Tatsachen in den Raum. Im Fortgang lädt er seine Angebetete auf sein Landgut ein. Um dieses und die Umgebung möglichst idyllisch darzustellen, verwendet er folgende Attribute: capelli [...] mei (V.3f.), tutum per nemus (V.5), arbutos [...] et thyma (V.5f.), valles et Usticae cubantis levia [...] saxa (V.11f), plenum benigno ruris honorum opulenta cornu (V.15f), sub umbra (V.22). Sie darf dann dort auch von seinem Schutz profitieren (V.22ff.: nec [...] confundet [...] proelia, nec metues).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeine Eingrenzung des Stoffes: Einführung in die methodische Herangehensweise und Begründung der Auswahl der Oden, wobei die Rolle der Natur als ethischer Höhepunkt hervorgehoben wird.

2. Oden, die nicht zur Betrachtung herangezogen werden: Ausschluss solcher Oden, in denen die Natur lediglich als bloßer Kontrast oder Vergleich dient, ohne die tiefergehende funktionale Bedeutung für das Gesamtkorpus zu entfalten.

3. Die verschiedenen, der Natur entspringenden Motive: Zentrale Analyse der Naturmotive, unterteilt in die Gefahrenabwehr durch göttlichen Schutz und die Bedeutung ländlicher Idyllen.

3.1. Gefahren der Natur und der Schutz, den die Götter Horaz vor ihnen gewähren: Untersuchung des göttlichen Schutzes als zentrales Motiv, das von der Abwehr konkreter Gefahren (Tiere, Wetter) bis hin zur metaphysischen Absicherung des Dichters reicht.

3.2. Das Sabinergut, Tibur, Tarent und deren ländliche Umgebung: Betrachtung der landschaftlichen Rückzugsorte als Symbole für Zufriedenheit, innere Ruhe und Inspiration, wobei der materielle Reichtum zugunsten des bescheidenen Lebens zurücktritt.

4. Gesamtbeurteilung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die unterstreicht, wie die Natur bei Horaz zur gedanklichen Strukturierung seiner Epikureischen Lebensphilosophie beiträgt.

Schlüsselwörter

Horaz, Oden, Naturmotive, Sabinergut, Tibur, Tarent, göttlicher Schutz, Epikureismus, Lebensphilosophie, Musen, Abgeschiedenheit, Zufriedenheit, Gattungspoetik, antike Dichtung, literarische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung der Naturbeschreibungen in den Oden des römischen Dichters Horaz.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Naturmotiven, das Konzept des göttlichen Schutzes des Dichters sowie die Bedeutung ländlicher Rückzugsorte als Orte der Muße und philosophischen Reflexion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Horaz Naturbilder gezielt einsetzt, um seine ethische Philosophie zu untermauern und seine Rolle als geschützter Dichter darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die auf einer inhaltlichen Kategorisierung und Interpretation ausgewählter Oden basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gefahrenmotiven in der Natur und den anschließenden Schutz durch Götter sowie die Betrachtung konkreter Orte wie dem Sabinergut oder Tibur als Räume für innere Zufriedenheit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören Horaz, Naturmotive, Sabinergut, Epikureismus, göttlicher Schutz und Abgeschiedenheit.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Sabinergut in der Analyse zu?

Das Sabinergut dient als exemplarischer Ort der inneren Ruhe und musischen Inspiration, der dem Dichter ermöglicht, sich vom "Pöbel" abzugrenzen und ein zufriedenes Leben zu führen.

Wie unterscheidet sich die Funktion der Natur in Ode I,17 von späteren Oden?

Während in I,17 die Natur noch eher idyllisch-kontrastierend zur Idylle steht, wird der Schutzgedanke in späteren Oden wie III,4 umfassender und stärker in einen religiösen sowie politischen Kontext integriert.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Horaz und die Natur. Die Funktion der Natur in den Oden
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Klassische Philologie)
Veranstaltung
Horaz, Römeroden
Note
1,7
Autor
Christine Schabdach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V333727
ISBN (eBook)
9783668235649
ISBN (Buch)
9783668235656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Horaz Natur Römeroden Naturbilder Funktion der Natur Horaz Oden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Schabdach (Autor:in), 2016, Horaz und die Natur. Die Funktion der Natur in den Oden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/333727
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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